Beiträge von Schupfnudel

    Hallo an alle.


    Ich habe jetzt die Sporen nochmal in Melzers gehauen - hier ein Bild 400x fix durchs Okular geschossen. Für mich wären die isoliertwarzig, was ja auch passen würde:



    Dann würde ich den wegen der Pappel, den isoliertwarzigen Sporen, relativ dunklem Sporenpulver und dem bekannten Vorkommen in meiner Gegend wohl als Russula medulata ablegen wenn keine Einwände mehr kommen.


    Die Freundin würde sich auch freuen, wenn der Pilz samt Maden so langsam den Kühlschrank verlassen würde... ^^


    LG,

    Schupfi

    Hi.


    Danke, ich versuche das später. Vorher muss ich noch eine Inocybe angucken.


    Hier schon mal das Sporenpulver (Handybild, Weißabgleich per Software auf Blatt im Untergrund ). Das ist für mich ein mittleres gelb mit gesprenkeltem Madeneinschlag:


    Ob das nun schon als IIIa durchgeht weiß ich nicht, die Romagnesi Farbtafel habe ich leider nicht. Könnte aber sein...


    LG.

    Huhu.


    andy, ja in der Sektion ähneln sich viele Vertreter ziemlich. Ausschließen kann ich deinen Vorschlag daher nicht, wobei die R. parazurea die ich bisher gesehen habe etwas schmächtiger waren. Ist aber natürlich nix Handfestes.


    @Thiemo: Ja, ich hoffe, dass der noch absport. Wenn er es tut kann ich danach auch die Sporen in Melzer anschauen, das habe ich da, aber bisher unterm Mikro noch gar nicht benutzt. Einfach statt in Wasser in Melzer mikroskopieren dann oder muss ich da einen Tropfen Melzer zusätzlich ins Wasserpräparat tun?

    Mal gucken ob mein Mikro die Ornamente ordentlich angezeigt bekommt. Täublinge lagen da noch nicht drunter bisher. Bin mal gespannt.


    Lg.

    Hi!


    Heute konnte ich den zweiten Täubling dieses Jahr finden. Das dürfte auch erstmal der letzte sein für die nächste Zeit, denn es wird ja leider brütend warm.


    Er stand auf lehmig-sandigem, trockenem Boden. Nebenan jede Menge Traubeneichen, diverse Pappel-Arten, eine amerikanische Linde und eventuell war auch noch eine Birke im Einzugsbereich. Die ersten beiden Gattungen aber deutlich dominant.


    Leider war der Stiel komplett madig, so dass ich den nicht mitgenommen habe. Den Hut lege ich aber zum Aussporen ab.

    Lamellen splittern und der Geschmack in den Lamellen ist mild, vlt. mit einer winzigen schärfliche Note, die aber auch Einbildung sein kann. Geruch kann ich keinen wahrnehmen.


    Relativ kräftig - 10,5cm Hutdurchmesser, mit einigen Blautönen - ein wenig wie beim Frauentäubling:


    Unterseite recht nichtssagend, Basis war wohl leicht zugespitzt, aber die Maden ließen den nicht ganz rauskommen. Lamellen etwas entfernter:


    Huthaut leicht verkürzt:



    Mir würde Russula medullata ganz gut gefallen, der hier in der Gegend wohl öfters vorkommt, aber anderswo eher selten ist.

    Eisensulfat und Guajak habe ich aber leider nicht zum Testen.


    Kennt den jemand und könnte das hinkommen?


    LG,

    Schupfi

    Hi.


    Na, ich tappse schon auch mal daneben, wollte nur meine Zweifel anmelden, weil er für mich eben mehr nach Megacollybia aussieht. Vlt. gibt ja noch jemand anderes eine Einschätzung ab. ;)


    Lg.

    Moin Andy,


    Bei deinem nachfolgenden habe ich keine Probleme mit einem Weichritterling aber der hat ja auch eine andere Hutstruktur und Lamellenhaltung als der vermeintliche vorherige Weichritterling.


    Lg.

    Hi.


    Mit A. dura könnte ich mich anfreunden, letztlich müsste man in der Gattung aber vermutlich fast alles durchmikroskopieren für sichere Bestimmungen. Den Blasigen Becherling würde ich in dem Habitat nicht vermuten, also wird's einer der vielen anderen sein, inkl. P. arvernensis. Der vermeintliche Weichritterling sieht mir ziemlich nach einem Breitblatt aus.


    LG.

    Hi.

    Was für Gegenargumente hast du im Köcher? Was spricht gegen Hallimasch ausser die Jahreszeit?

    Hm, Erfahrung? :P

    Ich bin nicht sehr gut in der Beschreibung von Merkmalen, bin eher der visuelle Typ. Aber die Hutschüppchen beim Hallimasch sind gröber und auch in der Hutmitte vorhanden. Die Hutfarbe gefällt mir auch gar nicht für einen Hallimasch.


    LG.

    Hi.


    Tierarzt bin ich nicht, aber in einer Gruppe unterwegs in der bei Vergiftungen von allerlei Haustieren geholfen wird, so dass ich da ein wenig einen Überblick habe (sind täglich mindestens 15 Fälle, in der Hauptsaison auch mal deutlich mehr, aber inklusive Pflanzen und weltweit). Keiner der Ackerlinge hat da glücklicherweise bisher irgendeine bedeutsame, schwerwiegende Reaktion bei Hunden ausgelöst und momentan kommen da täglich Fälle rein, weil die weltweit häufig sind. Durchfall, Erbrechen und Co. ist natürlich immer möglich, aber meistens ist's dann damit zum Glück getan.


    Problematisch sind die Muscarinhaltigen Risspilze, die von Hunden (Möpse insbesonders, denen hat man wohl die Vernunft weggezüchtet) scheinbar mit Vorliebe gefuttert werden (vlt. liegt's am Geruch). Atropin hilft da auch, sofern rechtzeitig reagiert wird, aber das entscheidet natürlich der Tierarzt.

    Chlorophyllum molybdites ist eine weitere beliebte Art, die auch bei Hunden schwere Symptome auslöst, die haben wir bei uns zum Glück bisher aber kaum, aber dank Klimawandel sollte man da vlt. auch vorbereitet sein. Amanita ist natürlich auch immer heikel, da gab es leider auch schon Todesfälle. Die Aussage, dass Hunde keine Pilze fressen kann ich mittlerweile getrost verneinen, dafür sieht man das zu regelmäßig auch wenn sicherlich individuell viele Hunde wenig Interesse an Pilzen haben. Ständig gefressen werden auch Düngerlinge und alle möglichen Tintlinge, wohl weil sie gerne im Garten wachsen. Auch da sehen wir zum Glück aber nie schwere Verläufe.


    Von den Fällen wo hinterher ein Feedback von den Tierbesitzern gekommen ist, ist auffällig, dass schwere Intoxikationen und die Symptome sich da sehr oft mit auch für Menschen giftigen Arten decken. Problematisch ist natürlich, dass Hunde ihre Pilze vor dem Futtern selten kochen, so dass diverse Arten mit hitzelabilen Toxinen auch Probleme machen können. Und natürlich sind gerade bei kleinen Hunden auch geringere Dosen problematischer als bei erwachsenen Menschen.


    Von Pflanzen fange ich lieber gar nicht erst an, das verfolge ich nur am Rand aber mittlerweile weiß ich dadurch beispielsweise, dass alle Bestandteile von Lilien (Lilium) für Katzen hochtoxisch sind und tödlich enden können. Selbst der Blütenstaub kann schwere Vergiftungen hervorrufen, das sind so Sachen, die ich vorher gar nicht wusste.


    Ist auf jeden Fall ein spannendes Feld, und man lernt auch ein bisschen was über Pilze auf anderen Kontinenten.


    LG.

    Hi.


    Die ersten sind mir zu mitgenommen für eine Einschätzung aber Raslinge sind das denke ich nicht.


    Dein Weichritterling hat freie Lamellen, kann daher kein Weichritterling sein. Den musst du bei den Dachpilzen suchen, die nehmen auch vergrabenes Holz.

    Bei den Champignons enthalte ich mich auch lieber ohne detaillierte Beschreibung, für Stadtchampignons sehen die aber irgendwie komisch aus.

    Die danach sind aus der Waldfreundrüblingsgruppe, vermutlich alles die gleichen wenn vom selben Standort nur unterschiedlich hygrophan. Nelkenschwindlinge haben nicht so enge Lamellen. Die Bestimmung ist da auch nicht so einfach und die Bilder sind farbverfälscht.


    LG.

    Hi.


    Ich schließe mich der Egerlingsschirmling-Fraktion an. Solche Riesen-Dinger sind mir aber auch noch nicht untergekommen, 22cm ist schon ordentlich. Wenn du einen Abwurf machen willst, nimm einen frischeren Fruchtkörper (und mach noch mal ein paar Fotos vom entnommenen vorher), aber wenn dein altes Exemplar ein Champignon gewesen wäre, müsste man das an den Lamellen schon auch sehen, sofern der nicht steril ist. Auch die Ringstruktur passt mMn besser zu den Egerlingsschirmlingen.


    LG.

    Hi.


    Das Habitat stimmt nicht so wirklich, P. seminlanceata steht schon typischerweise im Gras auf Wiesen/Weiden. Die fehlende Papille hast du selbst gesehen, der Hut sollte bei P. semilanceata feucht auch deutlich schmierig sein und blauen werden die am Stiel auch nicht. :)


    Bei der Art enthalte ich mich lieber, Psathyrella s.l. ist nicht gerade einfach zu bestimmen.


    LG.