Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 5.874 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (24. Oktober 2014 um 00:32) ist von Ursula Gönner.

  • Hallo,
    hier von der gleichen Exkursion ein Pilz, den ich für einen Perlpilz hielt. Die Bissspuren sind aber weiß und nicht rötlich, so dass ich hier unsicher bin. Leider habe ich mir den Fuß nicht geau angesehn und auch kein Foto davon. Ist der Piz trotzdem bestimmbar?
    VG Ursula

  • Moin zu dir, wenn sich das Fleisch nicht rötlich verfärbt, dann ist es kein Perlpilz. Nun müßte man noch wissen wo du den Pilz gefunden hast und ob er eine Knolle hatte. Hier im Buchenwald wachsen gerade graue Wulstlinge. Die sehen ganz ähnlich aus und haben eine deutliche Knolle.

    Viele Grüße, Donna Wetter

  • Hallo Ursula,

    wenn ich das richtig verstehe, bist du seit einem Jahr Mitglied hier im Forum.

    Deine Frage, ob dieser Pilz trotzdem bestimmbar ist, möchte ich mit diesem Link beantworten: Mindestangaben zur Pilzbestimmung

    Is nich bös gemeint, aber vielleicht hilfreich. Zumindest für die Leute, die versuchen diese Pilze zu bestimmen. Hat auch immer was mit Zeit (Lebenszeit) zu tun.

    Hier ein Link zum Thema: Perlpilz

    LG. Heinz

  • Hallo Ursula
    Schau dir den Ring an! Ist er gerieft! Nein! Kein Perlpilz!
    Hat ein Perlpilz einen gerieften Hutrand? Nein!
    Bei solchen Pilzen immer den kompletten Pilz zeigen! Die Knolle wäre ein weiteres wichtiges Merkmal um einen Perlpilz auszuschließen.
    Es ist auch kein grauer Wulstling (geriefte Manschette fehlt) sondern ein Pantherpilz.

    Einmal editiert, zuletzt von Ehemaliges Mitglied 01 (23. Oktober 2014 um 19:36)

  • Hallo Ursula,
    Könnte mit dem gerieften Hutrand , der bröselnden Manschette und besonders wegen der Farbe auch ein Isabellfarbener Wulstling sein.
    Für sichere Bestimmung sind die Angaben zu dürftig.
    Gruß Norbert

    Das Pilzwissen kriecht mir nach , hoffentlich holt es mich mal ein .

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Ursula!

    Zitat


    [font="Verdana, Arial, sans-serif"]Könnte mit dem gerieften Hutrand , der bröselnden Manschette und besonders wegen der Farbe auch ein Isabellfarbener Wulstling sein.[/font]

    Genau das denke ich auch. Hier ist auch kein Mikroskop nötig, sondern nur ein Tiefbauunternehmen. Dann lässt sich der auch makroskopisch bestimmen.
    Wichtig ist hier, den ganzen Stiel zu sehen.
    Ich kenne Amanita eliae meist mit oberhalb des Ringes genatterter Stielspitze und unterhalb mit einer irgendwie zerrupften Stieloberfläche. Das wichtigste Merkmal ist aber die Stielbasis. Und darum der Scherz mit dem Tiefbauunternehmen: Die steckt nämlich normalerweise sehr tief im Boden, ist kaum knollig verdickt und umgeben von brüchigen Resten einer Scheide.
    Amanita eliae ist also optisch sowas wie ein "Scheidenstreifling mit Ring".
    Bei solchen Pilzen (Symbionten, Mykorrhizapartner von Bäumen) ist auch eine Auflistung der Baumarten im Umkreis hilfreich. So etwa im Radius von 15 bis 20 Metern um den Fundort.


    LG, pablo.

  • Hallo an alle,
    danke für Eure, teilweise kritischen Kommentare.

    Pablo, da wuchsen vor allem Stieleichen. Den [font="Verdana,Arial,sans-serif"]Isabellfarbenen Wulstling hatte ich auch in Erwägung gezogen. Aber ich war insgesamt unsicher. Warum ich nicht den ganzen Stiel angeschaut habe ist mir aber immer noch unbegreiflich. Wenn Ihr sagt, dass der Pilz ist so nicht bestimmbar, akzeptiere ich das auch. Dass er nicht bestimmbar ist leite ich davon ab, dass jeder einen anderen Pilz vermutet: Pantherpilz, Grauer Wulstling, Isabellfarbener Wulstling, Perlpilz:D.[/font]
    [font="Verdana,Arial,sans-serif"]Danke für Eure Bemühungen.[/font]
    [font="Verdana,Arial,sans-serif"]VG Ursula
    [/font]

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Ursula!

    Eiche passt jedenfalls sehr gut. Dann nehme ich mal an auch in der Oberrheinebene (wo eigentlich so in etwa?), also eher thermophil, wahrscheinlich sandboden, die Ökologie stimmt also.
    Perlpilz und Grauer Wulstling wurden ja schon quasi ausgeschlossen: Der Ring ist nicht bzw. nicht erkennbar gerieft (kann bei Amanita eliae übrigens durchaus fein gerieft sein), der Hutrand dafür für die beiden Arten zu stark.
    Die Farbe, Form und Anordnung der Velumreste auf dem Hut ist schon quasi ein KO für den Pantherpilz.
    Wenn wir davon ausgehen, daß es ein Wulstling (Gattung: Amanita) ist, dann bleibt nicht viel übrig. Den Narzißgelben (Amanita gemmata) muss man noch ins Spiel bringen, eine sehr häufige Art in der Oberrheinebene. Aber auch der hat anders gefärbte Velumreste auf dem Hut, die nämlich in den meisten Fällen rein weiß sind. Ansonsten ist das die Art, die Amanita eliae in unseren Breiten fast am ähnlichsten sieht.
    Vergleichen kann man noch den Fransigen (Amanita strobiliformis), aber das ist ein sehr kräftiger Pilz mit einem ganz anderen Ring (meist irgendwie zerfetzt).
    Letztlich kommen noch Amanita citrina und Amanita phaloides in Frage, aber A. phalaloides hat nicht solche Velumreste auf dem Hut udn Amanita citrina nicht so einen gerieften Hutrand.
    Man kann also auch hier noch einiges rausholen ohne den ganzen Stiel zu sehen, aber so richtig sicher ist es leider nicht.


    LG, Pablo.

  • Hallo Pablo,
    "Oberrheinebene" trifft es nicht so ganz. Es handelt sich hier um einen Hügel der Rheinhessischen Schweiz, das Naturschutzgebiet SiefersheimerHöll-Martinsberg, hier speziell die Siefersheimer Höll. Diese Hügel sind ganz besondere artenreiche Biotope, inmitten der rheinhessischen Kultursteppe. Der nächste größere Ort ist Alzey.
    Amanita citrina waren übrigens auch viele zu finden. Der sah wirklich völlig anders aus. Hier die Fotos.
    Ich war ja auch eigentlich nicht auf der Suche nach Pilzen sondern eher nach besonderen Heuschrecken und der Roten Röhrenspinne. Denen war es aber zu frisch, so daß ich mir die Pilze, die wirklich reichlich dort waren angeschaut habe.
    VG Ursula