Beiträge von Codo

    Moin, moin,


    also wie versprochen, den Pilz nochmal nachuntersucht, und mit einigem Kraftaufwand konnte ich auch den gesamten Pilz mit Stiel aus dem morschen Substrat entfernen, und ja, der Löwengelber Schwarzfußporling i. w. S. dürfte damit so wie oben diskutiert wohl bestätigt sein... Was das genau bedeutet, kann ich nicht beurteilen, da ja "mein" Monsterpilz doch vom Habitus etwas anders daherkommt, als die meisten Vergleichsbilder... Unterarten, eigenständige Arten... sieht er auf Apfelbaum immer so aus... muss ich den Experten überlassen...


    Also hier auch nochmal die Maße, mit Stiel Gesamtlänge ca. 17 cm, Breite 15 cm.


    Auch Bilder der Anwachsstelle (jetzt ein Aststumpf in ca. 2 m Höhe), und ganz unten auch nochmal die Stelle, die ich 2019 erstmalig fotografiert hatte (Aststumpf in ca. 0,8 m Höhe, inzwischen der Stamm dort komplett innen morsch / beginnen hohl.


    Beste Grüße,


    Codo



    Anwachsstelle 2021:


    Anwachsstelle 2019:

    Leute, Ihr seid ja echt genial... soviel ExpertInnen-Wissen wieder mal auf einem Haufen... :-)


    Herzlichen Dank!


    Dann nehme ich ihn erst mal als Polyporus cf. (?) leptocephalus zu den Akten, und am Wochenende schaue ich mal, dass ich dem Stiel nochmal näher auf den Grund gehe, richtig?


    Kann ich sonst noch etwas zur Aufklärung tun? (Habe ein Mikroskop, bin aber nicht der erfahrenste Pilz-Mikroskopierer... gibt es etwas, wonach ich schauen könnte?)


    Herzliche Grüße,


    Codo


    PS: @Veronika und Uwe: Das fehlende "z" war nicht das Problem, das ist nur oben durch zu schnelles Copy&Paste reingerutscht... es gab nur zu mehrere Arten, wo im Deutschen Namen irgendwie "Schwarzfuß-Stielporling" oder ähnliches auftauchte, aber nirgendwo "Schwarzstielporling"... naja, deutsche Namen... aber bei den lateinischen gibt's ja hier wohl auch etliche Synonyme... :-)

    Hmm... danke erst mal für Eure Hinweise!


    @Veronika, nicht ganz sicher, was Du mit "Schwarstielporling" meinst, habe ich so nicht gefunden. Alles was so ähnlich klingt, hat wie der Löwengelbe Stielporling dasselbe Problem: Die haben alle einen deutlichen Stiel, und auch wenn ich in der Beschreibung finde, dass der Stiel auch fehlen kann, so hat "mein" Exemplar doch so deutlich überhaupt keinen Stiel... auch schon das Exemplar von 2019 hatte keinen, die sind direkt am Substrat angewachsen.


    Ist denn der Apfelbaum-Saftporling raus? Ich finde ja, die Beschreibung passt ganz gut, nur alle Bilder, die ich so finde, passen überhaupt nicht...


    Wenn ich nächste Woche zurück bin, kann ich ja den Pilz oben nochmal ganz abmachen und die Stielbasis genauer untersuchen, vielleicht hilft das ja.


    Bis dahin kann ich nur auf diese beiden Bilder verweisen, von unten und von oben, jeweils geht der Pilz ohne Stiel bis zum (bereits morschen Stamminneren) Substrat.


    Codo


    Liebes Forum, jetzt muss ich tatsächlich nochmal diesen alten Thread aufrufen... Frischer Pilz am selben Baum... (der fortschreitend hohl wird, aber ansonsten (zum Glück) noch recht vital ist...).


    Dieser hier ist diesmal ca. 15 cm groß, fest, richt nach Baumpilz...


    Leider kriege ich es trotzdem selbst nicht zusammen, ob es nun der Apfelbaumsaftporling ist, oder nicht... wer hilft?


    Codo


    Fundort: Deutschland, NRW, Münsterland, Rheine, Garten

    Fundzeit: 24.5.2021

    Fotos: Markus Koschinsky


    Liebes Forum,


    diese Pilze fand ich in meinem Garten an einer schattigen Stelle, halb grasig, halb Waldboden, unter der Haselnuss, zwischen Waldmeister, Giersch, Veilchen, Buschwindröschen... ansonsten noch ein Flieder, und in ca. 6 m Entfernung ein alter (aber kleiner) Zwetschgenbaum.


    Durchmesser: ca. 4 - 8 cm

    Stiel: ca. 1 cm Durchmesser, leicht hohl, faserig.

    Fleisch: weich, weiß

    Geruch: nicht sehr auffällig, wenn ich und meine Frau da "mehlig" erkennen wollten, könnten wir das evtl. bestätigen, aber nicht gurkig. (Aber mit Gerüchen haben wir's eh nicht so...)

    Sporenpulverfarbe: rosa (fleischfarben, rötlich-braun)

    Svampe.databasen.org schlägt mir den Schildrötling (Entoloma clypeatum) vor. Diese Rötlinge sind für mich alle Neuland, aber ich finde, das passt ganz gut. Habe gesehen, dass der hier in den letzten Wochen häufiger besprochen wurde, und wenn der "ein gutes Jahr" hat, könnte er es ja auch bei mir sein (seltene Pilze finde ich nur selten... hehe...).


    Mit der Zwetschge nebenan könnte es ja passen, und die Fraßgänge sind eher ocker als rötlich.


    Was meint Ihr? Lohnt es sich, die Sporen unter's Mikroskop zu legen?


    Viele Grüße,


    Codo


    Na, dann lassen wir uns, was die Bäumchen angeht, mal von neueren und detailreicheren Bildern überraschen... ;-)


    Mir (als nicht-Biologen) stellt sich aber oben noch eine andere Frage, etwas off-topic:

    Im Grunde definiert sich ja der Begriff Gattung so, dass die Arten untereinander kreuzbar sind.

    Ich dachte bisher, dass die grobe Definition von "Arten" ja gerade ist, dass sie i. d. R. NICHT mit anderen Arten untereinander kreuzbar sind. Mir ist auch klar, dass das gesamte taxonomische System ein Stückweit künstlich ist, und man das alles unter verschiedenen Gesichtspunkten einteilen kann, und dass es natürlich etliche Ausnahmen und Übergangsformen gibt (weshalb die Einteilung ja auch ständig überarbeitet wird), aber ist das nicht dennoch eine grundlegende Annahme? Das würde ja im Widerspruch zu der obigen Aussage stehen. Oder ist gemeint, dass sich Arten innerhalb einer Gattung zwar hybridisieren können, diese Nachkommen aber i.d.R. steril sind, und sich somit nicht weitervermehren und auf diese Weise alle möglichen abgestuften Zwischenformen zwischen den Arten erzeugen würden, wie bei Pferd und Esel, die zwar Nachkommen haben (Maulesel bzw. Maultier), aber danach gibt es nicht noch Maultier-Esel, oder Maulesel-Esel-Pferd usw.

    Nun ist das sicherlich auch nochmal nach Reichen unterschiedlich, vielleicht sind bei Pflanzen Hybridisierungen eher üblich (bzw. im taxonomischen System zulässig)? Bei Insekten, wo ich mich halbwegs auskenne, kommen mir jedenfalls Hybride ausgesprochen selten unter, auch innerhalb einzelner Gattungen.


    Gruß,


    Codo


    PS: Ach ja, der Forstbotanische Garten in Göttingen, am Nikolausberg... das waren noch Zeiten... seufz... die haben da eine schöne Sammlung unterschiedlichster Zierapfelbäume, im Herbst ein toller Anblick, wenn die Früchte in allen Farben in der Abendsonne am Hang glänzen... :-)

    Moin, also an so kleinen, jungen Bäumchen würde ich noch gar keine Früchte erwarten, und biegsame Äste würden m. M. nach gerade FÜR Eibe sprechen...

    Aber gut, das ist von Ferne schwierig... wenn Du wieder vor Ort bist, mach doch noch mal Nahaufnahmen von den Nadeln (Ober- und Unterseite) und der Rinde.


    Bin ja nun auch gespannt, was dabei rauskommt...


    Gruß, Codo

    Fundort: Deutschland, NRW, Münsterland, Rheine, Garten, Kaminholzstapel

    Fundzeit: 4.4.2021

    Fotos: Markus Koschinsky


    Liebes Forum,


    ich sollte öfter mal mein Kaminholz genauer ansehen... was man da alles findet... :-)


    Diese winzigen Kügelchen fand ich auf einem Stück Eichenholz, und zwar auf einer ca. 2 - 3 cm dicken Schicht am Außenrand (also im Splintholz), das schon vor dem Einlagern stark verrottet / verpilzt war.


    Durch Tante Google bin ich auf den Wollkugelschleimpilz gestoßen... der scheint ganz gut zu passen. Stimmt Ihr mir zu?


    Köpfchen ca. 1/2 mm Durchmesser, Stiele 4 mm hoch.


    Codo


    Moin, richtig, das ist Schachtelhalm... und zwar würde ich auf den Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense) tippen, aber dazu dürfte man ruhig mehr davon sehen... bzw. beobachten, wie die demnächst erscheinenden unfruchtbaren Sprosse aussehen...


    Codo

    Moin, moin, also ich bin da ganz bei Uwe: Für mich ist das klar eine (schattig, und damit recht locker gewachsene) Eibe. Dazu passt auch die Beschreibung der biegsamen Zweige.


    Codo

    Mal sehen, was da noch für Vorschläge kommen, aber das finde ich schon mal super! Hatte ich noch nie von gehört, aber die Beschreibung soweit passt super. Man lernt doch immer wieder was Neues.


    Dann werde ich das Stöckchen wohl irgendwo halbschattig, halb-feucht deponieren... und mal sehen, ob sich damit noch was weiterentwickelt...


    Gruß und Dank!


    Codo

    Fundort: Deutschland, NRW, Münsterland, Rheine, Garten, Kaminholzstapel

    Fundzeit: 22.3.2021

    Fotos: Markus Koschinsky


    Liebes Forum,


    diesen Filz fand ich mitten in meinem Kaminholzstapel. Ich dachte zuerst an ein Stückchen Glaswolle, dass sich da irgendwie hin verirrt hat (manchmal schleppen die Mäuse sowas für Nestbau umher), und es fühlt sich auch bald wie Glaswolle an, also es ist trocken und recht strohig.

    Auch wenn die Scheite daneben Eiche sind, ist das Stöckchen selbst, aus dem das hauptsächlich wächst, ca. 3 cm Durchmesser, ein anderes, weicheres Laubholz, ich denke Faulbaum (sicher ist das aber nicht). Das Holz dort liegt schon etwa 1,5 Jahre, und deshalb ist es dort eigentlich recht trocken. Deshalb überrascht mich das ohnhin, dort so einen pelzigen Flaum vorzufinden. Deshalb glaube ich auch nicht wirklich ein irgendeinen Schimmel-Überzug, dazu ist mir das alles viel zu trocken und zu derb.


    Kann man das irgendwie einordnen, wo das hingehört? Ist das so schon fertig, oder wird da noch was ganz anderes draus?


    Völlig ratlos...

    Codo


    Moin Peter,


    Du hast natürlich recht, der Pilz ist erst im Holz, und dann wächst der Fruchtkörper heraus... Wenn man aber nicht den Vorgang betrachtet, sondern nur das Bild, also quasi den Querschnitt, dann ist der Fruchtkörper wie in das Holz eingefügt. Anders macht der Begriff "Insertionsregion" im Wortlaut keinen Sinn, oder?


    Codo

    Hehe, bei dem brauchte ich tatsächlich nur einen kurzen Blick. Der ganze Habitus, wie die langen Stangen von unten hochwachsen (gerade wie dort im lichten Wald), dann die Borke, unverkennbar...


    (Ich hatte allerdings auch solange ich denken kann immer Haselnusssträucher in den Gärten, in denen ich gewohnt habe (also gewohnt natürlich in den Häusern in selbigen Gärten), habe in einem solchen Strauch als kleiner Junge das Klettern gelernt, und habe auch schon etliche solche geschnitten oder gerodet...)


    Hach, wenn ich mich doch mit Pilzen so gut auskennen würde wie mit Haselnusssträuchern... ;-)


    Codo

    Vielen Dank für die "Wortklauberei"! ;-)


    Habe zwar auch ein Latinum, aber das ist lange her... man kann sich hier aber auch durchaus mit Englisch behelfen... 'to insert' - etwas einfügen, unter Ingenieuren durchaus üblich 'insertion' - ein Teil, das irgendwo eingefügt wird, in der Akustik der 'insertion loss' - Das "Einfüge-Dämmmaß" (hehe, auch im Deutschen nicht unbedingt jedem geläufig... also wieviel Dezibel verringert ein Gegenstand (eine Dämmmatte, eine Wand, ein Fenster, ein Windschirm) den Schalldruckpegel, wenn er zwischen einer Schallquelle und einem Schallaufnehmer (Mikrofon, Ohr...) eingefügt wird), usw...


    Im Sinne der Anwachsstelle der Pilze will der Begriff sicherlich darauf hindeuten, dass der Pilz ja nicht auf der Oberfläche des Holzes obenauf sitzt, also haftet, sondern über eine bestimmte Fläche in das Holz eindringt, sich quasi 'einfügt'. Die Größe dieser 'Eindringstelle' dürfte gemeint sein.


    Codo

    Herzlichen Dank Euch allen für Eure Beiträge!


    Manchmal machen mich die kleinen Biester echt fertig mit ihrer Variabilität, andererseits macht das die Sache ja auch oft gerade spannend. Und gerade bei den Schmetterlingen sorgt das ja des Öfteren mal auch für ausgesprochen hübsche Exemplare. Bei diesen hier freue ich mich z. B. jeden Tag über die bläulichen Farben, wenn ich aus der Haustür trete... :-)


    Schönen Abend und beste Grüße!


    Codo

    Fundort: Deutschland, NRW, Münsterland, Rheine, Garten

    Fundzeit: 18.3.2021

    Fotos: Markus Koschinsky


    Liebes Forum,


    eigentlich war ich mir monatelang sicher, dass das, was da so hübsch auf meiner Holzbank im Garten (aus dicken Buchenstämmen gesägt) wächst, nur Schmetterlingstrameten sein können. Dann habe ich wieder hier im Forum einige Beiträge gelesen, so dass ich dachte, die muss ich mir jetzt doch noch mal genauer angucken. Gesagt getan, schon kommen die Zweifel...

    Also jedenfalls wenn ich mir die Beschreibungen so durchlese, dann sind meine Pilze zu dick. Fleisch ist nicht 1 - 2 mm dünn, sondern schon mal 3 - 3,5 mm dick, dazu kommen nochmal nicht 1,5 mm Poren, sondern 3 - 4 mm Poren...

    Anwachsstelle... also wenn ich die Fläche nehme, mit der der Pilz am Holz aufsitzt, dann sind das schon 10 - 12 mm... das verjüngt sich dann schon noch mal auf 4 - 5 mm, ehe es in den Hut übergeht, aber...


    Andererseits lassen die Farben, insbesondere die blau-lila Zonen, für mich keine andere Variante zu, oder? Leider ist mir die Ocker-Tramete noch nie bewusst über den Weg gelaufen, so dass mir für die ein Gefühl fehlt. Aber farblich darf das zumindest bei den meisten Exemplaren nicht sein...


    Wenn ich es aus den Forenbeiträgen richtig gelesen habe, ist ja aber die Schmetterlingstramete sehr variabel, so dass wahrscheinlich die abweichenden Maße meiner Pilze von der "Norm" durchaus normal sind...


    Also, Trametes versicolor ist doch richtig, oder???


    Vielen Dank und viele Grüße,


    Codo



    PS: Dabei fand ich auch mal wieder diesen knapp 3 mm großen Schwammkäfer (Cis cf. boleti):

    Danke Pablo, für die Bestätigung der anderen beiden!


    An dem Ast mit dem Zinnoberporling war sonst kein Fruchtkörper. An der Unterseite noch eine undefinierbare Schicht (k. A. ob daraus mal eine Striegelige Tramete werden könnte, hab ich mir auch nicht genauer angesehen), aber sonst nichts. (Übrigens ist der Ast mit ebendiesem Pilz auch auf dem ersten Bild mit der orangen Grünalge --> Suchspiel! ;-) )


    Codo

    Also, dann lasse ich ihn einfach mit der Auswahl zwischen den beiden Arten so stehen, und beobachte die Stelle weiter, ob sich da irgendwann nochmal irgendwas in die eine oder die andere Richtung entwickelt!


    Herzlichen Dank nochmal!


    Codo

    Fundort: Deutschland, NRW, Münsterland, Rheine, Waldgebiet "Fichtenvenn" (Kiefern-Birken-Mischwald)

    Fundzeit: 16.3.2021

    Fotos: Markus Koschinsky


    Liebes Forum,


    und dann bin ich doch heute Nachmittag noch spontan 'ne Runde mit dem Fahrrad durch den Wald, und eigentlich wollte ich gar nichts fotografieren, und dann musste ich doch an dem rotgefärbten Kiefernstamm mal anhalten, und wenn man erst mal am Boden kauert, dann sieht man ja erst, was da noch alles wächst... :-)


    So sind dann doch wieder Bilder dieser 3 Vertreter entstanden, nicht sehr ausführlich, keine Querschnitte, keine weiteren Untersuchungen... mal sehen, wie weit eine Eingrenzung nur nach Fotos möglich ist!?


    Nr. 1, an einem morschen Birken-Ast, ca. 5 cm groß. Habe mir die Zinnoberrote Tramete (Pycnoporus cinnabarinus) als passende Bestimmung herausgesucht, wäre ein Erstfund für mich. Zustimmung?


    Nr. 2, ein sehr alter Kiefernstamm, rot-orange überzogen. Ist das irgendwas Richtung Rötender Zystenrindenpilz (Atheliachaete sanguinea)? Oder liege ich da völlig falsch?



    Nr. 3, sah zunächst aus wie aus dem Boden gewachsen, war dann aber doch auf einem ca. 3 cm starken, alten Ast, ich denke Nadelholz (aber nicht sicher), der unter dem Moos verborgen war. Zwei miteinander verwachsene Hüte, je 4 cm Durchmesser, oben angefressen. Es war noch ein kleineres Exemplar dabei (dessen Foto nix geworden ist), sowie ein älterer, der dann trichterförmig aufschirmte. Ist das der Winterporling (Polyporus brumalis)?



    Vielen Dank und viele Grüße,


    Codo