Beiträge von Miesmuschel

    da waren die Gewege in meiner Umgebung dick mit Bucheckern bedeckt,

    Auf diesem Substrat- eben dicke Schicht Bucheckern, wuchsen letztes Jahr noch Hexenröhrlinge, was mich schon noch erstaunt hat- kein Blatt, kein .Grashalm weit und breit.


    Ich hab mich nur gefragt, ob eben diese dicke Schicht- ob von Buche, Fichte, Ahorn, Kiefer oder sonstigem- das Wachstum der Pilze hemmen/ unterbinden könnte durch die bodendeckenden, massenhaft auftretenden Inhaltsstoffe wie Gerbsäure etc., oder ob ich da einfach eine "olle Unke" bin:hmmm:.


    in meinem Garten haben die Äpfelbäume in diesem Jahr auch massenhaft Früchte gebildet.

    Hier ist es umgekehrt... kaum Äpfel an den Bäumen.

    Mir ist das dieses Jahr besonders bei den Nussbäumen aufgefallen,

    Stimmt, aber das habe ich erst in den letzten paar Tagen bemerkt- die also auch.

    Statt "Dörrpilze" abzubilden (ist das, was ich momentan hauptsächlich finde, heul...) würde ich Euch alle gerne fragen, ob Ihr mit dem Begriff "Mastjahr" vertraut seid und dort Erfahrungen- insbesondere beim Sammeln von Pilzen- habt.


    Vorgeschichte: Mir ist im Frühjahr (erstmalig) aufgefallen, dass Ahorn und Kiefern massenhaft Samen produzieren. Am Standort des Ahorn sah der Boden aus, als wäre es schon Herbst.


    Es hat mir keine Ruhe gelassen, drum flugs recherchiert, warum Bäume so viel Samen produzieren: Wetterbedingt? Stirbt der Baum und versucht er sich zu vermehren? etc. etc.


    Schlussendlich fand ich den Begriff "Mastjahr", viel erforscht ist das scheinbar noch nicht, aber es gibt schon noch Literatur im Netz. Und schon ging das Kopfkino ab...


    Was ist, wenn Fichte z. Bsp. ein Mastjahr hat. Wird der Boden dann zu sauer für Pilze?


    Kurzer Auszug aus: Strategie der Bäume: Die Mastjahre – Baumpflegeportal


    (...)

    BEDEUTUNG FÜR DIE NATUR


    Wie alles in der Natur ergeben auch Mastjahre Sinn. Sie sichern für Bäume das Überleben einer neuen Generation und steuern die Population von Waldbewohnern. In Jahren mit wenigen Früchten fressen Mäuse, Rehe, Hirsche und Schweine das Angebot restlos auf. Durch das knappe Nahrungsspektrum vermehren sich gerade Kleinsäuger wie Mäuse weniger und die Population geht zurück.


    Im Jahr darauf folgt die Mast. Die Fülle an Früchten ist viel zu viel für die kleineren Populationen und es bleiben genug Samen übrig die keimen und eine neue Baumgeneration bilden. Gerade Eichhörnchen verstecken in diesen Jahren enorm viele Früchte, von denen sie nur einen Bruchteil wiederfinden. Der Rest der im Boden versteckten Früchte findet ideale Bedingungen vor entwickelt sich zu jungen Bäumen. Das Überangebot sorgt für mehr Nachwuchs und der Bestand an Waldbewohnern steigt wieder an, bis sie im Jahr darauf wieder zu wenig Nahrung finden. Ein natürlicher und sich stetig wiederholender Kreislauf der Natur. (...)


    Hat jemand diesbezüglich schon Erfahrungen gemacht?

    Das wäre dann wie Buchhaltung:P...

    Vielen Dank und LG, Miesmuschel

    Übrigens verändern sich im Laufe ihres Daseins auf dem blauen Planeten alle Individuen bis zur Unkentlichkeit.

    Tja, Franz- bist ja grad dabei in der Entwicklung, so mit einem weiteren Jahr...:yay: :cake::cocktail:. Herzlichen Glückwunsch zum Geburi :party:! LG, Miesmuschel

    So nach ungefähr 2 Wochen Corona, war ich wieder so einigermassen Fit für den Wald

    ...und hast den Geruchsinn und das Gspüri behalten... Schöne Runde, tolle Funde! LG, Miesmuschel



    Aufgrund einer grossen OP vor zwei Wochen gehts bei mir noch ein Weilchen bis ich wieder selber auf Pilzsuche darf.

    Gute und schnelle Besserung! LG, Miesmuschel

    Es gab auch ein suchbild von sommersteinpilzen….findet ihr alle?


    ...mir läuft das Wasser im Maul zusammen... :cheeky:. Könntest Du mir den Gefallen machen und bei der nächsten Kulinarik- Reise die Köche mal fragen, ob sie das Rezept für Steinpilz-Apfel-Tartar haben? Habe es einmal gegessen, bekomme es aber selbst nicht hin- ist total lecker. Bitte-Bitte?:chef:

    von mir noch eine Gratulation zur Volvariella bombycina,

    Danke vielmals! Reines Anfängerglück, glaub:hmmm:.


    Hier noch ein Update: Vom Ei bis zur Leiche in nur 3 Tagen, Fotos vom Mittwoch, 29.06.2022







    Nebst Zahnarzt- Spiegel hab ich im meinem "Überlebensrucksack" auch ein Metermass...:blush:, er wies ca. 23cm Durchmesser aus. Unsere Pilzkontrolleurin hat ihn für mich dankenswerterweise kartiert.









    Anbei noch ein Baby- Lackporling, hier sieht man die Jungbuchen (Ergänzung zu oben). Foto vom 30.06.2022. Leider auch eine Mountain-Biker- Strecke, nebst Pilzen auch diverse Mäuse und Küken tot und platt auf dem schmalen Weg.

    Der Glänzender Lackporling entwickelt im Juni die ersten Fruchtkörper, dass passt von der Zeit.

    Einer meiner Bekannten ist seit letztem Jahr Rentner. Als ich ihm erzählte, dass ich eine "Pilzverrückte" bin sagte er mir, dass er gerne mal einen Fliegenpilz sehen würde. In dem Alter hatte er noch nie einen gesehen!


    Okay- als ich dann im Herbst fündig wurde habe ich ihn und seinen Freund im gleichen Alter mit auf Exkursion genommen. Die beiden Herren waren glücklich, endlich auch mal Fotos von Fliegenpilzen zu haben und haben sich bereits nochmals "angemeldet" für eine weitere Exkursion in diesem Jahr:). Den beiden Senioren ging es rein ums Anschauen. LG, Miesmuschel

    Guten Abend


    War gestern erstmals bei der Pilzkontrolle hier im Land mit den beiden vermeintlichen Fransigen Wulstlingen. Deren Fransen / Velumen und "Flocken" am Stiel waren nun sehr vergänglich, die Pilzkontrolleurin hat diese Art auch als geschützte Art angegeben. Nur- ich finde nirgends etwas Aktuelles bzgl. geschützter Pilzarten, der Fransige Wulstling wird in der Liste von Swissfungi (? glaub ich mal, hab viele Seiten durchstöbert) als Low Concerne angegeben, also nicht so besorgniserregend. Liechtenstein ist diesbezüglich gleich Schweiz. Seltene Pilzarten wie letztes Jahr der Dornige Stachelbart oder kürzlich der Wollige Scheidling möchte ich nicht pflücken- hab aber kein Smartphone:blush:. Eine aktuelle rote Liste bzw. Liste der gefährdeten Arten wäre hilfreich. Weiss einer von Euch etwas? Danke zum Voraus! LG, Miesmuschel

    Leute- ich bin total überwältigt von Euren Beiträgen und hüpfe hier laut singend auf einem Bein in der Gegend rum....:smile2:

    Danke viel- vielmals"



    da lohnt es sich ja fast, nachts alle Stunde ein Foto zu machen…

    Balzers ist eine Reise wert, grins. Ja, so ein Zeitraffer wäre schon toll (und Merci noch für Deinen ausführlichen Beitrag ganz weit oben und den taktilen Tipp- ging etwas unter, sorry:blush:)



    Wow Neid kommt auf ein wirklich wunderschönes Exemplar des Wollige Scheidling (Volvariella bombycina)

    Hübsch ist der- Du hattest ja im Herbst schon mal Interesse an der Entwicklung des Pilzes bekundet, den ich Nähe Berlin entdeckt hab- nur kam ich da nicht mehr hin. Warum in die Ferne schweifen...



    So bleibt mir nur, euch ein paar Details der „vergoldeten“ Form vom

    Wolligen Scheidling Volvariella bombycina var. flavices) zu zeigen.

    Klasse, Gelbfieber, Dankeschön. Rundet das Ganze wunderbar ab!



    Das Substrat ist wahrscheinlich eine alte Buche, die Entstehung auf Wurzelhöhe.

    Stimmt, Andy: Buche, und zwar eine stolze alte Buche. Bin noch zu wenig genau mit meiner Beschreibung, ich arbeite dran... :wink:



    Wenn du mit dem Daumen kräftig draufdrückst und die Hutschicht einbricht, dann ist er es.

    Das probiere ich mal demnächst- Schonzeit steht vor der Tür....

    Der Glänzender Lackporling entwickelt im Juni die ersten Fruchtkörper,

    Auch hier ist noch Luft nach oben bei meiner Beschreibung....:blush: Hauptsächlich Buchen, teis sehr jung, aber auch Kiefern und Fichten.

    Ich muss noch recht kämpfen mit den lateinischen Namen, hab erst im 2019 kurz vor Corona angefangen. Wie meine Grossmutter zu sagen pflegte: Ich bin nur eine kleine, dumme... aber ich wachse noch!


    LG und herzlichen Dank, Miesmuschel

    Amanitas kann man nur schwer bestimmen, wenn man keine Draufsicht auf die Basisknolle hat. Nur auf dem ersten deiner Fotos ist eine (abgebrochene?) Basisknolle



    Stimmt, ging gestern unter, und ja, Basis ist teils abgebrochen.




    Nummer 1 kannst du mal weiter beobachten, das könnte vlt. auch Volvariella bombycina werden.




    Schupfi und Andi sehen das richtig:agree::agree:. So sehen die Beiden heute aus.


    Danke Euch allen!


    LG, Miesmuschel

    Liebe Pilzler


    Meine beiden Lieblingsrouten in meiner Gemeinde haben die eine oder andere Überraschung nach ergiebigen Gewittern bereit gehalten. Und Fragen aufgeworfen, bei denen Ihr mir hoffentlich helfen könnt.


    Angefangen mit den 2 eiförmigen Pilzen, noch nie bemerkt, ich tippe auf Eierwulstling (gehe morgen nochmal hin, dürfte dann offen sein). Pilz Nr. 1 auf gefällten Buchen (2 Stämme, 2 Pilze):




    Pilz Nr. 2 auf Nadelsubstrat, schätze es ist ein klebriger Hörnling





    Ein freudiger, wenn auch gefühlt früher Fund ist dieser hübsche Lackporling, Pilz Nr. 3:




    Dann kam eine wirkliche Überraschung, in all den Jahren, die ich dort spazieren gehe, habe ich diesen Pilz Nr. 4 (und wohl auch Nr. 5) noch nie gesehen, und da bin ich wirklich oft, zuletzt am Mittwoch. Ich tippe auf Fransigen Wulstling. Meine Hand war nach dem Hantieren mit dem ersten weiss gesprenkelt. Geruch kaum bis gar nicht vorhanden.




    Ein paar Meter weiter Nr. 5




    Zuletzt ein verlässlicher Kamerad (kommt immer wieder), der aktuell wirklich zum Anbeissen aussieht- wie ein Dessert! Ich bin bei Flacher Lackporling, Pilz Nr. 6.




    Was meint Ihr, liege ich richtig? Pilz 1 wie gesagt noch zu kontrollieren, aber die sind Mega- schnell:omg:.

    LG, Miesmuschel

    Hallo Fungi Fan- da könnte man neidisch werden:wink:. Griechenland und (!) ein Röhrling! Nicht schlecht. Bin da nicht so Expertin (erinnert mich an den schwarzblauenden Röhrling, aber den hab ich schon lang nicht mehr gesehen...) Die Pilz- Profis hier werden sicher noch helfen. LG, Miesmuschel

    die Knoblauchrauke hat wohl meine gute Maipilzstelle zunichte gemacht

    Bis heute habe ich dieses Jahr genau 2 Stück davon gefunden, glaub die Knoblauchsrauke ist recht unschuldig- diesmal...



    weil hier gebietsweise der Stickstoffgehalt der Böden immer weiter ansteigt

    Hier geht der Trend wieder "zurück" in Richtung extensiv genutzte Weiden bzw. Fromentalwiesen- bin heute grad wieder an einer wunderbaren Wildblumenwiese vorbeigekommen, kein Dünger, pro Jahr nur 1 Mahd und 1x Kühe drüber (wird glaub finanziell unterstützt vom Land). Aber ja, die Rauke ist ziemlich potent- ich finde in Ihrer Gesellschaft nie etwas und versuche mir die Standorte zu merken.


    cool, vielen Dank für diese interessante Info!


    Danke vielmals für das nette Feedback!


    LG, Miesmuschel

    Muss man den Sinn verstehen?

    Müssen muss man gar nichts:wink:.


    Ich denke mal, daß es ganz allgemein um Bio - Kenntnisse geht?

    Auch um Zeit und Frust sparen, weil man da nicht gross suchen muss :)


    Hallo Miesmuschel, bei Frühlings- und Gewürzkraut denke ich nur an Bärlauch

    Nah dran:agree:



    Der Übeltäter heisst Knoblauchrauke und sieht aktuell so aus:




    Zitat aus Wikipedia: "Die Pflanze wirkt durch chemische Stoffe allelopathisch auf das Wachstum von Mykorrhizapilzen ein und hemmt bzw. unterbindet dieses. Da wiederum viele Keimlinge von Bäumen von diesen Pilzen abhängen, unterbindet die Knoblauchsrauke so indirekt das Aufkommen von Gehölz in ihrer unmittelbaren Umgebung."


    Beorn: Das hab ich noch nicht gewusst, speichere es mal zur späteren Verwendung... :lightbulb:

    Das Unkraut wächst hervorragend mit dem aktuell feucht-warmen Wetter, und noch muss ich drei Tage Schonzeit aussitzen- hoffe, dann mal wieder was Hübsches zu finden. Derweil eine "Trivial Pursuit Frage " für angehende und bestehende Mykolog/ Innen:


    Welches Frühlings- Gewürzkraut hemmt bzw. unterbindet das Wachstum von Mykorrhizapilzen?:smilec:


    Standort merken und woanders suchen.... ;)


    Vielleicht können wir mit unseren gesammelten Rätselfragen mal echt eine Art Trivial Pursuit Ausgabe kreieren? So für Pilzler?


    Nein, mir ist nicht langweilig!:saint:


    LG, Miesmuschel

    Mammamia- Mutschelka hat dies Jahr echt die Nase vorn- erster Hexenröhrling, erste Eierschwämmli.... aber dem ziegelroten Risspilz muss man glaub erst noch einen grusigen Witz erzählen, dass er wirklich rot wird... hätte ich nicht erkannt:wink:. LG, Miesmuschel

    Danke vielmals! In diesem Gebiet habe ich schon hier und da mal einen Reizger (vermeintlich- bin da ja noch nicht so sattelfest) entdeckt, aber viel später im Jahr. Wegen Schonzeit blieb der hier auch weitestgehend verschont.... Halte aber weiter Ausschau nach anderen Exemplaren in der Gegend, evtl. taucht noch etwas auf, dann füge ich das hier hinzu. Derweil vielen Dank für die Inputs! LG, Miesmuschel