potamogeton Aktiver Sammler

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  • Hallo, hier ist auch ein alter DDR- Knochen, dem allerdings nicht bekannt ist, in welchem "Pilzbuch" der Kahle Krempling als "wertvoller Pilz" gepriesen wurde. Dass der Gift- oder Nadelholzhäubling nicht in jedem Pilzbuch (was auch immer man als "Pilzbuch" bezeichnen kann) steht teilt er mit wahrscheinlich mehreren tausend anderen Arten, übrigens auch bei aktuellen BRD- Büchern. Im damals zweibändigen Werk von Katharina BICKERICH- STOLL ist das z. B. auch der Fall, der Kahle Krempling ist dort aber giftig. Die "besseren" Pilzbücher damals waren die PILZWANDERUNGEN von Franz ENGEL (22 Auflagen !) und natürlich das 6bändige "Handbuch für Pilzfreunde" von MICHAEL/HENNIG/KREISEL mit sehr guten Abbildungen von etwa 1300 Pilzarten. Hier sind beide Arten als giftig eingestuft, mit einer Bemerkung beim K. Kr., der in manchen Gegenden auch heute noch verspeist wird. Was mir noch nie zu Gesicht bzw. Gehör gekommen ist sind konkret beweisbare Vergiftungen mit Galerina marginata. Dass mancher schon zusammenbricht, wenn er den Gifthäubling nur sieht :horny:, da gibt es ja die tollsten Aussagen im Netz, aber bewiesen Konkretes gleich Null, auch kein Wunder bei diesem hervorragenden :sick: Pilzberatersystem.

    • Ich muss dich leider enttäuschen bin nicht aus der DDR lediglich mein erstes Pilzbuch aus einem Antiquariat stammte aus der DDR. Frag mich nicht wie das hieß mein Gedächtnis ist nicht das Beste aber es war sicher keines der von dir aufgezählten hochwertigen Bücher , es war ein dünnes Anfängerbuch das kaum mehr als 100 Pilzarten umfasste. Ich kann mich aber einnern dass ich irgendwo auch mal gelesen hatte dass der Kahle Krempling früher als Marktpilz galt aber dann war das vermutlich eine der vielen fragwürdigen Informationen; die im Bereich Naturkunde (und ganz besonders wenn es um Pilze geht) viele Jahre lang unterwegs sind.( Spinat ist besonders eisenhaltig Elstern klauen Schmuck das Jakobs-Greiskraut tötet Pferde usw usw) aber egal das ist ja auch nicht so wichtig. Interessant finde ich dass es keine konkret nachgewiesenen Vergiftungsfälle mit Galerina marginata gibt das überrascht mich passt aber irgendwie zu der Tatsache dass bei uns auf dem Dorf in den späten Nachkriegsjahren Stockschwämmchen gesammelt wurden ohne dass damals Gifthäubchen bekannt waren. Aber ich war ein Kind und wie man weiss sind Erinnerungen aus der Kinderzeit nicht immer zuverlässig.