Purpurschwarzer Täubling - Russula atropurpurea

Es gibt 9 Antworten in diesem Thema, welches 1.862 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (6. September 2022 um 10:38) ist von StephanW.

  • Hallo zusammen,

    diesen Täubling hatte ich im gleichen Gebiet gefunden, wo die Exkursion statt fand und dokumentiert. In der unmittelbaren Umgebung standen Buchen, Hainbuche und eine Fichte. Der Pilz hatte einen obstartigen Geruch, Geschmack war am Anfang mild und bekam erst nach einer kurzen Zeit schärfe. Das Mikroskopieren der Endhyphen der HDS in Kongorot hat hier besser funktioniert.

    Vielen dank für eure Hilfe!

    Liebe Grüße Annerose

    Durchmesser vom Hut 6cm

    Huthaut ließ sich gut abziehen, fast bis zur schwärzlichen Mitte

    Fleisch unter der Huthaut rötlich mit bräunlichen Flecken

    Weißliche Lamellen, mit Anastomosen zum Stiel nur wenige gegabelt und spröde abblätternd

    frisch mit bräunlicher Färbung zur Basis

    Der Stiel hat nach gebräunt an den Druckstellen und auch die Lamellen sind fleckig geworden

    Sporenpulver war reichlich

    Sporen:

    eiförmig, mit gut sichtbaren, stumpfen Warzen, Graten mit dünnen Verbindungen

    100x Öl Melzer

    100x Öl Melzer

    100x Öl Melzer


    HDS:

    10x Sulfovanillin

    40x Sulfovanillin

    60x Kongorot Wasser

    100x Öl Kongorot Wasser

    Epikutishaare sind verzweigt und septiert

    100x Öl Kongorot Wasser

    100x Öl Kongorot Wasser

    100x Öl Kongorot Wasser

  • Brauner Waldvogel 31. August 2022 um 13:16

    Hat den Titel des Themas von „Purpurschwarzer Täubling - Russula atropurpurea ?“ zu „Purpurschwarzer Täubling - Russula atropurpurea“ geändert.
  • Hallo Thiemo,

    ja war er nicht sehr scharf, kein Vergleich zu einem Speitäubling der wäre gleich raus geflogen in 2 Sekunden ;) Vielleicht kommt das Bräunen auch durch die Berührung von anderen Arten die vorher in der Hand begutachtet wurden. Das wäre auch möglich. Danke für deine Bestimmungshilfe!

    Liebe Grüße Annerose

  • Hallo Annerose,

    den Bestimmungsdaten entsprechend bin ich auch beim Purpurschwarzen Täubling. Es gibt nur eines, was mich stutzen lässt. Dies wäre ein Pilz unter Eiche. Diese hattest du in der Beschreibung nicht erwähnt. Auch auf den Bildern vom Fundort habe ich kein eindeutiges Eichenblatt erkennen können. Gab es denn am Fundort vielleicht auch eine Eiche?

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hi Stephan,


    Die Eiche wäre natürlich der typische Mykorrhizapartner, stimmt schon. Aber ich hab die Art schon im reinen Nadelwald gefunden (Fichte, Kiefer, Lärche). Hier wärs dann wohl die Fichte.


    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

    Einmal editiert, zuletzt von Steigerwaldpilzchen (31. August 2022 um 21:20)

  • Hallo Stephan,

    Eichen gab es auch dort etwas weiter entfernt von 15 Meter die auch schon recht groß sind, unmittelbar war halt nur die Buche, Hainbuche und eine einzelne Fichte.

    Liebe Grüße Annerose

  • Hi Stephan,


    Die Eiche wäre natürlich der typische Mykorrhizapartner, stimmt schon. Aber ich hab die Art schon im reinen Nadelwald gefunden (Fichte, Kiefer, Lärche).

    Sehr interessant. Ich hatte bisher gedacht, die Entsprechung von R. atropurpurea im Nadelwald wäre R. atrorubens. Aber die beiden unterscheiden sich ja durch die Schärfe. Also sollte ich mal in eine vermeintliche Nadelwald-atrorubens, die auffällig stämmig daherkommt, reinbeißen.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • N'abend,

    StephanW

    Ich beziehe mich auf diesen Fund hier aus dem Nadelwald. Zunächst hielt ich ihn für völlig mild, erst eine zweite, größere Kauprobe brachte eine leicht Schärfe. Das in Verbindung mit den kräftigen, etwas grauenden Stiel passt gar nicht zu R.atrorubens. Der wächst dafür 300m weiter am Wassergraben im Torfmoos und ist gehörig scharf :).

    Romagnesi und Marxmüller geben auch Nadelwälder als Standorte an, Einhellinger präzisiert auf Fichte und Kiefer.

    Russula bresadolae/atropurpurea:



    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

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  • Hallo Thiemo,

    sehr schöner Fund, an dem hätte ich mir bei der Bestimmung sicherlich die Zähne ausgebissen, da ich ihn wohl für R. fragilis gehalten hätte und mir auf die geringe Schärfe und den grauenden Stiel keinen Reim hätte machen können.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.