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Pilzflut in Hessen

  • Ja, ihr habt richtig gelesen. Dieser Woche gab es die reinste Pilzflut hier in Hessen. Aktuell scheint, dass Wetter ideal für Baumpilze zu sein. Einen kleinen Überblick eines Teils der Funde hier mal zur Ansicht. Einige bestimmt, einige waren zu jung zur Bestimmung (zumindest für mich).



    Donnerstag, Rund um die Burg Frankenstein / Odenwald
    Bild 1a,b Schwefelporlinge, an einer Holzfigur:



    Bild 2a,b Riesenporlinge an alter, dicker Buche:


    Bild 3 Giraffenholz:


    Freitag: Anderes Bundesland und dort zu trocken für Pilze ;-)



    Samstag, Schaafheim / Kreis Darmstadt-Dieburg
    Schwefelporlinge: http://www.123pilze.de/000Forum/showthread.php?tid=3637


    Bild 4 Nochmal Riesenporlinge:


    Bild 5 Junger Flacher Lackporling:


    Sonntag, Park Eulbach / Odenwald
    Riesenporlinge (gleich an zwei alten Buchenstämmen, einer komplett rund herum bewachsen, mit Fruchtkörpern verschiedener Altersstufen):
    Bild 6 (sehr junge Exemplare):


    Kiefernbraunporling (ebenfalls mehrere Funde im Park und in einem Waldstück ca. 2km enfernt)
    Bild 7:


    Diverse, von mir nicht bestimmbare, junge Exemplare mit teils interessanter Wuchsform. Der erste könnte durchaus ein bucklige Tramete sein):
    Bild 8a,b,c:

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

    Einmal editiert, zuletzt von ThomasL ()

  • Hallo, Thomas!


    Also in Nordbaden / Südhessen tauchen so langsam und vereinzelt einige Pilze auf. Etliches an Spros (Dachpilze, Muschelinge, Olivschnitzlinge, Samthäubchen, Tintlinge, Rötlinge, Faserlinge...), aber auch einige mykorrhizaarten trauen sich langsam hervor.
    Ich drücke mal die Daumen, weit nach Norden muss das Wachstum ja nicht wandern. allerdings war es die letzten beiden Tage schon wieder extrem trocken im Wald insbesondere, wo man sich auf Muschelkalkbänken bewegt. Da ist momentan im Odenwald kaum was zu finden.
    Deine Bilder unter 8 sollten alle drei junge Buckeltrameten zeigen. :agree:



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Thomas,


    der Regen ist das eine - ich habe nun schon öfters gelesen, dass vor allem die enorme Hitze den Mycel der Pilze schadet. Da die Temperaturen nun besonders nachts wieder tiefer gingen, denke ich, dass sich etwas tut. Besonders der Steinpilz soll sehr kühle Nächte brauchen, um zu fruktifizieren. Ich habe beobachtet, dass da etwas dran sein muss.


    Letztes Jahr haben wir im Nordschwarzwald auf 600-1000 Meter Steinis und Reizker gefunden.
    Tiefer war noch nichts, zuhause im Heilbronner Umland kamen sie auch erst 3 Wochen später bei kühleren, herbstlichen Temperaturen raus....


    LG


    PilzHex`

    _________________________________________


    Lieber in die Pilze als ins Fitness-Studio!

  • Hallo Pablo,


    ja es gibt Hoffnung, den einen oder anderen kleinen Pilz habe ich die letzte Woche auch am Boden gefunden (u.a. auch Tintlinge). An deren Bestimmung traue ich mich aber noch nicht wirklich ran, daher habe ich die nicht gepostet.
    Gestern (Fundbericht Hessen) gab es ja dann immerhin auch noch Scheidenstreiflinge und Boviste, und heute die erste große "Fette Henne" und ordentliche regnen tut es gerade auch wieder. Danke für den Hinweis bzgl. Buckeltrameten, bei dem letzten Exemplar (8c) hätte mich da die dunkle Farbe, dies nicht vermuten lassen.
    Bzgl. Muschelkalkbänken, wo außer im Michelstädter Graben gibt es die noch im Odenwald?


    Hallo PilzHex,
    bzgl. Speisepilze (die nicht meine Hauptmotivation sind) sind meine bevorzugten Ziele zur Zeit Rotkappen, Flockis und Pfifferlinge. Die habe ich auch schon bei wärmeren Wetter gefunden. Ob die auch bei großer Hitze fruktifizieren kann ich nicht sagen, bei
    Fichtensteinpilze könnte ich mir gut vorstellen, dass die es nicht ganz so heiß mögen.


    Viele Grüße
    Thomas

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Hallo, Thomas!


    Eigentlich sollte mehr oder weniger die gesamte Ostabdachung des Odewaldes kalkig sein. Aber ist das überhaupt Muschelkalk? Ich denke ja, allerdings partiell eben von anderen Gesteinen überlagert. Am Westrand gibt es hin und wieder ein paar örtlich stark begrenzte Flecken, die aufgrund von Flugsandablagerungen aus der Rheinebene kalkig sind. Die sind aber nicht leicht zu finden.
    Südlich des Neckars. wo der Odenwald ins Kraichgau übergeht, wird es gebietsweise sogar richtig lustig, wenn sich Kalkböden und eher saure Oberflächen rasch abwechseln (Kraichgau ist dann insgesamt eher kalkig).
    Aber momentan sind die sauren Gebiete sogar besser, glaube ich.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Thomas, es ist immer gut, wenn man wenigstens etwas neugewachsenes im Wald sehen kann. Baumpilze sind schon zu sehen.
    Doch die Pilze, die vielleicht mal essbar wären, fehlen.
    Habe soeben den Bericht in der Zeitung gelesen.
    Nun hat es bei uns mal kräftig geregnet , vielleicht kommt da was zum
    Vorschein. Bin mal gespannt, was in Zukunft an Totentrompeten kommt.
    Voriges Jahr eine Schwemme. Rechne mit nichts.
    esgibt keine Pilze.pdf
    Liebe Grüße Fred

  • @Pablo: "Saure Gebiete" habe ich recht viele, für den Herbst bin ich aber insbesondere auf die kalkliebenden Pilze aus, vorne Weg dem Satanspilz ;-)


    karedi: Unter den Baumpilzen sind sogar essbare (Schwefelporlinge, Riesenporlinge). Ich weis aber was Du meinst, von den typischen Sammelpilzen lässt sich aktuell noch nichts blicken, ein ähnlicher Artikel war vorgestern auch bei uns in der Zeitung ;-)

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

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