awillbu1  Purpuroranger Afterleistling, Rosa-Afterleistling                       atod1 GIFTIG! In geringen Mengen unbedenklich!

APHRODITEOLA OLIDA (SYN. HYGROPHOROPSIS OLIDA, CANTHARELLUS OLIDUS, APHRODITEOLA ROCH, CLITOCYBE MORGANII, HYGROPHOROPSIS MORGANII, CLITOCYBE OLIDA, MERULIUS MORGANII, CANTHARELLUS MORGANII, MERULIUS ROSELLUS, CANTHARELLUS ROSELLUS)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilder oben: Dieter Wächter (Thiersheim) ©

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Aromatisch, unangenehmen chemischen Geruch während des Trocknens.

Geschmack:

Mild.

Hut:

2-5 (6) cm Ø, braun, braunorange, purpurorange, feinfilzig, trichterförmig, Rand lange eingerollt.

Fleisch:

Gelblich, rosa bis ocker, dünnfleischig, biegsam, weich, zäh, schwammig.

Stiel:

Orangegelb, orangebraun, gelbbraun, körnig schuppig, zylindrisch, biegsam.

Lamellen:

Weißlich, fleischrosa, orangegelb, braungelb bis blass rosa marmoriert, herablaufend, viele gegabelt, ablösbar, bei Leistlingen wie z.B. Pfifferlinge sind die Leisten fest mit dem Fleisch verwachsen.

Sporenpulverfarbe:

Weiß (3,5-4,5 x 2,5-3 µm, Q = 1.2-1.4, Q = 1.3).

Vorkommen:

Nadel- und Mischwäldern, vergrabenem Holz, auf kalkhaltigen Böden, Folgezersetzer, Sommer bis Spätherbst, extrem selten, eine absolute Rarität!

Gattung:

Afterleistling, Leistlingsartige, Kremplingsartige.

Verwechslungsgefahr:

Falscher Pfifferling, Afterleistlinge (z.B. Duftender Afterleistling), Ockerbrauner Trichterling, Pfifferlinge, Braune Afterleistling, Ölbaumtrichterling (OMPHALOTUS OLEARIUS), Wasserfleckiger Röteltrichterling, Wohlriechende Trichterling.

Bemerkung:

Eine besondere Verwechslungsgefahr wäre der Wohlriechende Trichterling (stark giftig), der aber in Deutschland noch nicht aufgetaucht ist. Eine in südlichen Ländern giftige Art könnte sich aufgrund der Klimaveränderung auch in unseren Wäldern ausbreiten, deshalb wird vorsichtshalber vor diesem Pilz gewarnt.

Kommentar:

Der Purpuroranger Afterleistling ist kein Leistenpilz wie der Pfifferling, sondern ein Lamellenpilz. Leisten sind fest mit dem Fleisch verbunden. Lamellen wie hier, können meist vom Fleisch gelöst werden und sind immer stark gegabelt. Der auf Holz wachsende giftige Ölbaumtrichterling (OMPHALOTUS OLEARIUS), der meist nur im mediterranen Raum vorkommt, hat nur wenige gegabelte Lamellen und dunklere, orangerote Farben.

Besonderheit:

Dieser Pilz ist erst in größerer Menge Magen-Darm giftig. Einzelne Exemplare schmecken zwar nur schwammig und muffig, sind aber harmlos. Empfindliche Personen sollten ihn meiden. Wer diesen Pilz mit dem Pfifferling verwechselt, sollte mal die Geschmacksprobe machen. Dieser Falsche Pfifferling schmeckt mild, die anderen echten Pfifferlingsarten schmecken pfefferig-scharf.

Sehr ähnlich und eine weitere Varietät wäre noch der Braunschuppige Afterleistling (HYGROPHOROPSIS FUSCOSQUAMULA).

Besonderheit:

Er gilt als Varietät zum Falschen Pfifferling, mit immer etwas rosa in Lamellen und Hut.

Gifthinweise:

Wiki-Link:

https://en.wikipedia.org/wiki/Aphroditeola

Priorität:

2

 

 

 

 

 

 

 

Fotos oben 1+5 von links: Sava Krstic (sava) (mushroomobserver.org) http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/80x15.png  Fotos oben 2-4 von links: Gerhard Koller ©

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Mittwoch, 1. Mai 2019 - 23:42:31 Uhr