Ich hab Hoffnung...

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema, welches 3.490 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (15. Juli 2015 um 22:08) ist von Ehemaliges Mitglied 02.

  • , das es auch in Berlin demnächst wieder interessante Pilzfunde für die Berliner und Brandenburger Pilzfreunde gibt.

    Aber, erst mal ein herzliches Hallo.

    Bin heut nach der Arbeit noch mal kurz auf Pilze an der Wuhle gegangen.

    Als erstes fand ich Mehlräslinge. Sind Anzeiger für Dickfüsse (hier: Sommersteinpilz, Netz-Hexe und meinen Tretern-Wetterbedingt).

    1 Mehlräslinge

    Den zweiten Fund bezeichne ich mal als Waldfreundrübling.

    2 Waldfreundrübling

    Nachdem mir dieser Freund begegnete meldeten sich sogleich die "Feinde". Feinde im Sinne: Aufgepasst - Giftig.
    Gehe mal von Risspilzen (unbestimmt) aus.

    3a Risspilz (unbestimmt)


    3b Risspilz (unbestimmt)


    3c Risspilz (unbestimmt)

    Und als nächstes, für mich hier an der Wuhle ein Erstfund. Ich gehe mal sehr stark vom Herben Zwergknäueling aus. An Eiche

    4a Herber Zwergknäueling


    4b Herber Zwergknäueling

    Desweiteren fand ich meiner Meinung nach noch einen Vertreter des Flachen Lackporling's mit sehr schöner Zuwachsrate. An Eiche

    5a Flacher...


    5b Flacher...

    So, und zu guter letzt meines kurzen Pilzganges: Keine Ahnung. An Esche

    6 Unbekannt

    Ich denke mal, der Regen der letzten 2 Wochen hat etwas gebracht. Soll Heissen, werd die nächsten Tage verstärkt auf Pilzsuche gehen.:)

    In diesem Sinne liebe Grüsse aus Berlin und schöne Funde. Heinz

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Heinz!

    Wow, und nass siehts da sogar aus.
    Daumen sind gedrückt, daß es bald ein wenig üppiger wird.

    Rißpilze sind sicher richtig, mehr als die Gattung ist aber nicht zu bestimmen. Nicht ohne reinzulinsen jedenfalls.

    Die vermeintlichen Zwergknäuelinge sind Spaltblättlinge (Schizophyllum commune).
    Und der Lackporling kann bei der Wuchsweise und -form auch der Wulstige (Ganoderma australe) sein.


    LG; Pablo.

  • Hi Pablo,

    upps, so daneben gelegen mit den Knäuelingen. Und nicht nur das, dachte bisher ich könnte den Spaltblättling eindeutig bestimmen. Muss ich morgen noch einmal vorbei, und mir ganze noch einmal anschauen.
    Was mich wahrscheinlich sehr irritiert hatt war die einheitlich braune Farbe der Fruchtkörper. Dies mag sicherlich dem vorhergehendem anhaltendem Regen geschuldet sein.

    Ja, an den Wulstigen hatte ich auch gedacht. Hab ihn aber wieder verworfen.

    LG. Heinz

  • Laut Literatur soll der Spaltblättling ja bei geschwächten Personen u.a. zu schweren Infektionen in der Lunge geführt haben.

    http://www.pilz-baden.ch/temp_pic/szp_2…igh_quality.pdf

    Auch wenn Du mir nicht geschwächt vorkommst Heinz, besser dann doch auf eine Geruchsprobe verzichten.:D

    Allerdings habe ich bei meinem Erstfund auch eine Geruchprobe gemacht und fühle mich immer noch gut - solange ich nicht daran denke:D

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo.

    Mach dir mal nicht zu viele Gedanken, Heinz. Die Spaltblättlinge sind schon sehr variabel, und wenn sie ihre Lamellen "zusammengeklappt" haben, dann ist dieses charakteristische Merkmal eben nicht mehr zu erkennen.
    Panellus stipticus (Herber Zwergknäueling) sitzt meist an stärker vermorschtem, schon entrindetem Laubholz. Und die Hutoberfläöche ist da nicht striegelig, der Lamellenansatz gerade, wie mit dem Lineal gezogen.
    Farblich kann dagegen der Spaltblättling stark variieren. Ich mag ja besonders auch violette Kollektionen. Die begegnen mir aber eigentlich nur im Winter.

    PS.:
    Die "toxische" Wirkung von Spaltblättlingen ist gar keine. Der Pilz kann sich unter entsprechenden Voraussetzungen halt auch in menschlichem Gewebe ansiedeln, also zB in der Lunge Mycel bilden. Das ist aber keine Giftigkeit, sondern einfach nur Parasitismus bzw. ein saprobiontisches Vorgehen.
    Denn: Man muss schon extrem krank sein, damit das passiert. Selbst bei einer 08/15 Pneumonie (Lungenentzündung) passiert das nicht. Da müssen noch mehr ungünstige Faktoren zusammenkommen. Nehmen wir mal an: Eine Pneumonie, aufgrund einer Immunschwäche, oder Mucoviscidose, kombiniert mit der Einnahme von Immunsuppressiva zB bei Krebsbehandlung: Dann besteht eventuell eine geringe Wahrscheinlichkeit, daß eine Spore von S. commune in einer menschlichen Lunge auskeimt.
    Will sagen: Es ist so dermaßen unwahrscheinlich, daß man sich da keine Sorge machen sollte, an dem Pilz zu schnuppern. Meine Güte, theoretisch könnte man den sogar essen. Da passiert rein gar nichts.
    Ansonsten würden wir alle (also alle lebenden Menschen) ja andauernd sterben, weil wir von S. commune aufgegessen werden.
    Die Sporen dieses Pilzes sind omnipräsent, mit jedem Atemzug nehmen wir hunderte, wenn nicht tausende Sporen dieser Art auf. Egal wo wir sind.


    LG, Pablo.

  • Hallo Pablo,

    um die toxische, besser humanpathologische Wirkung vom Spaltblättling mache ich mir keine Sorgen. Hatte mich ja damit beschäftigt und einige Link's zu wissenschaftlichen Arbeiten hier eingestellt.

    Die Fehlbestimmung ärgert mich nur ein bisschen. Aber einfach mal positiv denken und das nächste Mal die eigene "Wahrnehmung nicht mit Wahrheit" gleichsetzen.

    Wahrnehmung ist ein mergwürdig Ding.

    Liebe Grüsse. Heinz