Risspilz (Inocybe impexa)

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 1.640 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (23. November 2020 um 18:15) ist von Beorn.

  • Liebe Pilzfreunde, hier etwas Seltenes. Der Pilz kommt meist nur im Küstenbereich vor. Der hier stammt aber aus Brandenburg rund 40 km südlich von Berlin.

    Gruß Emil

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Emil!

    Inocybe impexa sollte schon makroskopisch anders aussehen.
    Vor allem wäre die Hutoberfläche nicht von Beginn an so wollig - schuppig wie hier, sondern anliegend radialfaserig. Und heller. >siehe hier<.

    Makroskopisch näher dran wäre wohl die eine oder andere Art aus der lacera - clade (auch da gibt's Bewohner von so sandigen Biotopen), aber ich fürchte daß das wie bei den allermeisten Risspilzen ist: Ohne die mikroskopischen Eckdaten keine Chance auf eine belastbare Bestimmung. :(

    Wobei die schon schick sind, und gerade wegen den Schwierigkeiten und der Komplexizität der Gattung sehr spannend.


    LG; Pablo.

  • Lieber Pablo , gefunden habe ich den Pilz schon 2015. Bestimmt wurde das Original auch makroskopisch von meinem leider schon verstorbenen Freund Erhard Ludwig. Beschrieben hat er den Fund in der Pilzkundl. Zeitschrift Boletus Band 36.

    Hier noch 2 andere, die in der Tat etwas anders aussehen. Aber so ist das mit den Pilzen. Da hat man es mit Bäumen und Sträuchern einfacher.

    LG Emil

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Emil!

    Das Glück gehabt zu haben, Erhard Ludwig kennen lernen zu dürfen, war mir nicht mehr vergönnt. Leider.
    So bleiben mir nur seine Bücher, die ich sehr oft nutze. Es gibt nichts vergleichbar Gutes an Literatur zu unseren europäischen Lamellenpilzen.

    Daß Pilze so komplex und wandelbar sind, ist ja gerade auch das Schöne daran. Würde ich niemals für Bäume und Sträucher eintauschen wollen (wobei die auchz toll sind) - auch auf die Gefahr hin, daß ich deutlich mehr Pilze falsch einschätze, als Erhard Ludwig.


    LG; Pablo.