Schmarotzerröhrling

*  Schmarotzerröhrling                                               ESSBAR!      ...guter Speisepilz!

XEROCOMUS PARASITICUS         

                                                                                                                                            

 

 

 

 

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Neutral.

Geschmack:

Mild.

Hut:

Gelbbräunlich, samtig.

Fleisch:

Zitronengelb.

Stiel:

Hellbräunlich mit dunkelbraunen Pünktchen.

Röhren:

Eckig, gelblich.

Vorkommen:

Er wächst meist auf dem „Dickschaligen Kartoffelbovist“ (SCLERODERMA CITRINUM) und lässt ihn nicht zur Sporenreife gelangen, sondern zersetzt seinen Fruchtkörper, Frühsommer bis Herbst.

Sporenpulverfarbe:

Rotbraun.

Gattung:

Röhrlinge, Scheinröhrlinge.

Verwechslungsgefahr:

Mit anderen Röhrlingen, z.B. Rotfußröhrling.

Besonderheit:

Der Wirt (Kartoffelbovist) ist    giftig und verursacht starke Magen- und Darmstörungen, wenn er in größeren Mengen gegessen wird!

Kommentar:

Die Natur wehrt sich! Jahrelang haben die Proportionen von Kartoffelbovist sehr stark zugenommen. Doch 2008 war sicherlich das Jahr des Schmarotzerröhrlings – dem Feind des Kartoffelbovisten!

Spitzenwerte von acht Schmarotzerröhrlinge auf einem Kartoffelbovist, und über hundert Stück gesichtete Exemplare innerhalb zwei Stunden Pilzwanderung! Sensationell!

Überall im östlichem Bayerischen Wald waren sie zu finden, obwohl sie sonst eine Rarität sind. Normalerweise würde ich Schmarotzerröhrlinge nie mitnehmen und essen – wegen der Seltenheit! Doch bei so einer Masse machte ich den kulinarischen Versuch und verspeiste mal zehn Stück. Sie sind sehr gute Speisepilze, deshalb habe ich sie auf die kulinarische Liste zu den guten Speisepilzen gesetzt.

Aber wie immer – reine Geschmackssache.

 

 

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