Beiträge von MisterX

    Hallo Murmelchen,

    ich backe in so 2-wöchigen Abständen mein eigenes Pita-Brot (für Falafel-Sandwiches, veganen Döner usw.), außerdem ab und zu eigene Pizza und kenne ich daher ein wenig damit aus.

    Ich würde dir raten, die Aktivität deiner Hefe (egal ob Trockenhefe, Frischhefe oder eingefrorene Hefe) vor dem Backen zu überprüfen. Dazu nimmst du eine Schüssel mit 300 ml Wasser, wärmst sie in der Mikrowelle auf ca. 35 Grad auf (das ist maximal lauwarm), tust einen kleinen Teil deiner Hefe da rein mit 1 TL Zucker, 1 TL Mehl und wartest 10-15 Minuten. Wenn die Hefe aktiv ist, solltest du sehr schnell deutliche Schaumbildung erkennen. Wenn das passiert, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Wenn sich nach 15 Minuten noch nichts tut, ist deine Hefe nicht mehr (ausreichend) aktiv, und dein Brot/Kuchen wird misslingen.

    Noch ein paar Infos zu Hefe, die ich recherchiert habe:

    *Hefe verträgt einfrieren, aber nicht ewig lange. Ein paar Wochen dürfte gehen, mehrere Monate sind problematisch.
    *Das Vermehrungsoptimum von Hefe liegt bei 28-35°C. für besonders schnelles Aufgehen kann man das für den Teig verwendete Wasser ein wenig wärmen.
    *Die Temperatur macht richtig viel aus, da die Vermehrungsrate im optimalen Temperaturbereich exponentiell ansteigt. Hefe bei um die 30°C kann sich leicht 5x so schnell vermehren wie bei 18°C, d.h. der Teig geht in 10 min. so weit auf wie sonst in fast 1 Stunde. Daher kriegt man beim Brot-Backen im Sommer oft andere Ergebnisse als im Winter.
    *Folgendes beschleunigt das Aufgehen auch sehr: Den Ofen ca. 1 Minute einschalten und wieder ausschalten. Dann hat er im Innern bei uns ca. 40 Grad. Dann den Teig abgedeckt im Ofen gehen lassen.
    *Manche sagen, bei Brot ist der Geschmack besser, wenn der Teig länger bei niedriger Temperatur geht. Ich habe das noch nie systematisch nachgeprüft.

    Also, wenn du die Aktivität der Hefe prüfst und dann die Temperatur beim Aufgehen des Teiges im Auge behälst, sollte da auch mit eingefrorener Hefe nichts schiefgehen, sofern sie den Aktivitätstest besteht.

    Viel Spaß beim Backen :yay:

    Wenn du einen Dachpilz vermutest, kannst du auch immer prüfen, ob der Hut leicht vom Stiel trennbar ist. Dazu hälst du den Pilz mit der einen Hand am Stiel aufrecht nach oben, greifst mit Zeige- und Mittelfinger unter den Hut und schiebst ihn ganz sachte nach oben. Bei einem Dachpilz geht der Hut sofort im Ganzen ab mit klarer Bruchkante. Das Merkmal gilt für die gesamte Gattung.

    Ich würde wetten, dass das bei deinem Pilz hier nicht funktioniert.

    Hallo Dominik,

    Warum vermutest du einen Espen-Seitling an einer Silberweide?

    Ich hätte die gleiche Vermutung wie Uwe und Andy.

    Merkmale, die zum Schuppigen Porling passen:
    *Ziemlich groß (15 cm)
    *Schwärzlicher Stiel
    *An Laubholz
    *Am Stamm wachsend (Abgrenzung vom Sklerotienporling, der bevorzugt an Ästen wächst)
    *Seitlich gestielt
    *Relativ grobe Poren (alle Seitlinge hätten Lamellen)
    *Hutoberfläche braun-beige mit dunkleren Hutschuppen

    Kennzeichnend beim Schuppigen Porling wäre noch der Geruch (man liest oft: süßlich, nach Melone, honigartig).

    Bei Weichritterlingen war ich auch schon aber auch da konnte ich keine Wirkliche Übereinstimmung finden.

    Also ich sehe hier folgende Merkmale, die gut zu verschiedenen Weichritterlingen passen:
    *Ritterlingshabitus, kompakter Fruchtkörper, robuster Stiel
    *Lamellen ausgebuchtet angewachsen, weiß bis cremefarben, relativ eng stehend
    *Mögliche Hutfarben braun, weiß, grau oder schwarz. Hier passend: Braun
    *Hut gebuckelt
    *Stiel voll, Basis leicht verdickt

    War er denn auffällig weich beim Zusammendrücken des Hutes?

    Hallo Gismo,

    Dachpilze haben rosa/fleischfarbenes bis rosa-hellbraunes Sporenpulver. Das müsste man in dem Alter in den Lamellen erkennen können. Dein Pilz ist wahrscheinlich ein Hellsporer (weiß, cremefarben) und kein Rosasporer. Einen guten Tipp hat Uwe schon abgegeben.

    Um die Gattung Weichritterlinge abzusichern könntest du einen Sporenabwurf machen und, falls verfügbar, Melzers Reagenz anwenden. Die Sporen von Weichritterlingen reagieren stark amyloid.

    Viele Grüße,

    Mr. X

    Hi, ich mag ihn auch so noch. solange man ihn noch gut schneiden kann.

    Das ging außer direkt am Strunk noch gut. Vom Geruch her war er auch noch einwandfrei. Werde die vielleicht im höheren Alter auch irgendwann mal ausprobieren. Für Erstverzehr und Verträglichkeitsprobe warte ich aber auf ein jüngeres Exemplar an einer besseren Baumart.

    Hallo Pilzfreunde,

    habe diesen schönen Schwefelporling heute gefunden (Erstfund!). Die Poren waren noch deutlich leuchtend gelber als es auf den Fotos rüber kommnt. Habe interessehalber KOH 40% auf Hut, Fleisch und Röhren angewendet. Das Ergebnis war negativ bis leicht rötlich/rosa.

    Da es auf Eiche war, der Pilz schon recht alt aussieht und als manchmal unverträglich gilt, habe ich ihn da gelassen. Für den Erstverzehr werde ich mir lieber ein jüngeres Exemplar suchen.

    VG

    Mr, X

    Ich werde zu einem Bild weitergeleitet, wo nichts erklärt wird, worum es geht.

    Oh, da hätte ich den Link zur Hauptseite noch dazuschreiben sollen:

    Schlehenrötling, Blasser Pflaumen-Rötling, Blassbrauner Schlehenrötling, Blasser Rötling (ENTOLOMA SEPIUM SYN. RHODOPHYLLUS SEPIUS)

    Schildrötling: Nur geringe Guajak-Reaktion.

    Schlehenrötling: [M]it Guajak eine intensive blaue bis blaugrüne und mit Anilin rötliche Verfärbung.

    Hallo Henry,

    spannendes Pilzrätsel hast du da!

    Könnte man mal mit Schlehenrötling vergleichen. Du siehst die Sporenpulverfarbe natürlich in Echt am besten. Für mich an meinem Bildschirm sieht es eher nach rosa-braun als nach tabakbraun aus. Andere Merkmale wie Fruchtkörperform, Hut lange eingerollt, Hutmitte dickfleischig, mehliger Geschmack/Geruch, Schnittbild, Lamellenfarbe und der Fundort passen auch zum Schlehenrötling.

    Bin mal gespannt, was die Experten dazu sagen.

    VG

    Mr. X

    Falls von Interesse noch zur Verträglichkeit: Ich habe die ganze Kanne über den Vormittag getrunken und hatte keine Kopfschmerzen, obwohl der Waldmeister geblüht hat. Ich hatte aber den Eindruck, ein wenig schläfrig zu werden. Daher in Zukunft entweder nur 1 Glas oder halt eher gegen Abend.

    Vielleicht wars auch nur Einbildung...

    vielen Dank für Euren Feedback... Ich nehme die Ratschläge an und werde es mal hobbymäßig im Wald mit Pilzkennern (die ich noch finden muss) gemeinsam versuchen.

    Hallo Jas,

    das macht auf jeden Fall Sinn. Die beste Anlaufstelle zur Suche von Leuten, die sich gut auskennen, ist einen Pilzverein zu kontaktieren (gibts sicher auch in deiner Nähe. Man kann dem Verein für einen kleinen Jahresbeitrag beitreten. Manche Vereine bieten auch an, als Nichtmitglied für eine sehr kleine Gebühr an Pilzwanderungen teilzunehmen.

    Viel Erfolg, und wenn du möchtest, lass gerne mal hören, wie es weiter geht :)

    Also 2 Tage abgehangen und mit dem ganzen Strauß über Nacht in ca. 1 Liter Apfelsaft ergibt sich jetzt schon eine deutliche Aromatisierung. Der Geschmack ist schwer zu beschreiben, wahrscheinlich würde man einfach sagen "nach Waldmeister". Frisch-aromatisch-würzig-kräuterteeartig würde ich sagen.

    Also so funktioniert es.

    Vielen Dank nochmals für alle Hinweise! :thumbup:

    Hallo Jas,

    auch von mir willkommen im Forum.

    Würde mich tinup anschließen, hätte allerdings noch ein paar Kommentare dazu:

    1. Die Bilder sind ein wenig klein geraten, insbesondere vom zweiten Pilz. Da kann man nicht so viel erkennen.
    2. Bei Champignons ist ein Schnittbild (Pilz einmal quer in der Mitte durchschneiden) oft hilfreich.
    3. Der Wiesenchampignon hat oft eine verjüngte (spitz zulaufende) Stielbasis. Das sehe ich hier nicht.

    Habe seit meiner Kindheit ein Pilzbestimmungsbuch in der Hand gehabt und mich für Pilze fasziniert. Jedoch einfach nur zu viel Angst, selbst welche zu bestimmen und zu essen.

    Da sind Lamellenpilze allerdings kein guter Startpunkt. Insbesondere Champignons sind als Gattung eher für erfahrene Sammler geeignet.

    Am Besten für Anfänger eignen sich Röhrlinge mit gelben oder weißen Röhren ohne Stielnetz. Mit diesen Merkmalen gibt es - bei ausreichender Garzeit - keine gefährlichen Giftpilze in Deutschland, wobei natürlich die genaue Art immer trotzdem bestimmt werden muss. Aber schwere Fehler sind wenn dies beachtet wird ausgeschlossen. Diese Pilze würde ich für Anfänger empfehlen. Sie sind häufig, die ersten erscheinen schon recht früh im Sommer und sind teils sehr wohlschmeckend.

    Was kann ich tun, damit die Ernte weiter gehen kann? Totes Holz/Späne verteilen?

    Champignons sind eigentlich keine Holzzersetzer, auf jeden Fall Wiesenchampignons und Stadtchampignons nicht. Sie wachsen auf beweideten Wiesen oder an Stellen wo sich Hunde erleichtern, also Stellen mit viel Mist (wenn auch nicht direkt auf Mist). Gezüchtet werden Zuchtchampignons meist auf Hühnermist.

    Viel wirst du hier ohnehin nicht ernten können, von daher weiß ich nicht, ob es Sinn macht, hier zu versuchen nachzudüngen, wenn es überhaupt funktioniert. Die Sommerpilzsaison fängt bald an, bei den Röhrlingen gibt es da viele geeignete Anfängerpilze. Wahrscheinlich lohnt es sich mehr, in der Natur zu suchen.

    Hier im Forum kannst du jederzeit Anfragen stellen, aber es gibt nie Verzehrfreigaben. Wichtig ist daher, wenn Restzweifel bestehen (und die bestehen beim Anfänger fast immer) gefundene Pilze einem Pilzsachverständigen vorzulegen. Da sollte man kein Risiko eingehen. Einen in deiner Nähe kannst du hier suchen:

    Pilzsachverständige finden / DGfM

    Die meisten arbeiten ehrenamtlich und helfen gerne. Wenn du Lamellenpilze sammeln möchtest, würde ich dir unbedingt empfehlen, am Anfang immer einen Pilzsachverständigen aufzusuchen.

    Viele Erfolg!

    Hallo Pilzfreunde,

    da ich den Riesenrötling und den Ziegelroten Risspilz noch nie selbst gefunden habe, habe ich die Maipilze vom Wochenende zur Sicherheit noch im Kühlschrank aussporen lassen. Nachdem sie brav weiß gesport haben wurden sie dann mit bestem Gewissen verzehrt. Habe interessehalber noch die Amyloidität überprüft und auch hier waren die Sporen wie erwartet inamyloid.

      

    Habe dann zwei Zubereitunsmethoden probiert: Gebraten und gekocht als Suppe.

    Über den Geschmack wird ja gestritten. Ich empfinde ihn als sehr angenehm-pilzig, leicht fleischig aber recht unspektakulär. In etwa wie ein sehr milder Zuchtchampignon. Der Gurkengeschmack und -geruch verliert sich wie man vielerorts hört vollständig. Insgesamt geschmacklich gut, aber nichts besonderes. Gebraten ist er deutlich aromatischer, als Suppenpilz taugt er weniger.

    Wo der Pilz wirklich punkten kann ist seine Konsistenz. Er schrumpft stark ein und wird dann angenehm weich und bissfest, in etwa wie sehr lange geschmortes, weiches Fleisch. Er hat nicht die leicht knorpeligen Konsistenz des Champignons auch wird auch nicht lapprig/schleimig wie der Shiitake.

    Besonders empfehlen würde ich ihn für Personen, die Pilze eigentlich geschmacklich mögen, aber denen der Biss und die Konsistenz der meisten Arten nicht zusagt.

    Ich mag ihn insgesamt sehr gerne. Gebraten auf einem Brötchen eine echte Delikatesse.

    Viele Grüße,

    Mr. X

       

    Ich habe mal einen PSV kontaktiert, da dort bestimmt 2kg von dem Pilz hängen. Wäre ja zu schade, den nicht zuzubereiten :)

    Das ist sicher die beste Entscheidung :thumbup:.

    Man kann die Pilzmahlzeit viel besser genießen, wenn alle Restzweifel sicher ausgeräumt sind. Außerdem wird dem Schwefelporling nachgesagt, dass er manchmal unverträglich sein soll. In die unschöne Situation eine Unverträglichkeitsreaktion zu haben, und nicht 100%ig zu wissen dass diese harmlos ist und, dass man nicht versehentlich einen Giftpilz verzehrt hat, will man nicht kommen.

    Außerdem wurde teilweise angemerkt, dass es sich wohl teilweise um ältere Exemplare handelt. Der PSV kann sicher feststellen, ob sie auch wirklich noch genießbar sind, was allein anhand von Bildern schlecht bis überhaupt nicht möglich ist.

    Ein Freund von mir hat mir erzählt , Er hatte auch einen Pilz im Baum. Den hat er folgendermaßen mit Erfolg bekämft. Mit der Motorsäge so viel wie möglich vom toten Holz entfernt und dann ausgeglüht.

    Ich bin kein Experte für Baumpilze, aber ich würde vermuten, dass er da sehr viel Glück gehabt hat oder nur einen lokalisierten kleineren Pilzbefall gehabt. Ein Stammparasit, der bereits große Fruchtkörper ausbildet hat den Baumstamm wahrscheinlich schon großflächig mit seinem Myzel durchzogen. Ich wäre verwundert, wenn der auf diese Art entfernt werden könnte.