Beiträge von Steigerwaldpilzchen

    Hallo Rigo,

    verstehe ich da was falsch oder stehe ich auf dem Schlauch?

    Hubi schreibt: Guajak nach 3 Min immer noch oliv!
    Thiemo schreibt: Guajag absolut negativ!

    Reaktion Stielcortex mit Guajak: nach 3min immer noch olivbraun


    Das "Braun" ist wichtig. Olivbraun soll nur den Braunton beschreiben, nehme ich an. Hubis Bild (nach 3 Minuten) lässt auch keine blaugrüne=positive Reaktion erahnen.


    LG Thiemo

    Hallo,


    ja da passt einfach alles für den Heimtückischen R. badia.

    Ein paar Hilfsmerkmale, die mir an der Art auffallen und ich immer prüfe, bevor ich genötigt bin diesen Knaben :evil: zu probieren :

    - Der Hut hat fast immer in der Mitte ockerliche Flecken
    - Die Lamellen sind am Stiel nur angeheftet

    - Der Stiel ist fest und die Rinde längsfurchig-runzelig
    - Guajak absolut negativ


    LG Thiemo

    Hallo Andy,


    wie viele Sekunden nach dem Auftragen von Guajak ist denn dein Bild entstanden? Wenn diese dunkelblaue Reaktion in den ersten 8 Sekunden erreicht wird (+++), würden die anderen Sektionsgenossen außer R. aldulterina ja ausscheiden. Ansonsten bräuchte ich hier das Mikro. Bei den scharfen Dottersporern hab ich keine eigene Funderfahrung.


    LG Thiemo

    Hallo,


    danke für das weitere Bild. Ein interessanter Fund, für den ich spontan keinen Namen parat habe. Auf jeden Fall sind mit dieser Lamellenfarbe alle bisher erwähnten Arten raus.

    Nun müsste man weiter untersuchen, da du keine Auffäligkeiten wie Fischgeruch, Verfärbung o.ä. erwähnst. Zumidest die genaue Sporenpulverfarbe* wäre aufschlussreich.

    LG Thiemo


    * Anleitung Sporenabwurf:

    Dazu den Stiel ganz oben abschneiden und den Hut mit den Lamellen nach unten auf ein kariertes, weißes Blatt Papier oder, noch besser, eine transparente Glasplatte legen. Das Ganze dann mit einer Schüssel o.ä. abdecken. Am nächsten Morgen ist die Schicht der herabgefallenen Sporen so dick, dass man sie mit dem Auge sehen kann. Dann mit einer Klinge zu einem Häufchen zusammenschieben.

    Das auffällige am Braunen Büschel-Rasling ist ja, dass es nichts Auffälliges gibt. :wink:

    Es bleibt meist nur der Wuchs in Büscheln und die knautschige Konsistenz. Ein paar Hilsmerkmale sind die weiße Stielspitze (oben am Lamellenübergang) und für die ganz guten Pilzlernasen etwas spermatisch-gurkige Komponente im sonst recht neutralen Geruch. Nach Bild finde ich jetzt nichts was bei dir dagegen spricht, aber natürlich reicht das nicht für die 100% sichere Bestimmung.


    LG Thiemo

    Hallo,


    bei ersten Pilz könnte man natürlich an den Mehl-Räsling Clitopius prunulus denken aber mit gefallen da einige Punkte nicht. Wie Sabine schön bemerkt hatte, ist kein Hauch von Rosa in den Lamellen zu sehen. Dann laufen die Lamellen kaum herab und der Stiel sitzt zentral, was nicht gerade typisch für den Mehl-Räsling ist. Und natürlich müsste er stark nach Mehl/Gurke riechen...
    Ich sehe da einen weißen Trichterling Clitocybe s.l., ohne das näher eingrenzen zu wollen.

    Der andere Fund sieht schon nach Braunem Büschel-Rasling Lyophyllum decastres agg. aus. Nach was riecht der denn?


    LG Thiemo

    Hallo,


    das passt wunderbar zu Russula fragilis. :)

    "0" bedeutet in diesem Kontext keinerlei Blaugrün-Verfärbung in den ersten 8-10 Sekunden nach dem Auftragen. Selbst danach (20s) tut sich bei dir noch nicht viel. Irgendwann werden sie natürlich alle blau.

    PS: "0"-Guajak ist immer ein auffälliges Merkmal, die meisten Täublinge reagieren schneller.

    LG Thiemo

    Hallo erstmal,


    ich erkenne zumindest keine anderen Pilzarten als den Schopf-Tintling auf den Bildern. Wobei solche Sammelbilder nicht immer alles erkennen lassen...

    Du weist ja, dass es keine Verzehrsfreigabe hier gibt, denn es kann auf er Wiese hinten schon eine Gruppe giftige Falten-Tintlinge dazwischen sein. :/


    LG Thiemo

    Hey,

    Mikroskopie wäre hier zwingend für sichere Artansprache nehme ich an?

    Du weist ja, Täublinge sind wandelbar. :wink:
    Und gerade bei den Atropurpurinae hat selbst Fr. Marxmüller ein paar fehlbestimmt, wie die molekularen Analysen gezeigt haben. Ich würde hier schon 90% auf R.fragilis geben, aber um das zu untermauern entweder die Sporen/HDS checken oder zumindest mit frischem Guajak auf die komplett negative(!) Reaktion bei R. fragilis testen.

    LG Thiemo

    Hallo Schupfi,


    Bei einem scharfen Weissporer bist du auf jeden Fall in der richtigen Sektion (Atropurpurinae). Ich sehe jetzt makroskopisch nichts was gegen den Wechselfarbigen Spei-Täubling Russula fragilis spricht. Auch schön deutlich ausgeprägt sind die schartigen Lamellenschneiden.

    Wenn du deinen Fund mikroskopisch absichern möchtest, achtest du auf die relativ großen, fast kugeligen Sporen und stark septierte Pileozystiden.

    LG Thiemo

    Hallo Brolade,


    du solltest dir bei Röhrlingen immer die Farbe des Schwamms auf der Hutunterseite anschauen. Also ob Gelblich, rötlich, rosa, weiß oder grau. Das ist sehr wichtig. Mit orangeroten Röhrenmündungen kann es kein nämlich nie ein Birkenpilz sein.

    LG Thiemo

    Hallo Schupfi,


    ich frage deswegen, weil es mich wundert, dass beide Arten bei dir durcheinander vorkommen. Bei den Milchlingen sind ja viele Arten stark an ökologische Gegebenheiten gebunden, worin sich die beiden Kokos-Milchlinge unter anderem unterscheiden sollen.


    Das Farbspektrum überschneidet sich meiner Meinung nach ziemlich. Hier mal ein paar Bilder des blasseren z.T. in etwas dunkler Erscheinung:

    Verbreitung Lactarius glyciosmus (Fr.) Fr. 1838[speciesgroup]/1/

    LG Thiemo

    Hallo Andy,


    danke für's mitnehmen. Bei uns gibt es aktuell nur sehr wenig. Ich bin ja fast auf Entzug :wink:


    Um die Kokos-Milchlinge beneide ich dich ja. Ich konnte beide Arten noch nie finden. Zu den Unterschieden kann ich folgendes zusammenfassen:


    Lactarius glyciosmus                         Lactarius mammosus 

    Nur Birke, an feuchten Standorten - Nadelbäume oder Birke, auf trockenen Böden
    Eher schmächtig und hell gefärbt - Stattlicher und dunkel gefärbt
    Sporen teilnetzig - Sporen vollständig netzig


    L.mammosus ist ja ziemlich selten, hast du schon mal die Sporen dazu mikroskopiert, Schupfnudel ? Oder war das makroskopisch wohl eindeutig. :)


    Bei #10 bin ich wie Matthias bei einem Hautkopf aus dem selben Grund.


    Der vermutete Cortinarius varius ist sicher keiner, aber ich kann jetzt mangels Cortinarienwissen keine Alternative vorschlagen.

    LG Thiemo