Herbstlorchel?

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema, welches 5.086 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (18. Oktober 2014 um 09:05) ist von Danielleipzig.

  • Hallo Pilzfreunde!

    Ich war heute auf ausgiebiger Pilzsuche bei Leipzig.
    Viele Birkenpilze und schöne große 1a Rotkappen waren zu finden (erstaunlich nach dem gestrigen Starkregen). Einige Goldröhrlinge und Lärchenröhrlinge fanden sich auch im Laub. Ich war auch in einem Laubwaldstück mit Espen und Birken unterwegs in dem massenhaft dieser Lorcheln standen. Da dies mein erster Lorchelfund war hat mich das natürlich von den Socken gehauen. :) Auch sonst gab es wieder viel zu entdecken und zu fotografieren. Unter anderem zwei schöne Grünspanträuschlinge (auch meine ersten!) . Nun meine Frage:

    Sind das Herbstlorcheln?

    Danke für Eure Mithilfe!

    LG Daniel

  • Hallo Daniel,

    was lässt dich darauf schliessen, das es Herbstlorcheln sein könnten:wink:

    LG. Heinz

  • Hi Daniel,

    hatte ich nicht bedacht, aber wenn der Kalender sagt es sind Herbstlorcheln, dann soll es wohl schon so sein.:party:

    LG. Heinz

  • Hallo.

    Ja wenn es denn Herbstlorcheln wären, ganz sicher sollte die Bestimmung aber sein, ja dann hättest Du bei größerer Anzahl gefundener Herbstlorcheln einmal die Möglichkeit, diese kullinarisch zu testen.

    Artenrein, nur in Butterschmalz gebraten, abgeschmeckt mit wenig Salz und etwas Pfeffer...absolut eine Delikatesse.

    Und meine Rezeptempfehlung nehme ich natürlich auch wieder zum Anlass auf etwas sehr Wichtiges hinzuweisen:

    Die Herbstlorchel gilt allgemein als essbar, man muss aber dabei beachten, diese Lorchelart beinhaltet, genau wie die essbaren Morchelarten, ein hitzeinstabiles Gift - Essbare Morchelarten aber in wesentlich geringerer Menge.

    Dieses Gift zerstört die roten Blutkörperchen.

    Achtet man bei der Zubereitung der Herbstlorchel allerdings auf eine genügend starke und lange Erhitzung, so sind sie durchaus genießbar.

    Das braten in Butterschmalz gewährleistet eine genügend hohe Erhitzung, wenn man darauf achtet dass auch der Rand der Pfanne gut mit erhitzt wird.
    Eine Garzeit von über 10 Minuten gewährleistet dabei dann den totalen Zerfall der hitzeinstabilen Giftstoffe.

    Aber wie schon anfangs erwähnt...man muss sich sicher sein, es handelt sich um Herbstlorcheln.
    Schau mal in ein gutes Pilzbuch, da wird Dir Dein Fund bestimmt bestätigt werden :wink:

    Übrigens, auch das erneute Wachstum von Rauhfußröhrlingen kann ich für meine Gegend bestätigen.

    Weiter viel Spaß und Erfolg bei der Pilzsuche.
    Hexenopa Julius

  • Danke Julius! Ich hab sie (die Lorcheln) alle stehen lassen.

    Mir ist es lieber sie im Wald zu sehen, als mir vielleicht den Magen zu verderben. :wink: Vielleicht findet sie ein Lorchelliebhaber...der hat dann mehr davon.

    Nette Grüße !

    Daniel