Beiträge von ThomasL

    Vielen Dank für die Bestätigung und die weitergehenden Informationen. Ein lang erhoffter Erstfund.


    Bzgl. „bitter“. Im Wald konnte ich davon gar nichts schmecken, erst ein erneute, längere Probe zuhause ergab eine leichte Bitternote. Ich habe aber ja auch schonmal mutmaßlich Gallenröhrlinge als Steinpilze verspeist und fand sie nur leicht bitter 😉

    Hallo, bei folgendem Exemplar bin ich mir unsicher. Arbeitsthese: Wurzelnder Bitterröhrling( Boletus radicans)

    Fundort: Mischwald mit vielen Buchen, auf einem alten Forstweg (obwohl wir keinen kalkhaltigen Boden haben, finde ich an Wegen auch öfters Arten die mit Kalk in Verbindung gebracht werden).

    Geruch: säuerlich

    Geschmack: Pilzig mit leichter (?) Bitternote (eventuell schmecke ich Bitterstoffe nicht sonderlich intensiv – Erfahrung basierend auf anderen, sicher bestimmten „bitteren“ Arten)

    Im Schnitt, schnell blauend, aber nur eher mäßig stark, Röhren auf Druck schnell stark blauend. Im Schnitt später leichte Braunfärbung an der Stielspitze

    Leichte Rötung an der Stielspitze

    Schwach ausgeprägtes Stielnetz

    Zahlreiche Fruchtkörper auf recht geringer Fläche (einige eng beieinander)

    Vielen Dank für Eure Rückmeldungen und Bestätigungen. Meine Hoffnung war, dass er als Einzelpilz etwas schärfe ins Essen bringt (ich liebe scharfes Essen) scheint aber nicht der Fall zu sein. Schade.

    Rigo: Vielen Dank für die Bestätigung.

    andy: Ja die Milch ist sehr scharf (daher gründliche die Hände waschen, wenn man damit hantiert hat)

    @Uwe: Bei dem kleinen Fruchtkörper auf dem vorletzten Bild war ich nicht einmal in der Lage die Lamellen als solche zu erkennen (und ich sehe noch gut). Ohne die vorherigen Funde wäre ich da sehr verwirrt gewesen.

    Matthias: Bitte über deine Experimente mit dem Pulver berichten. Deine Erfahrungsberichte sind sehr interessant.

    Die nächsten Tintlinge im Garten.


    Abends um 20:00 Uhr:


    Morgens um 07.00 aus, 1h später war er schon leicht eingefallen, noch mal 2 Stunden später zusammengebrochen (leider ohne Bilder):


    Hier ein weiteres Beispiel für den schnellen Verfall:


    Gestern Abend 17:10:


    Heute Morgen 06:56:


    Wer die Tintenfischpilze sehen möchte, die nächsten Eier warten schon darauf sich zu öffnen (und einer ist gerade am verfallen). Eintritt: Eine flasche Bier: Irgendwas lokales aus einer kleinen Brauerei - kein Massenbier ;-) - natürlich geht die zweite Runde dann

    Hallo,


    Am Wochenende habe ich bei uns extrem wenig Pilze gefunden, interessanterweise aber eine größere Zahl der gleichen Milchlingsart (teils in Hexenringen).

    Normalerweise lass ich ja die Finger von der Bestimmung von Milchlingen und Täublinge. Was leider auch der Grund war, dass ich diesmal nicht viele Bilder gemacht habe – jetzt interessiert es mich aber doch welche Art es war.

    Anfangs dachte ich an einen Erdschieber, aber der Habitus passte dafür nicht.


    Fundort: Mischwald, neutral leicht sandig (Buchen, Fichten, Eichen, etc…)

    Geruch: Absolut gar keiner (habe ich so noch nicht erlebt)

    Geschmack: Ich habe nur kurz die Milch auf die Zunge dann wieder weggewischt, kurz danach ein sehr leichtes (ich bin aber auch sehr scharfes Essen gewöhnt) brennen, ABER: Die Milch brennt extrem stark in den Augen und Schleimhäuten, selbst in sehr geringer Konzentration – fragt nicht, woher ich das weiß. 😉

    Milch: Weiß, nicht verfärbend

    Besondere Merkmale: Der Stiel war bei allen betrachteten Exemplaren, stämmig und recht lang (anders als beim Erdschieber), die Lamellen waren sehr dicht gedrängt (bei jungen Exemplaren, waren sie nicht einmal zu erkenne.

    Sporenabdruck: Nicht erstellt


    Arbeitsthese: Pfeffermilchling (Lactifluus piperatus)


    Nebenbei, ich habe gelesen man kann diese Arte in Mischgerichten (ein Exemplar, quasi als Würzpilz) verwenden. Hat jemand damit schon Erfahrungen gesammelt?


    Viele Grüße

    Thomas

    Noch vor dem starken Regenfall heute Nacht konnte ich gestern erleben wie kurzlebig manche Arten sind.




    Gestern Morgen um:


    07:07 Uhr:


    Ca. 2,5h später um 09:30 Uhr:


    Und letztendlich um 14:22



    Heute ist davon nichts mehr übrig, dafür zahlreiche neue Tintenfischpilze und Behangene Faserling – dem Regen sei dank.

    Stellvertretend ein interessantes Exemplar, bei dem die Arme verwachsen blieben (allerdings schon vom letzten Freitag):

    Zum Götterbaum: Witziger Weise war zu dem gestern ein großer Artikel in unsere Lokalzeitung.

    Auch erhellend, als ich es gestern liess konnte ich mich nur an einen in unserem Ort erinnern (der dort schon ewig auf einer steht und wohl vor langer Zeit gepflanzt wurde). Gestern abend ist mir dann bei uns am Fahrradweg (an einem Bach) eine sehr große Ansammlung davon aufgefallen - sehr viele, junge und nichts anderes in diesem Bereich. Es ist schon immer wieder erstaunlich wie das Bewusstsein von "Vorwissen" beeinflußt wird.


    Das mit den Douglasien hört sich übel an, bei uns gibt es zwar Stellen mit Häufungen (eben Bereiche in denen vor langer Zeit mehrere gepflanzt wurden) zum Glück aber keine Monokulturen. Auch bei Neuanpflanzungen (die von denen ich weiß) sind sie nur eine Art von vielen. Interessant finde ich, dass sie zwar gut gedeihen ich aber nie kleinere Exemplare gesehen habe - sie scheinen sich zumindest bei uns nicht im näheren Umfeld zu vemehren.



    Und was mir gerade einfällt, ich muss heute mit der Heckenschere ausrücken. An meiner einzigen Fundstelle des schwarzhüttigen Steinpilz (einem Steilhang) sind schon wieder Robinien dabei alles zuzuwuchern.

    Hallo Pablo,


    ja, die Brombeeere. Die wird bei uns in Bereichen bekämpft in denen es starke Neuanpflanzungen und kaum noch (da die Kiefern, Fichten entfernt wurden oder eingegangen sind) Schatten gibt - wie die Spätblühende auch.. Natürlich nur solange, bis sie eine gewisse Mindesthöhe haben und sich selbst durchsetzen können.

    Bei uns hier im Unterwald wächst die Spätblühende auch extrem stark - wobei die bei uns dort nicht gepflanzt wurde. Alter Kiefernbestand mit sandigem Boden wie bei Dir. In anderen Waldabschnitten (mehr Mischwald, dichter bewachsen) dagegen findet man sie höchstens vereinzelt.

    Nebenbei, bei den Nadelhölzern wird bei uns keine Fichte mehr gepflanzt. Stattdessen Douglasie und Tanne (letztere verstärkt) größtenteils zum Glück in neuen Mischwäldern (Buche, Eiche, Edelkastanie,...).

    Götterbaum: Bäh...


    Viele Grüße

    Thomas

    Hallo Thiemo,


    nur ein kleiner Tipp, Beiträge ergänzen\erweitern\ändern nach dem darauf geantwortet wurde ist oftmals etwas heikel. Bei den ersten Antworten habe ich mich gefragt ob die Verfasser nicht lesen können, da du ja geschrieben hast, dass er milcht was viele Vorschläge schon ausschloss. Zum Glück habe ich dann weit genug gelesen um meine Meinung zu korrigieren. 😉




    Ansonsten: Ich mag diese Pilzrätsel, gerne mehr davon.

    Nur ein kurzer Hinweis, das „CO2 gebildet“ war natürlich ein Schreibfehler, sollte „gebunden heißen“ (wie später auch).


    In einzelnen Punkten sehe ich es noch immer anders – speziell aus Sicht der langfristigen CO2 Neutralität (einiges muss ich aber auch prüfen, da es nicht mit meinem Wissensstand überein stimmt – was nicht bedeuten soll, dass es falsch ist!), aber dein Beitrag bringt viel Punkte mit denen ich mich nochmal im Detail beschäftigen werde (muss). Die Abweichungen weiter diskutieren wäre eher eine Sache von Angesicht zu Angesicht (da schriftlich sehr aufwändig).


    Daher vielen Dank Pablo! Vielem kann ich auch nur voll und ganz zustimmen (gerade was die Reduzierung des Verbrauchs betrifft).



    Und ihr habt natürlich recht, wir sollten zurück zur Waldwirtschaft. Wie siehst Du generell den Punkt „Bekämpfung“ von Arten wie der Spätblühenden Traubenkirsche oder Brombeeren im Bereich von Neuanpflanzungen?


    Und wie das Thema Neuanpflanzungen selbst (speziell im Rahmen des Umbaus von Fichten- und Kiefermonokulturen).

    Hmm, dass passt nicht zu meinem Wissensstand (auch wenn die Vorlesung Umwelttechnik schon wieder 20 Jahre her ist 😉).


    Natürlich wird beim Verbrennen von Holz erstmal auch das gebundene CO2 freigesetzt, diese CO2 wurde aber nicht von Millionen von Jahren (wie bei fossilen Energieträgern) der Atmosphäre entzogen sondern innerhalb der Lebenszeit des Baumes der dies über seine Wachstumszeit hinweg speichert. Verbrennt man jetzt mehr Holz als nachwächst (ein Problem, dass wir teils in Südamerika haben) trägt dies zu einer Zunahme von CO2 in der Atmosphäre bei.


    Verbrennt man aber nur soviel Holz wie gleichzeitig nachwächst, dann ist der CO2 Haushalt (Kreislauf) ausgeglichen und es kommt zu keinem (dauerhaften) Anstieg von CO2 in der Atmosphäre. Schwankungen gibt es natürlich, die sind aber schon immer da – problematisch ist lediglich der stetige Anstieg der Konzentration verursacht durch CO2 das vor sehr langer Zeit „dauerhaft“ der Atmosphäre entzogen wurde (zu einer Zeit als noch ein anderes Klima hier herrschte).


    D.h. Holzverbrennen aus nachhaltiger (!) Waldwirtschaft führt nicht zu einem stetigen Anstieg des CO2 Gehalts in der Atmosphäre. Ist also klimaneutral.


    Hintergründe:

    • Das enthaltende CO2 wird über die ganze Wachstumsphase des Baumes gebildet.
    • Ein alter Baum bindet nur noch vergleichweise wenig CO2 (da er nicht mehr wächst)
    • Auch beim natürlichen Verfall (also nicht nur bei der Verbrennung) wird dieses CO2 wieder freigesetzt

    Was man nicht unbedingt lesen muss:

    • Ein neu gepflanzter Baum bindet in den ersten Jahren natürlich weniger CO2 als ein älterer, noch im Wachstum befindlicher (geringer Massezuwachs in den ersten Jahren) – d.h. würde man nur einen Baum fällen und einen Neuen anpflanzen hätte man eine Peak in der CO2 Freisetzung (Betrachtung im geschlossenen System) der erst nach mehreren Jahren wieder sichtbar reduziert wird (sobald der Baum die gleiche Masse wie zum Zeitpunkt der Verbrennung hat, ist auch der gleiche CO2 Gehalt in der Luft wie zum Zeitpunkt der Verbrennung wieder erreicht (wie gesagt, ideale Betrachtung in einem geschlossenem System)
    • Da aber ständig Bäume in allen Phasen vorhanden sind kommt es in der Realität lediglich zu Schwankungen (auch hier wieder: Gilt nur solange die Bilanz ausgewogen ist, also genau soviel nachwächst wie „verbraucht“ wird)
    Zitat


    Wobei du in deiner Energiebilanz (oben mal spaßeshalber blau markiert) zwei Punkte vergisst: Die CO2 - Freisetzung beim Verbrennen des Holzes (was generell relativ viel ist, aber frag mich bitte nicht wie viel genau, weil das auch von der Holzart und Brenntechnik / Ofen abhängt) + die Verringerte CO2 Bindung / Filterung von CO2 aus der Luft durch das fehlen des ausgewachsenen Baumes.

    Wie angeführt, dies trifft so nicht zu. Meine Hinweis bezog nich nur auf den Anteil, der auch bei mir nicht (langfristig) CO2 neutral erfolgt - also durch Verbrennung fossiler Treibstoffe (der liesse sich in Zukunft durch Umstieg auf ein e-Auto und eine Akkukettensäge noch weiter reduzieren).

    Wärmepumpen finde ich auch interessant, würde ich nochmal bauen würde ich prüfen inwieweit es für uns eine Option ist. Aktuell plane ich erstmal in Solarstrom zu investieren (z.Z. nutze ich Solarenergie ja „nur“ für Warmwasser). Auch die verstärkte Nutzung von Abwärme könnte regional sehr interessant sein.


    Ich denke die Zukunft liegt in einem Mix der Energieformen unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten. Für mich ist dabei Holz auch immer noch ein Bestandteil (unter den bereits genannten Rahmenbedienungen), aber ich lasse mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen!


    Wobei wir etwas abschweifen, im Prinzip sollte es hier mehr um das Thema Forstwirtschaft in Zeiten des Klimawandels gehen.

    @Pablo: Interessant, ich dachte eigentliche die Buche wäre von Natur aus die häufigste Art bei uns. Dann passt es auch, dass wir im Verhältnis relativ viel Eiche anpflanzen. Dass die natürliche Verjüngung ausreicht ist für mich auf alle Fälle plausibel. Die ganzen Aufforstungsmaßnahmen bei uns dienen im Moment (soweit ich das beurteilen kann) vor allem auch dem Umbau des Waldes in Richtung mehr Mischwald.



    Sabine: Das ist das Problem, schriftlicher Kommunikation. Für mich ist der Mensch natürlich auch ein Teil der Natur und hat ebenfalls ein Recht in und von dieser zu Leben. Das Hauptproblem ist hier eher, dass stetige Wachstum der Weltbevölkerung und ein oftmals unüberlegter Verbrauch knapper Ressourcen (und dafür sind wir alle mitverantwortlich – wer kann sich schon frei machen von Dingen wie Computernutzung, Handys, importierten Luxusgütern (Bananen, Tabak, Rum 😉).


    Was die Nutzung von Holz zu Heizzwecken betrifft. Das sehe ich etwas anders.

    Es ist sicher keine Lösung für alle in Deutschland und ganz sicher nicht für Stadtbewohner (und mag zur Zeit auch überhand nehmen), ich glaube aber schon das es in waldreichen Regionen bei nachhaltiger Nutzung (!) dabei helfen kann CO2 zu reduzieren. So wie es zum Beispiel im Spessart bei meiner Verwandtschaft (kleiner Spessartort) schon immer geschieht.


    Wenn ich mir meine eigenen Alternativen ansehe, sind da zur Zeit Öl, Gas, Sonne, Strom und Holz. Die einzige nahezu CO2 neutrale Variante davon ist Holz (nahezu da Sprit für die Motorsäge und für mein Auto beim Abfahren aufzuwenden ist – plus CO2 Ausstoß für die Herstellung und den Vertrieb von Werkzeug und Ofen). Dank Niedrigenergiehaus und geringem Hausvolumen ist der Verbrauch dabei sehr gering. Und als Selbstwerber sorge ich auch dafür, dass bei uns weiterhin mehr nachwächst als gefällt wird (ob man in Zukunft darauf verzichten kann, zugunsten der Selbstverjüngung ist eine spannenden Frage).

    Sonne nutze ich für Warmwasser, dass genügt ca. von März/April bis September/Oktober aber im Winter muss zusätzlich mit Gas geheizt werden.

    Elektrisches Heizen wäre eventuell eine Option, zur Zeit aber noch zu teuer und angesichts des wachsenden Strombedarfs (E-Mobilität) ist es vermutlich auch keine Lösung für die breite Masse (ich glaube, dass wir hier eine Mix benötigen zu dem für mich z.Z. auch noch Holz – unter den genannten Rahmenbedingungen – gehört). Was natürlich ein Problem bei Holz ist: Die Rauchgase und ihre Bestandteile (u.a. Feinstaub).

    Unter den mir zur Auswahl stehenden Heizmöglichkeiten erscheint es mir daher immer noch die beste Option. Besser auf alle Fälle als das Verbrennen fossiler Brennstoffe.


    Welche Alternativen seht ihr hier?

    Womit heizt ihr?

    Ich möchte dazu meine Sichtweise darstellen, für mich gibt es bei diesem Thema zwei Ebenen.


    Die „emotionale“ Ebene:


    Auf dieser Ebene wünsche ich mir ausschließlich völlig naturbelassene (Ur-) Wälder (Flüsse, Wiesen etc…) in die der Mensch nicht eingreift bzw. maximal in der Art von Jägern und Sammlern.


    Für die Natur wäre dies sicher auch rational betrachtet, das Beste.



    Die „rationale“ Ebene:


    Auf dieser Ebene muss ich eingestehen, dass der Mensch auch ein Teil der Natur ist (leider ein Teil der zahlenmäßig viel zu umfangreich vertreten ist) und gewisse Ressourcen benötigt. Wir alle wollen wohnen, arbeiten, essen, etc…


    Schaue ich mich jetzt in Haus- und Garten um sehe ich viel das aus Holz hergestellt wurde (Tische, Gartenhütte, Holzabdeckung, Stühle, Regale, das Haus teilweise selbst). Für einiges gibt es Alternativen, oftmals haben diese aber eine schlechtere Umweltbilanz und nach meiner Erfahrung halten Produkte aus Holz in vielen Anwendungsbereichen deutlich länger (gerade im Möbelbereich). Holz ist daher für mich ein unverzichtbarer Rohstoff mit dem großen Vorteil, dass er nachwachsend ist und vergleichsweise umweltfreundlich „entsorgt“ werden kann. Das auch hier eine sparsame(re) Nutzung nötig ist, steht aber auch fest.


    Dieses Holz muss nun von irgendwo her kommen, Möglichkeit 1 ist aus dem eigenen Land (besser aus der eigenen Region), Möglichkeit 2 ist von außerhalb bezogen. Möglichkeit 2 hat dabei das Problem des Transports (Energieaufwand) und je nach Region wird auch ein extremer Raubbau an der Natur (z.B. Rumänien) betrieben.


    Daher steht für mich erst einmal fest, dass es zu einer nachhaltigen, lokalen Forstwirtschaft (leider) keinerlei Alternative gibt auch wenn ich emotional eine Wald ohne menschlichen Eingriff bevorzugen würde.



    Damit kommen wir zu dem Punkt wie diese Forstwirtschaft aussehen muss.


    Auf der einen Seite muss sie berücksichtigen, dass der Wald ein wichtiger Lebensraum ist und möglichst wenig durch äußere Eingriffe beeinflusst werden sollte (ideal Urwald) auf der anderen Seite muss er genug Holz liefern um den inländischen (lokalen) Bedarf zu befriedigen (das dieser gleichzeitig möglichst niedrig sein sollte, würde ich erstmal aus der Diskussion ausklammern wollen – auch wenn es ebenfalls ein sehr wichtiger Punkt ist).


    Für mich liegt der Schlüssel in einer nachhaltigen Forstwirtschaft in der sichergestellt ist, dass mindestens soviel Holz wieder nachwächst wie gefällt wird. Nicht in „Baumplantagen“ (Monokulturen) sondern durch Mischwald mit natürlich (Region, Standort) vorkommenden Arten. Zusätzlich sollten möglichst viele Bereiche komplett aus der Bewirtschaftung genommen werden.


    Leider kommt ein weiteres Problem dazu, durch den Klimawandel steigt nicht nur die Durchschnittstemperatur sondern es kommt (voraussichtlich) auch zu vermehrten Perioden langer Trockenheit.


    Bei uns im Gemeindewald wird so darauf reagiert, dass zum Einen ein Umbau weg von alten Fichten- und Kiefermonokulturen hin zu einem Mischwald mit einheimischen Arten erfolgt (nicht nur wegen des Klimawandels). Wobei vermehrt auch Arten gepflanzt werden die mit den veränderten Bedingungen voraussichtlich gut zurechtkommen, hier bisher aber nicht ganz so häufig vorkommen (u.a. auch vermehrt Esskastanie).


    Zum Anderen gibt es aber auch Versuche (mehrere Versuchsgelände) mit Arten die bei uns nicht heimisch sind, von denen erwartet wird, dass sie mit den veränderten Bedingungen besonders gut zurechtkommen.


    Persönlich fand (und finde) ich es sehr unschön Arten wie den Glockenblumenbaum oder die Schwarznuss bei uns im Wald zu finden.


    Wenn überhaupt (!!!) würde ich mir wünschen, dass Arten aus angrenzenden Regionen (Südeuropa), in denen die hier erwarteten Bedingungen (Trockenheit, aber auch Bodenbeschaffenheit) bereits vorherrschen hier angepflanzt würden. Dem zugrunde liegt die Vermutung, dass diese unter veränderten Rahmenbedingungen sowieso hier vermehrt heimisch werden würden. Dies ist aber zugegeben Spekulation, da man nicht sicher sagen kann welche Arten dies wären. Wie Pablo schon schrieb, es handelt sich um ein komplexes System in dem wir noch längst nicht alle Zusammenhänge kennen und daher auch kaum die Auswirkungen dieser Eingriffe bewerten können. (was nebenbei auf das Klima und die Auswirkungen auch zutrifft).



    Mein bisheriges Verständnis aus Gesprächen mit unseren Förstern war es, dass diese Maßnahmen nötig sind um auch weiterhin (wie in Teil 1 angeführt) ausreichend regionales Holz erwirtschaften zu können (wobei bei uns nachwievor mehr nachwächst als gefällt wird).


    Die spannende Frage hier ist, ist dies wirklich so?


    Was sind die Alternativen (neben der Reduktion des Bedarfs)?


    Kann eine nachhaltige Forstwirtschaft mit den hier einheimischen Arten den regionalen Bedarf (ggf. auf das notwendigste beschränkt) auch zukünftig decken?



    Btw. Was ich auch für eine Irrweg halte ist die Bekämpfung des Borkenkäfers, man sollte ihn einfach seine Arbeit machen lassen.



    Wichtig:


    Ich habe kein tiefergehendes Wissen über die Zusammenhänge im Wald- und über Waldwirtschaft, daher gebe ich im zweiten Teil meines Beitrag, in dem es um Forstwirtschaft geht, vor allem wieder was ich in Gesprächen mit unseren Förstern so mitbekommen habe – kombiniert mit dem ein oder anderen was ich dazu gelesen habe.


    Oder kurz gesagt: Ich habe hier noch keine gefestigte Meinung und würde mich über eine rege Diskussion freuen!

    So, hat etwas gedauert aber es ist ein schwieriges Thema und in schriftlicher Form fast unmöglich weitere Missverständnisse zu vermeiden – bitte dies auch bei den folgenden Ausführungen beachten.


    Hintergrund ist folgender Beitrag von Pablo, der meiner Meinung nach zu wichtig ist um in einem Thread mit einem anderen Thema zu verschwinden:



    Hallo,


    am Dienstag war morgens der erste Tintenfischpilz da. Dank angeordnetem Homeoffice konnte ich schön beobachten wie kurzliebig diese Pilze sind:


    Dienstag morgen


    Dienstag abend.


    Am Mittwoch gab es dann viele neue Fruchtkörper, wobei der hier es nicht schaffte die Hülle komplett abzuwerfen:


    Interessanterweise hat der Regen am Donnerstag dann dazu geführt, dass der Fruchtkörper von Dienstag wieder etwas auflebte.


    Viele Grüße

    Thomas

    Hallo,


    hier jetzt mal eine Nutzpflanze die man mit dem Grabstock ausgraben kann um an die nährstoffreichen Wurzeln zu kommen. Bevorzugt gräbt man sie im Herbst / Winter aus.

    Ich habe nur eine der kleineren herausgezogen (da ich den Grabstock nicht dabei hatte, es ging aber da der Boden sehr nass war)


    Die Große Klette:

    Bilder kommen später, die Forensoftware spinnt


    Viele Grüße

    Thomas

    PS: Die große Klette ist zwar sehr häufig, nichtsdestotrotz sollte man aber natürlich nur soviel ausgraben wie man verzehrt (und in nicht Notzeiten auch da zurückhaltend sein).

    Ich hatte jetzt auch mal wieder eine an einer blöden Stelle. Da ich mich mit einen Rasiermesser rasiere konnte ich sie damit direkt am Kopfansatz enthaupten (war besser dort hinzukommen und ich finde es oft schwierig die kleinen mit einer Zange ohne zu quetschen zu entfernen).

    Vielen Dank, ich war mir nicht sicher ob er sich makroskopisch eindeutig bestimmen lässt.


    Die Tintenfischeier nehmen gerade massiv zu, immer wieder fazinierend zu beobachten.

    Danke für die Info, anscheinend funktioniert es nicht wenn ein Beitrag als Entwurf gespeichert wurden und dann erst gesendet. Das seltsame dabei, ich sehe sie auf zwei verschiedenen Geräten einwandfrei (d.h. sie sind tatsächlich auf den Server hochgeladen) -allerdings bin ich in beiden Fällen mit meinen Nutzerprofil eingeloggt. Das wäre mal etwas, für eine technischen Admin.


    Dann muss ich sie eventuell heute Abend nochmal hochladen, oder gibt es eine andere Option.

    Hallo,


    während im Wald trotz des Regens bisher noch alles sehr zögerlich abläuft (einzelne Flockis, Graue Wulstlinge, Panther, Perlpilz und einige Täublinge) kommen auf dem Feld (Nelkenschwindlinge) und im Garten immer mehr Pilze zu vorschein.


    Zum Einen mir bisher noch unbekannte, ich tendiere zu irgendetwas aus der Ecke der Faserlinge:


    Bild 1a,b,c,d:


    Zum Anderen sind aber auch die Tintenfischpilze (letzte Jahr hier dokumentiert. Dokumentation Tintenfischpilz im Garten) wieder zurück.


    Bild 2:


    Mal sehen ob heute auch im Wald schon mehr geht.


    Viele Grüße

    Thomas