Hallo, Besucher der Thread wurde 576 mal aufgerufen und enthält 3 Antworten
  • Statt "Dörrpilze" abzubilden (ist das, was ich momentan hauptsächlich finde, heul...) würde ich Euch alle gerne fragen, ob Ihr mit dem Begriff "Mastjahr" vertraut seid und dort Erfahrungen- insbesondere beim Sammeln von Pilzen- habt.


    Vorgeschichte: Mir ist im Frühjahr (erstmalig) aufgefallen, dass Ahorn und Kiefern massenhaft Samen produzieren. Am Standort des Ahorn sah der Boden aus, als wäre es schon Herbst.


    Es hat mir keine Ruhe gelassen, drum flugs recherchiert, warum Bäume so viel Samen produzieren: Wetterbedingt? Stirbt der Baum und versucht er sich zu vermehren? etc. etc.


    Schlussendlich fand ich den Begriff "Mastjahr", viel erforscht ist das scheinbar noch nicht, aber es gibt schon noch Literatur im Netz. Und schon ging das Kopfkino ab...


    Was ist, wenn Fichte z. Bsp. ein Mastjahr hat. Wird der Boden dann zu sauer für Pilze?


    Kurzer Auszug aus: Strategie der Bäume: Die Mastjahre – Baumpflegeportal


    (...)

    BEDEUTUNG FÜR DIE NATUR


    Wie alles in der Natur ergeben auch Mastjahre Sinn. Sie sichern für Bäume das Überleben einer neuen Generation und steuern die Population von Waldbewohnern. In Jahren mit wenigen Früchten fressen Mäuse, Rehe, Hirsche und Schweine das Angebot restlos auf. Durch das knappe Nahrungsspektrum vermehren sich gerade Kleinsäuger wie Mäuse weniger und die Population geht zurück.


    Im Jahr darauf folgt die Mast. Die Fülle an Früchten ist viel zu viel für die kleineren Populationen und es bleiben genug Samen übrig die keimen und eine neue Baumgeneration bilden. Gerade Eichhörnchen verstecken in diesen Jahren enorm viele Früchte, von denen sie nur einen Bruchteil wiederfinden. Der Rest der im Boden versteckten Früchte findet ideale Bedingungen vor entwickelt sich zu jungen Bäumen. Das Überangebot sorgt für mehr Nachwuchs und der Bestand an Waldbewohnern steigt wieder an, bis sie im Jahr darauf wieder zu wenig Nahrung finden. Ein natürlicher und sich stetig wiederholender Kreislauf der Natur. (...)


    Hat jemand diesbezüglich schon Erfahrungen gemacht?

    Das wäre dann wie Buchhaltung:P...

    Vielen Dank und LG, Miesmuschel

  • Hallo Miesmuschel,

    in meinem Garten haben die Äpfelbäume in diesem Jahr auch massenhaft Früchte gebildet. Der Begriff Mastjahr ist mir geläufig und ich konnte dieses Phänomen in meinem Leben schon mehrfach beobachten. Es ist noch gar nicht so lange her, da waren die Gewege in meiner Umgebung dick mit Bucheckern bedeckt, so dass man die Platten nicht mehr sehen konnte. Dieses Jahr tragen Eichen und Ahorn vor meinem Fenster auch wieder massenhaft Früchte.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • da waren die Gewege in meiner Umgebung dick mit Bucheckern bedeckt,

    Auf diesem Substrat- eben dicke Schicht Bucheckern, wuchsen letztes Jahr noch Hexenröhrlinge, was mich schon noch erstaunt hat- kein Blatt, kein .Grashalm weit und breit.


    Ich hab mich nur gefragt, ob eben diese dicke Schicht- ob von Buche, Fichte, Ahorn, Kiefer oder sonstigem- das Wachstum der Pilze hemmen/ unterbinden könnte durch die bodendeckenden, massenhaft auftretenden Inhaltsstoffe wie Gerbsäure etc., oder ob ich da einfach eine "olle Unke" bin:hmmm:.


    in meinem Garten haben die Äpfelbäume in diesem Jahr auch massenhaft Früchte gebildet.

    Hier ist es umgekehrt... kaum Äpfel an den Bäumen.

    Mir ist das dieses Jahr besonders bei den Nussbäumen aufgefallen,

    Stimmt, aber das habe ich erst in den letzten paar Tagen bemerkt- die also auch.

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