Wiesenchampion und Graublättriger Schwefelkopf

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 3.949 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (7. Oktober 2017 um 14:27) ist von olli.d.

    • Offizieller Beitrag

    Hi.

    "Wiesenchampignon" ist eine eher schwierige Art. Dazu braucht es in jedem Fall ein Schnittbild, eine Geruchsbeschreibung, Größenvergleich und aufmerksames Beobachten des Verfärbungsverhaltens.
    Da gibt es ein paar nahestehende und sehr ähnliche Arten.
    Alleine von Ringstruktur und Form der Stielbasis glaube ich hier nicht so recht an Agaricus campestris.

    Rauchblätztriger Schwefelkopf (Hypholoma capnoides) könnte stimmen, wenn die Farben auf den Bildern echt sind: Vor allem die Stielspitze darf auf keinen Fall grünlichgelb oder neongelb sein. Die muss beim Rauchblättrigen cremefarben oder (wenn alt) ockergelb sein.


    LG, Pablo.

  • Hi Zusammen,

    da mich sehr interessiert um welchen Champion es sich bei meinem Fund genau handelt, bin ich heute noch mal an die Fundstelle gegangen.
    Die Fundstelle war eine große Weide mit hohem Grass am Waldrand.

    Die Pilze wuchsen dort in größeren Ringen und waren zahreich vorhanden.

    Als erstes noch mal ein paar Fotos von meinem gestrigen Fund
    (siehe Foto oben).
    Der Geruch, ist zumindest für mich, nicht wirklich klar zu dedektieren.
    Weder nach Anis noch nach Karbol.
    Auf jeden Fall nicht unangenehm.


    Zusätzlich habe ich noch ein paar weitere Champions gefunden welche meiner Meinung nach eine Variation des Karbolchampions sind.
    Geruch: Unangenehm nach Medizinschrank
    Deutliche Gelbfärbung sowohl der Stielbasis wie auch des Fleisches.
    Der Geschmack ist allerding nicht wirklich unangenehm.


    Könnt ihr mir weiterhelfen?

    Danke

    • Offizieller Beitrag

    Hi.

    Die Karbolis (zweiter Fund) sind klar und eindeutig. :agree:
    Die anderen können durchaus Wiesenchampis sein. Nur: Ich kann das von hier über Bilder nicht beurteilen. Dazu ist die Gattung halt echt zu kompliziert.
    Nur als Beispiel ein Bild von Agaricus pseudopratensis:

    Diese orangene Farbe in der Stielbasis tritt aber halt auch nicht immer auf, ebenso wie Agaricus xanthodermus nicht immer deutlich gilben muss. :(


    LG, Pablo.

  • Hi,

    war heute noch mal bei den Championgs.
    Hab noch mal neue gefunden und sie mit meinem neuen Kosmos Pilzführer verglichen.

    Ist meiner Meinung nach zu 100% ein Kleinschuppiger Egerling

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Olli!

    OK, nur: Welche Champis sind das nun? Die Karbolis oder die anderen, aus dem Startbeitrag.
    Was sindKleinschuppige Egerlinge? Gibt's dazu eine botanische Bezeichung, daß man auch solide irgendwie vergleichen kann?
    Kosmos Pilzführer zur Bestimmung von Champignons: Vergiss es. Das bringt nichts, da ist ja nur ein Bruchteil der Arften drin, die hier tatsächlich vorkommen und vermutlich auch nicht wirklich nach einigermaßen aktuellem Konzept getrennt und geschlüsselt.

    Die jetzt neu gezeigten Champis müsste ich eher wieder einzeln beurteilen, und zumindest der mit dem Schnittbild scheint ja zu röten (was bei der schlechten Farbqualität der Kunstlicht - Bilder halt schwer zu beurteilen ist). Bei den anderen wäre halt interessant, ob da nicht do der eine oder andere Karboli dabei ist (da können ja auch mehrere Arten vergesellschaftet stehen), zumal der Hut bei Tageslicht auf dem letzten Bild schon so gruaschülferig aussieht, wie es bei Karbolis eben öfter vorkommt als bei anderen Arten.
    Dann wäre auch hier bei allen fruchtkörpern wieder der Geruch zu beobachten (wie gehabt nach Rubbeln an der Stielbasis) und dann müsste man schon mal in die richtige Gruppe kommen und dann müsste man gucken, ob sich da makroskopisch eiein Art festnageln lässt.


    LG, Pablo.

  • Zitat von Beorn pid='41152' dateline='1506853417'

    Hallo, Olli!

    OK, nur: Welche Champis sind das nun? Die Karbolis oder die anderen, aus dem Startbeitrag.
    Was sindKleinschuppige Egerlinge? Gibt's dazu eine botanische Bezeichung, daß man auch solide irgendwie vergleichen kann?
    Kosmos Pilzführer zur Bestimmung von Champignons: Vergiss es. Das bringt nichts, da ist ja nur ein Bruchteil der Arften drin, die hier tatsächlich vorkommen und vermutlich auch nicht wirklich nach einigermaßen aktuellem Konzept getrennt und geschlüsselt.

    Die jetzt neu gezeigten Champis müsste ich eher wieder einzeln beurteilen, und zumindest der mit dem Schnittbild scheint ja zu röten (was bei der schlechten Farbqualität der Kunstlicht - Bilder halt schwer zu beurteilen ist). Bei den anderen wäre halt interessant, ob da nicht do der eine oder andere Karboli dabei ist (da können ja auch mehrere Arten vergesellschaftet stehen), zumal der Hut bei Tageslicht auf dem letzten Bild schon so gruaschülferig aussieht, wie es bei Karbolis eben öfter vorkommt als bei anderen Arten.
    Dann wäre auch hier bei allen fruchtkörpern wieder der Geruch zu beobachten (wie gehabt nach Rubbeln an der Stielbasis) und dann müsste man schon mal in die richtige Gruppe kommen und dann müsste man gucken, ob sich da makroskopisch eiein Art festnageln lässt.


    LG, Pablo.


    Hi Pablo,

    es handelt sich um die Champis aus dem Startbeitrag.
    Feinschuppiger Egerling ist für mich [size=1][font="Arial"][size=1]AGARICUS SQUAMULIFER.[/size][/font][/size]
    [size=1][font="Arial"][size=1]Geruch definitiv nicht nach Karbol.[/size][/font][/size]
    [size=1][font="Arial"][size=1]Habe in letzter Zeit diverse Karbolchampions in unterschiedlichen Variationen (Wald, Wiese, Kleine, Große, ...) gefunden und glaube dass ich den Geruch in der Zwischenzeit erkenne.[/size][/font][/size]
    [size=1][font="Arial"][size=1]Mal schauen vielleicht schaf ich es ja morgen mal ein Bild der Sporen aufzunehmen.[/size][/font][/size]


    [size=1][font="Arial"][size=1]Danke für`s Feedback.
    [/size][/font][/size]

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Olli!

    Zu Agaricus squamulifer(us) würde auch das Röten passen, auch wenn es hier ungewöhnlich schwach ausgeprägt wäre für die Art. Wenn du da mikroskopisch dran wolltest, bräuchtest du auch noch die Cheilozystiden, die bei Champis oft wichtiger sind als die Sporen.


    LG; Pablo.