Beiträge von Franz

    Hallo Pilzler,

    im Spätherbst vor Jahren traf ich mal auf eine pilzsuchende Italienerin. Sie war anscheinend ausschließlich auf Nebelkappen fixiert und widersprach meinen Bedenken in einer Art, daß ich ihr langes, spitzes Messer vor meinem Gesicht allmählich als Bedrohung empfand, so daß der Disput mit erhebliche Contenance meinerseits erforderte. So verschieden sind Meinungen über Pilze.

    Gruß - Franz

    Hallo RudiS,

    gestern fand ich an einer großen, alten Weide im Wurzelbereich Pilze, deren äußere Erscheinung mich farblich sehr die von erwson erinnerten. Ich habe ihnen nicht unter den Rock geschaut und auch keine zur Bestimmung mitgenommen, aber von oben, abgesehen von der Farbe, schienen sie mir zumindest auch stockschwämmchenähnlich.

    Gruß - Franz

    >"In Rostock kam es im Oktober 1998 zu sechs durch Graukappengenuß verursachte Vergiftungen (die Dunkelziffer liegt sicherlich viel höher), die zum Teil sehr heftigen Charakters waren und zu mehreren Klinikaufenthalten führten.<

    Hallo Weisheit,

    durchaus möglich, aber eben auch zweifelhaft und das vielleicht sogar näherliegend. Es werden 1. viele Pilze unter falschem Namen gegessen und 2. wird gern übersehen, daß auch ganz gewöhnliche Früchte/Gemüse Abwehrreaktionen auslösen können. Ich hatte während meiner Erwerbszeit einen Chef, der meinte, er könne keine Erdbeeren essen, weil er ´algerisch´ wäre.

    Gruß - Franz

    können auch schöne sein(wie dieses junge Ehepaar). Bis in die 60ger des vorigen Jahrhunderts wurden sie in ganz Deutschland noch gesammelt und in Massen problemlos verspeist. In Bayern waren sie bis in den 20ern oder noch später sogar Marktpilz.

    Gruß - Franz

    Sei auch Du bedankt, Pablo. Ich bin mir bewußt, daß die Artbestimmung eines Pilzes anhand eines Aufsichtsfotos unseriös ist. Es geht auch nur darum, Kandidaten einzugrenzen bzw. über ihre Möglichkeit zu spekulieren.

    Gruß - Franz

    Vor ca. einem Monat entstand auf dem Heimweg die Aufnahme unten. Da das Ressort ausgeschöpft war, ging kein Exemplar dieser grauen Pilze mit und die Bestimmung unterblieb. Frage: Traut sich trotzdem jemand allein aufgrund dieses Bildes einen Tipp zur Art abzugeben?

    Gruß - Franz

    Hallo Bernie und Alex,

    natürlich kann Nässe die Farbe des Sporenpulvers beeinflussen. Das kenne ich und im Falle zu erwartender Nässe werden betreffende Stellen isoliert. In diesem Fall sog das Papier nur an einer kleinen Stelle etwas Feuchtigkeit auf und ausgerechnet die ist nicht rötlich geworden. Die Rotfärbung könnte allenfalls die Folge erhöhter Luftffeuchtigkeit infolge des niedrigen Abstandes zwischen Pilz- und Unterlage sein. Zwischen dem Teilhut und der Unterlage war ein Abstand von ca. 8cm, während die Reststücke direkt auf dem weißen Papier lagen.

    Gruß - Franz

    Hallo Johann,

    der Graue Lärchenröhrling wird zwar kulinarisch nicht gerade hochgeschätzt, er aber er ist standorttreu und verläßlich und wird mit anderen Arten zusammen zu Pilzpulver verarbeitet und das schmeckt in Soussen uns und auch unseren Gästen.

    Gruß - Franz

    Hallo zusammen,

    diese Schnecke klettert herunter, obwohl vom Hut nur wenig fehlt. Wahrscheinlich entsprach der Pilz nicht ihrem Geschmack. Offensichtlich gilt auch für Pilze: Irren ist schnecklich.

    Foto von heute.

    Gruß - Franz

    Hallo Johann,

    mit späten kleinen(Dm max 5cm), roten Täublingen stehe ich auch schon lange auf Kriegsfuß. Über Jahre fruchteten sie im November auf einer Wiese nahe Waldrand bei einer Weide. Der Hut war meistens rot, aber auch rotweiß und manche waren sogar völlig weiß, scharf schmeckten aber alle. Letztlich habe ich sie unter Russula gracillima abgelegt. Weiß aber nicht, ob das richtig ist, denn Birken stehen in der Nähe nicht.

    Gruß - Franz

    Hallo Pablo,

    mir fiel inzwischen noch eine andere Idee ein. Alle Sporen sind von demselben Fruchtkörperbüschel. Beim größten, (mittleren) Teil waren Teile der Lamellen von Schnecken zerfressen, des fehlen am rechten Rand der Kreisfläche die Sporen. Der umliegende Sporenrest stammt von jüngeren Fruchtkörpern des Büschels. Möglicherweise ist das der Grund der Verschiedenfarbigkeit. Anbei noch ein Foto überhöhter Verschiedenfarbigkeit.

    Dennoch bleibt der Grund der Verschiedenfarbigkeit nebulös.

    Gruß - Franz

    Hallo RudiS,

    ich meine zu teuer für die Polizei. Schließlich muß sie jeder Anzeige nachgehen und das ist Aufwand. Ich hatte mal bei der Polizei eine Anzeige gegen Unbekannt wegen mutmaßlicher Beschädigung meines Autos aufgegeben. Die hatte zwar nichts gekostet, so die Erinnerung, aber auch nichts gebracht. Wahrscheinlich ist sie nach einiger Zeit im runden Ordner der Polizei gelandet.

    Die Ordnungsämter übernehmen nur die Entsorgung von widerrechtlich deponiertem Schrott. Eine polizeiliche Anzeige ist in der Regel erfolglos und außerdem zu teuer. Selbst dann, wenn der Verursacher ermittelt werden konnte.

    Gruß - Franz

    Hallo zusammen,

    eben nahm ich einen Hut bzw. Hutreste eines Austernseitlings von weißer Papierunterlage. Zur Überraschung waren im Sporenabdruck 2 Färbungen sichtbar: weiß(große Kreisfläche) und rosa (Rest unterhalb der Kreisfläche). Mögliche Erklärung des Farbunterschiedes: weiß durch Aussporung bei Dunkelheit, rosa infolge Lichteinwirkung während der Aussporung.

    Gruß - Franz

    Moin Pilzler,

    klar, aufgrund eines Übersichtsbildes sind Pilze nur sehr selten bestimmbar. Aber schon Mutmaßungen anderer Pilzler haben für den Finder bei der Bestimmung ihren Wert, denn ihnen kann er nachgehen und zustimmen bzw. sie verneinen. Meine Vermutung (unter anderen) sind irgendwie modifizierte Stockschwämmchen.

    Gruß - Franz

    Hallo zusammen,

    vor allem in Nadelwäldern war heute noch was zu finden. Die Art im Foto wurde als Galerina marginata eingetütet. Interessant ist ihr Wurzelgeflecht, es ist fest mit dem Holz verbunden.

    Gruß - Franz

    Hallo Jörg,

    zugegeben, das Foto gibt die Farben des Rettichfälblings nicht gut wieder. Aber welcher Pilz hat derzeit Saison, sieht ähnlich aus und riecht so nach Rettich, daß sogar meine Frau beim Riechtest spontan ausruft: Rettich! Natürlich wurde vorher Literatur gewälzt und auch andere Kriterien zur Artbestimmung herangezogen.

    Gruß - Franz

    P.S.: Gern liefere ich Dir auf Wunsch Mikrobelege der Art.

    Hallo Fred,

    das ist zwar schrecklich, dennoch Kummers Kleinster. Es erzürnt nur menschliche Augen und ein wenig die Flora und Fauna. Aber im Gegensatz zu dem, was selbige zu atmen und zu essen gezwungen ist und einer Konkurrenz, gegen die sie über keine Mittel zur Abwehr verfügt, ist es ein Klacks.

    Gruß - Franz

    Hallo Jan,

    vielen Dank. Flämmlinge hatte ich auch schon oft in der engeren Wahl, aber letztlich fielen sie immer als Kandidaten raus. Dein Tipp ist aber gut. Offensichtlich hat mein Bestimmungsprogramm irgendwo einen Fehler und der schmeißt sie immer irgendwo fälschlich raus.

    Gruß - Franz

    Hallo Pilzler,

    für die Bestimmung des heutigen Fundes will sich einfach nichts zusammenreimen, ich brauche deshalb paar Tipps.

    Fundort: Innenstädtisch, unmittelbar bei 2 Birken, Substrat; zu Erde gewordener Mulch;

    Geruch: Deutlich wahrnehmbar, eher unangenehm; Geschmack: bitter; Sporen: glatt, braun, ohne Keimporus, L= 7,2µ/Q = 1,5;

    Lamellen breit, angewachsen;

    Sporenabwurf: Gelbbraun;

    Es stand daneben noch ein jüngerer (Hut mehr gelb, Lamellen und Stiel gleichfarbig int. gelb) und ein ganz alter.

    Gruß - Franz

    Bilder

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