Garten-Safranschirmling

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 2.792 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (23. Oktober 2020 um 17:57) ist von RolfS.

  • Hallo,

    dieser kleine wurde mir als "Parasol" von einem Ratsuchenden vorgelegt. Der ist es eben nicht! Nochmal zur Erklärung: Der Parasol hat eine genatterten Stiel, also eine bräunliche, schuppenartig-zackig aufreißende Stieloberfläche und läuft im Hutfleisch bei Verletzung nicht safranrot an.

    Mit den zum Hutuntergrund kontrastierenden Schuppen und dem Fundort (gedüngte Wiese!) scheidet der essbare Olivbraune Safran-Schirmling Chlorophyllum olivieri, welcher vornehmlich im Wald wächst aus.

    Ob es jetzt der giftige Garten Safran-Schirmling Chlorophyllum brunneum oder Keulenstielige Safran-Schirmling Chlorophyllum rhachodes/rachodes ist, lässt sich bei einem so jungen Einzelfruchtkörper nicht sicher sagen. Das Knöllchen hat aber schon eine verdächtige, umlaufende Kante. Daher mal vom schlimmsten=giftigesten ausgehen.



    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Hallo Thiemo,

    wenn sich die Kante noch schärfer herausbildet, könnte es so etwas werden:

    Die haben eine scharf abgesetzte Kante und keine Natterung.

    Folglich kein Verzehr weil giftig.

    VG Rolf

  • Huhu.

    Gedüngte Wiesen sind schon auch typische Standorte für C. rhacodes, idealerweise mit Laub- oder Nadellaub in der Nähe zum Zersetzen.

    Freigegeben hätte ich das junge Ding aber sicher auch nicht. Sind ja eh beide eher problematisch.

    Lg.

    Keine Verzehrfreigaben meinerseits.

  • Hallo Rolf,

    wenn sich die Kante noch schärfer herausbildet, könnte es so etwas werden:

    Ich meine keine Kanten auf der Hutoberfläche, da dein Bild die Pilze nur von oben zeigt. Die Knolle beim giftigen Gerandetknolligen Garten-Safranschirmling Chlorophyllum brunneum ist meist etwas abgesetzt/gerandet.

    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

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  • Hey,


    C.rachodes ist meines Wissens nach noch nicht mit Vergiftungen aufgefallen, unzureichend erhitzt mal ausgenommen.


    Aber eine sichere Trennung zu C.brunneum ist nicht immer leicht. Der giftige Doppelgänger hat tendenziell einen einfachen, bzw. nicht klar doppelten Ring und die abgesetzte Knolle. Aber das ist auch variabel. Sicher geht es manchmal nur mikroskopisch anhand ihrer Cheilozystiden.

    Daher gibt’s bei den Beiden normal keine Freigabe.

    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Hi.

    C. rhacodes führt wohl schon öfters zu Unverträglichkeiten als andere Pilze. Das ist wohl auch ein weiterer Faktor weshalb er nicht auf der Speisepilzliste der DGfM steht, neben der gelegentlich schwierigen Abgrenzung.

    C. brunneum wird ja komischerweise auch von manchen Leuten vertragen. Da ist wohl noch nicht alles geklärt.

    Lg.

    Keine Verzehrfreigaben meinerseits.

  • Hallo Thiemo,

    Zitat

    Ich meine keine Kanten auf der Hutoberfläche, da dein Bild die Pilze nur von oben zeigt. Die Knolle beim giftigen Gerandetknolligen Garten-Safranschirmling Chlorophyllum brunneum ist meist etwas abgesetzt/gerandet.

    ja, das meinte ich jedoch auch. Die Pilze auf den Fotos haben diese scharfe Kante beziehungsweise wohl besser ausgedrückt die abgesetzte Knolle. Ich wollte mit den Fotos zeigen, wie die aussehen, nämlich nicht wirklich sehr nach Parasol, ein wenig nach Safran mit den Flocken, aber eben auch nicht. Aber für jemanden, der alle 3 noch nicht gesehen hat, ist dieser Pilz von oben, sicherlich zunächst verwirrend. Also wieder ein Pilz, an dem man wunderbar lernen kann, das zum Bestimmen ein abgeschnittener Pilz nichts taugt, da man dann die abgesetzte Knolle übersieht.

    VG Rolf