Beiträge von Fahrradfahrer

    Hallo zusammen,



    ich denke, ihr liegt richtig. Vor Ort hatte ich tatsächlich nur einen Tropfen der Milch (mild schmeckend) probiert. Zuhause hatte ich dann einen Tropfen mit einem klitzekleinen Stückchen Fleisch gekostet (sehr scharf). Leider habe ich keine Sporen gewinnen können, weil ich zwei junge Exemplare mitgenommen habe. Aber im Mikro war gut zu erkennen, warum der "wollig" genannt wird.


    Besten Dank für eure Einschätzung. War der erste Milchling, der mir über den Weg gelaufen ist... ;)



    Gruß,

    Rolf

    Hallo zusammen,


    bei meiner heutigen Kontrollrunde konnten die folgenden Exemplare in einem lichten Buchenwald beobachtet werden:





    Für mich auffällig sind der schwere und massive Stiel und ein pilzig-würziger Geruch. Ein Milchtropfen schmeckte nach - nun ja, Milch. Also nicht scharf.


    Zwei Asservate konnte ich sicherstellen. Habt ihr ne Idee, um welche Art es sich handelt? Bei Bedarf könnte ich die auch sezieren und unters Mikroskop legen. Reagenzien sind nicht verfügbar.


    Edit: Hab gerade noch mal ein Stückchen aus dem Stiel getestet, als der Hut für den Sporenabwurf abgetrennt wurde. Diesmal war die Kostprobe sehr scharf. Zusammen mit den Flecken am Stil wäre das vielleicht der Pfeffermilchling?


    Danke schon mal für eure Einschätzung und Gruß,

    Rolf

    Hallo zusammen,



    ausdrücklich tausend Dank von mir an Berni für diesen Link und das weitere Material, dass man dadurch finden kann!


    Dann habe ich hier eine komplette Vorlesung "Evolution und Ökologie der Pilze" aus dem Jahr 2005 von dem mittlerweile leider verstorbenen Prof. Franz Oberwinkler von der Uni Tübingen.


    timms video

    Gruß,

    Rolf

    Hallo Steppa,



    natürlich gehts mir hier nur um diesen Test. Und da ist die Frage, warum man den Test überhaupt macht.

    Falsch positiv bedeutet, man geht, möglicherweise unberechtigt, vom Schlimmsten aus. Zuhause würde das heißen, es gibt besser ne Pizza und die möglicherweise schmackhaften Pilze landen halt in der Tonne. In der Klinik würde man vielleicht schon mal zur Schadensbegrenzung das Silymarinpräparat aus der Krankenhausapotheke ordern und verabreichen, während in einer der Giftnotrufzentralen eine handfeste Analytik durchgeführt wird.


    In beiden Fällen würde man aber eine negative Reaktion nicht als Ausschluss der Anwesenheit von Amatoxinen werten wollen, da die Risiken beim Vorliegen eines falsch negativen Ergebnisses wahrscheinlich keiner akzeptieren möchte.



    Gruß,

    Rolf

    Hallo Steppa,


    gedanklich gehst du in die richtige Richtung. Man müsste die Nachweisgrenze ("Empfindlichkeit des Tests") kennen und das ganze hochrechnen, um Abschätzen zu können, wieviel Amatoxin unerkannt im zu verspeisenden Pilzmaterial vorhanden sein könnte. Da der Gehalt aber wiederum natürlichen biologischen Schwankungen unterliegt und eine Probe auch unter anderem deshalb nur begrenzt repräsentativ für das gesamte Untersuchungsmaterial ist, macht es keinen Sinn, einen solchen Test für den Nachweis der Harmlosigkeit einer Probe heranzuziehen.

    Nur umgekehrt wird ein Schuh draus: Eine positive Reaktion sollte unbedingt als Nachweis für die Anwesenheit des Analyten gewertet werden.


    Gruß,

    Rolf

    Hallo Schupfnudel,



    danke für die prompte Rückmeldung. Yeah, Pfifferlinge!

    Hatte gehofft, euch noch ein paar Fotos liefern zu können - aber leider war da gestern nix mehr zu sehen.


    Was solls, Stelle ist vermerkt, Wetter scheint weiterhin gewogen zu sein. Also schaun mer mal!



    Viel Erfolg bei der Jagd,

    Rolf

    Hallo zusammen,



    auf einer meiner Streiftouren vor ein paar Tagen habe ich diese quietschgelben Pilzchen mit daumennagelgroßen Köpfen entdeckt. Wie auf den Bildern zu sehen handelt es sich beim Fundort um eine bemooste Stelle, die sich im lichten Buchenwald befindet. Da ich um die käuflichen Varianten immer nen großen Bogen mache und die Kerlchen auch noch sehr klein waren, fehlt mir hier das rechte Anschauungsmaterial zum Prüfen der Merkmale - insbesondere der "Leisten". Auf jeden Fall schaue ich morgen mal nach, wie sich das so entwickelt hat.


    So, wie ich euch einschätze, gibt es sicher einige, die hier "aus der Hüfte" eine Einschätzung abgeben können, an der ich sehr interessiert bin.


    Hier die Bilder:




    Also, was meint ihr? Leistlingskandidat oder doch was Anders?



    Danke schon mal für eure Einschätzungen und Gruß,

    Rolf

    Hallo Stephan,



    danke für die Info. Ich merke, worauf du hinauswillst. Eigentlich kann man aufgrund der Infos hier nur sagen, dass der Fund aus einer der beiden Arten stammt. Wobei der Schlehenrötling anscheinend noch ein bisschen seltener ist. Hm, mal schauen, ob ich noch ein angenagtes Exemplar finde oder es irgendwo nen kleinen Chemiekasten für den Hobbygebrauch gibt. Mit dem Mikroskop komme ich da ja wohl auf Dauer sowie nicht drum herum.


    Nur so ein Gedanke: Ist wirklich nur die Farbreaktion die Grundlage dafür, hier zwei Arten zu sehen? Was spricht denn dagegen, nur eine zu sehen, die aufgrund der Futterlage (Ektomykorrhizapilz vs. Folgezersetzer) in ihrem Stoffwechsel und damit hinsichtlich der Farbreaktion unterschiedlich ausgeprägt sein kann? Zumal die Reaktion beim Schildrötling anscheinend ja nicht ausbleibt, sondern nur deutlich schwächer ausgeprägt ist.



    Gruß,

    Rolf

    Hallo Stephan, Pablo,


    ich hatte sowas geahnt, nachdem ich den Kuddelmuddel bei den Röhrlingen ein wenig kennengelernt habe. Ein gutes Beispiel ist das Blauen, was ja einerseits ein Merkmal für einen bestimmten Stoffwechsel- bzw. Syntheseweg ist, aber dennoch nicht für jedes Individuum obligatorisch, obwohl für eine Art beschrieben.

    Aber bei den Lamellenpilzen isses anscheinend noch lustiger: Es hat nen Burggraben und rosa Sporen. Also ist es kein Ritterling und kein Champignon, sondern einer der vielen Rötlinge. Denn die rosa Lamellen des grabenlosen Champignons werden ja durch die braunen Sporen... Oder doch was anderes? :/ ^^


    Danke und Gruß,

    Rolf

    Hallo zusammen,


    ihr seid echt der Knaller. Ich war gestern noch mal vor Ort für ein Studienexemplar.

    Vorab, der "Busch" besteht natürlich aus mehreren Gewächsen, und den rechter Hand hatte ich schon vorher als Schlehe identifiziert.


    In der Umgebung gibts noch mehr Schlehen und noch mehr von den Kerlchen:





    Sporenabwurf hab ich auch gemacht und dann mal unters Mikro gelegt. Leider sind meine Messungen weg, aber das ist nicht so schlimm, weil auf dem Präparat zwei Deckglässchen waren:



    40er Objektiv:



    100er Objektiv, das Präparat lag während der Kalibrierung mit dem Objektmikrometer. Daher war wohl Gruppenkuscheln angesagt:



    Jedenfalls sind die Sporen eckig und mit Fantasie sind vielleicht auch Öltröpfchen zu erkennen. In keine Richtung waren das, nachträglich geschätzt ,mehr als 10 Mikrometer.


    Also ich würde sagen, ihr sollt mit dem Schlehenrötling recht behalten.


    Besten Dank, das macht echt Spaß so!



    Gruß,

    Rolf

    Hallo zusammen,



    auf der gestrigen Erkundungstour konnte ich folgende Kerlchen unter einem Busch hinter einer Parkbank erspähen:


    Busch mit Bank:



    Bilder:





    Es handelt sich um gelblich-weiße Pilze. Die dünnfleischigen und gebuckelten Hüte waren vor dem Fotografieren einem kräftigen Regen ausgesetzt. Die weißen Zwischenlamellen sowie Lamellen stehen nicht sehr eng und sie sind buchtig angewachsen. Der Rand ist auf den Bildern noch nach unten gebogen. Der Stiel erscheint eher gleichmäßig dick und ist faserig bis flockig, wie man bei den beiden jungen Exemplaren sieht. Leider passt der leicht bittermandelige Geruch nicht so richtig zu den gesichteteten Beschreibungen.


    Ich denke mal, hier stehen Ritterlinge, Trichterlinge und Ex-Ritterlinge (CALOCYBE) zur Wahl. Am ehesten würde ich hier einen CALOCYBE CONSTRICTA sehen, der ja auf der 123-Pilze Seite zu zwei Arten zusammengefasst ist. Nur leider sind hier weder Wurzeln noch eine Einschnürung zu sehen. Und der Geruch passt auch nicht. Bei den Trichterlingen hat auch nichts so richtig gepasst, aber immerhin können die anscheinend bei Bedarf auch Burggräben...


    Was meint ihr zu dem Kerlchen?


    Nebenbei vielleicht interessant:


    Link 1

    Link 2



    Danke im Voraus für eure Einschätzungen und Grüße,

    Rolf

    Hallo zusammen,


    irgendwie scheint das alles im Reich der Pilze nicht so einfach. Ausgehend von der genannten Färbung konnte ich noch dieses Mosaiksteinchen von 1996 finden. Anscheinend hat sich also die Unterfamilie der Lyophyllae über die Zeit zu ner vollwertigen Familie der Lyophyllaceae gemausert.

    Ich meine, mal gelernt zu haben, dass sich in der Biologie Familien dadurch auszeichnen, dass die Angehörigen nur mit weiteren Individuen der Familie Nachkommen haben können. Hier scheint das ganze eher ein loses Konzept unter Berücksichtigung von makroskopischen, mikroskopischen und stoffwechselbezogenen Merkmalen zu sein, das konzept-, technologie- und erkenntnisbedingt im stetigen Wandel ist?


    Der Gedanke bringt mich zu ner weiteren Frage: Wenn ihr wissen wolltet, was eine Ordnung und eine Klasse in der Abteilung der Ständerpilze im Jahr 2021 genau ausmacht, wohin würdet ihr euch wenden? Gibt es dazu z.B. ein Standardwerk, oder verliert man sich auf der Suche nach den Details in Papers, Universitätsbibliotheken, Pilzzeitschriften, Foren und Vereinshinterhöfen?


    Gruß,

    Rolf

    Hallo zusammen,



    besten Dank für die Rückmeldung. Ein Treffer bei "weißem Pilz mit weißen Lamellen" stimmt zuversichtlich. :-)


    Pablo: Treffer, versenkt. Mein "Grundkurs Pilzbestimmung" kennt Ritterlingsartige "Tricholomatales" mit den Familien Wachsblättler "Hygrophoraceae" und Ritterlingsähnliche "Tricholomataceae". Darunter die Gattung Tricholoma mit ausgebuchtet angewachsenen Lamellen. "Die Pilze Deutschlands" verortet den Mairitterling jedoch in der Familie der "Lyophyllaceae", der sogenannnten Raslingsartigen. Ist ja voll super, ein möglicherweise gattungsbestimmendes Merkmal zum ersten Mal wo anders zu beobachten, nämlich bei der Ordnung der Champignonartigen "Agaricales" (Systematik der Pilze – Wikipedia). Und der betreffende Pilz wird dann Ritterling genannt...


    Wer bei Pilzen auch an seine Bratpfanne denkt, kann hier nur ein Fazit ziehen: Holzauge, sei wachsam!



    Gruß,

    Rolf

    Hallo zusammen,



    die folgenden Kerlchen sind mir heute über den Weg gelaufen. Ich war in nem kleinen Wäldchen unterwegs, das mitten in einem Naturschutzgebiet liegt. Es gibt da kleine und größere Tümpel, Brennnesseln und Bäume, die ich noch nicht näher identifiziert habe. Also keine Eichen, Buchen oder Birken oder so :-). Und es gibt da Weinbergschneckengehäuse, was ja auf kalkhaltigen Boden hinweisen soll. Leider war meine Knipse im Geben-sie-die-PIN-ein-Modus, was sie eigentlich sonst nie macht, deshalb habe ich ein paar Studienexemplare erlegt und zuhause fotografiert:


    Gelblich-weiße, hüllen- und ringlose Pilze mit gurkigem Geruch. Verhältnismäßig kleiner Lamellenanteil im Verhältnis zum Hutfleisch. Recht massive Exemplare, von denen einer in die halbe Hand passt. Die Lamellen stehen eng zusammen. Aufgrund der Lamellenfärbung bei den älteren Schlappen würde ich die Sporenpulverfarbe mit weiß angeben:




    Der Stiel ist faserig und nicht hohl, wenn sich da nicht schon irgendwelche Viecher rangemacht haben:



    Und hierzu sagt man wohl: Die Lamellen sind buchtig angewachsen. Die Bucht macht den Ritterling:


    Also, wie siehts aus. Würdet ihr den Mairitterling aka CALOCYBE GAMBOSA bestätigen wollen?



    Danke im Voraus für euer Feedback und Grüße,

    Rolf

    Hallo zusammen,



    da sind ja jede Menge Antworten zusammengekommen, das ist super!


    Also erstmal zum Mikroskop:


    Nach dem ersten Auspacken und den ersten Funktionstests hatte ich das naheliegendste Objekt überhaupt auf dem Träger: Katzenhaare! ;-)

    Der Pilz Nummer 1 wurde danach nur in der Absicht erlegt, irgendwas auf dem Objektträger zu haben, während ich mich weiter mit dem Gerät und den Präparationsmethoden vertraut mache. Versucht habe ich mich an auf die Schnelle angefertigten Schnittpräparaten aus den Lamellen und dem Hut, der Stiel war eh schon Matsch. Wahrscheinlich waren da im 40er Objektiv wirklich in einer der Fokusebenen des natürlich viel zu dicken Schnittes Sporen zu sehen, aber da muss wohl das 100er mit Immersionsöl ran, um sich die Dingelchen genauer anschauen zu können. Einen Hutteil wurde auch für Sporen auf einem Objektträger geparkt, aber nach der kurzen Absporzeit war da mit dem 40er für mich nichts Interessantes zu sehen. Da bisher noch kein Objektmikrometer verfügbar war, gab es keine Versuche mit dem 100er. Insgesamt gibts also keine mikroskopischen Hinweise auf die Identität von Nummer 1.


    Als Wiedergutmachung und vielleicht auch, um ein paar Kommentare zu meinem China-Equipment anzuregen, hier mal eine Kostprobe von meinem Zimmerbambus:



    An der Stelle vielen Dank für die Hinweise zu Pilz 1. Die Steckbriefe zu den Vorschlägen schaue ich mir genau an und beim nächsten Mal ist das Mikroskop jedenfalls startklar!


    Zu den Austern und dem falschen Pfifferling: Auch hier besten Dank für euer Feedback und die Bestätigungen! Die Kerlchen sind zwar anscheinend nicht selten, aber für mich Erstfunde. Umso erfreulicher, wenn ich die richtig zuordnen konnte.



    Gruß,

    Rolf

    Hallo zusammen,



    in der Zeit, in der sich die Kerlchen wieder vermehrt unter der Erdoberfläche verstecken, will ich euch ein paar kürzlich geschossene Bildchen nicht vorenthalten. Ne weitere Recherche habe ich bisher nicht betrieben, aber ich denke, dem ein oder anderen fällt bestimmt spontan ein, in welche Richtung es geht:


    Exemplar 1:


    Hielt sich hartnäckig über fast zwei Wochen vor unserer Haustüre auf Rindenmulch unter - hmm. Thujas, denke ich. Hatte Frost abbekommen und ist zum eher schlecht erhaltenen Küchenrollenpilz geworden, um als erstes Mikroskopieropfer zu dienen. Hutdurchmesser vielleicht 10 cm. Ich dachte, wenn er schon mal so da rumliegt, kann ich auch ein paar Bilder machen:





    Exemplar Nummer zwei:


    An einer sichtlich beschädigten Buche verstecken sich auf der wegabgewandten Seite auf Augenhöhe Seitlinge. Man konnte sehen, dass da mal mehr waren, und die fotografierten Pilze waren noch relativ klein, vielleicht maximal ein halber 5€-Schein. Vorgestern waren beim erneuten Besuch wieder nur ein paar Miniexemplare zu sehen. Also, Farbe, Form, Pilzschwund: Wenn das mal keine Austernseitlinge sind?




    Exemplar Nummer drei:


    Immer, wenn man eigentlich nix mehr sucht, wird man angesprungen. In dem Fall von nem gelben, kleinen Pilz, der auch schon bessere Zeiten gesehen und etwas schrumpelig gewirkt hat. Der größte war so ca. 5-7 cm hoch, und beim Blick durch die Alltagsbrille dachte ich, dass ich da Lamellen sehe und es sich vielleicht um einen falschen Pfifferling handeln könnte. Dazu würden die mehrfach gegabelten "Lamellenleisten" passen. Hm. Was meint ihr dazu?







    Wie immer schon mal besten Dank für euer geschätztes Feedback und Grüße,

    Rolf

    Einen schönen guten Tag zusammen,


    nachdem sich der Oktober gestern bei uns zum letzten Mal für dieses Jahr von seiner besten Seite gezeigt hat, blieben als Zugabe zu einer entspannten Radtour auch zwei interessante Erstfunde nicht aus. Die handvoll Birken- und Steinpilze sollten noch um ein paar Stockschwämmchen erweitert werden. Bei dieser Art gehört jedoch jeder einzelne genauestens begutachtet, und so habe ich die vermeintliche Beute stehen lassen müssen, aber dafür eine interessante Beobachtung mitgenommen.

    In dem besuchten Mischwaldareal konnte ich in diesem Jahr bereits an drei vermoosten Baumstämmen Stockschwämmchen identifizieren, nachdem im letzten Jahr die Fotodiagnose von einem PSV für einen der Stämme gesichert worden war und ich mich ziemlich ausführlich mit den Kerlchen beschäftigt habe. Umso erstaunlicher war es jedoch, in diesem Umfeld nur ein paar Meter weiter auf einen Baumstamm zu treffen, der die folgenden Kerlchen beherbergte:





    Nach dem erneuten Review der Merkmale der "Stockschwämmchenartigen" glaube ich, den Erzfeind aller Stockschwämmchensammler gefunden zu haben. Hier noch mal ein paar Punkte zur Abgrenzung, die erwähnenswert scheinen:


    Weißstielige Stockschwämmchen: Ringlos, Velum bleibt am Hutrand hängen -> Ringreste auf meinen Bildern

    Glattstielige Stockschwämmchen: Stiel dunkelbraun, rostbraun bis schwarzbraun -> Farbe passt nicht

    Gifthäubling: Stiel mit weiß-silbrigen Fasern -> Naja, schon. Weiß. Vielleicht faserig. Oder?


    Passenderweise kommt hier das zweite Fundstück ins Spiel. Da heißt es zum Stiel des Blauen Lacktrichterlings: Ca. 3-8 (selten auch bis 25) cm hoch, lila, verdreht, wellig verbogen, weißlich längs gefasert, ähnlich dem Gifthäubling, (...). "






    Von den verfügbaren Portraits des Häublings halte ich jedoch nur das hier für das passendste. Also was meint ihr? Habe ich Gifthäublinge und Blaue Lacktrichterlinge gefunden?



    Besten Dank im Voraus für euer Feedback und Gruß,

    Rolf

    Schönen guten Abend zusammen,


    auf meinen letzten Touren bin ich immer mal wieder über diesen Pilz gestolpert. Die Bilder stammen aus einem Areal mit altem Laubbaumbestand, aber auch in der weiteren Mischwaldumgebung wachsen die Kerlchen derzeit ungehemmt vor sich hin. Aufgrund der herablaufenden Lamellen würde ich den eher unangenehm pilzig (vielleicht säuerlich?) riechenden Pilz als einen Trichterling ansehen. Auffällig ist auf jeden Fall der faserige Stiel, der lediglich eine ausgeprägte Knolle vermissen lässt. Womöglich hätte das Model auch noch etwas Zeit gehabt, diese auszubilden? Aus der Hüfte geschossen würde ich das Kerlchen verdächtigen, ein Vertreter der Nebelkappen zu sein. Was meint ihr dazu?



    Danke schon mal für eure fachkundige Einschätzung und Gruß,

    Rolf

    Hallo Ibex,


    Pilz 3/4 sieht für mich wie ein Stockschwämmchen ohne Schüppchen am Stiel aus. Zudem erkennt man am Stiel weißliche Fasern. Zusammen mit dem Fundort Nadelwald würde ich daher braune Sporen erwarten und das Kerlchen mit Gifthäubling ansprechen.


    Gruß,

    Rolf

    Hallo zusammen,


    ok, der Fuzzel ist also ein Schleierrest. Mal schauen, ob sich so ein Cortinarius auch mal "vollverschleiert" erwischen lässt, das schärft wahrscheinlich das Auge für die weitere Entwicklung des Fruchtkörpers.

    Jan, Boris: Technisches K.O., mein Vorschlag war schon ziemlich aus der Hüfte geschossen! Um so hilfreicher sind eure Hinweise zur Orientierung.


    Danke und Gruß,

    Rolf