Beiträge von StephanW

    Bei mir hier im Darmstädter Wald habe ich den noch nie gesehen. Dabei bin ich gar nicht so weit weg von Heilbronn ;).

    Hallo Jabaa,

    in Darmstadt ist der Boden anders als in Heilbronn, weniger lehmig, mehr sandig. Vielleicht spielt das eine Rolle. Im Darmstädter Wald habe ich ihn auch noch nicht gesehen. Dafür aber schon im Prinz-Emils-Garten. Im Herrngarten würde ich ihn auch erwarten, vor allem in dem Teil Richtung Watzeviertel/Porzellanschloss.

    FG

    StephanW

    fände ich den jetzt eventuell gar in der Nähe der Theresienwiese / Wertwiesenpark?

    Hallo Martin,

    im Stadtgebiet Heilbronn habe ich den schon gefunden:

    - auf dem Parkplatz am Freibad Neckarhalde, das ist nur ein paar Hundert Meter vom Wertwiesenpark entfernt

    - im Wertwiesenpark selber, auf den Rasenflächen in der Nähe des Minigolfplatzes

    - auf dem Heilbronner Hauptfriedhof, im Eingangsbereich

    - auf dem Sontheimer Friedhof, auch im Eingangsbereich

    - am Europaplatz, rund um die Rollsporthalle

    ...

    immer im Früh- oder Hochsommer. Wenn es jetzt mal ein paar Tage hintereinander regnet, müsste er aufploppen.


    FG

    StephanW

    Hallo Jabaa,

    im Heilbronner Stadtgebiet ist das im Sommer der häufigste Pilz, etwa so häufig wie der Stadtchampignon. Er wächst ganz frech auf Grünstreifen am Straßenrand oder in Parkanlagen zwischen Hundedreck, auch dann, wenn es wegen Hitze und/oder Trockenheit keine anderen Pilze gibt.

    FG

    StephanW

    Hallo,

    Steffi hatte sicher auch unrealistische Vorstellungen über den Zweck und Geist dieses Forums. Für das, was sie möchte, ist ein anderes Forum besser geeignet. Das hier ist doch sehr mainstreamig und irgendwo auch "Teil des Systems". Also Neugierig ich hoffe, dass du ein für deinen Bedürfnisse besser passendes Forum findest.

    FG

    Stephan

    Hallo Corinne,

    auf deinem letzten Foto hat es den Anschein, als würde der Täubling röten oder bräunen. In diesem Fall wäre der Wieseltäubling raus, und du wärst stattdessen in der Sektion der Schwärztäublinge, in der es auch braunhütige Arten gibt, z. B. Russula adusta.

    FG

    StephanW

    Ehrlich gesagt, hatte der Fund für mich wirklich einen sehr ausgeprägten gurkig mehlig unangenehmem Geruch. Deshalb dachte ich gar nicht an einen Ritterling.

    Diesen logischen Schluss verstehe ich wiederum nicht. Sehr viele Ritterlinge riechen doch mehlig-gurkig.

    FG

    StephanW

    Hallo zusammen,

    die von der Optik mMn am besten hinkommende Lepista glaucocana riecht süßlich nach altem, eingetrockneten Putzlappen, von mir aus auch gewürzartig wie z. B. Cortinarius percomis, aber nicht nach Mehl-Gurke. Ich glaube den Pilz gut zu kennen und habe schon oft an dem Pilz gerochen, aber nie Mehl-Gurke-Geruch festgestellt. Die Geruchsangabe auf der verlinkten Website kann ich für meinen Teil nicht nachvollziehen, denn ein Pilz riecht nicht manchmal so und manchmal anders, sondern immer gleich. Abweichende Gerüche sind vielmehr ein Indiz für eine andere vorliegende Art, und in entsprechenden Beschreibungen sind dann eventuell verschiedene Arten zusammengeschmissen. Beorn Jürgen Marqua hat den Geruch nicht selber festgestellt, sondern er zitiert lediglich die von LUDWIG angegebenen Möglichkeiten. Über seinen eigenen Geruchseindruck bei seinem Fund schreibt er nichts.

    Wenn darauf bestanden wird, dass Mehl-Gurke-Geruch vorgelegen hat, müsste man eher bei den Schönköpfen (Calocybe) suchen, in dieser Gattung kommt öfters Mehlgeruch vor.

    Wie auch immer, die abschließende Bestimmung des Pilzes liegt ohnehin bei Corinne, die den Pilz vor sich hat und an ihm gerochen hat, alle anderen können lediglich Ideen äußern und Hilfsvorschläge machen. Der ins Spiel gebrachte Riesenrötling hat jedenfalls gelbliche und nicht violettliche Lamellen.

    FG

    StephanW

    Hallo Corinne,

    vergleiche deinen Fund doch mal mit Lepista glaucocana. Und denke dir den Mehlgeruch weg, der würde für die Gattung Lepista nicht passen. Wenn du dagegen auf dem Mehlgeruch bestehst, kann es keine Lepista sein.

    FG

    StephanW

    Hallo Andreas,

    wenn du diese Pilze wirklich weghaben willst, müsstest du ordentlich Brennnesseljauche, Gülle oder ähnliches draufkippen, das vertragen die überhaupt nicht. Aber

    1. stehen die Pilze möglicherweise unter Artenschutz (mögliche Gattungen Ramariopsis, Clavulinopsis, Clavaria)

    2. stinkt es dann bei dir erstmal noch viel ärger

    3. machen sich danach möglicherweise andere, stickstofftolerantere Pilze breit

    Es ist immer schwierig, gegen die Natur zu schaffen.

    FG

    StephanW

    bisher nur Frauen- und Weißstielige Ledertäublinge

    Hallo Franz,

    die von dir gezeigten Täublinge könnten auch Braune (Russula integra) oder sogar Kurzstielige (Russula curtipes) Ledertäublinge sein. Eine genauere Untersuchung wäre es allemal wert.

    FG

    StephanW

    Hallo Askger,

    du Glücklicher! Du sitzt auf der Grenze zwischen basisch (auf der Karte pink/orange) und sauer (braun), dadurch kommen bei dir in geringem Umkreis extrem viele Pilzarten vor. Innerhalb Baden-Württembergs ist deine Heimat ein absoluter Hotspot, was Artenreichtum und natürlich auch Individuenreichtum angeht. Deshalb werden deine Wälder auch regelmäßig von der Pilzschule Hornberg begangen und kartiert, und Leute, z. B. ich, kommen von weit her gefahren, um die mykologischen Raritäten zu sehen. Die Pilzschule geht z. B. in folgende Wälder/an folgende Orte:

    - Seedorfer Wald (östlich von Seedorf gelegen)

    - Locherhof

    - Teufenhalde (westlich von Flözlingen gelegen)

    - Krottenwäldle (südwestlich von Dunningen gelegen)

    und... und...

    Eigentlich muss man da nur in irgendeinen Wald gehen, sofern von der Forstwirtschaft einigermaßen in Ruhe gelassen, die sind allesamt super. Dabei sind solche Wälder besser, wo es nicht nur Tannen, sondern auch reichlich Fichten hat. Der Boden sollte besser moosig statt krautig und mit Heidelbeeren bestanden sein, das mögen die bekannten Speisepilze lieber.

    Eine Bitte: wenn du auffällige, dir unbekannte Pilze findest (z. B. solche mit Stacheln auf der Hutunterseite), stell doch mal den einen oder anderen hier ein. Hier sind immer Leute aktiv, die dir Namen zu den Pilzen geben können.

    FG

    StephanW

    Hallo Askger,

    viele Fragen auf einmal und reichlich Diskussionsstoff.

    Röhrlinge speziell unter Tanne sind mir nicht bekannt, die Ubiquisten unter den Röhrlingen wie Rotfüße, Maronen, Ziegenlippen, Steinpilze können sicher auch unter Tanne vorkommen.

    Selbst im Schwarzwald sind reine Tannenbestände sehr selten. Schau doch mal nach, ob sich zwischen die Tannen in deinem Wald Fichten und/oder Buchen dazwischengeschlichen haben.

    Dass Anfang Juni erstmal nur Hexenröhrlinge (und Sommersteinpilze?) zu finden sind, ist ganz normal. Im Schwarzwald entwickelt sich die Artenvielfalt oft erst in der zweiten Juli- bzw. ersten Augusthälfte, je nach Großwetterlage.

    Im Schwarzwald gibt es meines Wissens keinen Muschelkalk. Der Untergrund besteht im Westschwarzwald aus Urgestein (z. B. Gneis) und vor allem im Ostschwarzwald, Richtung Schwäbische Alb, aus höheren Jurakalkschichten. Auch der Dinkelberg und der südliche Hotzenwald bestehen aus Jurakalk. Die obere Bodenschicht ist im Nordschwarzwald ausgesprochen moorig-sauer, im Feldberggebiet außerhalb der Moorgebiete eher neutral, und im Ostschwarzwald leicht bis stark basisch.

    An Röhrlingen lassen sich im "typisch schwarzwäldischen" Schwarzwald vorwiegend Schönfüße, Fichtensteinis und Nadelwald-Anhängselröhrlinge finden. In der Gegend um Hornberg, wo es viele Kiefern hat, ist auch der Kiefernsteinpilz nicht selten. Rotporer wie Satanspilz und seine Verwandten finden sich reichlich im südwestlichsten Teil, z. B. südlich von Freiburg oder auf dem Dinkelberg.

    Für den Speisepilzsammler sind selbstverständlich auch die berühmten "Pfifferlingsteppiche" im Nord- und Westschwarzwald interessant, wegen diesen fahre z. B. ich alljährlich im Spätsommer in den Schwarzwald.

    Wenn du schreibst, wo genau du residierst, könnte ich dir gerne zurückschreiben, ob ich da schon mal gesucht habe und was genau ich da gefunden habe.

    FG

    StephanW

    8. Nach mehreren Stunden dann schlussendlich doch noch der erste Täubling des Jahres. Unter Roteichen stand dieses angefressene, stinkende Einzelexemplar aus der Sektion der Stinktäublinge.


    Mitnehmen wollte ich das Madenhotel dann aber nicht mehr.

    Hallo Schupfnudel,

    wird schon der Kratzende Kammtäubling (R. pectinatoides/praetervisa oder wie auch immer er gerade wissenschaftlich heißt) sein.

    FG

    StephanW

    Hallo zusammen,


    hier noch mein unmaßgeblicher Senf zum Thema:


    - auf dem Foto in Beitrag Nr. 7 sind mehrere gesplitterte Lamellenstücke zu sehen (auf 2 Uhr, auf 5 Uhr und auf 8:30 Uhr), also scheint die Angabe "Lamellen biegsam" nicht zu stimmen

    - die Sporen in der Anfragedoku sehen in Form, Größe und Ornament schon sehr nach Russula-vesca-Sporen aus

    - die nur schwach anfärbbaren, überhaupt nicht keuligen Pileozystiden passen ebenfalls gut zu R. vesca

    - den rostfleckigen, basal etwas verjüngten Stiel kennt man ebenfalls von R. vesca, ebenfalls die positive Eisensulfatreaktion (ob das nun Fleischrosa oder Lachsorange war, lässt sich ohne Foto nicht verlässlich klären)


    R. cyanoxantha fällt wegen der spröden Lamellen und der positiven Eisensulfatreaktion gänzlich raus, für eine Griseinae ist das Sporenpulver zu blass, und man hätte unter dem Mikroskop keulige, gut anfärbbare Pileozystiden finden müssen.


    Mein Fazit wäre, dass das wohl doch R. vesca sein kann. Thiemo hat natürlich recht, dass zur vollständig überzeugenden Dokumentation ein Foto von einem Crins gehört, wenn schon mikroskopiert wurde.


    FG

    StephanW

    die Rötung ging ruckzuck, hab ein Stück abgebrochen zum dran riechen und schon war es eingefärbt.

    Hallo Miesmuschel,

    bei einem Reizker ist die Milch von Anfang an rot. Was Pablo meinte: war die Milch von der ersten Sekunde an wein-/violettrot (was meiner persönlichen Einschätzung nach bei deinem Pilz der Fall war), oder war sie erst karottenrot und hat dann später auf weinrot umgefärbt? Dies ist bei Reizkern (es gibt hierzulande um die sechs Arten) ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal.

    FG

    StephanW

    Hallo Corinne,

    bei Täublingen dieses Aussehens solltest du die Brüchigkeit der Lamellen testen und ein Sporenabwurfpräparat machen, ob die ausfallenden Sporen weiß oder blassgelblich sind. Damit kann man eventuell bis auf die richtige Art kommen.

    Einige der von dir gezeigten Exemplare sehen mir nach Papageientäubling (Russula ionochlora) aus, aber nur dem Aussehen nach kann das auch trügen.

    FG

    StephanW

    Hallo Franz,

    der Frauentäubling ist hier möglich, aber nicht sicher. Täublinge der Sektion Griseinae können auch so aussehen. Der Hinweis mit den elastischen Lamellen ist sehr zielführend, das solltest du unbedingt testen. Es würde auch sehr helfen, ein Sporenabwurfpräparat zu machen. Frauentäubling = weiß, Griseinae = rahmgelb/buttergelb.

    FG

    StephanW

    Hallo Pilzscout,

    welchen Sinn soll es machen, Sporen anzufärben? Dadurch wird doch nur die naturgegebene Färbung übertönt, also lass das mal besser.

    Meiner Meinung nach sehen die Sporen ein wenig nach Dachpilz aus. Schau doch mal, ob du an den Lamellenflächen dickwandige Zystiden mit Haken findest. Dann könnte man den Pilz durchaus zum Dachpilz ernennen.

    Diese seltsamen grauen Böbbel könnten tatsächlich eine Reaktion der Sporen auf das Eosin sein. Hiefür fehlen mir jedoch die Erfahrungswerte, ich habe noch nie gehört, dass jemand seine Sporenpräparate mit Eosin versetzt.

    FG

    StephanW