Der bereitet uns Kopfzerbrechen...

Es gibt 9 Antworten in diesem Thema, welches 7.093 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (21. Oktober 2014 um 20:09) ist von Dinu.

  • Hallöchen,

    all unsere Funde konnten wir heute genau bestimmen. Nur dieser hier bereitet uns kopfzerbrechen. Wir haben bereits mehrere Nachschlagewerke durchforstet, doch nichts gefunden was wirklich passt :(

    Vielleicht könnt ihr uns ja helfen :)

    [ul][li]Durchmesser des Hutes: ca. 10cm
    [/li][li]Länge des Stiels: ca 5cm?
    [/li][li]Beschaffenheit des Stiels: hohl bis wattig
    [/li][li]Beschaffenheit des Hutes : glatt, leicht samtig
    [/li][li]Verfärbung des Fruchtkörpers auf Druck: nein
    [/li][li]Verfärbung des Fruchtkörpers im Schnitt: nein
    [/li][li]Verfärbung des Fruchtkörpers nach einer gewissen Zeit: nein
    [/li][li]Farbe der Lamellen und/oder Sporen: weiß/creme
    [/li][li]Beschaffenheit der Röhren/Lamellen: angewachsen?
    [/li][li]Geruch ?
    [/li][li]Standort, Bäume in der Nähe: Laubwald in Ostwestfalen-Lippe
    [/li][/ul]
    Bilder sind leider schlecht, da Handykamera :disagree:
    Vllt könnt ihr trotzdem was erkennen....

    graubraune Kappe
    weißes Fleisch, das sich klar von den weiß/creme-farbigen Lamellen abgrenzt.

    Einmal editiert, zuletzt von Laura_Ben (20. Oktober 2014 um 19:12)

  • Hallo zusammen!

    Ich tippe auf die Nebelkappe (Nebelgrau), zumal ihr den Geruch auch nicht beschreiben könnt. Die Nebelkappe hat diesen einzigartigen Geruch, einmal daran gerochen, vergesst ihr ihn nie mehr. Das ist meine Erfahrung und meine Vermutung. Also bitte nicht gleich in die Pfanne hauen...

    Mit einem lieben "Grüezi" aus der Schweiz!

    Dinu

    https://www.123pilze.de/DreamHC/Download/Herbstblattl.htm

  • Hi, daran hab ich auch gedacht, Nebelkappe. Die wachsen grad überall, meistens nicht einzeln, sondern große und kleine zusammen im Halbkreis oder im Ring. Ja der Geruch, nicht sehr deutlich, jedoch süßlich und widerlich gleichzeitig. (für meine Nase)

    Viele Grüße, Donna Wetter

  • Hallo
    Ich finde den Geruch von Nebelkappen herrlich. Schön knusprig gebraten oder frittiert schmecken die recht gut. Jedenfalls besser als so mancher "Röhrlingsmatsch". Aber der Pilz gehört zu den unterschiedlich bewerteten Pilzen und kann daher nicht mehr empfohlen werden!

  • Hallo und vielen Dank für die schnelle Rückmeldung.

    Wir haben uns nochmal einige Beschreibungen durchgelesen, Nebelkappe würde wirklich sehr gut passen. Super! Jetzt zerbrechen wir uns wenigstens nicht mehr den Kopf :)

  • Uwe!

    Danke, dann bin ich nicht der Einzige. Ich verwerte den Nebelgrau im Mischgericht, einzeln lege ich ihn im Essigwasser ein, und wenn der Korb überfüllt ist, dann trockne ich diese. Sogar der "Giftstoff" Nebularin soll dann fast gänzlich verschwinden.

    Allerdings muss ich auch betonen, dass die Kontrolleure in der Schweiz ihn als sogenannten "Marktpilz" nicht mehr freigeben, auch für den Verein dürfen wir ihn nicht mehr sammeln.

    Ich kenne Leute, die auf den Nebelgrau mit Durchfall reagieren, ich zähle mich selbst zu denen, die keine Beschwerden nach dem Genuss haben.

    Ich bin leider starker Raucher, was also das Krebsrisiko oder ein Lungenödem anbelangt, werde ich sicher nicht wegen eines Nebelgrau's im Spital landen. Hoffentlich überhaupt nicht, natürlich.

    Aber wie gesagt, nach neuesten Erkenntnissen gilt dieser Pilz als giftig, von daher soll jeder selbst entscheiden. Oder anders gesagt, lasst ihn ruhig stehen, ich sammle ihn dann schon... :D

    LG, Dinu

  • Hallo!

    Ja, ein schöner Beitrag.

    Wegen der schön zusammengefassten Geruchseinschätzungen.....
    Donna Wetter schrieb:

    Zitat


    Ja der Geruch, nicht sehr deutlich, jedoch süßlich und widerlich gleichzeitig. (für meine Nase)

    Dinu schrieb:

    Zitat


    Die Nebelkappe hat diesen einzigartigen Geruch, einmal daran gerochen, vergesst ihr ihn nie mehr. Das ist meine Erfahrung ....


    Laura_Ben schrieb:

    Zitat


    ...all unsere Funde konnten wir heute genau bestimmen.

    Wenn mir das auch mal gelänge!
    Was hattet ihr denn noch ganz genau bestimmt?

    Übrigens für´s nächste Mal: unbekannte Pilze bitte ganz einstellen, wenn möglich auch ein wenig schärfer.

    VG Ingo W

    Bezüglich Pilzbildanfragen: Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten.

    Einmal editiert, zuletzt von Ingo W (20. Oktober 2014 um 23:37)

  • Hallo Ingo,

    Wir hatte keine große Ausbeute, es waren noch Maronenröhrling, Champignon und Rotfuß-Röhrling dabei...

    Und wegen den Bildern:

    "Bilder sind leider schlecht, da Handykamera :disagree:
    Vllt könnt ihr trotzdem was erkennen...."

    :wink:

    Liebe Grüße

    Einmal editiert, zuletzt von Laura_Ben (21. Oktober 2014 um 11:26)

  • Zitat von Dinu pid='17080' dateline='1413827960'

    Uwe!
    Ich verwerte den Nebelgrau im Mischgericht, einzeln lege ich ihn im Essigwasser ein, und wenn der Korb überfüllt ist, dann trockne ich diese. Sogar der "Giftstoff" Nebularin soll dann fast gänzlich verschwinden.

    Frage: Legst du den ERST in Essigwasser ein und trocknest ihn dann ?

    Wie hoch ist die Konzentration von Essig ? Überbrühst du ihn vorher ?

    Ich hab ihn noch nie gegessen, aber weil er so häufig ist, möchte ich ihn irgendwie verwerten.

    Gutes Dörrgerät hab ich !
    Wie heiß trocknest du ihn ? Ich bin halt vom Kräuter trocknen gewöhnt eher niedrige Temperaturen zu verwenden, aber bei Pilzen ist das warhscheinlich anders....

    Wenn du ihn getrocknest hast, KOCHST du ihn aber wieder in einer Suppe mit ? ungekocht kann man ihn doch nach dem Trocknen nicht essen,oder ?

  • maipilz!

    Als Mischpilz: Ganz normal mit den andern Pilzen abbrühen, kalt abspülen, abtropfen lassen und als Mischgericht nach Belieben zubereiten.

    Als Dörrpilz: Pilze mit Pinsel reinigen, in gefällige Stücke schneiden, in den Dörrex legen und warten, bis sie richtig durchgetrocknet sind. Dann in ein sauberes, trockenes Glas mit Schraubverschluss - Fertig! Zur späteren Verwendung kannst Du sie direkt in die Sauce geben, oder sie vorher in einem Glas Wasser aufquellen lassen.

    Als Essigpilz: Pilze 2mal abbrühen, kalt abspülen und in saubere Gläser füllen. Die Gläser bis zum Rand mit dem heissen Sud auffüllen, Deckel drauf und abkalten lassen. Sollten mehrere Monate haltbar sein. Schmeckt wunderbar zu Raclette!

    Zubereitung Sud: (meine Methode)

    - 2 Teile Essig
    - 1 Teil Weisswein
    - 1 Teil Wasser
    - 2 TL Zucker
    - 1 TL Salz

    Sud zum Kochen bringen, dann nur noch sieden lassen

    Nach Belieben Pfefferkörner, Lorbeerblätter, Zwiebeln, Chili oder was auch immer dazugeben. Ist Geschmackssache.

    Ich hoffe, das hilft Dir weiter.

    Mit einem lieben "Grüezi" aus der (momentan sehr stürmischen) Schweiz!

    Dinu