Beiträge von StephanW

    Hallo TA,

    Pantherpilze lieben Sandboden und dort stehende Eichen. Also warum sollten sie in der Dübener Heide nicht vorkommen können?

    Außerdem: wenn du schon meinst, nicht sicher bestimmte Pilze essen zu sollen, dann ziehe bitte keine anderen Leute in die Sache mit rein.

    Vielleicht hast du ja noch andere Pilze als die auf den beiden Fotos eingefroren.

    Freundliche Grüße

    StephanW

    Hallo zusammen,

    wer plant sich ein Mikroskop anzuschaffen, sollte nicht nur ein Interesse an Pilzen, sondern ein Interesse an der Methodik der Pilzbestimmung haben.

    Viele Anfänger, von denen man hier liest, denken, Pilzbestimmung geht so, dass man einen Pilz fotografiert, dann das Foto einstellt mit dem Satz: "Könnt ihr mir bitte bei der Bestimmung helfen, ich finde diesen Pilz einfach nicht in meinem Buch, will aber doch wissen, was es ist usf." und wartet, dass ein Auskenner mit dem Artnamen herauskommt. Dann, so die Denke weiter, geht man wieder in den Wald, sieht den Pilz irgendwann mal wieder und weiß den Artnamen. So geht Pilzbestimmung aber nicht, und vor allem kann man so die Pilze nicht wirklich kennen lernen, auch wenn das vielfach von den Anfragern behauptet wird. Man wird im Wald vor dem Pilz stehen und den Artnamen nicht wissen, weil der Pilz ein bisschen anders aussieht als beim ersten Mal, also z. B. älter oder jünger ist. Natürlich braucht man auf diesem Pilzkundelevel kein Mikroskop.

    Zunächst muss man sich erarbeiten, wie Pilzbestimmung wirklich geht und das dann auch jahrelang anwenden. Wie Pilzbestimmung geht, lernt man in kommerziellen Seminaren der Pilzschulen, auf Tagungen, durch Vorträge, in Arbeitskreisen, Pilzvereinen usw. Danach treibt man Bestimmungsarbeit mit der zur Verfügung stehenden Pilzliteratur und erfährt, was durch Pilzbestimmung leistbar ist und was nicht. Ich finde es immer recht tragikomisch, wenn Anfrager sich für ihre Anfragen zielsicher die allerschwierigsten Pilze aus den allerschwierigsten Gattungen aussuchen, deren Bestimmung für einen Experten stunden- oder tagelange Arbeit mit und am Pilz bedeutet, und dann hoffen, dass sie über das Forum geschwind einen Artnamen kriegen - den sie spätestens nach vier Wochen wieder vergessen haben.

    Hat man auf diese Weise jahrelang Bestimmungsarbeit mit Pilzbüchern betrieben und hat die Methodik grundsätzlich drauf, erkennt man, dass man bei vielen Pilzen allein mit Makroskopie und Literatur nicht zu belastbaren Bestimmungsergebnissen kommt. Zunächst nimmt man das hin. irgendwann fängt es dann doch mal an, einem zu stinken. Genau das ist der Zeitpunkt, an dem es sich lohnen kann, sich ein Mikroskop mitsamt des Zubehörs und der entsprechenden kostspieligen Literatur (z. B. PdS, FN, FNE, Ludwig...) anzuschaffen. Dadurch eröffnen sich bei der Pilzbestimmung plötzlich neue Wege und Möglichkeiten - wie gesagt für den, der Pilzbestimmung schon kann, der weiß, wie die Anatomie eines Pilzes aussieht, der Cheilozystiden von Pleurozystiden oder kongophil von cyanophil begrifflich unterscheiden kann usw.

    FG

    StephanW

    Hallo Marcus,

    das ist wirklich ganz wichtig, dass du dir über deine Ziele klar wirst, bevor du Großanschaffungen tätigen willst. Schaffst du dir ein Mikroskop an, wirst du schnell feststellen, dass das Zubehör und die erforderliche Literatur noch teurer sind als das Mikroskop selber.

    Ein Mikroskop schafft sich in der Regel nur jemand an, der an sich den Anspruch hat, so viel wie möglich aus eigener Kraft zu bestimmen und sich nur in ganz wenigen Ausnahmefällen ans Forum zu wenden. Ich selber mikroskopiere seit über 10 Jahren, aber ich habe noch nie ein Mikrofoto erstellt oder gar ins Forum gesendet, damit mir andere Leute den von mir mikroskopierten Pilz bestimmen. So etwas fände ich nicht wirklich zielführend, und lernen tut man dabei genau so wenig, wie wenn man Makrofotos ins Forum stellt und sich die Pilze von anderen Leuten bestimmen lässt.

    FG

    StephanW

    Hallo Marcus,

    um es noch einmal klar zu sagen: hier ist nicht mal die Gattung sicher. Neben einer Galerina kommt auch eine Tubaria oder eine Laccaria oder eine ähnliche Gattung in Frage. Nur makroskopisch nach Foto kann hier nur herumgeraten werden.

    FG

    StephanW

    Hallo Mykokron,

    was genau hat dir die andere Sammlerin bestätigt? Von einem Blumenpilz habe ich jedenfalls noch nie etwas gehört. Auch mit deiner Assoziation "Sonnenblume" komme ich angesichts deiner Pilzbeschreibung nicht klar.

    FG

    StephanW

    Hallo Hannes,

    Psathyrella erkennst du makroskopisch am relativ zerbrechlichen Stel- und Hutfleisch (daher der Name Mürbling), sowie daran, dass das Sporenpulver meist lilagrau bis schwarzgrau ist, die Lamellen aber bei Reife des Pilzes nicht zerfließen so wie bei Tintlingen. Psathyrellen haben sehr oft weißliches Velum am Hutrand, oft auch auf dem Hut.

    FG

    StephanW

    Hallo Kopfpilz,

    so ganz klar ist mir dein Plan der Fotoverwendung nicht geworden. Ich weiß auch nicht, wie gut du bei der Arterkennung im Feld bist. Suchst du gezielt nach Fotos, um sie jemand anderem zu zeigen, der dir eventuell eine Art- oder Gattungsbestimmung bestätigen soll, würde ich an deiner Stelle die Fotos alphabetisch nach dem von dir vermuteten Artnamen ordnen. Bist du nicht in der Lage, bei einem von dir fotografierten Fund einen Artnamen zu vermuten, wird es natürlich schwieriger. Man könnte sich dann mit {Gattungsname spec.} behelfen. Für die andere Geschichte, nämlich eine Verbindung zwischen Art und Fundort herzustellen, könnte man die Fotos alphabetisch nach Fundorten (Ordnername: {Fundort_Datum}) und in der unteren Hierarchiestufe nach den vermuteten Artnamen ordnen, vielleicht auch nach Waldtypen (dies setzt voraus, dass man Waldtypen (er)kennt). Es ist glaube ich in jedem Fall wichtig, dass du in deiner Ordnung mehrere Hierarchiestufen hast.

    FG

    StephanW

    Hallo Hannes,

    ich denke auch in Richtung Psathyrella. Dass ältere Exemplare farblich so stark ausblassen, dass man an eine andere Pilzart denkt, ist für Psathyrella typisch. Leider gibt es sicher ein Dutzend Psathyrellen, die so aussehen. Also ohne mikroskopische Untersuchung wäre die Artbestimmung ziemlich aussichtslos, außer die Pilze riechen irgendwie markant, oder verfärben irgendwie markant, was hier alles nicht der Fall ist.

    FG

    StephanW

    Hallo Rapha,

    die letzten sind Risspilze (Gattung Inocybe). In dieser Gattung muss man mikroskopieren, um die Art herauszubekommen, und dann braucht es auch sehr aktuelle Literatur. Ungefähr so aussehen tun Inocybe napipes oder Inocybe assimilata, aber das ist jetzt nicht mehr als geraten, der Pilz kann in Wirklichkeit auch ganz anders heißen.

    FG

    StephanW

    Hallo Ralph,

    vielleicht suchst du die falschen Baumstämme ab. Auf Eiche hast du mit deinem Verhältnis sicherlich recht, auf Buchen- oder Pappelstämmen ist das Verhältnis Muschel/Auster wesentlich günstiger.

    FG

    StephanW

    Hallo Julian,

    daran, dass die Maronen nicht mehr geblaut haben, erkennt man, dass sie nicht mehr wirklich in Ordnung waren. Denn an sich blauen Maronen schon, und rein optisch sind das alles eindeutige Maronen. Mich freut zu hören, dass dir die Pilze trotz allem bekommen sind. Aber das ist schon mutig, Röhrlinge nach Nachtfrösten oder Schneefall noch zu verwenden, ich selber traue mich das nicht.

    FG

    StephanW

    Hallo Bernd,

    das ist eine sehr gute Idee. Nach ein paar Jahren, wenn du dich bis dahin gut mit Täublingen auskennst, könntest du die Täublinge auf deinen Fotos eventuell "nachbestimmen".

    Bei Täublingsfunden solltest du immer a) eine Geschmacksprobe und b) einen Sporenabwurf machen, c) direkt nach dem Abpflücken und am nächsten Morgen je eine Riechprobe machen und d) die am Fundort stehenden Bäume bzw. den Waldtyp, in dem der Täubling gewachsen ist, bestimmen. Damit lässt sich die Zahl der möglichen Arten schon erheblich einschränken. Fast jeder Täubling hat nur ein oder zwei ganz bestimmte Baumarten, unter denen er wächst.

    FG

    StephanW

    Hallo Bernd,

    das sind drei verschiedene Pilze, und alle drei können was anderes sein. Täublinge in diesen Farben gibt es zu Dutzenden. Sagen kann man, dass alles Täublinge sind, aber das war es dann leider schon. Immerhin kann man sagen, dass es keine Fleischroten Speisetäublinge sind, da passen die Hutfarben überhaupt nicht.

    FG

    StephanW