Beiträge von Beorn

    Hallo, Wilhelm!


    Kann man da noch ein Bild mit einer Porenaufsicht haben (Skala im Bild nicht vergessen, damit man die Größe der Poren beurteilen kann)?
    Ist der Fruchtkörper im Schnitt weiß oder irgendwie gefärbt? Fühlt der sich weich an, und wenn ja, wie weich, bzw. wenn nein, wie dann?


    Auch wenn es vermutlich auf eine Buckeltramete (Trametes gibbosa) hinauslaufen wird, gibt es da eine ganze Reihe von Unwägbarkeiten, wo man schon nochmal genau gucken sollte, daß es nicht am Ende was Anderes, eher Ungewöhnliches ist (Spongipellis, Tyromyces, ganz junge Perenniporia oder so).



    LG; Pablo.

    Hallo, Volker!


    Ist das Pigment der Zellen der Huthaut inkrustierend oder intrazellulär oder beides?
    Sind die Sporen eher hetero- oder eher isodiametrisch?

    Sind an der Basidienbasis Schnallen vorhanden?


    PS.: Wenn mit "Seidiger Rötling" Entoloma sericeum gemeint ist: Der ist es nicht, weil der sieht ganz anders aus. :wink:

    Gibt aber ja noch einige reichliche Dutzend Arten mit dem Aussehen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Emil!


    Der Orangerote Kammpilz (Phlebia radiata) ist nicht bryophil (= kein Moosparasit).

    Die Art verwertet abgestorbenes Holz (meistens Laub- selten Nadelholz), aber wenn das Substrat mit Moos bewachsen ist, dann wird das Moos gerne mal als Unterlage für die Fruchtkörper verwendet. Eventuell auch aus der Absicht heraus, dadurch vor Badhamia utricularis und anderen Schleimpilzen besser geschützt zu sein, die einen besonderen Heißhunger auf Phlebia - Fruchtkörper haben?



    LG; Pablo.

    Hallo, Volker!


    Ich denke, daß das eher ein Phlegmacium ist. Also schon ein Schleierling, aber aus einer anderen Untergattung (Cortinarius anomalus agg. gehört zu Telamonia).

    Eventuell (ganz, ganz unsicher wegen optischem Eindruck der Lamellen) eine der Arten aus der Verwandschaft um Cortinarius scaurus etc.

    Eine weitere Eingrenzung ist hier allerdings nicht möglich. Dazu bräuchte man a) mehr und vor allem jüngere Fruchtkörper; b) vollständige Schnittbilder; c) mehr Basisinformationen zur Umgebungsökologie ("zwischen Polytrichum spec." reicht nicht aus); d) Reaktion mit KOH20% auf Huthaut + Trama + Basisfilz; e) Geruch und Geschmack frischer Fruchtkörper (beides ohne vorherige Frosteinwirkung); f) vermutlich in dem Fall auch Reaktion mit Melzer auf Trama.


    Die Gattung hat's halt in sich, aber die Gattungszugehörigkeit hast du auf jeden Fall mal richtig erkannt. :thumbup:



    Lg; pablo.

    Servus!


    Da zeigt ihr allerdings zwei verschiedene Arten. Also die von Martin sind andere Pilze als die, die Wilhelm zuvor gezeigt hat.

    Auch bei Wilhelm hat sich möglicherweise ein fruchtkörper ins Bild begeben, der eine andere Art als die Fruchtkörper drum herum ist.

    Also der kleinere, weiße mit dem anderen Lamellenansatz, das wird die eine Art sein, die größeren, hygrophan - graubraunen die andere Art.


    Solche Trichterlinge sind brutal in der Bestimmung, was das da nun ist (und ob nicht vielleicht doch die gleiche Art aber mit unetrschiedlich alten Fruchtkörpern) kann ich nicht sagen.
    Was du zeigst, Martin, sieht irgendwie nach Infundibulicybe gibba (Ockertrichterling) aus. Den gibt's genau wie Mönchskopf sowohl mit als auch ohne Bückelchen in der Hutmitte.



    Lg; pablo.

    Hallo, Wilhelm!


    Ja, das ist durchaus möglich. Allerdings gibt es so viele extrem ähnliche Fälblingsarten, daß ich da alles andere als sicher bin.

    Hebeloma mesophaeum sollte aber wohl auch ein Aggregat sein, und darum im Aussehen auch reichlich variabel.



    LG, Pablo.

    Hi.


    Dann ist das so, daß die wohl einfach nur etwas blass ausgefallen sind. Das kommt vor, manchmal ist es auch anhaftender Schimmel, aber die hier sehen eher so aus, als wären sie einfach etwas heller als der Durchschnitt.

    Jedenfalls keine Ziegenlippen oder sonstwas aus der Verwandschaft, denn da blaut niemals was im Stielfleisch.



    LG; Pablo.

    Hej.


    Ist das jetzt nicht eine Mischkollektion? Also eine Ziegenlippe mit dabei? Oder ist der eine Fruchtkörper mit einer feinen Goldschimmel - Schicht überzogen (weil's warm hält...)?

    Der Hutfilz wirkt so komisch einheitlich hell und auch etwas grob bei einem Fruchtkörper; bei den Xerocomus - s.str. - Arten reißt die Huthaut ja auch ziemlich selten feldrig auf und auch da kann das Hutfleisch unter der Huthaut mal rötlich sein...

    Der am ende mit dem wunderbar blauenden Stielfleisch ist aber klar pruinatus.


    Ob die KOH - Reaktion da irgendeine Aussagekraft hat, weiß ich nicht.



    Lg; Pablo.

    Hallo, Reike!


    Ja, so sieht das in der Tat oft aus. Gerade auf Bildern, weil viele Kameras doch erhebliche Schierigkeiten haben, diese neongelb- und Grüntöne abzubilden.



    Lg, Pablo.

    Hallo, Emil!


    Bei dem zweiten wird man schon mindestens mal drunter gucken müssen.

    Also wenn du da nicht zufällig noch ein Bild der Unterseite hast, bleibt das ein Bild einer namenlosen Pilzart.



    Lg; Pablo.

    Salve!


    Wenn das Holz tatsächlich Erle ist (?), dann passt das schon zum Erlen - Schillerporling. Junge Fruchtkörper dürfen durchaus so aussehen, und Fruchtkörperbildung an liegendem (totem) Substrat sind durchaus möglich. An liegendem Substrat kann auch die Ausrichtung der Fruchtkörper gelegentlich etwas komisch sein, mit mehr Reflexanteilen und knubbeligerem Wuchs.



    LG; Pab lo.

    Bon Jour!


    Vor ein paar Wochen habe ich mich bei einer Runde im Pfälzer Wald aus so 3 Metern entfernung tota gefreut, weil da ein paar mächtige, rote (wenn auch etwas verdallerte) Hüte aus dem Laub leuchteten. Kiefernsteinpilze!


    Aber von wegen!


    Alte, ausgewaschene Flatschen von Bereiften Rotfüßen (Xerocomellus pruinatus), die jüngeren Fruchtkörper in der Nachbarschaft gehörten dazu:


    Die Fruchtkörper von X. pruinatus sind ziemlich veränderlich, und wenn die denn eine rote Subkutis haben (was meistens der Fall ist), dann kommt die bei älteren fruchtkörpern mehr und mehr durch, wenn die bräunliche Deckschicht nach und nach verwittert.


    Stielfarben sind eh variabel, aber tendenziell auch alt mehr rot als ganz jung und frisch.




    Ziemlich konstant ist die kaum aufreißende, sehr fein filzige aber oft etwas knubbelige Huthaut, das durchgehend gelbe Fleisch im Schnitt und das langsame, aber intensive Blauen im Stielfleisch und an der Stielrinde (bei zugleich gar nicht oder annähernd null blauenden Röhren, Poren und Hutfleisch).

    Die Längsstreifen der Sporen sind mit einem normalen Lichtmikroskop auch bei 1000x Vergrößerung in Öl nicht wirklich darstellbar, allenfalls bei einzelnen Sporen erahnbar (wenn man weiß, wie es aussehen sollte).



    LG, Pablo.

    Ahoi!


    Also ich meine da auch nur zwei verschiedene Arten zu sehen auf den Bildern. Austernseitlinge (Pleurotus ostreatus) sind hat im Aussehen sehr variabel, vor allem in Abhängigkeit vom Alter der Fruchtkörper, Witterungseinflüssen und Wuchsweise.

    Insofern sollten die speckig-dunkelgraubraunen und die faserigen hellbraunen fruchtkörper schon zusammengehören, die sind nur unterschiedlich verwittert.

    Die Pappelschüpplinge sind meiner Ansicht nach auch recht eindeutig, das passt.



    Lg; pablo.

    Moin, Rigo!


    Ich denke, daß das hier schon Hygrocybe coccinea (Kirschroter Saftling) im strengen Sinne ist. Auch wenn es eine ganze Reihe von roten Saftlingen gibt, ist das Aussehen hier ganz schön typisch. Also passendes Farbspektrum, breit angewachsene Lamellen, schmierige & glatte Huthaut, glatter Stiel (nicht so schmierig), mittelgroße Fruchtkörper...

    Sporen kann man noch überprüfen, da bin ich aber recht sicher, daß die in die Variationsbreite von Hygrocybe coccinea passen werden.



    Lg; Pablo.

    Hallo, Annerose!


    Schöne Funde gibt es eben fast zu jeder Jahreszeit zu bestaunen. :thumbup:

    Bei dem Seidigen Rötling sollte man immer noch den mehlartigen Geruch überprüfen, aber das sollte schon auch passen, denke ich.



    Lg; Pablo.

    Morgen!


    Ach, die Grünblättrigen also. :thumbup:

    Nach dem ersten Bild hatte ich mir überlegt, ob das nicht Rauchblättrige sein könnten. Die findet man aber außerordentlich selten zusammen mit Stockschwämmchen am selben Stumpf vergesellschaftet, weil Hypholoma capnoides ziemlich stark auf Nadelholz festgelegt ist, Kuehneromyces mutabilis dagegen nur sehr selten an Nadelholz geht.

    Insofern ein wirklich gutes Beispiel, daß man genau hingucken muss, und daß es eben außer Gifthäublingen noch andere giftige Verwechslungsmöglichkeiten gibt, die am selben Substrat auftauchen können.



    Lg; Pablo.

    Hallo, Hubi!


    Aber bei Schwefelritterlingen (Tricholoma sulphureum agg.) gibt es doch nur zwei Varietäten:
    var. sulphureum (gelb, gelbbraun)

    var. bufonium (violett, violettbraun)


    Und bei den Seifenritterlingen (Tricholoma saponaceum agg.) hat Andy oben einige Varietäten aufgelistet, und da meinte ich ja nur: Die muss man nicht im einzelnen unterscheiden können, weil es da viele Kollektionen gibt, die sich morphologisch gar nicht klar zuordnen lassen, und genetisch ohnehin nicht.



    LG; Pablo.

    Hallo, John!


    Nee, ich denke das macht keinen Sinn.

    Kann sein, daß man anhand der Sporen noch was erkennen kann, aber das müsste ich erst mal nachrecherchieren, und Sporengrößen sind bei Röhrlingen oft ein eher kritisch zu bewertendes merkmal (weil stark variierend).

    Ich bin aber sicher, daß es Leute gibt, die die beiden Arten im Feld / Wald auch makroskopisch sicher unterscheiden können. Das ist wie so oft eine Sache der Formenkenntnis. Man muss beide Arten oft genug gefunden, beobachtet und bestimmt haben, dann klappt das irgendwann.



    LG; Pablo.

    Morgen!


    Jedenfalls hat der Riesenkrempentrichterling (Leucopaxillus giganteus) nie so einen Knubbel in der Hutmitte. Mönchsköpfe zwar auch nicht immer, aber meistens hat man auch in "ungeknubbelten" Hexenringen noch einen oder zwei Fruchtkörper mit ausgeprägtem Buckel dabei.

    Das Farbspektrum ist etwas anders, der Habitus tendenziell auch (Hutbreite eher = oder > Stiellänge) und die Rippen am Hutrand meist noch deutlich stärker ausgeprägt. Vor allem: Das Sporenpulver von Leucopaxillus giganteus (Abwurf auf Glasplättchen machen) reagiert mit Melzer (schwach) amyloid, das von Infundibulicybe geotropa gar nicht.



    Lg; pablo.

    Salut!


    Ob das vielleicht auch regional verschieden ist?

    In den Wäldern Südwestdeutschlands sind braunhütige Formen der Nebelkappe nicht ungewöhnlich, ebenso wie alle fließenden Übergänge zwischen grau- und braunhütigen Fruchtkörpern (teils sogar innerhalb einer Kollektion).



    LG; Pablo.

    Guten Morgen!


    Es gibt Stielporlinge mit Stacheln auf dem Hut?!? 8|


    Du meinst aber sicherlich die Form der Hutschuppen, eben nämlich mit zugespitzten und aufgerichteten Enden - und gerade dieses Verhalten ist hier deutlich ausgeprägt und in der Originalansicht des Bildes gut erkennbar.

    Alleine wegen eben dieser Schuppenanatomie kann das gar nichts anderes als ein Sklerotienporling sein. Alles Andere (Wuchsweise, Wuchsform, Habitus, Porenform und - größe ---> Gesamteindruck) passt doch auch gut zu Polyporus tuberaster.



    LG, Pablo.

    Buon Giorno!


    Hihi, krass!
    Mit etwas Phantasie lässt sich tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit zwischen Fred Feuerstein und Markus Söder erkennen. Putzig, wäre mir nie aufegfallen ohne deine Zeichnung und den Hinweis. Fred Söderstein! :happy:


    Nr 7 kannst du dir mal unters Mikro schmeißen, wenn du den mitgenommen hast. Das schaut für mich nach einer Pholiotina (Glockenschüppling) aus.

    Die haben mitunter hübsche Cheilozystiden , so ähnlich wie Conocyben.



    LG; pablo.

    Hallo, Ulrich.


    Haustintlinge (ist auch wieder so eine Gruppe von makroskopisch kaum unterscheidbaren Arten) sehen schon noch mal etwas anders aus.

    Ich denke, Uwe meint neben dem Überzuckerten (Coprinellus saccharinus) noch den Weidentintling (Coprinellus truncorum, besiedelt auch Pappel, Ahorn und weitere Laubhölzer).



    Lg; Pablo.

    Morgen!


    Bist du denn sicher, daß die, die keine Stockschwämmchen sind, wirklich giftig sind?

    Sicher erkennen kann ich freilich nicht, zu welcher Art die anderen gehören, habe aber mehrere Optionen im Sinn, von denen mindestens eine ungiftig wäre.



    LG, Pablo.