Beiträge von KopfPilz

    Das an der Wurzel ist der Myzelfilz, denke ich, also kein Schimmel. Um zu testen, ob die noch frisch genug sind, drücke ich immer ein bisschen auf dem Hut herum: fest = essbar, matschig = weg.

    Evergrowing


    Mir scheint du interpretierst da viel zu viel herein. Für die meisten Menschen heute ist das Pilzesammeln halt ein Hobby. Kein Mensch in Deutschland muss verhungern, weil er einen im Wald gefundenen Pilz liegen lässt. Und da geht es dann eben um das Kosten-Nutzen Verhältnis. Möchte ich einen Pilz essen, bei dem die Chance von 1:10 besteht, dass ich davon schwer krank werde? Sicher nicht. Wie sieht es aus, wenn die Chance 1:100 steht, oder 1:10000? Auch das wäre mir ehrlich gesagt ein zu hohes Risiko nur für eine Pilzmahlzeit. Und ich denke auch, dass das die meisten hier so sehen würden. Aus diesem Grund sind die Empfehlungen in der populären Literatur auch eher vorsichtig.


    Wenn deine Risikobereitschaft höher ist, und du z.B. so neugierig bist, wie denn jetzt Nebelkappen schmecken, dass du dafür auch gewisse Gesundheitsrisiken in Kauf nehmen möchtest, dann probiere sie doch. Niemand wird dich daran hindern. Und wenn du es genau wissen möchtest, dann geh halt zu den Quellen und lies die Artikel zu den Studien, in denen der jeweilige Pilz der Giftigkeit überführt bzw. verdächtigt wird selbst.

    Die gelblichen Verfärbungen und den gelblichen Schleim auf dem Hut würde ich einer Nacktschnecke anlasten; sieht ja auch so aus, als hätte sich eine an dem Pilz gütlich getan.

    Das klingt nach einer guten Erklärung. Ich wusste nicht, dass deren Spuren so gelblich werden, wenn sie trocknen.

    Hi! Wo wir gerade dabei sind, ich hatte vor ein paar Wochen auch einen etwas unsicheren Lepista Nuda Kandidaten und mich würde interessieren, was ihr zu dem meint. Zunächst die Bilder:



    Fundort in einem reinen Laubwaldabschnitt, Geruch unverdächtig-typisch. Was mich aber etwas irritiert hat war diese etwas merkwürdige ockerlich-gelb-braune Verschmutzung am Stiel:



    In der Nähe fanden sich (neben rosa Rettich-Helmlingen) noch eine Reihe weitere vermeintliche Lepistas, keiner davon hatte eine solche Verschmutzung oder irgendetwas, was auf Schleierreste hindeuten könnte. Was meint ihr dazu?

    Hi Evergrowing,


    Zitat

    Zu den Stockschwämmchen hätte ich ne Frage: undzwar wie lange halten die sich in der guten/essbaren Form wie auf dem Foto? Kann ich da auch in einer Woche noch vorbeikommen und ernten?

    Die Lebenszeit der Stockschwämmchen dürfte nach einer Woche ziemlich sicher um sein.


    Dazu noch die Warnung, dass ich von denen, wenigstens solange du noch nicht mindestens ein paar Jahre Pilz-Erfahrung auf dem Buckel hast, absolut die Finger lassen würde. Dazu gibt es einfach zu viele Verwechslungen, mit denen nicht zu spaßen ist, allen voran die Gifthäubchen, die ja durchaus mit den Stockschwämmchen zusammen an einem Baumstumpf wachsen können. Und während z.B. die falsche Safranschirmlings-Art dich ein-zwei Tage über die Kloschüssel bringt, bringt der Gifthäubling dich sehr wahrscheinlich auf die Intensivstation oder den Friedhof. Es gibt genug andere, leichter erkennbare und weniger gefährliche Arten, die man sammeln und essen kann. Nur meine 2 Cent.

    Moin!


    Doch, die lilanen Stiele erklärt das durchaus (siehe Verfärbungsverhalten der Art beim Zerfall der Fruchtkörper).

    Aha, davon wusste ich nichts... wieder was gelernt! Damit erscheint die Art dann ja in der Tat sehr plausibel.

    Hi Beorn,


    der Lactarius Contraversus sieht auf den ersten Blick schon ganz passend aus erklärt aber nicht die lila Stiele und die merkwürdig asymmetrisch verquirlte Wuchsform.

    Hi, erstmal vielen dank für eure Kommentare!


    huehnchen69  Beorn


    Auf die Idee mit dem Flämmling bei #5 wäre ich jetzt so nicht gekommen. Aber wenn gleich zwei Experten die Idee haben, dann muss da wohl etwas dran sein. Könnt ihr vielleicht erklären, was euch auf diese Spur bringt?


    #4 speicher ich dann mal als nicht näher bestimmbaren Cortinarius ab. Wenn der mir nochmal begegnet werde ich mal dran riechen, ob sich das mit dem honigartigem Geruch bestätigt.


    An die These mit dem alten Reizker bei #9 glaube ich eher nicht, aber mehr aufgrund von Informationen, die auf dem Bild nicht zu sehen sind. Der oben fotografierte Pilz #9 stand etwas außerhalb einer größeren Gruppe solcher Pilze, dabei alle ~15cm Hutdurchmesser, stark asymmetrisch trichterförmig, mit blassrosa Lamellen, kräftig rosa-weißem Hut und lila-weißem Stil. Die Farben kommen auf keinem der Bilder so richtig rüber, aber hier trotzdem noch ein Bild der Hauptgruppe:


    Auf den Bildern sieht das aus, wie der Flockiger Trompetenschnitzling

    Vielleicht kannst du das vergleichen.

    Sieht bis auf die Lamellen ähnlich... aber die sind dann halt doch ganz anders.


    Für mich sieht der nach einer Mißbildung aus. Jedenfalls liegt irgendeine Schädigung vor. Sollte so nicht bestimmbar sein.

    Klingt plausibel. Dann wird der kleine wohl namenslos bleiben.... :(

    Ich finde der Pilz sieht angefressen aus. Beschädigt. Da fehlt was vom Hut. Ein angeknabberter Schleierling vielleicht.

    Hi Donna,


    ein bisschen angefressen ist der Pilz wohl, aber ich vermute, dass die Hutform im großen und ganzen schon so ist wie sie ist. In der Nähe standen noch 2 oder 3 weitere ähnliche Exemplare. Die hab ich nicht fotografiert und auch nicht näher inspiziert, war aber zumindest vor Ort davon ausgegangen, dass es sich wohl um die selbe Art handelt. Alles was ich zu denen noch sagen kann ist, dass sie ähnliche Farbgebung und ähnlichen Habitus besaßen (einschließlich der Hutform).

    Hi Pilzgemeinde,


    manchmal fotografiere ich unterwegs einen Pilz, weil er mir aus irgendeinem Grund bemerkenswert erscheint. Hier eine Auswahl dieser Fotos. Kommentare sind immer willkommen, auch wenn mir klar ist, dass eine Bestimmung anhand der Fotos meist nicht möglich sein wird.


    (1) Siamesischer Ockertäubling



    (2) Steini (Sieht ein bisschen aus wie eine Fotomontage, ist aber echt. :-)



    (3) Ganz schön dick der Fuß, aber irgendwie auch schön. Hatte gelbe Röhren. (Schönfuß-Erstfund, wenn es denn einer ist.)



    (4) Ich habe hier ja schon gelernt, dass die Schleierlinge eine der komplexesten Gattungen überhaupt sind. Diesen Pilz hier konnte ich nicht näher zuordnen, aber er hat mich ein bisschen an Bilder von Cortinarien erinnert, die hier im Forum viel diskutiert wurden. Handelt es sich wohl um einen Cortinarius? Aus meiner Sicht könnte z.B. der Reifpilz passen...



    (5) Und nochmal ein Cortinarius-verdächtiger. Der Fund ist vom September und diesmal nicht aus der Region Eifel sondern aus Mecklenburg. Diesmal deutlich kleiner, in bester Jugend mit einem klar sichtbaren Schleier:



    (6) Vermute Acker-Scheidling. Fundort diesmal nicht im Wald, sondern im Garten:



    (7) Schwefelporling. Krass wie der leuchtet.



    (8) Hier mal eine Art, die vor ca. einem Monat bei uns gefühlt sehr häufig anzutreffen war, der ich aber bislang keine besondere Beachtung geschenkt habe. Verdacht: Gemeiner Weichritterling.



    (9) Spektakulär großer, merkwürdig geformter und rosa-lila gefärbter Pilz am Wegesrand. Vermutung: Birken-Knäueling (Panus Conchatus)

    Leider ist mir auf die schnelle (war etwas in Eile...) kein so wirklich gutes Foto gelungen, das hier ist das beste:



    Vielen Dank fürs angucken!

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    diesem kleinem Pilz bin ich am letzten Wochenende begegnet. Ein besonderer Geruch war mir nicht aufgefallen, der Standort ist im Laubwald bei Buchen.


    Ich habe keinen Plan, was das sein könnte. Beim Versuch, den Pilz mit der 123pilzsuche zu bestimmen, bin ich beim Wurzelnden Schwefelkopf (Hypholoma Radicosum) als bestem Kandidaten gelandet. Überzeugt mich aber nicht (Geruch: fehlt, Lamellen sehen ganz anders aus als auf den Bildern, Stielbasis ist weiß befilzt bei mir statt orangebraun).


    Mag jemand von euch diesem hübschen Keineahnungling einen besseren Namen verpassen?

    Achte mal auf die Hutfarbe. Passt die zum Satansröhrling? Und was man auf den Bildern gar nicht erkennen kann - wie ist denn der Stiel gezeichnet? Ist da ein Netz zu sehen? Das ist bei Röhrlingen immer ein ziemlich wichtiges Merkmal.

    Danke an Jabaa und Donna Wetter fürs anschauen und bestätigen.


    Die Unterseite passt, hat er denn nach Anis gerochen?

    Ja, der Geruch war sehr klar wahrnehmbar. Hatte ich ja oben auch schon geschrieben.


    Was mich dann wieder zur Frage mit der kulinarischen Verwendung führt. Wie gesagt, natürlich nicht für dieses Exemplar, sondern allgemein für die Art. Im Internet finde ich dazu nicht allzu viel. Die 123pilzsuche rät eher davon ab, in einem anderen Forum schrieb jemand etwas von Essigpilzen und noch jemand machte ein Würzpulver daraus. Aber irgendwie denke ich, dass das bestimmt nicht alles ist, was man in der kreativen Pilzküche damit anfangen könnte....

    Danke an Thiemo und Rigo nochmal für die weiterführenden Infos und Bilder! Der Pilz ist also einer rötlichen Lacktrichterlinge, wahrscheinlich Laccaria Tetraspora. :thumbup:

    Hi,


    ich meine hier zum ersten Mal einen (wenn auch etwas zugerichteten) grünen Anistrichterling gefunden zu haben:



    Was mich aber vor allem überzeugt macht, hier sehr wahrscheinlich wirklich den grünen Anistrichterling gefunden zu haben ist der herrlich anisige - waldmeisterähnliche Geruch, den ich hier leider nicht mitschicken kann.


    Zum Essen taugt dieses Exemplar ja jetzt eher nicht mehr - aber trotzdem würde mich einmal die Meinung von Leuten, die diesen Pilz essen. Ich finde den Geruch an sich super, aber in einem "normalen" Pilzgericht ja doch wohl eher unpassend... Also - da gibt es doch bestimmt kreative kulinarische Einsatzmöglichkeiten, oder? :-)

    Ja, wo ich es nochmal in der 123 pilzsuche genau betrachte sollte ja beim Bicolor der Filz an der Stielbasis selbst violett sein, und die ist ja bei meinen klar weiß. Dann nenn ich die wohl mal "Rötlicher Lacktrichterling", Laccaria Laccata.

    Hi,


    den violetten Lacktrichterling kenne ich ja inzwischen ganz gut, und jetzt meine ich, hier rötliche Lacktrichterlinge gefunden zu haben:



    Wenn ich mir die Stilbasis ansehe, so ist sie aber etwas dunkler und zeigt so einen ganz leichten Violettstich:



    Deshalb schwanke ich jetzt zwischen dem rötlichen Lacktrichterling (Laccaria Laccata) und dem zweifarbigen Lacktrichterling (Laccaria Bicolor).


    Was meint ihr? Würdet ihr mir meine Einschätzung bestätigen, dass es sich hier um Lacktrichterlinge handelt und wenn ja, lässt sich anhand der Fotos beurteilen, welche?


    Noch ein paar Zusatzinfos, was auf den Fotos nicht zu erkennen ist:


    Fundort ist ein Laubwald bei Aachen. In der Nähe der Pilze standen hauptsächlich Buchen. Der Geruch ist sehr mild und angenehm, pilzig aber auch ein bisschen undefinierbar. Was man auch nicht so gut erkennt, ist dass die Lamellen besonders bei den größeren Exemplare kleine Querverbindungen besitzen.


    Vielen Dank schonmal!