Beiträge von Pülzesammler

    Tag.


    Ich interessiere mich sehr für Pilze. So wie alle hier. So sehr, dass ich es in Erwägung ziehe, mich näher mit dem "Fachberater für Mykologie" auseinanderzusetzen.

    Dieser wurde geschaffen, so habe ich es verstanden, weil Mykologie direkt nur in Teilen anderer Studiengänge studiert werden kann. Als Vereinheitlichung, wenn man so will.

    Gibt es jemanden, der damit Erfahrung hat?

    Ist das ein Studium, oder eine Art klassische Ausbildung?


    Natürlich beginne ich nicht gleich morgen damit. Vorerst baue ich meine Kenntnisse aus, die Anschaffung eines Mikroskopes ist geplant.

    Den Pilzsachverständigen finde ich auch interessant.

    Aber alles der Reihe nach.


    Zunächst würden mich eure Erfahrungen interessieren.


    Vielen Dank.

    Ich persönlich rate mehr zum Smoothie. Da kaufst du dir nen anständigen Mixer, den kannst du auch gleich für andere Dinge brauchen.

    Nachteil vom Entsafter: Viel zu reinigen, viel vom Obst und Gemüse bleibt übrig. So war das bei uns, wir hatten ne Zentrifuge.


    Benutzt du die ganze Frucht, nimmst du auch gleich mehr Ballaststoffe mit, die machen den Fruchtzucker verträglicher und fördern die Verdauung.


    Mal ehrlich, wer will diesen Entsaftungsrückstand noch nutzen? Gerade bei Zusätzen wie Ingwer, ist der hinterher nicht zu gebrauchen.

    Die Mühe, die Haut auf der Sporenschicht zu entfernen, mach ich mir gar nicht mehr. Unter fließend warm Wasser entferne ich den Glibber, bis nur noch ein feiner Film drauf ist, Bratpfanne regelt den Rest.


    Ich mach immer noch Knobi dran. Zum Thema Mischpfanne, versuche es gar nicht erst. Wie du richtig vermutest, passt das nicht, zumindest nicht nach meinem Geschmack. Mich erinnern die geschmacklich auch ein wenig an Sesam.


    Mein Sohn flippt immer Komplett aus, wenn ich die Dinger mitbringe, er ist 2 einhalb.

    Das geht nur: PILZE PILZE GAAANZ VIELE.

    und:

    HEXENEI! ANFASSSEN! Dann trägt er Dinger durch die Bude und freut sich wie ein Schneekönig.

    Man könnte sagen, Instinkt. Erlernt. Feiner Geruchssinn.Das ist aber ziemlich weit gegriffen.


    Um das komplex beantworten zu können, müsste man wissen, welche Enzyme die so im Verdauungssystem haben, was die so aufspalten und entgiften können. Am Ende ist es wahrscheinlich ne Kombination aus den Sachen und noch mehr. Vlt gibts hier Experten für sowas.

    Wir kommen aus Oldenburg direkt.


    In weiteren Sammeltouren fand ich dann auch immer mal wieder Maronen und Herbstrotfüsse. Keine Steinpilze, keine Hexen, die ich im übrigen noch nie fand.


    Hexeneier hingegen sehr viele. Was die Dinger angeht, bin ich mittlerweile wie ein Trüffelschwein, ich muss sie meist nicht mal sehen, um zu wissen, wo sie sind.


    Dieser Mangel an Röhrlingen hat aber auch was Gutes. Ich konnte viele andere Arten kennenlernen.


    Ich gehe auch eigentlich Baumorientiert vor, doch auch im schönsten, bemoosten und feuchten Kiefernbestand war nichts zu finden. Dafür hab ich ne kleine Stelle mit Birkenpilzen gefunden. Die hatte ich schon Jahre nicht mehr.


    Einen Chaga fand ich auch, hab nur was Kleines davon zur näheren Bestimmung mitgenommen.

    Also, ich habe gelernt, dass Täublinge, bis auf wenige Ausnahmen, schwer genau zu bestimmen sind. Den, der scharf war, haust du weg.


    Täublingsregel: (nur anzuwenden, wenn man Täublinge sicher identifizieren kann)

    Schmecken sie mild, sind sie essbar( keine Verzehrfreigabe), wenn auch teilweise nicht strotzend vor gutem Geschmack.

    Sind sie scharf, stark bitter, weg damit.


    Hier einige Merkmale, Täublinge grob als solche zu erkennen:

    Lamellen sehr spröde, fliegen teilweise schon vom Hingucken weg, Ausnahme: Frauentäubling, Stiel brechend wie Apfelstücke, keinesfalls faserig. Huthaut abziehbar.


    Farben können sehr variabel sein, die können nur in wenigen Fällen der Bestimmung helfen.

    Ha! Deine Reaktion kann ich nur zu gut nachvollziehen. Vor 4 Wochen fand ich den auch zum ersten mal, hab dran gerochen und mir ist gleich der Bart abgefallen.


    Mit entglittenen Gesichtszügen tippte ich bei Google ein: gelber Stinkpilz.

    Natürlich vollkommen irrational, das hätte man viel treffender beschreiben können, ich war einfach zu entsetzt, um klar denken zu können.


    Ich fand ihn dann auch relativ schnell.

    ...

    Die Natur ist toll.

    Ob das so klug ist, Pilze zu verputzen, die nicht mit 100% iger Sicherheit bestimmt sind?

    Würde ich von abraten, könnte schief gehen. Dann lieber den Sachverständigen aufsuchen.


    Champignon anhand deiner Bilder zu bestimmen ist schwer, zumindest für mich. Auf dem ersten Bild sieht man zwar eine Stielbasis, die ist aber nicht gut zu erkennen. Ein Schnittbild wäre hilfreich gewesen, um zu sehen, ob da irgendwo Gelbfärbungen auftreten. Du meintest zwar, da sind welche, kann aber nicht schaden, wenn einer das sieht, der sich besser auskennt.


    Mit dem Geruch nach Karbol ist das auch so eine Sache. Ich habe gelesen, nicht jeder nimmt den wahr, daher immer noch ein oder zwei Personen mehr schnuppern lassen.


    Klingt jetzt alles etwas übervorsichtig, aber Pilze können ja auch echt was anrichten.

    Den Verzehr, sofern die Identität 100% gegeben ist und die Fruchtkörper verzehrfähig sind, kann ich für meinen Teil empfehlen.


    Die allgemeine Empfehlung lautet, ihn mindestens 20 min zu kochen und dann weiter zu verarbeiten. So würde ich das auch machen, wenn du mit dem keine Erfahrung hast. Danach kannst du ihn noch bisschen kross anbraten. Kannst ihn aber auch gleich nach dem Kochen bisschen würzen und dann futtern, sind recht lecker, die Teile.


    Manche vertragen ihn auch ohne Kochen. Musst du für dich testen.

    Tag

    Da hast du ja einige ramponierte Exemplare. Der Bestimmung ist das nicht gerade zuträglich.


    Der erste sieht aus wie ein Hexenröhrling, ob Flockenstieliger, Netzstieliger oder glattstieliger kann ich nicht erkennen. Ich vermute die Hexe wegen der erblasst rötlichen Röhren. Ich finde die Huthaut ganz schön hell, kann vlt im Alter so kommen, habe so ein Teil noch nie live in der Hand gehabt. Möglicherweise irre ich mich und es ist was anderes, bitte haut mich nicht, Experten.


    Nummer 2 ist schwierig, der Zustand ist zu schlecht, ich kann da nicht wirklich was erkennen.


    Beim dritten vermute ich einen Täubling. Spröde Lamellen würden dafür sprechen, jedoch sind in diesem Stadium wohl auch die Lamellen anderer Arten brüchig.

    Also Täubling mit Fragezeichen, aber das ist ein großes Fragezeichen.

    Guten Tag,


    Ich bin da auf was gestoßen, konnte leider keine Hüte mitnehmen, ich hatte das wohl schlechtgelaunteste Kleinkind dieses Planeten bei mir.


    Ich will keine Bestimmung, nur einen Hinweis, in welche Richtung ich sehen muss.


    Im Hintergrund sind aufgeschirmte, verfärbte Exemplare zu sehen. Ich hätte die extra fotografieren sollen. Ist das dasTintlings-Zerfliessen? Oder normaler Zerfall?Geruch war unauffälligsehen so Helmlinge aus? Mit Helmlingen bin ich noch nicht so gut.

    Sieht für mich wie Nebelkappe aus. Die hätte man bei uns den ganzen Oktober mit der Sense ernten können.


    Nach neueren Erkenntnissen ist er als Giftig eingestuft.


    Wie riecht/ roch er denn? Süßlich, parfümiert?

    Update. Ich habe ein Stück des vermeintlichen Chagas entnommen und ihn Natronlauge ausgesetzt, Folgendes ist passiert:

    Normal

    Er hat sich pechschwarz verfärbt. Er scheint auf das Hydroxid ion zu reagieren, das Kation ist vlt gar nicht so wichtig.


    Aber. Als ich ein anderes Stück mit Wasser anfeuchtete, wurde dies ebenfalls dunkler. Es gibt zwischen den Beiden einen Unterschied, den kann meine Kamera aber nicht darstellen.


    Ich lasse das Zeug trocknen, dann sollte es klar sein.

    Ich habe gelesen, dass sich der Fruchtkörper beim Kontakt mit Kaliumhydroxidlösung schwarz verfärbt, wenn er frisch ist.

    Ob das auch mit Natriumhydroxid so ist?

    Vom Seife machen hab ich davon immer was da.

    Ich schnapp mir morgen mal was von dem Pilz und teste das aus.


    Ich will ihn gerne vom Baum entfernen und Tee draußen kochen, weil ich viel Gutes darüber gelesen hab. Irgendwie traue ich mich das aber nicht, beim kleinen Versuch wirds bleiben.

    Guten Tag.


    Ich fand eine verhärtete, Fussballgrosse Struktur am Fusse einer Birke. Die Oberfläche war holzigen, schwarz, wie verkohlt. Ich konnte einige kleine Brocken der Borke entfernen, darunter war es rotbraun, krümelig.

    Hier die Bilder.

    sieht vlt auf den ersten Blick nicht wie ne Birke aus, weiter oben war die Rinde aber gut erkennbar.

    Das sieht stark danach aus. Allerdings gibt es hier verschiedene Arten, deren Auseinanderhalten knifflig sein kann. Der Geruch ist hier ein wichtiges Kriterium. Ein Schnittbild, also den Pilz in der Mitte durchschneiden, und das fotografieren, ist auch oft hilfreich. Dann wäre da noch der Sporenabwurf. Dazu legst du den Hut auf Papier, das sollte schwarz und weiss sein. Warum? Um sowohl helle, als auch dunkle Sporen darstellen zu können. Den Hut deckst du dann ab, mit einer Schüssel z.B.

    Es muss ein wenig Luft unter die Schüssel kommen können, aber kein Durchzug.

    Bei Bildern: Auch immer Bilder vom Fundort machen. Begleitbäume und Substrat sind wichtig. Das heisst, du musst auch ne Reihe von Bäumen kennen.


    Als absoluter Anfänger, würde ich allerdings mit den Röhrlingen beginnen, hier gibt es keine tödlich giftigen Exemplare und man kann sie relativ gut bestimmen. Viele schnelle Erfolgserlebnisse.

    Das Bett ist noch kein Jahr alt. Die Metallschienen weisen keine Korrosion auf und trocken ist das Holz auch. Es gibt keinen wahrnehmbaren Geruch.

    Das spricht alles schon mal dagegen.

    Aber

    Mein Kleiner schläft da normalerweise. Um Gewissheit zu erlangen, werde ich einen Sachverständigen in meiner Nähe per Email kontaktieren und sehen, was sich machen lässt.


    Danke erstmal für die Antworten

    Guten Tag.


    Ihr konntet mir schon in einigen Fragen helfen, daher könnt ihr es vielleicht erneut.

    Stehen einem Pilzsachverständigen die Mittel zur Verfügung eine Substanz, von der ich vermute, dass sie Schimmel ist, zu identifizieren?

    Der Lattenrost liegt auf einer Metallschiene auf, ich habe etwas davon abgerieben und getestet, ob es magnetisch ist.

    Anteile davon sind magnetisch.

    Könnte ein Sachverständiger feststellen, ob das reiner Metallabrieb ist, oder ob Schimmel drinnen ist ?

    Der macht sehr gerne Unverträglichkeitsreaktionen. Mindestens 20 Minuten abkochen. Nur junge, nicht vom Frost betroffene Fruchtkörper nehmen, falls es schon Frost bei euch gab. Stiele hast du wahrscheinlich weggelassen, die sind zäh.

    Wenn sich die Symptome verschlimmern, begib dich in die Notaufnahme, nimm am besten rohe Exemplare mit, oder gekochte, oder erbrochene, irgendwas muss da sein.

    Bevor sich jemand an dem Wort "Abkochen" stört, damit ist nicht das Einkochen zu einer grauen Pampe gemeint, sondern 20 minütiges Garen. Wer Lust hat, ersetzt "Abkochen" durch "Kochen" oder "Garen in kochendem Wasser".