Beiträge von Codo

    Vielen Dank für die Hilfe und die Erläuterungen, Rigo!


    Dann können wir den doch aber jetzt bei aller Vorsicht als Lepiota cf. subincarnata ablegen, oder?


    Herzliche Grüße,


    Codo


    PS: Und ein Messokular für mein Mikroskop ist bestellt... das muss ja langsam mal ein bisschen professioneller werden... :-)

    Ok, dann probiere ich es mal... Unten ein paar Bilder der Sporen, in Wasser, einmal mit 400x, dann mit 1000x (Immersionsöl). Da ich kein Messokular habe, musste ich mir anhand eines feinen Stahllineals erst mal einen Maßstab basteln, bei aller Ungenauigkeit bin ich dann auf eine Sporenlänge von 6 - 7 Mikrometer (schreibe unten der Einfachheit halber "um", keine Ahnung, wie hier ein griechisches "mu" geht...) gelandet.


    So, in den Beschreibungen zu L. subincarnata finde ich "6 - 8 x 3 - 5,5 um), bei L. cristata "5,9 - 9 x 2,6 - 5 um, projektilförmig, Q=2,3"... Wie heißt das nun und wie passt das zu meinen Bildern? Meine Gesamtlänge (6,6 um) passt zu beiden. Mir scheint, L. subincarnata müsste dann etwas "dicker", L. cristata etwas schlanker sein, so passen meine Bilder also eher zu L. subincarnata? Was heißt "projektilförmig", und ist "Q=2,3" das Länge-zu-Breite-Verhältnis?


    Meinungen?


    Codo



    Moin Rigo,


    Dein Vorschlag gefällt mir recht gut, zumindest finde ich einige Vergleichsfotos, die sehr gut mit meinem Fund übereinstimmen (allerdings auch solche, die nicht so gut übereinstimmen, allerdings wird auch von großer Variabilität dieser Art berichtet), auch das Habitat könnte gut passen (grasige Stelle, sonnig/warm).


    Gibt es bestimme Eigenschaften, an denen ich L. cristata und subincarnata mit meinen begrenzten Mitteln unterscheiden könnte? Mikroskop steht zur Verfügung, aber nur begrenzte Erfahrung im Mikroskopieren... einfach Bilder der Sporen würde ich hinbekommen... falls es hilft...


    Codo

    Moin Ihr beiden,


    an Hallimasch habe ich auch kurz gedacht, aber 1) ist der ganz allein, 2) ist an der Stelle ganz sicher kein Holz vergraben (also nicht in den letzten 13 Jahren), da könnte höchstens dürres Wurzelwerk von der Hecke sein...


    Hmm, und jetzt?


    Codo

    Fundzeit: 7.11.2021

    Durchmesser: 3,5 cm

    Stiel: 0,5 cm

    Geruch: unauffällig

    Sporenpulverfarbe: weiß


    Liebes Forum,


    dieser Pilz stand einzeln im Rasen unter dem Kirschbaum. Trocken-sandiger Boden. Gewisse Ähnlichkeit mit Stinkschirmling, aber so richtig passt das nicht, die kleine dunkle Spitze in der Mitte des Hutes, wie ich sie von Stinkschirmling kenne, ist mir zu flach und breit, auch der Geruch war eher unauffällig.


    Wer hilft?


    Gruß und Dank!


    Codo


    Fundzeit: 7.11.2021

    Durchmesser: 9 cm

    Stiel: 1 cm Durchmesser an der dünnsten Stelle. Die Verdickung unten war recht hart.

    Geruch: pilzig, etwas alt halt...

    Sporenpulverfarbe: hab ich bei dem alten Ding nicht mehr probiert...


    Liebes Forum,


    dieser Pilz hatte sich so im auf dem Rasen liegenden Laub versteckt, dass ich ihn glatt übersehen hatte, jetzt ist er schon ziemlich hinüber, aber vielleicht kann ja doch noch jemand erkennen, was das mal war?


    In der Nähe steht eine kleine Fichte, sowie Rotbuchen- und Hainbuchen-Hecke. Trocken-sandiger Boden.


    Gruß und Dank!


    Codo


    Liebe Pilzfreunde,


    herzlichen Dank für Eure Hinweise! So habe ich eine Einordnung, und zur Art geht es mit diesem Exemplar sicherlich nicht. Ohnehin ist ja das Habitat recht ungewöhnlich, Temperaturen, Feuchtigkeit, alles nicht gerade die "freie Wildbahn", insofern wundert mich auch ein untypisches Aussehen / Missbildung nicht sonderlich.


    Da der Fund schon ein bisschen her ist und ich leider nicht früher dazu kam, ihn hier einzustellen, wird es sich nicht lohnen, das Exemplar noch irgendjemandem zu schicken... ich weiß zwar, wo ich es (draußen) hingelegt habe, aber das dürfte nur noch eine Mumie sein...


    Nochmals Dank, und beste Grüße!


    Codo

    Liebes Forum,


    diesen Pilze fand ich in einem Blumentopf auf dem Fensterbrett in der Küche. Vielleicht noch wichtig zu bemerken, dass es sich nicht um einen neuen Blumentopf mit frischer Erde handelt, sondern die Pflanzen (Aloe, Weihnachtskaktus, Avocacdobäumchen) schon über ein Jahr in dem Topf stehen, und ich auch weitgehend Gartenerde verwendet habe (evtl. mit Beimischung käuflicher Blumenerde).


    Fundzeit: 26./28.9.2021

    Durchmesser: ca. 5 cm

    Stiel: > 1 cm Durchmesser, hohl

    Geruch: pilzig, etwas unangenehm

    Sporenpulverfarbe: hat so nichts abgeworfen, was ich auf Papier hätte erkennen können (wenn überhaupt, dann weiß)


    Die ersten Bilder sind noch in recht frischem Zustand, die weiteren Bilder 2 Tage später.


    Ich schätze, hier irgendwo bei den Schirmlingen richtig zu sein... kann da jemand mehr erkennen?


    Gruß und Dank!


    Codo


    Moin, moin,


    also wie versprochen, den Pilz nochmal nachuntersucht, und mit einigem Kraftaufwand konnte ich auch den gesamten Pilz mit Stiel aus dem morschen Substrat entfernen, und ja, der Löwengelber Schwarzfußporling i. w. S. dürfte damit so wie oben diskutiert wohl bestätigt sein... Was das genau bedeutet, kann ich nicht beurteilen, da ja "mein" Monsterpilz doch vom Habitus etwas anders daherkommt, als die meisten Vergleichsbilder... Unterarten, eigenständige Arten... sieht er auf Apfelbaum immer so aus... muss ich den Experten überlassen...


    Also hier auch nochmal die Maße, mit Stiel Gesamtlänge ca. 17 cm, Breite 15 cm.


    Auch Bilder der Anwachsstelle (jetzt ein Aststumpf in ca. 2 m Höhe), und ganz unten auch nochmal die Stelle, die ich 2019 erstmalig fotografiert hatte (Aststumpf in ca. 0,8 m Höhe, inzwischen der Stamm dort komplett innen morsch / beginnen hohl.


    Beste Grüße,


    Codo



    Anwachsstelle 2021:


    Anwachsstelle 2019:

    Leute, Ihr seid ja echt genial... soviel ExpertInnen-Wissen wieder mal auf einem Haufen... :-)


    Herzlichen Dank!


    Dann nehme ich ihn erst mal als Polyporus cf. (?) leptocephalus zu den Akten, und am Wochenende schaue ich mal, dass ich dem Stiel nochmal näher auf den Grund gehe, richtig?


    Kann ich sonst noch etwas zur Aufklärung tun? (Habe ein Mikroskop, bin aber nicht der erfahrenste Pilz-Mikroskopierer... gibt es etwas, wonach ich schauen könnte?)


    Herzliche Grüße,


    Codo


    PS: @Veronika und Uwe: Das fehlende "z" war nicht das Problem, das ist nur oben durch zu schnelles Copy&Paste reingerutscht... es gab nur zu mehrere Arten, wo im Deutschen Namen irgendwie "Schwarzfuß-Stielporling" oder ähnliches auftauchte, aber nirgendwo "Schwarzstielporling"... naja, deutsche Namen... aber bei den lateinischen gibt's ja hier wohl auch etliche Synonyme... :-)

    Hmm... danke erst mal für Eure Hinweise!


    @Veronika, nicht ganz sicher, was Du mit "Schwarstielporling" meinst, habe ich so nicht gefunden. Alles was so ähnlich klingt, hat wie der Löwengelbe Stielporling dasselbe Problem: Die haben alle einen deutlichen Stiel, und auch wenn ich in der Beschreibung finde, dass der Stiel auch fehlen kann, so hat "mein" Exemplar doch so deutlich überhaupt keinen Stiel... auch schon das Exemplar von 2019 hatte keinen, die sind direkt am Substrat angewachsen.


    Ist denn der Apfelbaum-Saftporling raus? Ich finde ja, die Beschreibung passt ganz gut, nur alle Bilder, die ich so finde, passen überhaupt nicht...


    Wenn ich nächste Woche zurück bin, kann ich ja den Pilz oben nochmal ganz abmachen und die Stielbasis genauer untersuchen, vielleicht hilft das ja.


    Bis dahin kann ich nur auf diese beiden Bilder verweisen, von unten und von oben, jeweils geht der Pilz ohne Stiel bis zum (bereits morschen Stamminneren) Substrat.


    Codo


    Liebes Forum, jetzt muss ich tatsächlich nochmal diesen alten Thread aufrufen... Frischer Pilz am selben Baum... (der fortschreitend hohl wird, aber ansonsten (zum Glück) noch recht vital ist...).


    Dieser hier ist diesmal ca. 15 cm groß, fest, richt nach Baumpilz...


    Leider kriege ich es trotzdem selbst nicht zusammen, ob es nun der Apfelbaumsaftporling ist, oder nicht... wer hilft?


    Codo


    Fundort: Deutschland, NRW, Münsterland, Rheine, Garten

    Fundzeit: 24.5.2021

    Fotos: Markus Koschinsky


    Liebes Forum,


    diese Pilze fand ich in meinem Garten an einer schattigen Stelle, halb grasig, halb Waldboden, unter der Haselnuss, zwischen Waldmeister, Giersch, Veilchen, Buschwindröschen... ansonsten noch ein Flieder, und in ca. 6 m Entfernung ein alter (aber kleiner) Zwetschgenbaum.


    Durchmesser: ca. 4 - 8 cm

    Stiel: ca. 1 cm Durchmesser, leicht hohl, faserig.

    Fleisch: weich, weiß

    Geruch: nicht sehr auffällig, wenn ich und meine Frau da "mehlig" erkennen wollten, könnten wir das evtl. bestätigen, aber nicht gurkig. (Aber mit Gerüchen haben wir's eh nicht so...)

    Sporenpulverfarbe: rosa (fleischfarben, rötlich-braun)

    Svampe.databasen.org schlägt mir den Schildrötling (Entoloma clypeatum) vor. Diese Rötlinge sind für mich alle Neuland, aber ich finde, das passt ganz gut. Habe gesehen, dass der hier in den letzten Wochen häufiger besprochen wurde, und wenn der "ein gutes Jahr" hat, könnte er es ja auch bei mir sein (seltene Pilze finde ich nur selten... hehe...).


    Mit der Zwetschge nebenan könnte es ja passen, und die Fraßgänge sind eher ocker als rötlich.


    Was meint Ihr? Lohnt es sich, die Sporen unter's Mikroskop zu legen?


    Viele Grüße,


    Codo


    Na, dann lassen wir uns, was die Bäumchen angeht, mal von neueren und detailreicheren Bildern überraschen... ;-)


    Mir (als nicht-Biologen) stellt sich aber oben noch eine andere Frage, etwas off-topic:

    Im Grunde definiert sich ja der Begriff Gattung so, dass die Arten untereinander kreuzbar sind.

    Ich dachte bisher, dass die grobe Definition von "Arten" ja gerade ist, dass sie i. d. R. NICHT mit anderen Arten untereinander kreuzbar sind. Mir ist auch klar, dass das gesamte taxonomische System ein Stückweit künstlich ist, und man das alles unter verschiedenen Gesichtspunkten einteilen kann, und dass es natürlich etliche Ausnahmen und Übergangsformen gibt (weshalb die Einteilung ja auch ständig überarbeitet wird), aber ist das nicht dennoch eine grundlegende Annahme? Das würde ja im Widerspruch zu der obigen Aussage stehen. Oder ist gemeint, dass sich Arten innerhalb einer Gattung zwar hybridisieren können, diese Nachkommen aber i.d.R. steril sind, und sich somit nicht weitervermehren und auf diese Weise alle möglichen abgestuften Zwischenformen zwischen den Arten erzeugen würden, wie bei Pferd und Esel, die zwar Nachkommen haben (Maulesel bzw. Maultier), aber danach gibt es nicht noch Maultier-Esel, oder Maulesel-Esel-Pferd usw.

    Nun ist das sicherlich auch nochmal nach Reichen unterschiedlich, vielleicht sind bei Pflanzen Hybridisierungen eher üblich (bzw. im taxonomischen System zulässig)? Bei Insekten, wo ich mich halbwegs auskenne, kommen mir jedenfalls Hybride ausgesprochen selten unter, auch innerhalb einzelner Gattungen.


    Gruß,


    Codo


    PS: Ach ja, der Forstbotanische Garten in Göttingen, am Nikolausberg... das waren noch Zeiten... seufz... die haben da eine schöne Sammlung unterschiedlichster Zierapfelbäume, im Herbst ein toller Anblick, wenn die Früchte in allen Farben in der Abendsonne am Hang glänzen... :-)

    Moin, also an so kleinen, jungen Bäumchen würde ich noch gar keine Früchte erwarten, und biegsame Äste würden m. M. nach gerade FÜR Eibe sprechen...

    Aber gut, das ist von Ferne schwierig... wenn Du wieder vor Ort bist, mach doch noch mal Nahaufnahmen von den Nadeln (Ober- und Unterseite) und der Rinde.


    Bin ja nun auch gespannt, was dabei rauskommt...


    Gruß, Codo

    Fundort: Deutschland, NRW, Münsterland, Rheine, Garten, Kaminholzstapel

    Fundzeit: 4.4.2021

    Fotos: Markus Koschinsky


    Liebes Forum,


    ich sollte öfter mal mein Kaminholz genauer ansehen... was man da alles findet... :-)


    Diese winzigen Kügelchen fand ich auf einem Stück Eichenholz, und zwar auf einer ca. 2 - 3 cm dicken Schicht am Außenrand (also im Splintholz), das schon vor dem Einlagern stark verrottet / verpilzt war.


    Durch Tante Google bin ich auf den Wollkugelschleimpilz gestoßen... der scheint ganz gut zu passen. Stimmt Ihr mir zu?


    Köpfchen ca. 1/2 mm Durchmesser, Stiele 4 mm hoch.


    Codo


    Moin, richtig, das ist Schachtelhalm... und zwar würde ich auf den Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense) tippen, aber dazu dürfte man ruhig mehr davon sehen... bzw. beobachten, wie die demnächst erscheinenden unfruchtbaren Sprosse aussehen...


    Codo

    Moin, moin, also ich bin da ganz bei Uwe: Für mich ist das klar eine (schattig, und damit recht locker gewachsene) Eibe. Dazu passt auch die Beschreibung der biegsamen Zweige.


    Codo

    Mal sehen, was da noch für Vorschläge kommen, aber das finde ich schon mal super! Hatte ich noch nie von gehört, aber die Beschreibung soweit passt super. Man lernt doch immer wieder was Neues.


    Dann werde ich das Stöckchen wohl irgendwo halbschattig, halb-feucht deponieren... und mal sehen, ob sich damit noch was weiterentwickelt...


    Gruß und Dank!


    Codo

    Fundort: Deutschland, NRW, Münsterland, Rheine, Garten, Kaminholzstapel

    Fundzeit: 22.3.2021

    Fotos: Markus Koschinsky


    Liebes Forum,


    diesen Filz fand ich mitten in meinem Kaminholzstapel. Ich dachte zuerst an ein Stückchen Glaswolle, dass sich da irgendwie hin verirrt hat (manchmal schleppen die Mäuse sowas für Nestbau umher), und es fühlt sich auch bald wie Glaswolle an, also es ist trocken und recht strohig.

    Auch wenn die Scheite daneben Eiche sind, ist das Stöckchen selbst, aus dem das hauptsächlich wächst, ca. 3 cm Durchmesser, ein anderes, weicheres Laubholz, ich denke Faulbaum (sicher ist das aber nicht). Das Holz dort liegt schon etwa 1,5 Jahre, und deshalb ist es dort eigentlich recht trocken. Deshalb überrascht mich das ohnhin, dort so einen pelzigen Flaum vorzufinden. Deshalb glaube ich auch nicht wirklich ein irgendeinen Schimmel-Überzug, dazu ist mir das alles viel zu trocken und zu derb.


    Kann man das irgendwie einordnen, wo das hingehört? Ist das so schon fertig, oder wird da noch was ganz anderes draus?


    Völlig ratlos...

    Codo


    Moin Peter,


    Du hast natürlich recht, der Pilz ist erst im Holz, und dann wächst der Fruchtkörper heraus... Wenn man aber nicht den Vorgang betrachtet, sondern nur das Bild, also quasi den Querschnitt, dann ist der Fruchtkörper wie in das Holz eingefügt. Anders macht der Begriff "Insertionsregion" im Wortlaut keinen Sinn, oder?


    Codo