Beiträge von Beorn

    Hallo, Rigo.


    Das ist aber auch nix anderes als Glück in dem Fall - wobei: Die Gattung hätte ich schon erkannt, auch ohne eben diese Art schon mal gefunden zu haben.
    Das schleimige Velum (einschließlich Ringzone, die aber so nicht bei allen Arten vorkommt), die nahezu freien Lamellen und das weiße Sporenpulver sind schon recht charakteristisch.
    Rest ist Glück, und nach dem Fund hatte ich mich durch die vorhandene Literatur gearbeitet - viel ist das allerdings nicht: Ludwig, Gröger, FungaNordica, Großpilze BaWü und ganz wichtig: Die monografische Bearbeitung - ohne Genetik allerdings - von Andreas Gminder aus den 90ern.



    LG; Pablo.

    Servus!


    Zur Douglasie eben nocn eine Anmerkung: An stellen, wo die hier in der Umgebung als Monokultur steht, ist der Wald tot. Also die Bäume stehen zwar noch und leben auch ein bisschen, aber da ist kein Ökosystem mehr vorhanden. Zwischen den Douglasien kommen keine anderen Bäume hoch (höchstens mal eine Traubenkirsche). Pilze: Null. Zumindest keine Fruchtkörper. Insekten: Nahezu keine. Nur die, die sich mit diesem komischen Massenspringkraut irgendwie arrangieren können. Andere Pflanzen: Fehlen. Moose: Nicht vorhanden. Nur Douglasien, Springkraut, ab und zu eine Brombeere und Brennessel und sonst nix.
    In Wäldern, wo einzelne Douglasien in einen Bestand von anderen Bäumen gemischt sind, ist das kein Problem, da wächst das irgendwie zusammen. Aber ohne UNtermischung: So richtig scheinen sich die Douglasien jedenfalls nicht hier in die Bizönosen eingliedern zu wollen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Toni!


    Lackporling auf jeden Fall, wahrscheinlich ein Flacher (Ganoderma applanatum) mit schwacher Option auf den Wulstigen (Ganoderma australe, der müsste normalerweise einen viel dunkleren Kontext haben).



    LG; Pablo.

    Servus!


    Der wird zu 100% weiß absporen, denn es ist ein Schleimschirmling. :wink:
    Ich würde das hier Limacella ochraceolutea nennen wollen, wobei die Gattung wegen Seltenheit aller Arten eher mager bearbeitet ist (und vor allem auch genetische Analysen weitgehend fehlen).



    LG; Pablo.

    Hallo, Jens!


    Bei dem Röhrling fürchte ich: Keine Chance mehr in dem Zustand.
    Die anderen könnten doch auch Südliche Ackerlinge (Agrocybe cylindracea) sein?



    LG, Pablo.

    Hallo, Karola!


    Passt aber trotzdem, was Jörg und "Trüffelschwein" sich dazu gedacht haben: Espenrotkappe = Weißstielige Rotkappe = Leccinum leucopodium ist richtig. Auch wenn die Grashalme im Vordergrund schärfer sind als der Pilz. :wink: So sieht man aber: Die Kamera hat einen guten Makromodus.



    LG, Pablo.

    Hallo, Thomas!


    Brombeeren sind ja durchaus heimisch, und breiten sich nur da aus, wo es eben genug Stickstoff und Sonne gibt. bekämpfen muss man die nicht, denn wo sich ein einigermaßen gesunder Wald mit eher nährstoffarmem Boden und schattigem Blätterdach bildet, verschwinden die von alleine oder tauchen gar nicht auf.
    Bei der Spätblühenden Traubenkirsche habe ich in meiner Gegend schon bisweilen das Gefühl, daß sie schon reichlich viel Platz einnimmt: Insbesondere in den Rotbuchenwäldern auf den sandigen Böden sehe ich an Jungbäumen fast nur noch Traubenkirsche, keine Buchen mehr. Das Problem an der stelle ging aber vermutlich in erster Linie davon aus, daß die hier erstens eine zeit lang massiv gepflanzt wurde, und zweitens ebenso massiv Kiefernforste gepflanzt wurden, die aber hier auch nicht wirklich in die Ökosysteme passen (nicht als Monokultur jedenfalls, auch wenn da ab und an schöne Ritterlinge wachsen), und in den älteren Kiefernplantagen breitet sich die Sptblühende Traubenkirsche halt ganz massiv aus.
    Aber auch das dürfte ein Vorkommen sein, daß sich irgendwann wieder einpendelt.
    Der Götterbaum macht mir hier in der Gegend mehr Sorgen.


    Neupflanzungen: Klar macht das Sinn. Aber idealerweise als Mischwälder aus +/- heimischen Arten, die in die Ökosysteme passen. Die Fichten müssen ja auch nicht komplett weg, man sollte die Bestände einfach durchmischen (oder sich durchmischen lassen) mit möglichst vielfältigen Beständen aus Eichen, Rotbuchen, Tannen usw... Was sich halt anbietet. Schadet auch nichts, wenn mal ein paar Douglasien dazwischen stehen, nur sollte man die eben nicht flächendeckend als Monokulturen ausbringen.

    Pflanzt man einen wechselhaften Baumbestand, und bewirtschaftet dann extensiv, wird sich bei der natürlichen verjüngung der Bestand an die Bedingungen anpassen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Karola!


    Das ist ein schönes Eck da vorne. Von dem Felsen auf der Landzunge (Schiibefelse) wurden früher brennende Holzscheiben über den See geschleudert - heute wird das glaube ich nicht mehr gemacht.

    Der Zapfen gehört schon einer Douglasie, aber der Baum, an dem der Pilz wächst ist eine Tanne. Ohne mich jetzt auf die Art festzulegen, aber Douglasienrinde und die Nadeln sehen schon anders aus. Da stehen wohl mehrere Nadelbaumarten durcheinander.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Also... Bevor wir da mal wieder rausschwenken (weil sonst müsste man echt auch dafür, also die Holzheizdebatte) noch ein eigenes Thema erstellen:
    Ich bin sicher, daß da immer noch der eine oder andere Fehler in deiner Rechnung ist, Thomas. :wink:

    Ich versuch's mal Punkt für Punkt, das Wichtigste aber zuerst:
    Das enthaltende CO2 wird über die ganze Wachstumsphase des Baumes gebildet.
    Der Baum bildet kein CO2. Er bindet CO2 aus der Luft, und sein Stoffwechsel setzt es um, und zwar in diverse organische Kohlenstoffverbindungen und: Sauerstoff (O2).
    Die wohl markanteste Kohlenstoffverbindung, die der Baum dabei produziert, ist Traubenzucker. Dazu natürlich noch etliche weitere Verbindungen, in denen der vom Baum über die Blätter aus der Luft gefilterte Kohlenstoff (in Form von CO2) enthalten ist.
    Ein alter Baum bindet nur noch vergleichweise wenig CO2 (da er nicht mehr wächst)

    Falsch, und das ist vermutlich der entscheidende Fehler. Das wäre nur dann so, wenn der Baumstamm (und Äste) sozusagen "der CO2 - Speicher" wären. Ist aber nicht so, denn wie oben schon erklärt, speichert der Baum gar kein CO2, sondern er verstoffwechselt es und bildet daraus diverse andere Kohlenstoffverbindungen. Das, was im Holz des Baumes während seiner Lebensspanne an aus der Luft gefiltertem Kohlenstoff angelegt / gespeichert ist, ist verschwindend gering gegenüber den Mengen, die der Baum tatsächlich umsetzt.
    Stichwort Traubenzucker und Stichwort Mykorrhiza: Ein beliebiger gibt an seine Mykorrhizapartner im Laufe seines Lebens tonnenweise Kohlenstoff (u.A. aus CO2) ab: Da "wandert" das "CO2" (nur halt nicht mehr als Kohlenstoffdioxid) also nicht in den Stamm, sondern in den Boden, und über Pilze und diverse weitere MIkroorganismen in die Nahrungskette des Waldes. zweitens: Laub- und Nadelstreu. Auch das besteht ja zu großen Teilen aus organischen Kohlenstoffverbindungen, den Kohlestoff dazu nimmt der Baum eben auch zu einem großen Teil über die Luft auf. Auch dieser Kohlenstoff wird nicht im Stamm gespeichert, sondern in den Kreislauf des Waldlebens überführt (erneut: Pilze, Mikrobiom, Tiere).
    Ergo: Es ist völlig wurschd, wie alt ein Baum ist, und ob sein stamm noch wächst oder nicht. Solange er lebt, filtert er jedes Jahr massenhaft CO2 aus der Luft. Je mehr Blätter oder Nadeln (also insgesamt Chlorophyll) er produziert, desto stärker wird Luft gefiltert.
    Auch beim natürlichen Verfall (also nicht nur bei der Verbrennung) wird dieses CO2 wieder freigesetzt
    Theoretisch ja, aber eigentlich eher jein, im Grunde sogar ganz klares Nein. Weil beim zersetzen weder des Detritus während der Lebensspanne, noch beim Zersetzen des Holzes nach Absgerben eines Baumes wird CO2 direkt "frei". Denn es ist ja gar keines dort vorhanden. Die organischen Substanzen werden verstoffwechselt - von Pilzen, Mikroben, anderen Pflanzen und Tieren. Die alle leben in ganz unterschiedlicher weise von der gewaltigen Biomasse, die der Baum in seiner Lebenszeit (auch) aus CO2 erstellt hat. Manche von ihnen verwandeln diese Biomasse durchaus wieder in CO2 - aber das ist ganz anderer (vor allem viel komplexerer und langsamerer) Prozess als das Verbrennen des Holzes.

    Beim Verbrennen wird die gesamte Masse des Holzes quasi auf ein Mal wieder umgesetzt - aber abrupt, nicht über den Umweg des Stoffwechsels von hunderten verschiedenen Organismen. Beim verbrennen zerfallen diese organischen Kohlenstoffverbindungen, aus denen das Holz besteht - nämlich (zum Großteil) zu CO2, aber auch zu CO und diversen anderen Partikeln (die wir aber hier ignorieren können). Ein Kubikmeter Holz wird beim Verbrennen immer relativ gleich viel CO2 frei setzen (abhängig halt von Baumart und einigen weiteren Faktoren).

    Bei fossilen Brennstoffen passiert im grunde das gleiche. Fossile Brennstoffe (egal ob Öl, Gas oder Kohle) sind ja im Grunde nichts anderes, als ehemaaliges organisches Material (zB ein Wald!), das sich im Laufe von Jahrtausenden bis Jahrmillionen schon so weit zersetzt hat.

    Für die Atmosphäre macht es aber keinen Unterschied, wo das CO2 her kommt, das in ihr angereichert ist. Wieso sollte das einen Unterschied machen? CO2 ist CO2, es wird nicht dadurch zu was anderem oder weniger treibhausrelevant, daß es von einem lebenden Baum oder von einem fossilen, in Öl verwandelten Baum kommt. Soll heißen: Für die Zusammensetzung der Atmosphäre und den Klimaeffekt spielt es absolut gar keine Rolle, woher das CO2 kommt.

    Die Frage ist nur: Wie viel Kohlenstoff ist zu einem Zeitpunkt in der Atmosphäre gelöst?
    Daraus ergibt sich im Grunde nur noch die Frage: Wie energieeffizient ist welche Heizmethode.
    1) Im Bezug auf die Verbrennung selbst. Da geht es ausschließlich darum, wie viel CO2 pro Kilowatt Energie (egal ob Wärme, strom oder was auch immer) freigesetzt wird.
    Da ist Holz definitiv nicht effizienter als Gas, eventuell ähnlich wie Kohle und Öl (wobei ich da wie erwähnt die genauen Zahlen nicht kenne).
    2) Im Bezug auf die benötigte Infrastruktur: Also welche Ressourcen für die Produktion, Instandhaltung und Bereitstellung aufgewendet werden müssen. Dazu gehören Komponenten wie zB Bau des Ofens, Kettensäge, Auto für abtransport. Ist übrigens auch egal, ob elektro - Kettensäge oder Benzin: Auch der Strom ist energie und kommt ja nicht einfach so aus der Steckdose. Wenn du die Säge über ein Solaraggregat laden kannst, ist das natürlich schon mal super.
    3) Impact auf die Rückführungsmöglichkeigen - und da hat eben nur das Fällen lebender Bäume eine Auswirkung...

    Daß das verbrennen von fossilen Kohlenstoffspeichern trotzdem in der Masse ein problem ist, darüber muss man nicht streiten. Das ist so. Und wie schon mehrmals erwähnt: In der Form, wie du das praktizierst, Thomas, ist das doch völlig in Ordnung. Nur klappt das halt wirklich nur in einem sehr begrenztren Bereich und für wenige Haushalte, bevor sowohl der klimatische als auch der ökologische Impact zu enorm werden.
    Unser Problem (global und grundsätzlich) ist eigentlich eher nicht welche Energie wir verbrauchen, sondern wie viel.
    In dem Sinne ist es grundsätzlich auch eher schnobsegal ob Diesel oder Elektrokarch: Wir sollten nicht anders kreuz und quer um den Globus düsen, sondern schlicht und einfach weniger.


    Können wir nun wieder zurück zum Wald und zur Waldwirtschaft?
    Wir wollen ja gar nicht ganz aufs Heizen mit Holz verzichten. Wir wollen es nur nicht übertreiben damit und möglichst waldschonende Alternativen nutzen, oder?
    Und mit Holz kann man zudem noch ganz viele viel bessere Sachen machen als nur Heizen. :wink:



    LG; Pablo.

    Hallo, Karola!


    Hübsch. Wo genau bei Schluachsee war das denn?
    Hinsichtlich der Pilzbestimmung schließe ich mich Sepp an, melde aber Zweifel an der Identität des Baumes.
    Phellinus hartigii ist schon recht stark auf Tanne fixiert, und die Rinde auf dem ersten Bild erinnert tatsächlich auch viel mehr an eine Weißtanne als an eine Douglasie.



    LG; Pablo.

    Moin!


    Der Schuppige Porling hier besitzt bedauerlicherweise auch die Unverschämtheit, daß einzelne Schüppchen des Hutes ja schon ganz leicht abzustehen scheinen...
    Aber mal im vergleich zu dem Sklerotienporling darunter, was ja ebenfalls ein junger Fruchtkörper ist: Da sieht das schon nochmal anders aus, oder?
    Auch die Wuchsform und Stieloberfläche sind hier interessant, und da hat der schuppige zur Basis hin diese groben, bereits leicht bräunlich werdenden Schollen: Das passiert beim Sklerotienporling nicht.
    Also vom optischen Gesamteindruck her hat meiner Ansicht nach Rigo das schon alles richtig eingeordnet.



    LG; Pablo.

    Hallo, Marie!


    Es ist wirklich schwierig in dem Fall - eben weil die Fruchtkörper so angetrocknet sind. Der erste, spontane Gedanke war bei mir "Ackerling (Agrocybe)", was aber nicht stimmen muss. Möglich wäre auch ein Faserling (Psathyrella). Vorausgesetzt natürlich, daß es tatsächlich ein Dunkelsporer ist.



    LG; Pablo.

    Moin!


    Den wzeiten würde ich auch tendenziell für einen Dunkelsporer halten - aber das ist wirklich schwer, da zu einer Gattung zu kommen, weil die doch schon arg durchgetrocknet sind.
    Bei dem Wulstling fällt es mir deutlich leichter, weil ich die von Sabine vorgeschlagene Amanita strobiliformis (Fransiger Wulstling) auch in dem trockenen, zerfledderten Zustand hier schon so oft in der Hand hatte - ist halt eine häufige Art im Sommer in der Oberrheinebene und sieht wegen dem oft trockenen und heißen Wetter regelmäßig so aus wie hier gezeigt.



    LG; Pablo.

    Hallo, Thomas!


    Alles ist relativ, oder?
    So wie von dir beschrieben:

    Was die Nutzung von Holz zu Heizzwecken betrifft. Das sehe ich etwas anders.

    Es ist sicher keine Lösung für alle in Deutschland und ganz sicher nicht für Stadtbewohner (und mag zur Zeit auch überhand nehmen), ich glaube aber schon das es in waldreichen Regionen bei nachhaltiger Nutzung (!) dabei helfen kann CO2 zu reduzieren. So wie es zum Beispiel im Spessart bei meiner Verwandtschaft (kleiner Spessartort) schon immer geschieht.


    Wenn ich mir meine eigenen Alternativen ansehe, sind da zur Zeit Öl, Gas, Sonne, Strom und Holz. Die einzige nahezu CO2 neutrale Variante davon ist Holz (nahezu da Sprit für die Motorsäge und für mein Auto beim Abfahren aufzuwenden ist – plus CO2 Ausstoß für die Herstellung und den Vertrieb von Werkzeug und Ofen). Dank Niedrigenergiehaus und geringem Hausvolumen ist der Verbrauch dabei sehr gering. Und als Selbstwerber sorge ich auch dafür, dass bei uns weiterhin mehr nachwächst als gefällt wird (ob man in Zukunft darauf verzichten kann, zugunsten der Selbstverjüngung ist eine spannenden Frage).

    Ist das schon in gewisser Weise nachvollziehbar.
    Wobei du in deiner Energiebilanz (oben mal spaßeshalber blau markiert) zwei Punkte vergisst: Die CO2 - Freisetzung beim Verbrennen des Holzes (was generell relativ viel ist, aber frag mich bitte nicht wie viel genau, weil das auch von der Holzart und Brenntechnik / Ofen abhängt) + die Verringerte CO2 Bindung / Filterung von CO2 aus der Luft durch das fehlen des ausgewachsenen Baumes.
    Das ist halt eines der hauptprobleme beim Verbrennen von Holz: Den Wegfall des gefällten Baumes als CO2 - Filter müsstest du eigentlich auf die Bilanz mit drauf setzen. Weil: Selbst wenn du zeitgleich einen neuen Baum pflanzt, wird der sehr viel weniger CO2 aus der Atnosphäre binden können, als ein alter, ausgewachsener Baum. Und sehr viel weniger meint damit jetzt mal wirklich ein hohes Vielfaches.

    In dem von dir gezeichneten Szenario ist das meiner Ansicht nach völlig in Ordnung, und dürfte tatsächlich nicht oder kaum mehr energie verbrauchen (also auch CO2 ausstoßen) als die meisten konventionellen Heizmethoden. Aber du schreibst es ja selbst: Sobald das massenhaft gemacht wird, wird die Bilanz rasch verheerend. Und eben nicht nur wegen dem Feinstaub, sondern der CO2 - Ausstoß von verbrennendem Hoolz ist in der Tat nicht eben geringer als der von Kohle, Öl usw. (Also diversen fossilen Energieträgern). Wieso sollte er das denn sein? Es ist im Prinzip das Gleiche, die ganzen fossilen Energieträger sind ja nichts als konzentrierte Biomasse. Nur ist der lebende (ausgewachsene!) Baum halt zeitgleich noch ein Filter, der aktiv CO2 aus der Luft bindet. Und dann ist es eine Frage der Effizienz, und da sind die städtischen Methoden halt den Holz - Einzelöfen überlegen.

    Soll heißen: Problematisch sind nicht die paar Haushalte, die in ländlichen Regionen in kalten Winternächten mit einem gut gebauten Ofen (mit effizienter Wärmeleitung) zuheizen.
    Problematisch sind die reichlich eingebauten und betriebenen Spaßöfen, die im urbanen Raum und Vorstädten usw. gerne zusätzlich zur eigentlich viel energieeffizienteren Fernwärme, Gas oder was auch immer am laufen gehalten werden.
    Das ist gemeint mit "größtmöglicher ökologischer und klimatischer Schaden".
    Wobei ich natürlich selbst auch ganz gut weiß, daß das schon eine schöne Sache ist mit dem Holzfeuer.
    Und ich habe auch schon Wintermonate in einem Berghaus in den italienischen Alpen verbracht, das teils alter Natursteinbau und teils absolut ungedämmter neuer Anbau war, das sich mit der Gasheizungsanlage definitiv nicht zufriedenstellend beheizen ließ (egal wie viel man da in die Atmosphäre geblasen hat) - und der Betrieb eines alten, vorsintflutlichen, mit Schamottsteinen ausgekleidetenKanonen- und eines Küchenofens das Einzige war, was in dem Haus wirklich warm gemacht hat.


    LG; Pablo.

    Hallo, Andy!


    Stimmt, Xerocomus ferrugineus und Xerocomus subtomentosus sind zwei getrennte Arten...
    Wenn auch nicht immer einfach zu trennen. VOm Gesamterscheinungsbild wirkt dein Fund auf mich eher wie subtomentosus, aber das Fleisch im Schnitt wäre schon arg blass dafür. Kann aber beim austrocknen wohl auch mal so passieren.

    Ich hatte im Nachbarforum eben erst lang und breit drüber schwadroniert, darum hier eben auf die Schnelle >der Link<.

    Der letzte im Bunde ist schon ein Raufuß (Leccinum s.l.), aber wass für ein komisches Teil!

    Ich fürchte auch da könnten wir ein Problem haben, weil von der Stielbasis einiges offenbar abgeknabbert ist und fehlt, wo man gerne nach Blaufärbungen in der Stielrinde geguckt hätte.
    Stielbekleidung und Hutfarbe sind sehr ungewöhnlich und erinnern am ehesten an Leccinum holopus s.l. (weil da Stielbekleidung weißlich, aber nicht wollig und Huthaut oft olivbraun / olivgrau verfärbend!), aber solche einzelfruchtkörper sind schwer einzuschätzen, da kann immer auch was untypisch ausgeprägt sein und man rennt vvöllig in die Irre.



    LG; Pablo.

    Hallo, Andy!


    Ach... Also...
    Man müsste besser hingucken. Oder an dem Kopf vorm Brett vorbei, im entscheidenden Moment.
    Klar kannst du einen sicheren Gattungsnamen an die #4 dran schreiben. Nur bitte nicht Lyophyllum. Mach mal Cortinarius (Untergattung Phlegmacium) draus.
    Für die Art bräuchte es immer noch die Lamellenfarbe junger Fruchtkörper, sowie die Form der Stielbasis, das obligatorische Schnittbild und KOH20% auf Huthaut, Trama (Hut-Stiel-Übergang) und Stielbasis (außen).
    Vielleicht hat man ihn dann schon raus, vielleicht hat der aber auch jung grüne Lamellen und gehört in diese verzwickte Gruppe um Cortinarius scaurus, Cortinarius montanus und Cortinarius herpeticus...



    LG; Pablo.

    Hallo, Thomas!


    Mal eben schnell zum ersten genannten Punkt (Einfluss des Menschen auf den Wald):
    Klar kann und sollte man das nicht werten, im Sinne von "nur unberührte Urwälder sind gut".
    Wirtschaftswald kann auch gesund und artenreich und "gut" sein - er ist dann meistens sogar noch ergiebiger, als eine Holzplantage, weil er sich selbst verjüngt und automatisch ebenso viel nachwächst wie man an Holz herausnimmt.
    Wichtig dabei: Auch alte Bäume stehen lassen (die sind für das ökologische Netzwerk von hoher Bedeutung).

    Übrigens: Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist momentan ein Charakterelement der meisten Mitteleuropäischen Wälder. Aber: Dazu wurde sie auch erst durch den Einfluss von menschen. Die ursprünglliche Vegetation in MItteleuropa waren vorwiegend Eichen. Erst durch menschliche Ansiedlungen, durch die (kleinflächige) Rodung der Urwälder, anschließende Besiedelung und regelmäßige Verlagerung der Siedlungen konnte sich die Rotbuche in Mitteleuropa flächendeckend ausbreiten (weil sie schneller wächst als die hiesigen Eichenarten). Das nur so am Rande, wo die Rotbuche ursprünglich her kam müsste ich jetzt auch mal recherchieren...


    Also es geht nicht um ein kategorisches Entweder - Oder, sondern vor allem darum, wie man sinnvoll Holzwirtschaft betreiben kann, bei gleichzeitigem Erhalt von Artenvielfalt und Fortbestand der etablierten Vegetation (und dazu gehören stand jetzt nun mal die Rotbuchenwälder, die eine sehr eigene und spezifische Artenvielfalt tragen).

    Der Verbrauch ist allerdings schon ein wesentliches Element - eine Katastrophe ist zB die verbrennung von Holz in Öfen von Häusern, die sich auch anders heizen ließen. Aus ökologischer sowie klimatologischer Sicht ist halt der Betrieb von Holzöfen das Schlimmste, was man machen kann (und wenn es noch so schön und gemütlich ist im Winter).



    LG; Pablo.

    Hallo, Sabine!


    Ich fürchte, so ein allgemeines Übersichtsbuch mit dem Zweck und Inhalt gibt es nicht. Dazu ist die Formen- und Artenvielfalt im Pilzreich einfach zu groß und die Thematik der mikroskopischen merkmale und Untersuchungsmethoden zu weitläufig. Man kann sich an einigen Schlüsselwerken entlanghangeln - wobei da oft das Problem besteht, daß man die abgefragten merkmale auch erkennen und vestehen muss. Mikroskopie von Täublingen ist zB was ganz anderes als Mikroskopie von Becherlingen, die Strukturen sind völlig anders, die Techniken, die Färbemethoden - und auch die ganzen Fachtermini.
    Das macht es echt nicht einfach, finde ich. So nach und nach wurschtelt man sich rein, hilfreich ist es aber auch, sich dabei erstmal auf einzelne Fachbereiche zu fokussieren. Dann lernt man die Terminologie kennen, kann die beobachteten Strukturen einschätzen und vegleichen, entwickelt eine Routine und hat es beim Einstieg in den nächsten fachbereich schon deutlich leichter. Ebenso wie auch im Umgang mit den großen Gattungsschlüsseln (Funga Nordica oder Gröger).
    Viele Bücher (so auch Pilze der Schweiz, Pilzkompendium und andere) enthalten aber auch Gattungsbeschreibungen, in denen die Mikromerkmale nochmal herausgestellt werden, die für eine Gattung relevant sind. So zB die ornamentierten, amyloiden Sporen in Kombination mit Gloeozystiden bei Russula (und Lactarius).



    LG; Pablo.

    Hi.

    Aber vorsicht, bitte. Auch wenn die Bestimmung (Ganoderma lucidum s.l.) einigermaßen sicher ist, und dieser Fruchtkörper auf dem Bild auch ziemlich frisch und ok aussieht, rate ich von Experimenten mit unsicheren Pilzen (und übers Netz nur nach Bildern ist immer unsicher) eher ab.
    Erklärung dazu >hier<, sowie auch einige hilfreiche Links, wenn ihr den Pilzfund wirklich solide abklären lassen wollt.



    LG, Pablo.