Vieles (Un)bekanntes

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 2.972 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (20. August 2014 um 21:33) ist von Beorn.

  • Hi zusammen,
    ich bin gerade fleißig am lernen und daher wäre es klasse wenn ihr mir weiterhelfen könntet bzw mich korrigiern könntet.
    Bild 1: Netzstieliger Hexenröhrling
    Bild 2&3: Pantherpilz - da waren sooo viele, kleine die aussahen wie Eier und dann eben der Große
    Bild 4&5: Ist das echt ein Steini? Beim Druck auf die Röhren wurde er en bischen blau (Bild 4links unten mein Fingerabdruck :)) und klassischerweise auch von Schnecken zerfressen, aber ich war schon soooo lange nicht mehr aktiv am guggen, daher bin ich total unsicher. Meim Aufschneiden hat er auch en kleines bischen geblaut (Bild6)
    [hr]
    da hat es nicht alles genommen, sry.
    Also beim 1sten nicht erschrecken, warum er so alt aussieht - ich bin erst nachdem ich ihn 'auseinander genommen' habe auf die Idee gekommen ihn zu fotografieren

    Und die letzten beiden Bilder, da hab ich echt kein plan bzw ne Vermutung auf den Knollenblätter da er sehr stark nach Anis riecht. Aber er war keineswegs schmierig - stand im Übrigen 4meter vom angeblichen Steini.
    Aller hab ich im Mischwald im schönen Schwabenland gefunden

    DANKE euch schon mal und KLASSE, daß es das Forum gibt. Ich lerne jeden Tag was neues!!!! :good:

    • Offizieller Beitrag

    Hallo.

    Der erste ist richtig:
    Boletus luridus = Netzhexe.

    Der zweite ist der Graue Wulstling (amanita excelsa). Zur Unterscheidung vom Panther (Amanita pantherina) sollte man den Ring beurteilen und die Form der Stielbasis.

    Der dritte ist ein sehr typisch ausgeprägter Maronenröhrling (Boletus badius).

    Der vierte ist ein schiefknolliger Anischampi (Agaricus essettei).
    Bei Champis immer auf die bald rosanen und schließlich braunen Lamellen achten, auf den Geruch (hier: anisartig bzw. nach Marzipan) und auf die Verfärbungen (giftige Champis laufen insbesondere beim Durchschneiden / Kratzen der Stielbasis quietschegelb an).


    LG, Pablo.

  • Hi Pablo
    danke!
    Mit Nr 1 bin ich ja goldrichtig! Aber essen würd ich ihn dennoch nicht, da ist der Flocki schon besser. Zumindest hab ich das so verstanden ;)

    Zum zweiten.... Mh ok, werd ich mal genauer anguggen, trotzdem die Finger von laßen ist mir zu kritisch

    Nummer 3. Da hatte ich zuerst auf eine Marone getippt - hab die allerdings noch nie gefunden und hier nen Beitrag mit (meiner Meinung nach) ähnlichen/gleichen Pilzen gesehen die als Steinis deklariert wurden. Hätte dann die anderen die daneben standen wohl auch mit nehmen sollen. Werde den mal in die Pfanne werfen...

    Zum Champion. Der ist mitten im Wald gewachsen, daher hätte ich ihn jetzt gar nicht als 'wertvoll' betrachtet. Ich geh seit Jahren nur Wiesenchampions suchen daher die Skepsis. Wenn ich es richtig verstanden habe, grenzt er sich zum Knollenblätter u.a ab da er nicht färbt und nicht schleimig ist. Korrekt

    • Offizieller Beitrag

    Hallo.

    Den Garuen Wulstling kannst du als Speisepilz völlig vergessen. Mal abgesehen von der Verwechslungsgefahr mit dem Panther schmeckt er (ich hab's ausprobiert) noch abscheulicher als der Rehbraune Dachpilz. Nach einer Mischung aus modrigem Keller, alten Putzlappen und muffigem Rettich.

    Die wesentlichen Unterscheidungen zwischen Champis (alle Arten) und Knollis (alle hochgiftigen Arten außer Panther) sind folgende:
    Lamellen bei Champis farbig, bei Knollis immer weißlich
    Stielbasis bei Knollis in häutiger Scheide steckend, bei champis nie
    Verfärbungen sind ein gutes Zeichen, wenn vorhanden. Die gibt's nur bei Champis.
    Die Huthaut kannst du vergessen. Das Merkmal ist für den Anfang zu unsicher.


    LG, pablo.