Flockenstieliger Hexenröhrling, Flocki, Zigeuner, Hexenpilz (BOLETUS ERYTHROPUS SYN. BOLETUS LURIDIFORMIS)

awillbu1  Flockenstieliger Hexenröhrling, Flocki, Zigeuner, Hexenpilz, Donnerpilz,  Zweifarbiger Hexenröhrling, Tannenpilz, Rotstrumpferter, Schusterpilz       ESSBAR! 

NEOBOLETUS LURIDIFORMIS (SYN. BOLETUS ERYTHROPUS, BOLETUS LURIDIFORMIS, BOLETUS LURIDIFORMIS VAR. DISCOLO, BOLETUS QUELETII VAR. DISCOLO)

 

Flockenstiel8

flockistiel

Bilder oben 3+4 v.l: Franz Olloz (Schweiz - 4234 Zullwil) ©

Flockenstiel

flockinnen 

Purpurroehrling2

flockenstiel-iger-Hex4

Purpurroehrling

Bilder: Christine und Günther Sasse, Klaus Bornstedt, Christine, Alfons Reithmaier und Günther Sasse ©

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Pilzartig angenehm.

Geschmack:

Mild, roh unverträglich.

Hut:

4-20 (25) cm Ø, dunkelbraun, samtig, klebrig.

Fleisch:

Gelb, sofort schwarzblau verfärbend, selten (Varietät) auch ohne Blau-Verfärbung.

Stiel:

Rötliche Flöckchen auf gelbem Grund.

Röhren:

Rote Röhrenmündungen, Röhrenboden gelb, am Stiel ausgebuchtet angewachsen.

Sporenpulverfarbe:

Olivbraun.

Vorkommen:

Mischwald, sauren Boden, Symbiosepilz, Frühling bis Spätherbst, oft schon ab Mai zu finden.

Gattung:

Röhrlinge, Dickröhrlinge.

Verwechslungsgefahr:

Ochsenröhrling oder Netzstieligen Hexenröhrling (Röhrenboden orangegelb) = unverträglich! Satansröhrling, der aber eine helle Huthaut besitzt = giftig! Auch eine Verwechslung mit dem Schönfußröhrling soll schon vorgekommen sein, dieser hat aber gelbe Röhren.

Leichte Unterscheidung zu andern ähnlichen Arten:

Flockenstieliger Hexenröhrling (BOLETUS ERYTHROPUS) = Dick rotbeflockter Stiel, braune Kappe und rote Poren.
Zweifarbiger Hexenröhrling (BOLETUS ERYTHROPUS VAR. JUNQUILLEUS) = Stiel deutlich bis schwach rot beflockt, Kappe mit Gelbtönen, Poren unvollständig rot = gelbliche Farbformen.
Falscher Schwefelröhrling (BOLETUS JUNQUILLEUS) = Stiel niemals mit roten Flocken, Flocken eher fein und immer gelb; Kappe gelb, nur nach Druck / Verletzung bräunend; Poren immer gelb und völlig ohne Rottöne.

Besonderheit:

Flockenstielige Hexenröhrlinge, Rotkappen, Maronenröhrlinge, Rotfuß usw. blauen meist. Doch es kommt selten vor, dass Pilze mal nicht blauen. Dennoch sind sie immer noch dieselbe Art geblieben und natürlich unbedenklich essbar. Die Ursache: Ab und zu bilden Pilze Varietäten, die ihr bestimmtes Aussehen verändern oder denen ein Teil der Inhaltsstoffe fehlt. Das Blauen/Grünen/Schwärzen usw. wird durch Inhaltsstoffe (meist Säuren) verursacht, die in Verbindung mit Sauerstoff die Farbe des Pilzfleisches verändern. Bei deinem Pilz fehlte diese Säure! Sie ist im Übrigen für Menschen absolut harmlos. Viel häufiger kommt dieses Fehlen der Färbung bei Maronen- oder Rotfußröhrlingen vor. Natürlich sehr selten bei Flockenstieligen Hexenröhrlingen. Sogar Rotkappen gab es (noch extrem seltener), die sich nicht blau/schwarz verfärbten.

Bemerkung:

Einer der ersten ergiebigen Speisepilze, Vorkommen schon ab Mai.

Kommentar:

Viele Leute in Bayern behaupten, dass eine Pilzsuppe ohne diesen Pilz keine richtige Suppe wäre – das finden wir auch! Er gehört zu den besten Speisepilzen und ist genauso gut oder sogar noch besser als der begehrte Steinpilz! In Niederbayern wird dieser Pilz Zigeuner genannt.

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Flockenstieliger_Hexen-Röhrling

Priorität:

1

 

0057

0241

0214

Bilder 1-2 von links: Franz Olloz (Schweiz - 4234 Zullwil) ©

FLOCKISL375375

Flocki-ohneblau

Hier links ein Bild von einem nicht blauenden Flockenstieligen Hexenröhrling!

Fotos: Walter Bethge – Landau – rechts ein nicht blauender Flocki. ©

flockenstiel-iger-Hex

flockenstiel-iger-Hex3

0198

0194

0211

flockenstiel-iger-Hex2

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         Bilder über: Alfons Reithmaier

flocki-

0165

 

Foto ganz rechts: Walter Bethge – Landau ©

0055

0235

 

 

Bilder 1-6: Dieter Wächter  - Thiersheim ©          Bild 8 von links: Ernst Wagner ©

... der rötlich-flockige Stiel ohne Netzzeichnung ist ein gutes Erkennungsmerkmal!

 

Hutfarbe nie weiß – wie beim Satansröhrling!

 
flocki-

flockistiel

flockenstiel-iger-Hex2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     

Weitere Informationen und Bestimmungshilfen findest du im 123Pilzforum!

 

      ...oder in den Infoseiten von www.123pilze.de               

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: Montag, 25. Juli 2016 - 10:48:18 Uhr