Erfahrungsbericht: Sparriger Schüppling

Es gibt 2 Antworten in diesem Thema, welches 5.051 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (22. Oktober 2013 um 19:01) ist von Ehemaliges Mitglied 01.

  • Hallo liebe Foren-Teilnehmer,

    neulich fand ich einen Haufen wunderschöner Sparriger Schüpplinge. Da in meinem Pilzbuch aus den 60ern dieser Pilz als essbar gewertet wird, nahm ich mir mal direkt ordentlich welche mit. Der Pilz sieht in Natura wirklich schön aus und sie rochen lecker.

    Bei der weiteren Recherche musste ich leider feststellen, dass er häufig als ungenießbar oder sogar, wie in der Pilzsuche auf dieser Page als giftig eingestuft wird.

    Mein Kumpel und ich ließen uns trotzdem auf das Experiment ein. Weil häufig darauf hingewiesen wird, kochten wir die Pilze zuerst in Salzwasser ab und schütteten das Kochwasser anschließend weg. Dieses trübte sich durch das Kochen der Pilze deutlich und war nachher dunkelbraun. Beim Probieren des Kochwassers konnten wir keinen unangenehmen Geschmack feststellen. Der Geruch war vorzüglich.
    Danach bereiteten wir uns eine leckere Suppe zu. Als Gewürz diente Gundermann aus dem Wald. Die Pilze dienten uns als Beilage und wurden ca 15 min. in die Suppe eingekocht.

    Das Ergebnis war durchschnittlich. Die Suppe bekam keinen Pilzgeschmack. Dieser ist wohl durch das vorherige abkochen verschwunden :(. Allerdings war das optische Ergebnis toll, die Suppe sah phantastisch aus. Die Pilze ansich schmeckten nicht unangenehm, sondern sehr mild, um nicht zu sagen fad. Jedoch passten sie von der Konsistenz gut in die Suppe.

    Vergiftungserscheinungen bekam auch niemand von uns. Beim nächsten Mal würde ich sie wieder mitnehmen :)

    Ich hoffe, euch hat mein Erfahrungsbericht gefallen.

    liebe Grüße

    Einmal editiert, zuletzt von karl-marx (22. Oktober 2013 um 01:21)

  • Hallo Karl Marx,

    mit dem Sparrigen Schüppling kann nichts passieren, vorausgesetzt, man hat ihn tatsächlich als solchen erkannt. Alle Bücher, die ich kenne stufen ihn als ungenießbar (er kann bitter sein) oder als jung essbar ein. ich habe auch schon gelesen, dass junge Fruchtkörper in Essig eingelegt, recht gut sein sollen.

    Ich gebe trotzdem den Rat, nur Pilze zu probieren, wenn man sich 100%-dig sicher ist, dass es sich um keine Giftpilze handelt.

    Viele Grüße

    Viele Grüße

    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock


    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo Karl Marx
    Das ist schon ein interessanter Bericht!:good:
    Nur, warum nochmal wieder sammeln wenn er nicht so gut ist? Dann kann man doch lieber Hallimasch oder Graublättrige Schwefelköpfe sammeln. Besser im Geschmack und leicht und sicher zu bestimmen.