Beiträge von ThomasL

    Hallo Pablo,


    ja, die Brombeeere. Die wird bei uns in Bereichen bekämpft in denen es starke Neuanpflanzungen und kaum noch (da die Kiefern, Fichten entfernt wurden oder eingegangen sind) Schatten gibt - wie die Spätblühende auch.. Natürlich nur solange, bis sie eine gewisse Mindesthöhe haben und sich selbst durchsetzen können.

    Bei uns hier im Unterwald wächst die Spätblühende auch extrem stark - wobei die bei uns dort nicht gepflanzt wurde. Alter Kiefernbestand mit sandigem Boden wie bei Dir. In anderen Waldabschnitten (mehr Mischwald, dichter bewachsen) dagegen findet man sie höchstens vereinzelt.

    Nebenbei, bei den Nadelhölzern wird bei uns keine Fichte mehr gepflanzt. Stattdessen Douglasie und Tanne (letztere verstärkt) größtenteils zum Glück in neuen Mischwäldern (Buche, Eiche, Edelkastanie,...).

    Götterbaum: Bäh...


    Viele Grüße

    Thomas

    Hallo Thiemo,


    nur ein kleiner Tipp, Beiträge ergänzen\erweitern\ändern nach dem darauf geantwortet wurde ist oftmals etwas heikel. Bei den ersten Antworten habe ich mich gefragt ob die Verfasser nicht lesen können, da du ja geschrieben hast, dass er milcht was viele Vorschläge schon ausschloss. Zum Glück habe ich dann weit genug gelesen um meine Meinung zu korrigieren. 😉




    Ansonsten: Ich mag diese Pilzrätsel, gerne mehr davon.

    Nur ein kurzer Hinweis, das „CO2 gebildet“ war natürlich ein Schreibfehler, sollte „gebunden heißen“ (wie später auch).


    In einzelnen Punkten sehe ich es noch immer anders – speziell aus Sicht der langfristigen CO2 Neutralität (einiges muss ich aber auch prüfen, da es nicht mit meinem Wissensstand überein stimmt – was nicht bedeuten soll, dass es falsch ist!), aber dein Beitrag bringt viel Punkte mit denen ich mich nochmal im Detail beschäftigen werde (muss). Die Abweichungen weiter diskutieren wäre eher eine Sache von Angesicht zu Angesicht (da schriftlich sehr aufwändig).


    Daher vielen Dank Pablo! Vielem kann ich auch nur voll und ganz zustimmen (gerade was die Reduzierung des Verbrauchs betrifft).



    Und ihr habt natürlich recht, wir sollten zurück zur Waldwirtschaft. Wie siehst Du generell den Punkt „Bekämpfung“ von Arten wie der Spätblühenden Traubenkirsche oder Brombeeren im Bereich von Neuanpflanzungen?


    Und wie das Thema Neuanpflanzungen selbst (speziell im Rahmen des Umbaus von Fichten- und Kiefermonokulturen).

    Hmm, dass passt nicht zu meinem Wissensstand (auch wenn die Vorlesung Umwelttechnik schon wieder 20 Jahre her ist 😉).


    Natürlich wird beim Verbrennen von Holz erstmal auch das gebundene CO2 freigesetzt, diese CO2 wurde aber nicht von Millionen von Jahren (wie bei fossilen Energieträgern) der Atmosphäre entzogen sondern innerhalb der Lebenszeit des Baumes der dies über seine Wachstumszeit hinweg speichert. Verbrennt man jetzt mehr Holz als nachwächst (ein Problem, dass wir teils in Südamerika haben) trägt dies zu einer Zunahme von CO2 in der Atmosphäre bei.


    Verbrennt man aber nur soviel Holz wie gleichzeitig nachwächst, dann ist der CO2 Haushalt (Kreislauf) ausgeglichen und es kommt zu keinem (dauerhaften) Anstieg von CO2 in der Atmosphäre. Schwankungen gibt es natürlich, die sind aber schon immer da – problematisch ist lediglich der stetige Anstieg der Konzentration verursacht durch CO2 das vor sehr langer Zeit „dauerhaft“ der Atmosphäre entzogen wurde (zu einer Zeit als noch ein anderes Klima hier herrschte).


    D.h. Holzverbrennen aus nachhaltiger (!) Waldwirtschaft führt nicht zu einem stetigen Anstieg des CO2 Gehalts in der Atmosphäre. Ist also klimaneutral.


    Hintergründe:

    • Das enthaltende CO2 wird über die ganze Wachstumsphase des Baumes gebildet.
    • Ein alter Baum bindet nur noch vergleichweise wenig CO2 (da er nicht mehr wächst)
    • Auch beim natürlichen Verfall (also nicht nur bei der Verbrennung) wird dieses CO2 wieder freigesetzt

    Was man nicht unbedingt lesen muss:

    • Ein neu gepflanzter Baum bindet in den ersten Jahren natürlich weniger CO2 als ein älterer, noch im Wachstum befindlicher (geringer Massezuwachs in den ersten Jahren) – d.h. würde man nur einen Baum fällen und einen Neuen anpflanzen hätte man eine Peak in der CO2 Freisetzung (Betrachtung im geschlossenen System) der erst nach mehreren Jahren wieder sichtbar reduziert wird (sobald der Baum die gleiche Masse wie zum Zeitpunkt der Verbrennung hat, ist auch der gleiche CO2 Gehalt in der Luft wie zum Zeitpunkt der Verbrennung wieder erreicht (wie gesagt, ideale Betrachtung in einem geschlossenem System)
    • Da aber ständig Bäume in allen Phasen vorhanden sind kommt es in der Realität lediglich zu Schwankungen (auch hier wieder: Gilt nur solange die Bilanz ausgewogen ist, also genau soviel nachwächst wie „verbraucht“ wird)
    Zitat


    Wobei du in deiner Energiebilanz (oben mal spaßeshalber blau markiert) zwei Punkte vergisst: Die CO2 - Freisetzung beim Verbrennen des Holzes (was generell relativ viel ist, aber frag mich bitte nicht wie viel genau, weil das auch von der Holzart und Brenntechnik / Ofen abhängt) + die Verringerte CO2 Bindung / Filterung von CO2 aus der Luft durch das fehlen des ausgewachsenen Baumes.

    Wie angeführt, dies trifft so nicht zu. Meine Hinweis bezog nich nur auf den Anteil, der auch bei mir nicht (langfristig) CO2 neutral erfolgt - also durch Verbrennung fossiler Treibstoffe (der liesse sich in Zukunft durch Umstieg auf ein e-Auto und eine Akkukettensäge noch weiter reduzieren).

    Wärmepumpen finde ich auch interessant, würde ich nochmal bauen würde ich prüfen inwieweit es für uns eine Option ist. Aktuell plane ich erstmal in Solarstrom zu investieren (z.Z. nutze ich Solarenergie ja „nur“ für Warmwasser). Auch die verstärkte Nutzung von Abwärme könnte regional sehr interessant sein.


    Ich denke die Zukunft liegt in einem Mix der Energieformen unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten. Für mich ist dabei Holz auch immer noch ein Bestandteil (unter den bereits genannten Rahmenbedienungen), aber ich lasse mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen!


    Wobei wir etwas abschweifen, im Prinzip sollte es hier mehr um das Thema Forstwirtschaft in Zeiten des Klimawandels gehen.

    @Pablo: Interessant, ich dachte eigentliche die Buche wäre von Natur aus die häufigste Art bei uns. Dann passt es auch, dass wir im Verhältnis relativ viel Eiche anpflanzen. Dass die natürliche Verjüngung ausreicht ist für mich auf alle Fälle plausibel. Die ganzen Aufforstungsmaßnahmen bei uns dienen im Moment (soweit ich das beurteilen kann) vor allem auch dem Umbau des Waldes in Richtung mehr Mischwald.



    Sabine: Das ist das Problem, schriftlicher Kommunikation. Für mich ist der Mensch natürlich auch ein Teil der Natur und hat ebenfalls ein Recht in und von dieser zu Leben. Das Hauptproblem ist hier eher, dass stetige Wachstum der Weltbevölkerung und ein oftmals unüberlegter Verbrauch knapper Ressourcen (und dafür sind wir alle mitverantwortlich – wer kann sich schon frei machen von Dingen wie Computernutzung, Handys, importierten Luxusgütern (Bananen, Tabak, Rum 😉).


    Was die Nutzung von Holz zu Heizzwecken betrifft. Das sehe ich etwas anders.

    Es ist sicher keine Lösung für alle in Deutschland und ganz sicher nicht für Stadtbewohner (und mag zur Zeit auch überhand nehmen), ich glaube aber schon das es in waldreichen Regionen bei nachhaltiger Nutzung (!) dabei helfen kann CO2 zu reduzieren. So wie es zum Beispiel im Spessart bei meiner Verwandtschaft (kleiner Spessartort) schon immer geschieht.


    Wenn ich mir meine eigenen Alternativen ansehe, sind da zur Zeit Öl, Gas, Sonne, Strom und Holz. Die einzige nahezu CO2 neutrale Variante davon ist Holz (nahezu da Sprit für die Motorsäge und für mein Auto beim Abfahren aufzuwenden ist – plus CO2 Ausstoß für die Herstellung und den Vertrieb von Werkzeug und Ofen). Dank Niedrigenergiehaus und geringem Hausvolumen ist der Verbrauch dabei sehr gering. Und als Selbstwerber sorge ich auch dafür, dass bei uns weiterhin mehr nachwächst als gefällt wird (ob man in Zukunft darauf verzichten kann, zugunsten der Selbstverjüngung ist eine spannenden Frage).

    Sonne nutze ich für Warmwasser, dass genügt ca. von März/April bis September/Oktober aber im Winter muss zusätzlich mit Gas geheizt werden.

    Elektrisches Heizen wäre eventuell eine Option, zur Zeit aber noch zu teuer und angesichts des wachsenden Strombedarfs (E-Mobilität) ist es vermutlich auch keine Lösung für die breite Masse (ich glaube, dass wir hier eine Mix benötigen zu dem für mich z.Z. auch noch Holz – unter den genannten Rahmenbedingungen – gehört). Was natürlich ein Problem bei Holz ist: Die Rauchgase und ihre Bestandteile (u.a. Feinstaub).

    Unter den mir zur Auswahl stehenden Heizmöglichkeiten erscheint es mir daher immer noch die beste Option. Besser auf alle Fälle als das Verbrennen fossiler Brennstoffe.


    Welche Alternativen seht ihr hier?

    Womit heizt ihr?

    Ich möchte dazu meine Sichtweise darstellen, für mich gibt es bei diesem Thema zwei Ebenen.


    Die „emotionale“ Ebene:


    Auf dieser Ebene wünsche ich mir ausschließlich völlig naturbelassene (Ur-) Wälder (Flüsse, Wiesen etc…) in die der Mensch nicht eingreift bzw. maximal in der Art von Jägern und Sammlern.


    Für die Natur wäre dies sicher auch rational betrachtet, das Beste.



    Die „rationale“ Ebene:


    Auf dieser Ebene muss ich eingestehen, dass der Mensch auch ein Teil der Natur ist (leider ein Teil der zahlenmäßig viel zu umfangreich vertreten ist) und gewisse Ressourcen benötigt. Wir alle wollen wohnen, arbeiten, essen, etc…


    Schaue ich mich jetzt in Haus- und Garten um sehe ich viel das aus Holz hergestellt wurde (Tische, Gartenhütte, Holzabdeckung, Stühle, Regale, das Haus teilweise selbst). Für einiges gibt es Alternativen, oftmals haben diese aber eine schlechtere Umweltbilanz und nach meiner Erfahrung halten Produkte aus Holz in vielen Anwendungsbereichen deutlich länger (gerade im Möbelbereich). Holz ist daher für mich ein unverzichtbarer Rohstoff mit dem großen Vorteil, dass er nachwachsend ist und vergleichsweise umweltfreundlich „entsorgt“ werden kann. Das auch hier eine sparsame(re) Nutzung nötig ist, steht aber auch fest.


    Dieses Holz muss nun von irgendwo her kommen, Möglichkeit 1 ist aus dem eigenen Land (besser aus der eigenen Region), Möglichkeit 2 ist von außerhalb bezogen. Möglichkeit 2 hat dabei das Problem des Transports (Energieaufwand) und je nach Region wird auch ein extremer Raubbau an der Natur (z.B. Rumänien) betrieben.


    Daher steht für mich erst einmal fest, dass es zu einer nachhaltigen, lokalen Forstwirtschaft (leider) keinerlei Alternative gibt auch wenn ich emotional eine Wald ohne menschlichen Eingriff bevorzugen würde.



    Damit kommen wir zu dem Punkt wie diese Forstwirtschaft aussehen muss.


    Auf der einen Seite muss sie berücksichtigen, dass der Wald ein wichtiger Lebensraum ist und möglichst wenig durch äußere Eingriffe beeinflusst werden sollte (ideal Urwald) auf der anderen Seite muss er genug Holz liefern um den inländischen (lokalen) Bedarf zu befriedigen (das dieser gleichzeitig möglichst niedrig sein sollte, würde ich erstmal aus der Diskussion ausklammern wollen – auch wenn es ebenfalls ein sehr wichtiger Punkt ist).


    Für mich liegt der Schlüssel in einer nachhaltigen Forstwirtschaft in der sichergestellt ist, dass mindestens soviel Holz wieder nachwächst wie gefällt wird. Nicht in „Baumplantagen“ (Monokulturen) sondern durch Mischwald mit natürlich (Region, Standort) vorkommenden Arten. Zusätzlich sollten möglichst viele Bereiche komplett aus der Bewirtschaftung genommen werden.


    Leider kommt ein weiteres Problem dazu, durch den Klimawandel steigt nicht nur die Durchschnittstemperatur sondern es kommt (voraussichtlich) auch zu vermehrten Perioden langer Trockenheit.


    Bei uns im Gemeindewald wird so darauf reagiert, dass zum Einen ein Umbau weg von alten Fichten- und Kiefermonokulturen hin zu einem Mischwald mit einheimischen Arten erfolgt (nicht nur wegen des Klimawandels). Wobei vermehrt auch Arten gepflanzt werden die mit den veränderten Bedingungen voraussichtlich gut zurechtkommen, hier bisher aber nicht ganz so häufig vorkommen (u.a. auch vermehrt Esskastanie).


    Zum Anderen gibt es aber auch Versuche (mehrere Versuchsgelände) mit Arten die bei uns nicht heimisch sind, von denen erwartet wird, dass sie mit den veränderten Bedingungen besonders gut zurechtkommen.


    Persönlich fand (und finde) ich es sehr unschön Arten wie den Glockenblumenbaum oder die Schwarznuss bei uns im Wald zu finden.


    Wenn überhaupt (!!!) würde ich mir wünschen, dass Arten aus angrenzenden Regionen (Südeuropa), in denen die hier erwarteten Bedingungen (Trockenheit, aber auch Bodenbeschaffenheit) bereits vorherrschen hier angepflanzt würden. Dem zugrunde liegt die Vermutung, dass diese unter veränderten Rahmenbedingungen sowieso hier vermehrt heimisch werden würden. Dies ist aber zugegeben Spekulation, da man nicht sicher sagen kann welche Arten dies wären. Wie Pablo schon schrieb, es handelt sich um ein komplexes System in dem wir noch längst nicht alle Zusammenhänge kennen und daher auch kaum die Auswirkungen dieser Eingriffe bewerten können. (was nebenbei auf das Klima und die Auswirkungen auch zutrifft).



    Mein bisheriges Verständnis aus Gesprächen mit unseren Förstern war es, dass diese Maßnahmen nötig sind um auch weiterhin (wie in Teil 1 angeführt) ausreichend regionales Holz erwirtschaften zu können (wobei bei uns nachwievor mehr nachwächst als gefällt wird).


    Die spannende Frage hier ist, ist dies wirklich so?


    Was sind die Alternativen (neben der Reduktion des Bedarfs)?


    Kann eine nachhaltige Forstwirtschaft mit den hier einheimischen Arten den regionalen Bedarf (ggf. auf das notwendigste beschränkt) auch zukünftig decken?



    Btw. Was ich auch für eine Irrweg halte ist die Bekämpfung des Borkenkäfers, man sollte ihn einfach seine Arbeit machen lassen.



    Wichtig:


    Ich habe kein tiefergehendes Wissen über die Zusammenhänge im Wald- und über Waldwirtschaft, daher gebe ich im zweiten Teil meines Beitrag, in dem es um Forstwirtschaft geht, vor allem wieder was ich in Gesprächen mit unseren Förstern so mitbekommen habe – kombiniert mit dem ein oder anderen was ich dazu gelesen habe.


    Oder kurz gesagt: Ich habe hier noch keine gefestigte Meinung und würde mich über eine rege Diskussion freuen!

    So, hat etwas gedauert aber es ist ein schwieriges Thema und in schriftlicher Form fast unmöglich weitere Missverständnisse zu vermeiden – bitte dies auch bei den folgenden Ausführungen beachten.


    Hintergrund ist folgender Beitrag von Pablo, der meiner Meinung nach zu wichtig ist um in einem Thread mit einem anderen Thema zu verschwinden:



    Hallo,


    am Dienstag war morgens der erste Tintenfischpilz da. Dank angeordnetem Homeoffice konnte ich schön beobachten wie kurzliebig diese Pilze sind:


    Dienstag morgen


    Dienstag abend.


    Am Mittwoch gab es dann viele neue Fruchtkörper, wobei der hier es nicht schaffte die Hülle komplett abzuwerfen:


    Interessanterweise hat der Regen am Donnerstag dann dazu geführt, dass der Fruchtkörper von Dienstag wieder etwas auflebte.


    Viele Grüße

    Thomas

    Hallo,


    hier jetzt mal eine Nutzpflanze die man mit dem Grabstock ausgraben kann um an die nährstoffreichen Wurzeln zu kommen. Bevorzugt gräbt man sie im Herbst / Winter aus.

    Ich habe nur eine der kleineren herausgezogen (da ich den Grabstock nicht dabei hatte, es ging aber da der Boden sehr nass war)


    Die Große Klette:

    Bilder kommen später, die Forensoftware spinnt


    Viele Grüße

    Thomas

    PS: Die große Klette ist zwar sehr häufig, nichtsdestotrotz sollte man aber natürlich nur soviel ausgraben wie man verzehrt (und in nicht Notzeiten auch da zurückhaltend sein).

    Ich hatte jetzt auch mal wieder eine an einer blöden Stelle. Da ich mich mit einen Rasiermesser rasiere konnte ich sie damit direkt am Kopfansatz enthaupten (war besser dort hinzukommen und ich finde es oft schwierig die kleinen mit einer Zange ohne zu quetschen zu entfernen).

    Vielen Dank, ich war mir nicht sicher ob er sich makroskopisch eindeutig bestimmen lässt.


    Die Tintenfischeier nehmen gerade massiv zu, immer wieder fazinierend zu beobachten.

    Danke für die Info, anscheinend funktioniert es nicht wenn ein Beitrag als Entwurf gespeichert wurden und dann erst gesendet. Das seltsame dabei, ich sehe sie auf zwei verschiedenen Geräten einwandfrei (d.h. sie sind tatsächlich auf den Server hochgeladen) -allerdings bin ich in beiden Fällen mit meinen Nutzerprofil eingeloggt. Das wäre mal etwas, für eine technischen Admin.


    Dann muss ich sie eventuell heute Abend nochmal hochladen, oder gibt es eine andere Option.

    Hallo,


    während im Wald trotz des Regens bisher noch alles sehr zögerlich abläuft (einzelne Flockis, Graue Wulstlinge, Panther, Perlpilz und einige Täublinge) kommen auf dem Feld (Nelkenschwindlinge) und im Garten immer mehr Pilze zu vorschein.


    Zum Einen mir bisher noch unbekannte, ich tendiere zu irgendetwas aus der Ecke der Faserlinge:


    Bild 1a,b,c,d:


    Zum Anderen sind aber auch die Tintenfischpilze (letzte Jahr hier dokumentiert. Dokumentation Tintenfischpilz im Garten) wieder zurück.


    Bild 2:


    Mal sehen ob heute auch im Wald schon mehr geht.


    Viele Grüße

    Thomas

    Hallo,


    zum Vorfiltern:

    Da es eine Notfallmethode ist letztlich alles was hilft bzw. verfügbar ist um möglichst viele grobe Stoffe abzusondern damit der Feinfilter nicht zu schnell verstopft (Baumwohltuch, Tüte mit feinem Pflanzenmaterial, reine Sandschicht…).


    Aktuell habe ich folgenden Aufbau verwendet (wobei das alleine auch schon ein vollständiger Filter zur Keimreduktion ist): Von unten nach oben:

    Selbstgemachte Buchenholzkohle, Sand, Sandkiesmischung (normal unterschiedliche Kiesschichten, aber die habe ich an dem Tag nicht gefunden) , Stroh (als Vorfilter in Verbindung mit der Trennsicht). Alle Schichten unter einander abgetrennt mit Schilfsamen:


    Schritt 1: Sedimentieren und Dekantieren



    Rohwasser (Bodensatz aus einer Regenwassertonne, verschmutzt mit Staub und Algen:


    Nach dem dekantieren (links, rechts der abgeschiedene Anteil):


    Nach dem Filtern (links nur dekandiert, rechts gefiltert):


    Diese Wasser ließ sich schon problemlos trinken. Wäre es aus einer stärker verschmutzten Quelle würde ich aber sicherheitshalber noch den Kerzenfilter verwenden (als Notfallmethode, in der Praxis verwende ich kommerzielle Wasserfilter). Auf dem Foto habe ich ehrlich gesagt Leitungswasser verwendet, da ich an dem Tag kein Schutzwasser mehr zur Verfügung hatte.


    Zum frisch oder trocken:

    Ich habe einen frischen Ast verwendet, ein trockener sollte aber genauso gehen (aktuell trocknet die Filterkerze). Wichtig dabei ist, es darf keine Risse (Beipass) geben.


    Zur Dauer:

    Über Nacht war die Tasse voll, genauer weiß ich es noch nicht (bei frischem Holz und einer geringen Wassermenge – also niedrigem Druck). Auf alle Fälle ist es ein langsames Verfahren. Laubholz sollte schneller gehen, hat aber eine etwas schlechtere Filterwirkung (beides bedingt durch den größeren Querschnitt der Leitbündel). Das werde ich die nächsten Tage noch testen. Generell sind natürlich giftfreie Holzarten zu verwenden. Ich werde noch weiter testen.



    Disclaimer:

    Dies sind Notfallmethoden zur Keimreduktion, daher nicht zum nachmachen empfohlen (eine wichtiger Schritt im Vorfeld ist u.a. die Bewertung des Rohwasser, insbesondere chemische Verunreinigungen können mit den oben genannten Methode nicht entfernt werden). Auch im Notfall ist ein kommerzieller Filter den improvisieren Methoden vorzuziehen!

    Wer ich tiefergehend damit beschäftigen will sollte sich folgendes Buch besorgen:

    Trinkwasserversorgung in Extremsituationen von Joe Vogel.

    Hallo,


    hier jetzt mal eine weitere Anwendung von Pflanzen. Ein Kerzenfilter zur Trinkwassergewinnung (aus vorgefiltertem Rohwasser) hergestellt aus einem Kieferast, abgedichtet mit Kiefernharz und eingebunden mit einer Robinienbastschnur. Für die Plastiktüte habe ich leider noch keine pflanzliche Alternative gefunden.





    Viele Grüße

    Thomas

    PS: Die Bilder vom Einsatz des Grabstocks sind leider verschollen, ich mache aber neue.

    Hallo,


    da ich es schade fände wenn der sehr lesenswerte Beitrag von Pablo hier unterginge würde ich gerne einen Thread zum Thema Wald- und Waldwirtschaft in Zeiten des Klimawandels erstellen.

    @Pablo: Wäre es für dich in Ordnung wenn ich dazu deinen Beitrag komplett dort hin kopiere?

    Hallo,


    entschuldigt die späte Antwort, bin zur Zeit nur unterwegs und eher wenig online.

    -die Schnur gibt es nicht zu kaufen, die muss man leider selbst machen ;-)

    -Robinien sind wohl für die Bodenqualität ziemlich schlecht, Pablo hat dazu mal eine interessanten Beitrag geschrieben

    -Zu den verwendbaren Wurzeln schreibe ich noch etwas, ich muss aber erst die zugehörigen Bilder suchen (ohne ist es etwas trocken)


    Viele Grüße

    Thomas

    So, hier jetzt mal eine weitere Nutzpflanze und ihre Anwendung. Die äußerst robuste und haltbare Robinie:


    Grabstock (zum Wurzeln ausgraben - welche genau, zeige ich noch später) aus Robinienholz:



    Außerdem eine selbstgemachte Schnur aus Robinienbast (sehr belastbar) – Achtung giftig (aber wer isst schon Schnüre)


    Robinie wird auch gelegentlich als gutes Feuerholz angepriesen. Ich hatte zwar auch schon die eine oder andere zugeteilt bekommen aber das Schneiden ist kein Spaß und nicht gut für die Kette (und der Geruch dabei widerlich). Ich habe auch gehört, dass die Giftstoffe auch im Rauch enthalten sind, leider ohne Quellenangabe. Auf jeden Fall hatte ich mal auf einer Party starke Kopfschmerzen nach dem ich mehrere Stunden an einem Feuer mit nassem Robinienholz gestanden hatte (ob da ein kausaler Zusammenhang bestand weiß ich nicht, ich würde es aber jedenfalls nicht für ein Lagerfeuer verwenden – und nein, ich hatte nur 3 halbe, daran lag es nicht 😉).


    Viele Grüße

    Thomas

    Ich kann da Pablo nur beipflichten, ich weiß nicht wie oft ich schon nach dem Fund des Pilzes die Lärche suchen musste um dann festzustellen, dass sie die ganze Zeit vor meinen Augen war.


    Zur Douglasie, bei uns wurden die teilweise schon vor 50 Jahren gepflanzt (Auskunft vom Förster), an diesen Stellen stehen auch viele, dicke und alte Douglasien aber darum herum heimische Arten. Scheint mir zumindest nicht so, als ob die einheimische Arten selbständig verdrängt (Anbau ist natürlich etwas anderes).


    Ich bin auch nicht begeistert darüber, dass vermehrt „ausländische“ Arten hier angebaut werden, gleichzeitig befürchte ich man wird eventuell nicht darum herum kommen wenn man weiter ausreichend Holz aus den eigenen Wäldern bekommen will. Stattdessen Wälder wo anders abzuholzen oder auf Alternativen (Kunststoffe) zu setzen ist halt auch nicht so gut.


    Bevorzugen würde ich Arten die unter vergleichbaren Bedingungen möglichst nah bei uns (z.B. diverse Eichen der Mittelmehrländer) wachsen und vermutlich von selbst nach und nach unsere Wälder erobern würden.

    Mal eine kleine Anmerkung zu den Weinbergschnecken, die sind hier bei uns auch ziemlich zahlreich obwohl wir (in den oberen Schichten) keine kalkhaltigen Boden haben (teils neutral, teils sauer, viel sandig) und auch die typischen, pflanzlichen Kalkanzeiger hier so gut wie nicht zu finden sind.

    Kurz gesagt, ich würde auf deren Anwesenheit eher keine Rückschlüsse auf die oberen Bodenschichten ziehen wollen.

    Hallo Pablo,


    vielen, herzlichen Dank. Leider konnte ich den PN Button nicht finden sonst hätte ich mich schon früher gemeldet (da mir natürlich klar ist, dass die Mods nicht zwingend alle Beiträge lesen müssen). Die Option meinen eigenen Beitrag zu melden war da eine Notlösung.

    Aktuell bin ich auf der Suche nach alten Bildern um einige andere, interessante Nutzungsmöglichkeiten von Pflanzen zu posten.


    Viele Grüß