Beiträge von Roger

    Liebe PilzspezialistInnen,


    Auf unserem Campingplatz wächst eine Kolonie Hallimasch (glaube ich!). Bei der Unterart bin ich mir aber nicht ganz klar. Ich tippe auf «Honiggelber Hallimasch» (ARMILLARIA MELLEA). Liege ich richtig? Ist es überhaupt ein Hallimasch? Wenn nein, wäre ich froh um eine andere Identifizierung. Vielen Dank!


    Eränzungen zu den Fotos

    • Hut: Jung 2-3 cm Durchmesser, alt bis 12 cm
    • Stiel voll, z.T. gedreht, kaum faserig
    • Lamellen jung weisslich-rosa, alt gelb
    • Sporenfarbe weiss
    • Vorkommen: Auf dem Strunk einer Linde








    Und hier noch ältere Exemplare, ein paar Tage danach



    Liebe Murmel! Danke für Deine "Blumen"! Pilze haben für mich halt auch etwas Poetisches, nebst all den interessanten biologischen Aspekten!


    Lieber Jörg! Danke für Deinen Vorschlag, den ich gerne "adoptiere"! Ich habe früher schon mal eine Hasenpfote gefunden und damals richtig identifiziert. Ich weiss nicht, warum es bei der "Tänzerin" nicht Klick gemacht hat und ich mich nicht an den früheren Fund erinnert habe. Nun bin ich aber froh, dass ich meine Fotos mit dem korrekten Namen bezeichnen kann!


    Ich wünsche Euch allen gute und interessante Funde!


    Roger

    Grüezi mitenand


    Dieses filigrane Pilzchen erinnert mich an eine Tänzerin mit kunstvollem Kopfschmuck.

       


    Aber nach sechs Stunden war ihre Schönheit schon vorbei, ohne dass jemand sie berührt hat. Welcher Schlingel hat ihr wohl das Herz gebrochen……?!?!


    Unten noch ein paar Bilder, mit denen ich versucht habe die «Tänzerin» zu identifizieren: Glänzender Tintling (COPRINELLUS BISPORUS):

    • Grösse 10-15 cm
    • Hut: Jung mit rauer Haut, die sich ablöst. Später grau, gerieft, in der Mitte bräunlich, Durchmesser 3-5 cm
    • Stiel weiss, bereift, hohl
    • Lamellen grau, im Alter schwarz
    • Sporenfarbe schwarz
    • Wächst auf alten Holzschnitzeln  

    Gerne hätte ich eine Bestätigung (oder eine Korrektur!!) dieser Artenbestimmung durch SpezialistInnen in diesem Forum. Danke zum Voraus!

    Roger!





    Liebe Sabine, liebe Veronika, lieber Jan


    Danke für eure Kommentare und insbesondere auch die Identifikation des "Pilz-Dachs"!

    Roger

    Hi mitenand!

    Bei einem Spaziergang im Park nach den grossen Regenfällen (glücklicherweise bei uns keine Schäden!) fand ich einen Haufen wasserscheuer Asseln. Diese Krebstiere sind eigentlich feuchtigkeitsliebend. Aber die Sturmfluten waren diesen Tieren offenbar "too much" und sie haben unter Pilzen Schutz gesucht! Habe ich in dieser Anzahl noch nie gesehen!


    Vielleicht kann mir sogar jemand sagen wie der Pilz heisst:

    Grösse etwa 10-15 cm, wächst auf Laubbaum-Strunk (wahrscheinlich Buche)

    Weiter Merkmale leider nicht vorhanden

    Vielen Dank Mathias!!

    An die Eiskristalle habe ich nicht gedacht....!

    Dann halt Sporen. Für das Klonen bin ich noch zu sehr Anfänger!


    Danke und viel Erfolg bei deinen Pilz-Projekten!


    Roger

    Hallo an alle!

    Herzlichen Dank für diese interessanten Kommentare! Ich werde über eure Vorschläge noch etwas "brüten". Einen Ölbaumpilz schliesse ich gemäss euren Kommentaren aus.

    Ich werde den Baumstamm in der nächsten Saison weiter beobachten. Vielleicht finde ich ja einen Pilz (statt einer Mumie!), den man dann genau bestimmen kann!

    Gute Zeiten wünscht euch


    Roger

    Hallo mitenander!

    Bei meinem Waldgang Ende Februar habe ich einen Pilz gefunden der mich erstaunt hat: Könnte es ein Ölbaumpilz (OMPHALOTUS OLEARIUS) sein?

    • Holztyp: Wahrscheinlich Buche oder Ahorn, sicher aber Laubholz
    • Grösse: Mehrere Gruppen, je etwa 20 cm im Durchmesser (Bild 1)
    • Farbe: Orange
    • Lamellen: Weit am Stiel herablaufend
    • Kein Insektenbefall

    Der Pilz war komplett ausgetrocknet und brüchig. Davon habe ich ein Stück nach Hause genommen und von oben (Bild 2) und unten (Bild 3) fotografiert. Beim Zerschneiden ergab sich, dass der Pilz innen nicht ganz trocken war und ich konnte mittels Pinzette feststellen, dass der Stiel faserig ist (Bild 4).


    Der Versuch einen Sporenabdruck zu erhalten war erfolglos.


    Eine Langzeitfotografie zeigt keine Biolumineszenz, auch nicht an einem Stück, das ich für mehrere Tage befeuchtet hatte. Dies würde ich bei einem Ölbaumpilz erwarten, aber vielleicht war er eben auch einfach zu alt. Und kommt der Ölbaumpilz überhaupt in unseren Breiten (Schweiz) vor?


    Eure Kommentare würden mich sehr interessieren! Gibt es vielleicht bei uns einen «Doppelgänger» zum Ölbaumpilz?


    Liebe Grüsse!


    Roger

    Liebe Pilzzucht-Profis!


    Ich plane während der kommenden Saison Pilzmaterial zu sammeln, um dieses dann später weiter zu züchten (Hallimasch, Helmlinge etc.). Dabei steht nicht das Kulinarische im Vordergrund, sondern besondere Eigenschaften, wie zum Beispiel Biolumineszenz. Als «Beginner» möchte ich die erfahrenen Pilzzüchter unter euch betreffend einige Punkte um Rat fragen:

    • Wie soll man (sauber!) gesammelte Sporen aufbewahren, bei 4° C oder tiefgefroren?
    • Kann man steril entnommene Pilz-Teile tiefgefroren aufbewahren? Treibt dann das Mycel wieder aus?

    Danke für Eure Hilfe und Tschüss zäme!


    Roger

    Hoi Alex!

    Danke für Deinen Hinweis! Ich habe etwas nachgeforscht und bin der Meinung, dass Du recht hast: Holz vom Grünspanbecherling besiedelt. Ich habe allerdings keine Fruchtkörper gesehen. Die Fundstelle kenne ich aber genau (ich hatte einen GPS-Tracker dabei!) und werde nächste Saison wieder hingehen. Vielleicht finde ich dann etwas!


    Danke und heb's guet!

    Roger

    Liebe PilzfreundInnen!


    Auch bei kaltem Dezemberwetter findet man/frau immer noch Interessantes aus der Pilzwelt. Kürzlich habe ich einen abgebrochenen Ast gefunden, der an der Bruchstelle seltsame blaue Stellen aufwies. Ich habe davon ein Stück abgesägt. Es war harte Arbeit, denn das Holz war seeeehr zäh, und die Sackmessersäge halt nicht das bequemste Werkzeug! Zuhause habe ich die Sägestelle dann geglättet und das ganze Stück rundum fotografiert (siehe Bilder unten). Ich staune über die intensive Bläue, fast schon azurblau!


    Meine Recherchen haben folgendes Resultat ergeben: Es handelt sich um einen Schlauchpilz (siehe Beilagen), also verwandt mit Hefen, aber eben auch Morchel und Trüffel. Wenn da eine Kreuzung gelingen würde – blauer Trüffel - das wäre sicher ein echter Renner!


    Habt’ gut, allemitenander


    Roger

    Hallo Jabaa

    Ich habe mich diesen Herbst mit "leuchtenden Hallimasch" beschäftigt. Schau dir mal meinen Beitrag "Der Kiwi-Killer: Ein Leuchtpilz" an. Ich habe auch einen kleinen Bericht zum ganzen Projekt geschrieben, kann ihn aber hier nicht beilegen (.pdf). Weisst Du wie man das macht? Sonst könnte ich ihn auch gerne per E-Mail schicken.

    Leuchtende Helmlinge habe ich keine gefunden, auch keinen Ölbaumpilz. Ich plane nächstes Jahr den Herben Knäuling und den Ölbaumpilz aus gekauftem Mycel zu züchten. Drück mir die Daumen, bitte!


    Tschüüüüüss!

    Gerne, Sabine, hier die Details der Fotos:

    • Aufnahmen mit einer LUMIX FZ-1000 ab Stativ
    • Dunkles Bild: Blende F/4, Belichtung 128 sec, ISO 12800, Zimmer voll abgedunkelt
    • Helles Bild: Blende F/4, Belichtung 1sec, ISO 3200, Zimmerbeleuchtung
    • Für das kombinierte Bild wurden beide im Bildbearbeitungs-Programm GIMP vorbereitet (Grösse, Helligkeit, Kontrast), dann elektronisch übereinandergelegt.

    Ja, ich fand auch wenige Hallimasche, vor allem nur alte. Schön wäre es sie so ganz klein und im vollen Wachstum zu erwischen, dann erwarte ich noch mehr Leuchten. Vielleicht halt erst nächstes Jahr....!


    Liebe Grüsse

    Roger

    Liebe Pilzfreunde!


    Ein Killer geht um in unserem Garten! Das letzte «Opfer» ist unser Kiwi-Strauch. Dieser ist von Hallimasch befallen (wahrscheinlich der fleischfarbene, Armillaria gallica). Weitere Opfer, die er über mehrere Jahre gefordert hat, sind: Kirschbaum, Brombeere, Hortensien und Kiwi. Der ganze Garten ist befallen und verholzende Pflanzen haben einen schweren Stand!


    Wenigstens hat er ein bisschen zu meinem diesjährigen «Pilz-Schwerpunkt» beigetragen: Leuchtende Pilze (Biolumineszenz). Bin etwas getröstet!


    Unten ein paar Bilder vom Kiwi-Killer.


    Liebe Grüsse von


    Roger




    Oben: Unbearbeitetes Bild, Aufnahmedetails gerne auf Anfrage

    Unten: Digitale Kombination von zwei Bildern


    Hallo und Danke an alle für diese Diskussion!

    Ich gehe davon aus, dass es ein Halliasch ist, entweder Armillaria mellea oder Armillaria gallica.


    Es bleibt das Problem: Warum hat nichts geleuchtet? Beide Arten werden als "biolumineszente Pilze" bezeichnet. Vielleicht abhängig von Wetter, Temperatur, Jahreszeit? Ich werde mal die Literatur etwas vertieft studieren und auf nächstes Jahr hoffen!


    Roger

    Hallo miteinander!


    Ich habe heute im Garten eine Gruppe von Hallimasch (?) ausgegraben, inklusive eines Stücks der betroffenen Wurzel (Laubbaum, Birke oder Eberesche). Das Ziel war es, die Biolumineszenz des Mycels zu fotografieren. Zu meiner grossen Enttäuschung hat gar nichts geleuchtet! Nun zweifle ich, ob das wirklich eine Hallimasch-Art ist. Schön wäre es, wenn mir da jemand helfen könnte:

    • Ist das ein Hallimasch?
    • Welche der Hallimasch-Art?

    Danke vielmal!

    Roger


    Hallo miteinander!


    Ich interessiere mich für das Fotografieren von leuchtenden Pilzen, von denen es etwa 20 Arten in Europa geben soll (Liste von biolumineszenten Pilzen – Wikipedia ). Das Mycel von Hallimasch-Arten leuchtet tatsächlich sehr schön (siehe unten). Nun gibt es eine Art, der Herbe Zwergknäueling (Panellus stipticus), von dem an gewissen Literaturstellen angegeben wird, dass nur die amerikanische Unterart leuchte. Andere Stellen behaupten, dass auch die europäische Variante im Dunkeln leuchte. Kennt jemand diesen Pilz und kann mir etwas zur Biolumineszenz der europäischen Variante sagen.


    Danke und freundliche Grüsse!

    Roger


    Hallimasch-Mycel, genaue Art unbekannt; der Pilz war schon verrottet. Aufnahme mit einer LUMIX F-1000, F/4, ISO 12 800, 60 sec. Exposition. Keine Nachbearbeitung des Bildes.


    Lieber Ibex, lieber Andy!

    Ich danke Euch für diese Kommentare, es ist sicher ein STEMONITIS spec. Diese Gattung habe ich noch nie bewusst angetroffen. Schön wenn man nach 70 Jahren hobbymässig Pilze suchen/beobachten noch etwas Neues findet!


    Tschüss zäme


    Roger