Beiträge von EL12

    Spontan kommt mir bei den Fotos der Eichenwirrling in den Sinn, auch wenn die Fruchtkörperform nicht ganz so typisch ist. Kannst ihn ja mal mit dem vergleichen...
    Gibts denn dort in der Nähe Eichen, oder ist es ein reiner Nadelwald? (Das Holz sieht mir schon nach Laubholz aus, ist aber in dem Alter schwer zu sagen,insbesondere wenn ich's nicht in der Hand habe.

    EDIT: ich habe die Fotos nochmals genauer studiert und erst jetzt das ganze Eichenlaub gesehen. Auch die Struktur vom morschen Holz passt sehr gut, denke das sollte hinkommen

    Wie die anderen schon geschrieben haben, zur genaueren Beschreibung brauchts Detailfotos (Oberseite, Unterseite, Seitenansicht, Querschnitt, Anwachsstelle...) weitere Angaben sind auch hilfreich wie Substrat oder Standort (hier wohl Rotbuche), Geruch, Grösse, Konsistenz usw.

    Kannst ihn ja auch mal noch mit dem striegeligen Schichtpilz vergleichen...

    Gutes neues Jahr zusammen!

    Lange ist es her seit ich das letzte mal hier online war - inzwischen bin ich in zwei Pilzvereinen aktiv und durfte sehr viel dazulernen, auch in der Mikroskopie habe ich nun gute Grundkenntnisse. U.a. spiele ich mit dem Gedanken in ca. zwei Jahren die Prüfung zum Pilzkontrolleur zu machen...

    Dieses Jahr durfte ich zwei sehr spannende Funde machen, hier geht es nun um den Interessantesten Fund, da es sich höchst wahrscheinlich um den Erstnachweis dieser Art in die Schweiz handelt. Und zwar habe ich im Spätherbst bei einer Wanderung an der Töss (Winterthur, Zürich) einen mit Pilz befallenen Nachtfalter gefunden. Höchst wahrscheinlich handelt es sich um Akanthomyces aculeatus (höckerige Kernkeule). Leider gibt es (oder zumindest mir bekannt) nur wenig Literatur zu den Cordycepitacae. Aus Zeitmangel habe ich mein Fund im frischen Zustand nur kurz mikroskopisch untersucht, konnte da allerdings keine Sporen finden (die sind anscheinend aber auch sehr klein und hyalin). Bei gelegenheit werde ich das Herbarmaterial noch genauer mikroskopieren und dokumentieren und dann wird es wohl an der WSL noch DNA-sequenziert um die Art zu bestätigen. Gibt es hier im Forum Personen die sich mit der Gattung besser auskennen, oder kann mir jemand gute Literatur empfehlen?
    Laut Swissfungi Verbreitungsatlas (WSL) wurde schweizweit noch keine einzige Akanthomyces-art gefunden (kartiert).

    LG

    Elias

    Hier noch einige Fotos:

    Ich kenne Reizker aus meiner Kindheit, da haben wir die gemieden.

    Vor drei Jahren wollte ich mich gezielt mit Reizkern auseinander setzen und habe 2 gefunden. Die letzten 2 Jahre gar keinen. Dieses Jahr bisher einen.

    Du hast Recht, hier gibt es große Kiefernbestände.

    Ich arbeite dran 🙃

    Also bei uns sind die Reizker (vorallem Lachs- und Fichten-) richtige Massenpilze die ich zur Zeit Kiloweise sammeln könnte... Schade nur, dass ich sie nicht so mag, ich muss auch mal noch andere Rezepte ausprobieren

    Beim Perlpilz fehlen mir die Roten Verfärbungen am Stiel, aus meiner Sicht könnte das gut ein anderer Wulstling sein...

    Beim Maronenröhrling ist das Letzte Foto aus meiner Sicht ein typischer Maronenröhrling, die drei anderen Fotos sehen eher nach einem Anhängselröhrling aus, wobei in beiden Fällen die Blaufärbung fehlt (muss aber nicht zwingend vorhanden sein).

    Vielen Dank euch für die Antworten.

    hatte ich mich mal gewundert, als jemand schrieb, dass in der Schweiz (im Unterschied zu Deutschland) die Saftlinge nicht als Gattung komplett geschützt sind (nur der Rosarote Saftling scheint geschützt zu sein).

    Letztes Wochenende war ich in der Schweiz und habe unter anderem eine Wanderung in der Nähe von Engelberg gemacht. Holla die Waldfee! Da standen die ganzen Almwiesen voll mit Saftlingen und Rötlingen!

    Leider (natürlich nur wegen der Pilze "leider") war ich nicht allein, so dass ich nicht voll in Pilzen schwelgen konnte. Aber wenn die anderen Almwiesen in der Schweiz nur annähernd so viele Saftlinge haben, kann ich das nachvollziehen, dass die dort nicht geschützt sind.

    Beste Grüße

    Sabine

    Das klingt spannend, dann muss ich wohl auch mal ein Wochenende in höhere Lagen fahren und ein paar Proben einsammeln. ich finde die Saftlinge gerade auch optisch sehr attraktiv, und da ich das mikroskopieren von Pilzen gerade erst am kennenlernen bin bietet es sich ja gerade an diese Gattung etwas weiter zu erforschen...
    Momentan bin ich gerade etwas überfordert mit der Anzahl an Pilzarten die überall wachsen, ich glaub ich fokussiere mich mal auf wenige Arten, die ich genauer anschaue (natürlich nebst dem sammeln von Speisepilzen:)).

    Bezüglich der Liste der Geschützten Arten in der Schweiz meine ich mal irgendwo gelesen zu haben dass diese gerade überarbeitet wird.
    Die WSL ist momentan z.B. gerade auf der Suche von Herbarproben diverser selteneren Arten um einerseits deren aktuelles Vorkommen zu erheben, andererseits aber auch um eine DNA Datenbank aufzubauen um später die Verbreitung auch mittels Sporenfallen zu überwachen.

    Grüsse

    Elias

    Hallo zusammen,

    inzwischen hat es bei uns so viele Pilze, dass ich als noch nicht so erfahrener Sammler die Übersicht komplett verloren habe. Allerdings bin ich nun schon einige male bei uns im Pilzverein an die Bestimmungsabende gegangen - das hat nun dazu geführt dass ich nur noch an Pilze denke und ein Buch nach dem anderen kaufe... Gerade als Anfänger sind die Bestimmungsabende super, da sieht man viele Pilze mit Namen und kann sie anfassen, dran riechen usw. - also allen zu empfehlen die da noch nie waren!

    Bei einem kleinen Spaziergang ist mir dann dieser Pilz aufgefallen, ich hatte kein Buch dabei, war mir aber ziemlich sicher dass es ein Saftling sein muss. Da sehr viele Fruchtkörper vorhanden waren und 1/3 davon schon zertreten waren (am Wegrand eines Weges zu einem Spielplatz, künstlich angelegter Hügel auf dem auch noch Schafe weiden, Umgebung Winterthur) habe ich drei Exemplare zur Bestimmung mitgenommen (ich wusste dass gewisse Saftlinge sehr selten sind).

    Bei der Bestimmung bin ich recht schnell beim Hygroscybe persistens angelangt (Breitenbach und Känzlin, Band 3). Ich bin aber nicht ganz sicher ob es nicht doch der Subglobispora (rundlichsporiger Saftling) ist, da die Sporen doch recht rundlich aussehen. Was mein ihr?


    Rundliche Spore (die anderen haben gleich ausgesehen, das war einfach die einzige, die gut sichtbar auf der Skala lag, Teilstriche = 10 Mikrometer)


    Basidien zweisporig (wobei auffallen viele Basidien noch keine Sporen gebildet haben? Liegt das daran, dass der Fruchtkörber noch sehr jung war?, Quetschpräparat der Lamellenschneide in Wasser, 1000 fach vergrössert)

    Im Hutfleisch waren erstaunlich viele Kristalle zu sehen, habe aber nirgens etwas davon gelesen?

    Die Fruchtkörper sind jedenfalls farblich sehr schön anzusehen!

    Am Montag im Bestimmungsabend hat jemand einen sehr jungen Fliegenpilz gebracht, der hat wirklich fast wie ein Bovist ausgesehen im Querschnitt. Es war noch kein oranger Strich sichtbar und die Lamellen waren wirklich nur bei sehr genauem hinschauen sichtbar! Leider habe ich davon kein Foto gemacht

    Bei uns gehts nun auch endlich los, ja die Pilze schiessen regelrecht aus dem Boden. Da weiss ich gar nicht welchen ich meine Beachtung schenken soll. Es hat einfach zu viele (oder ich habe zu wenig Zeit) um alles was ich im Wald antreffe zu bestimmen... Am Sonntag war ich einige Stunden im Wald, da hat es stellen wo pro Quadratmeter ca. 10 Täublinge und zusätzlich noch Reizker und andere Pilze Stehen...

    Und das feucht-warme Wetter geht noch weiter, alle zwei Tage etwas Regen und zwischenzeitlich warm.

    Heute auf dem Heimweg von der Arbeit habe ich einen kleinen Umweg gemacht und bin an einem Waldrand vorbeigekommen, und was steht da? ein kg schönste Fichtensteinpilze im Perfekten Alter!

    Hier noch Nummer 5:

    Wurzelnder Bitterröhrling?

    Mischwald, an Böschung neben Strasse, kein Netz am Stiel, Sporen Olivgrün. Habe leider vergessen ein Foto vom ganzen Pilz zu machen. Direkt unter dem Hut war ein sehr schwaches Netz zu sehen, in der gleichen Farbe wie der Stiel. Der Geruch war intensiv Pilzig, gemischt mit einer unangenehmen Note. Geschmack: Bitter-unangenehm (Fleisch vom Hut)

    Blaufärbung 30 Sec. nach dem Schnitt

    Der Pilz zeigte mit Guajak eine deutliche Blaufärbung (1. Foto nach 5 Sec., zweites nach 15 Sec.)


    Sporen elliptisch, ca. 4.5 X 11 µm, meisst mit drei markanten Öltröpfchen im Innern

    Nach dem Ausgiebigen Regen am Freitag habe ich mich gestern mal wieder etwas umgesehen im Wald. Anscheinend war ich etwas ungeduldig mit dem "Zuwarten", da viele Pilze erst sehr klein waren oder man erst erahnen konnte dass da etwas wachsen wird. Mangels guter Speisepilzfunde habe ich einfach mal 5 mir nicht bekannte Pilze mitgenommen um etwas mehr Übung im Pilze bestimmen zu erlangen. An dieser Stelle möchte ich euch mal fragen mit welcher Literatur arbeitet ihr? Pilzbücher sind bei mir noch Mangelware, daher arbeite ich bis jetzt vorallem mit dem Internet als Recherchenquelle.

    Die 5 Pilze die ich mitgenommen habe sind vier Bätterpilze und ein Röhrling. Zunächst habe ich alle Fotografiert und dann einen Sporenabdruck gemacht, wobei zu meiner Freude alle schön ausgesport haben. Alle Sporen habe ich mangels anderer Reagenzien in Wasser mikroskopiert (das sind auch meine ersten Erfahrungen in der Pilzmikroskopie, ihr könnt mich hier also gerne kritisieren und mir Tipps Geben:)). Ebenfalls besitze ich leider noch keine Mikroskopkammera und auch keinen Fotoadapter, ich habe einfach mit dem Handy durchs Okular fotografiert.

    Nr.1: Dieser Pilz wächst bei und regelmässig in einem Topf mit einer Monstera. Die Frucktkörper sind relativ schnell vergänglich und zeigen je nach alter eine deutliche Hygrofanität. Der Geruch ist relativ schwach ausgeprägt und würde ich als Pilzig-moderig beschreiben. Sporenfarbe Rostbraun.
    Auch nach längerer Recherche konnte ich irgendwie nichts passendes finden.

    Sporen in Wasser, Referenzstriche= 10 µm


    Nr.2: Lederbrauner Faserling?
    Gefunden in Mischwald, viel Laub, Holz und Rindenstücke am Boden (Wegrand).

    Vermutlich Saprobiont, Sporen dunkelbraun-schwarz, Lamellen durch den Hutrand sichtbar.

    Stiel sehr brüchig. Büschelig und einzelstehend gewachsen.

    Sporen in Wasser, Referenzstriche= 10 µm

    Nr.3: Ein Dachpilz?
    Neben Fichtenstumpf, Lamellen Weiss, später rosa (nach Sporenreiffe), freistehend, Brüchiger Stiel






    Sporen in Wasser, Referenzstriche= 10 µm

    Nr.4: Wurzelnder Schleimrübling?

    Mischwald mit viel Laub und Totholz, wenig Unterbewuchs. Sehr tief wurzelnd, ein Teil der "Wurzel" ist im Boden geblieben. Sporen Weiss, Geruch unbedeutend






    Sporen in Wasser, Referenzstriche= 10 µm


    Nummer 5 hat kein Platz mehr da ich schon zu viele Fotos angehängt habe:huh:. Ich hoffe ich erschlage euch nicht mit der Grösse dieses Beitrags:)

    Vielleicht könnt ihr meine Bestimmungen bestätigen und habt mit Tipps bei denen die ich nicht herausgefunden habe?

    Vielen Dank und gute Funde

    Elias

    Mir ist das dieses Jahr besonders bei den Nussbäumen aufgefallen, bei uns tragen diese dieses Jahr auffallend viele und grosse Nüsse (gerade auch ältere und ganz junge Bäume).

    Schöner Fund,

    ich war heute noch kurz im Wald (nähe Winterthur), wie zu erwarten zunächst keine Funde, da ist es wirklich sehr trocken. An einer mir bekannten Stelle konnte ich dann allerdings doch noch drei Flokenstielige Hexenröhrlinge finden, alle waren noch sehr fest und frisch, allerdings sehr kleine Exemplare und teils von Schnecken etwas angefressen. Ein Exemplar war aber in perfektem Zustand, wie dein Anhängsel-Röhrling. Habe leider vergessen ein Foto zu machen, mein Hunger war glaub einfach zu gross...

    Morgen gehe ich mal Richtung Tösstal, mal schauen wies dort in den Höheren Lagen aussieht.
    Vor einer Woche konnte ich im Berner Oberland mein ersten nennenswerten Fund vom blassen Pfifferling machen, das hat mich wieder motiviert öfters auf grössere Touren zu gehen...

    LG Elias

    Beim ersten Beitrag würde ich sagen dass das Substrat bei den beiden letzten Fotos Eiche ist. Oft sind bei vermoderndem Holz gewisse Merkmale wie z.B. die Markstrahlen noch recht deutlich zu erkennen. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man weiss wie die verschiedenen Hölzer unversehrt aussehen.

    Hallo Andy,

    den Maipoorling, Blutmilchpilz uns die Gelbe Lohblüte habe ich auf meiner Tour am Samstag auch gesehen und noch ein paar andere Pilze die ich noch nicht bestimmt habe. Jedenfalls kommen die Pilze langsam zum Vorschein in meiner Gegend (Region Winterthur). Von Röhrlingen war aber noch keine Spur zu sehen. Der Regen diese Woche dürfte den Pilzen auch zugute kommen. In welcher Gegend bist Du denn unterwegs?

    Ich habe festgestellt, dass in meinem Rohrreiniger NaOH ist und habe etwas mit einem Tropfen Wasser auf die Unterseite gegeben: keine farbliche Veränderung. Verfärbt sich der Leuchtende Weichporling zufällig auch bei NaOh statt bei KOH Zugabe?

    NaOH sollte meines Wissens auch funktionieren, für die Farbreaktion braucht es einfach eine starke mineralische Lauge. Ob jetzt da als Kation Na, K, Li, Rb, oder Cs ist sollte kein grosser Unterschied machen. Das was die Farbreaktion verursacht sind die OH- ionen.

    Gruss

    Elias

    Ah super vielen Dank! Dann fall ich später mal drüber her =)

    Beim Rohrreiniger ist aber noch zu beachten, dass er eventuell noch andere Sachen enthält, die unerwünschte Nebenreaktionen hervorrufen könnten (wenn auch eher mit geringer Wahrscheinlichkeit, ich würde aber dem Testresultat also nicht 100%ig trauen. Ebenfalls sollte die Konzentration auch im nicht viel zu hoch oder zu tief sein). Ich denke KOH bzw. dessen Lösung sollte in kleinen Mengen in der Apotheke sicher erhältlich sein.