Beiträge von Beorn

    Hallo!


    Ja, definitiv Kohlenbeeren. :thumbup:

    Und mal wieder ein schönes Beispiel für einen Pilz mit Neben- und Hauptfruchtform (Anamorphe und Teleomorphe): Das helle, graubraun - flauschige Geknubbel ist die Nebenfruchtform. Darunter bildet sich - härter und dunkle (schwarzbraun) dann irgendwann die Hauptfruchtform.
    Ich kann nicht sagen, welche Kohlenbeere das nun ist, aber Hypoxylon howeanum ist es mal nicht, da sieht die Nebenfruchtform ganz anders aus. Bei vielen anderen Arten ist die Nebenfruchtform leider optisch ziemlich gleich; nämlich so wie hier (Plüschknubbelpilz).



    LG, Pablo.

    Hallo, Christine!


    Für jemanden, die/der sich mit solchen Kernpilzen auskennt, könnte das sogar machbar sein.

    Ich würde so vage vermuten, daß es vielleicht irgednwo in Richtung Eutypa s.l. geht - wenn's nicht was Anamorphes ist (was ich eher nicht glaube).
    Es scheint ja so zu sein, als brächen dir Fruchtkörper unter der Rinde hervor. Eventuell könnte man die Rinde da mal ein wenig abpulen und gucken, wie es darunter noch aussieht.



    LG, Pablo.

    Hallo, Wolfgang!


    Hat der Schichtpilz denn richtig gerötet? Also unmittelbar auf Berührung, so wie es auch Stereum rugosum (Runzliger Schichtpilz) und Stereum sanguinolentum (Blutender Nadelholz - Schichtpilz) tun? Denn daß sich das Hymenophor unter gewissen Voraussetzungen (insbesondere ungünstige Witterungsverläufe) mal rotbraun verfärben kann, das kann bei allen Schichtpilzarten passieren. Ein hymenophor, das auf Druck / beim Kratzen wirklich deutlich gilbt, gibt es eigentlich nur beim Samtigen Schichtpilz (Stereum subtomentosum).
    Funktioniert natürlich alles nur, wenn die Fruchtkörper einigermaßen frisch und nicht zu trocken sind, aber das ist ja immer so, wenn es ums Beobachten von Verfärbungen geht.


    In den Großpilzen BaWüs werden bei Stereum hirsutum auch seltene, rötende Formen erwähnt, also auf Druck direkt rötlich fleckend. Ich selbst hatte sowas noch nicht in der Hand, würde es aber nicht völlig ausschließen, daß es das gibt. Die Hyphen mit rotbräunlichem Inhalt, die bei Stereum rugosum, Stereum gausapatum usw. für die Verfärbung verantwortlich sind, habe ich durchaus schon bei Stereum hirsutum gesehen, nur halt in so geringer Anzahl, daß man da makroskopisch keine Reaktion erkennen würde.



    LG; Pablo.

    Hallo, Christine!


    Danke für's nochmalige Hochladen!

    Sehr beeindruckende Makros übrigens von der Puccinia. :thumbup:

    Daß sich hochgeladene Bilder beim Absenden eines Beitrages irgendwie wieder in Luft auflösen passiert hier wie "drüben" gelegentlich, und bisher ist wohl noch nicht klar, wie sich das Problem völlig lösen lässt.



    LG, Pablo.

    Ahoi!


    Dann schließe ich mich an, und würde den Fund nun aauch für Voreilende Ackerlinge (Agrocybe praecox s.l.) halten. :thumbup:



    LG; Pablo.

    Hallo, Wolfgang & alle Teilnehmer!


    Da hat es ja reichlich geschwammert, bei eurer Exkursion. Wow! :thumbup:

    Slerotienporling wurde schon erkannt (siehe spitze, aufgerichtete Hutschuppen und zentral gestielter fruchtkörper).

    Aus dem "Eichen - Schichtpilz" auf den ersten Bildern würde ich einen Striegeligen Schichtpilz (Stereum hirsutum) machen. Stereum gausapatum ist dunkler (nicht so gellb), noch welliger, weniger behaart und rötet.

    Die Zwergmürblinge sind Gesähte Tintlinge (Coprinellus disseminatus): Auf den ausgezeichneten Bildern von Roswitha sind die behaarten Hüte wunderbar zu erkennen. Die Hüte vom Zwergfaserling wären glatt.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Eigentlich hätte ich eher vermutet, daß im Bereich von größeren Gewässern tendenziell mehr Niederschläge fallen müssten: Immerhin ist in gewässernähe der Taupunkt stets höher, als im gewässerfernen Umland. Für größere Frontsysteme (geliebter Landregen) oder auch Gewitter (starke konvektive Systeme) sind solche kleinen Beeinflussungen wie zB Mikroklima um Wasserflächen in Seegröße irrelevant. Aber es gibt eben in der Tat niederschlagsreiche und niederschlagsarme Gebiete. Generell ist das ostdeutsche und nordostdeutsche Flachland eine der trockendsten Gegenden in Deutschland, was wohl vor allem daran liegt, daß die Regenfelder von atlantischen Tiefdrucksystemen oft nicht so weit vorrücken, bzw. die Gegend öfter im Bereich Nordosteuropäischer Hochdruckzonen liegt.


    Anyway: Ja, einige Regionen würden momentan bestimmt gerne etwas Regen abgeben. Bei mir hat's dann heute Nacht tatsächlich noch mal schön geregnet. Ob's reicht, wird sich erst in einigen Wochen zeigen. Wenn halt nix mehr dazu kommt, dann war's wieder mal zu wenig.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Informationen zu Giftpilzen und Vergiftungssyndromen gibt es auch recht ausführlich >hier<.
    Sarcosphaera coronaria scheint irgendwie rausgefallen zu sein. Der Kronenbecherling ist definitiv magen - darm - giftig.

    Beim kurzen Recherchieren scheint er auch Oxidantien zu enthalten. Interessanterweise Helvella leucomelaena (Schwarzweiße Becherlorchel) auch, die aber in einigen Gegenden gut gegart auch ohne Beschwerden verzehrt wird.

    >Artikel auf die Schnelle gefunden<

    In der Giftwirkung sind das jedenfalls zwei völlig unterschiedliche Arten, wie gefährlich die Vergiftung verläuft, ist natürlich immer von der Menge abhängig, das Potential für tödliche Vergiftungen scheint aber bei Hapalopilus nidulans höher zu sein.



    LG; Pablo.

    N'Abend!


    Klappt aber nur, wenn die Hüte nicht mittlerweile zu trocken oder zu alt sind. :wink:

    Die beiden Pilze gehören zur selben Art, die Hutoberflächen sind nur unterschiedlich stark aufgerissen. Das ist aber eine Folge der Witterungsumstände, für die Bestimmung ist es hier eher nicht relevant. Die Lamellenfarbe sollte bei beiden weiß sein, creme bis blass strohgelb, wenn es ältere Fruchtkörper sind. Bei dem mit den dunkleren Lamellen liegen halt mehr reife Sporen drauf, die Sporenpulverfarbe überlagert dann die Lamellenfarbe.



    LG, Pablo.

    N'Abend!


    Crap...
    Ja, klar wollte ich "dura" schreiben. Gut aufgepasst. :thumbup:

    Wird gleich korrigiert.


    Ähnlich große Stropharia - Arten wie rugosoannulata, die mir gerade einfallen: Stropharia albonitens, Stropharia melanosperma, Stropharia hornemannii - bei letztem weiß ich nicht, ob der auch so hell sein kann. Wäre aber möglich, denn ausbleichen können ja mehr oder weniger alle Arten.

    Ich bin ja auch nicht sicher, daß das überhaupt ein Träuschling ist, Ackerling (Voreilender, Agrocybe praecox) wäre auch möglich.


    Was die zur Basis hin verjüngten Stiele betrifft: Das muss nicht unbedingt etwas bedeuten. Beim Voreilenden Ackerling weiß ich, daß das geht. Aber auch bei verschiedenen Träuschlingen mag das vorkommen, auf dieses Merkmal würde ich hier jedenfalls nicht das Hauptaugenmerk legen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Thomas!


    Ja, so ähnlich kenne ich das aus meiner Gegend auch - ungefähr seit April letzten Jahres ohne wirklcihe Entspannung durch ausreichend und acuh mal länger dauernde Niederschläge. Besonders frustrierend zu beobachten, wenn dann so ein >wunderschönes Regengebiet< wieder mal einfach vorbei zieht.

    Hoffentlich läd das bei dir wenigstens ordentlich ab, denn dort ist es noch schlimmer als hier und in deiner Gegend fehlen sogar noch Berge, wo sich das Wasser auch mal länger speichern kann.



    LG, Pablo.

    Hallo, Veronika!


    Ui, wirklich eine außergewöhnliche Erscheinung.
    Den würde ich auch gerne mal finden, auch wenn Phytos nicht meine Baustelle sind, aber solche ungewöhnlichen Formen haben schon was für sich.

    Zucchiniblüten sehen irgendwie auch recht ähnlich, finde ich. Wobei Zucchinis ja im weiteren Sinne anscheinend auch Gurken sind...



    LG; Pablo.

    Hi.

    Die Ringe beim Krönchenträuschling haben schon eine sehr markante Optik. Da kommt mal der deutsche Name nicht von ungefähr, denn die sehen wirklich fast wie kleine Krönchen aus. Vor allem sind sie relativ dick, ziemlich beständig und oberseits stark gefurcht. Wenn dann noch das violettschwarze Sporenpulver draufliegt (bei Ackerlingen schokobraun), dann wird der Kontrast der Rillen auf der Ringoberseite noch deutlicher.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Für Rissige Ackerlinge (Agrocybe pediades dura) sind die allerdings viel zu groß.

    Wenn ein Ackerling, dann eher Voreilender (Agrocybe praecox), aber hier schwanke ich echt, ob das nicht Träuschlinge sein könnten.
    Vgl. auch >Ralphs Anfrage<, wo es tatsächlich Rissige Ackerlinge zu sehen gibt.
    Wenn das hier Träuschlinge wären und keine Ackerlinge (muss man unter anderem auch einen Sporenabwurf anfertigen), dann wäre vom Verzehr sowieso abzuraten, denn Riesenträuschlinge (Stropharia rugosoannulata) sind es eher nicht, und die anderen Arten mit dem Habitus sind erstens schwer zu trennen und zweitens als Speisepilze ungeeignet (teils auch giftverdächtig).


    Verzehrfreigaben sind im Internet nicht möglich. Dazu muss man Pilze in der Hand haben, über Bilder ist das zu unsicher.
    Wer Verzehrfreigaben übers Netz nur nach Bildansicht anbietet hat vor allem eines: Keine Ahnung von Pilzen. :wink:



    LG; pablo.

    Hallo!


    Das würde ich hier wohl auch eher als "ausgebuchtet" bezeichnen. Die Einordnung stimmt aber trotzdem: Das ist sicher ein Rübling aus der Waldfreundverwandschaft. Ich kann den blassen (Gymnopus aquosus) und den normalen (Gymnopus dryophilus) oft nicht wirklich unterscheiden, da auch dryophilus stark ausblassen kann. Allerdings meine ich, daß dann der Stiel doch generell etwas dunkler bleibt. Mikroskopisch kann man wohl noch anhand der Zystiden was aussagen, irgendwas war auch noch mit der Farbe des Basismycels, aber das erschien mir einigermaßen vage. Ich kenne mich mit den Pilzen aber auch wirklich nicht gut aus.



    LG, Pablo.

    Hallo, Roland!


    Ui, das sieht nun aber wirklich bemerkenswert aus.

    Wirklich einordnen kann ich den immer noch nicht (kein Wunder, in der Gattung), aber möglich wäre sogar ein Zuchtchampignon (Agaricus bisporus), der auch oft wild wächst...



    Lg; pablo.

    Hej.


    Ergänzend zu Jan würde ich mich sogar noch weiter vor wagen, und da angetrocknete Voreilende Ackerlinge (Agrocybe praecox) vermuten.

    Lass die mal ruhig wachsen, die setzen ja auch Nährstoffe um, die dann umso besser den Tomaten zur Verfügung stehen.



    LG, Pablo.

    Salut!


    Sehr schöne Darstellung, vor allem von den Sporen und daß man die Amyloidität auch makroskopisch so gut sichtbar machen kann. :thumbup:

    Und ja: Bei allen taxonomischen Schwierigkeiten in der Gattung, kann man das trotzdem gut mal so stehen lassen als Melanoleuca brevipes.

    Das wäre mal wirklcih das, wie ich mir diese Art vorstelle - und selbst in der Hand hatte ich das jedenfalls noch nicht.



    LG; Pablo.

    hi.


    Ja, ist leider so: Manchmal hat die Software Schluckauf, Bilder verschwinden beim Hochladen, nur der beitragsschreiber wird im Unklaren gelassen, weil sein Cache die Bilder speichert.

    Bitte auf Beitrag bearbeiten gehen und nochmal hochladen, das sollte dann normalerweise klappen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Spike!


    Wenn "Trichterlingsrötling" Entoloma sericeoides meint: Halte ich eher für unwahrscheinlich.
    Aber "Trichterlingsrötlinge" sind eigentlich eine ganze Sektion in der Gattung, enthalten diverse Arten und eine makroskopische Bestimmung nur anhand von einem einzelnen Fruchtkörper ist nicht möglich. Man braucht in der Gattung immer Kollektionen mit mehreren Fruchtkörpern, auch jüngeren (um eventuelle Blautöne erkennen zu können) und man muss auch immer mikroskopieren. Geruch ist auch noch sehr wichtig.



    LG; Pablo.

    N'Abend!


    Der VRR (Lepista nuda) passt schon auch in die Jahreszeit, die Art kann theoretisch ganzjährig Fruchtkörper bilden, tut es aber generell zu zwei Fruktuationsschwerpunkten: Einmal im Frühjahr und dann verstärkt eben im Herbst.

    Auch Maiporlinge können durchaus im ganzen Jahr mal fruchtkörper bilden, tun es aber meistens so zwischen März und Juli.

    Der Gabeltrichterling ist definitiv keiner. Weniger wegen der Erscheinungszeit, sondern viel mehr, weil er nicht wie ein Gabeltrichterling aussieht.

    Du kannst den mal spaßeshalber Absporen lassen. Sollte der Abwurf tatsächlich weiß sein, wäre es ein Graublatt (Lyophyllum, untergattung Tephrocybe).

    Ich denke aber, das Sporenpulver wird rosabraun sein. Sieht jedenfalls sehr nach einem Rötling (Gattung: Entoloma) aus. Die Arten mit diesem Aussehen sind sowohl bei Tephrocybe als auch bei Entoloma nur noch mikroskopisch bestimmbar.



    LG; Pablo.

    Hallo.


    Die Scheide ist dieses abstehende, häutige Ding um die Stielbasis herum. Das ist - wie bei Knollenblätterpilzen auch - ein Teil des Gesamtvelums, also der Schutzhülle, die den jungen Pilzfruchtkörper umgibt.
    Sie ist hier genauso essbar wie alles andere vom Pilz - nur halt meistens voll mit Erde und so, also kaum sinnvoll verwertbar.

    Das jetzt bitte nicht als "Verzehrfreigabe" verstehen. Die Art generell (also "Größter Scheidling") ist essbar - meiner Ansicht nach aber eher minderwertig.

    Diesen gezeigten fruchtkörper kann ich allerdings nicht auf seine Verzehrbarkeit überprüfen. Dazu müsste man einen Pilzfruchtkörper in der Hand haben, um erstens Irrtümer bei der Bestimmung sicher ausschließen zu können und zweitens auch die Frische beurteilen zu können. Darum: Durch Bildbetrachtungen im Internet sind keine seriösen Verzehrfreigaben möglich.



    LG, Pablo.