Sehr gelbe Steinpilze -> vielleicht "BOLETUS FULVOMACULATUS" oder doch ein "EDULIS"?

Es gibt 1 Antwort in diesem Thema, welches 598 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (16. Oktober 2022 um 17:22) ist von Beorn.

  • Hallo Leute,

    ich war dieses Wochenende wieder einmal in unseren sehr trockenen Wäldern südöstlich von Oldenburg unterwegs. Wenn man durch den Wald läuft, erinnert es einen an eine durchgemachte Partynacht :cheeky: - Es klingt als wenn man über Chips und Salzstangen läuft. Wenn man stellenweise mit dem Fuß im Laub scharrt, ist man nach 5cm noch immer im Mull. Es fehlt einfach noch immer der Regen nach diesem sehr trockenem Sommer/Herbst.

    Viele Pilzarten sind komplett ausgeblieben. - Wo letztes Jahr noch pfundweise echte Pfifferlinge und Trompetenpfifferlinge zu finden waren herrscht absolute Ebbe. Einen einzigen Pfifferling habe ich Anfang Juli gefunden, seit dem nichts mehr. Selbst violette Lacktrichterlinge gibt es fast gar nicht. Dafür hat gefühlt jede 5 Kiefer eine Glucke hervorgebracht und auch deutlich mehr Schwefelporlinge und Saitlinge als die letzten Jahre sind zu entdecken. Meiner Meinung nach ein Zeichen, das es dem Wald wirklich schlecht geht. Da, wo es etwas nass ist/war sprossen dafür jede Menge Buchenschleimrüblinge auf Totholz, selbst an Stellen oder gar Wäldern, an denen ich sie noch nie zuvor gefunden habe. Auch wenn ich diese nicht zum essen sammle, sind sie doch ein begehrtes Fotomotiv von mir.

    Eine Stelle jedoch produzierte drei Steinpilze. Diese waren schon alle recht groß - zwei von denen haben jedoch eine recht feste Stuktur und noch eine helle Röhrenschicht. Fundort war ein sauren/sandigen Mischwald mit Buchen und einigen eingestreuten Kiefern. - in einigem Abstand (größer 50m) ist eine junge Eichenforst.

    Auffallen war, das die Hüte meiner Meinung nach sehr gelb und trotz Trockenheit auch sehr "speckig" waren. Auch der Stiel war recht bräunlich. Auch wenn ich das weiße Netz auf dem Stiel gesehen habe, habe ich vor Ort noch eine Geschmacksprobe des weißen Stielfleischs gemacht um etwaige Bitterkeit zu prüfen (man weiß ja nie) - Keine spur von Bitterkeit. Das Fleisch lief natürlich auch nicht farbig an. Auch ist der Übergang vom Hutrand zum Schwamm leicht weiß gesäumt gewesen, wie es auch beim EDULIS oft zu sehen ist. Unter der Huthaut ist das Fleisch allerdings leicht bräunlich und nicht rötlich gefärbt gewesen. Solche Färbungen kenne ich sonst nur von zu alten schwammigen Steinpilzen, diese beiden waren aber noch Fest und nicht durchnässt. - Also meiner (laienhafter) Meinung nach definitiv ein Steinpilz;). Aber ist es vielleicht ein FULVOMACULATUS (was für mich ein Erstfund wäre) oder ein gewöhnlicher EDULIS im bunten Kleid?

    Vielleicht könnt ihr mir da weiter helfen?

    Euch noch einen schönen Sonntag und wenn ihr unterwegs seit, schöne Funde :)

    • Offizieller Beitrag

    Moin!


    Das passt sehr gut ins normale Farbspektrum von Boletus edulis.


    Spaßeshalber kannst du mal versuchen, irgendeinen belegten Nachweis von Boletus fulvomaculatus in Europa zu finden. :wink:


    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.