Rehbrauner Dachpilz?

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 380 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (12. Mai 2024 um 16:47) ist von Gismo57.

  • Diesen Pilz fand ich gestern auf einer Alp mit Fichten und Buchen.
    Der wuchs war nicht offensichtlich auf Holz, kann aber auch sein das da ein Stück Holz vergraben war.
    Zuerst dachte ich an einen Rehbrauner Dachpilz, aber gewisse Merkmale passen nicht.
    Dann kam ich auf den Nadelholzdachpilz aber auch da passen nicht alle Merkmale.
    Vor allem was die Lamellen betrifft, diese sind zum Teil angewachsen dann aber auch wieder frei.
    Wobei ich in einer Literatur fand dass dies durchaus vorkommen kann.
    Zu Geruch kann ich nichts sagen da Heuschnupfen.
    Hoffe Ihr könnt mir da weiter helfen.

  • Hallo Gismo,

    Dachpilze haben rosa/fleischfarbenes bis rosa-hellbraunes Sporenpulver. Das müsste man in dem Alter in den Lamellen erkennen können. Dein Pilz ist wahrscheinlich ein Hellsporer (weiß, cremefarben) und kein Rosasporer. Einen guten Tipp hat Uwe schon abgegeben.

    Um die Gattung Weichritterlinge abzusichern könntest du einen Sporenabwurf machen und, falls verfügbar, Melzers Reagenz anwenden. Die Sporen von Weichritterlingen reagieren stark amyloid.

    Viele Grüße,

    Mr. X

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Danke für den Hinweis
    Sporenabwurf nicht möglich da Pilz auf der Alp gelassen.
    Bei Weichritterlingen war ich auch schon aber auch da konnte ich keine Wirkliche Übereinstimmung finden.
    Wenn das eine zutraf, war etwas anderes wieder nicht zutreffend.

    Gruss

  • Bei Weichritterlingen war ich auch schon aber auch da konnte ich keine Wirkliche Übereinstimmung finden.

    Was verstehst du jetzt genau unter keine wirkliche Übereinstimmung? (Ritterlinge gibt es ja auch noch, aber die sehe ich nicht wirklich.)

    Pilze können auch gerne anders als im Pilzbuch beschrieben, aussehen. Das macht ja oft die Bestimmung so schwierig!

    Immer einen Pilz zum Aussporen mitnehmen. Dann kann auch mal ein anderer an den Pilzen riechen, der nicht den Heuschnupfen hat.

  • Bei Weichritterlingen war ich auch schon aber auch da konnte ich keine Wirkliche Übereinstimmung finden.

    Also ich sehe hier folgende Merkmale, die gut zu verschiedenen Weichritterlingen passen:
    *Ritterlingshabitus, kompakter Fruchtkörper, robuster Stiel
    *Lamellen ausgebuchtet angewachsen, weiß bis cremefarben, relativ eng stehend
    *Mögliche Hutfarben braun, weiß, grau oder schwarz. Hier passend: Braun
    *Hut gebuckelt
    *Stiel voll, Basis leicht verdickt

    War er denn auffällig weich beim Zusammendrücken des Hutes?

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  • Das mit dem Zusammendrücken habe ich natürlich auch nicht gemacht.

    Aber alles gute Hinweise die ich beim nächsten mal berücksichtige.

    Danke allen Gruss Gismo

  • Wenn du einen Dachpilz vermutest, kannst du auch immer prüfen, ob der Hut leicht vom Stiel trennbar ist. Dazu hälst du den Pilz mit der einen Hand am Stiel aufrecht nach oben, greifst mit Zeige- und Mittelfinger unter den Hut und schiebst ihn ganz sachte nach oben. Bei einem Dachpilz geht der Hut sofort im Ganzen ab mit klarer Bruchkante. Das Merkmal gilt für die gesamte Gattung.

    Ich würde wetten, dass das bei deinem Pilz hier nicht funktioniert.

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