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Weiterbildung M-V

  • Hallo liebe Pilzfreunde,


    ein anstrengendes aber interessantes Pilzwochenende bei viel Regen ist zu Ende. ich hatte Weiterbildung der Pilzberater M-V in Petsch bei Bützow. Wir haben fleißig gesammelt und bestimmt und wieder neue Arten hinzu gelernt.
    Hier keine neuen Arten, aber interessante Funde.


    Der Prächtige oder Beringte Flämmling (Gymnopilus spectabilis).


    Ein Nadelholzröhrling (Pulveroboletus lignicola) groß gewachsen, aber scheinbar im Buchenwald. Die Reste eines Nadelbaumes waren nur noch spärlich vorhanden.


    Und als schönen Abscluss den Beringten Buchenschleimrübling (oudemansiella mucida).


    Der Hallimasch war ein großen Mengen und verschiedenen Arten auch vorhanden.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo, veronika!


    Das sind tolle Funde, auch wenn viel Arbeit dahinter steckt.
    Aber ist dir da nicht was durcheinandergegangen?
    Der Nadelholzröhrling sieht doch total anders aus, mit anderer Stielform und Texturen, ganz andere Röhren und vor allem eine völlig andere Hutoberfläche. Kann es sein, daß du uns da eine andere interessante Rarität zeigst?



    LG, pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo,


    ich habe gehofft, dass du das zum Nadelholzröhrling sagst, weil ich auch im Zweifel bin. Ich kenne ihn kleiner mit eingerolltem Rand und einer etwas rissigen Oberfläche. Der Pilz ist von einer unserer besten Pilzsachverständigerin als solcher benannt worden, aber es gab auch bei anderen Kollegen diverse Zweifel. Nun wird er noch genauer untersucht werden, aber nicht durch mich.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




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    Einmal editiert, zuletzt von weisheit ()

  • Hallo, Veronika!


    Tatsächlich?
    OK, ich kann mit absoluter Sicherheit sagen, daß das nicht Buchwaldoboletus lignicola ist. Du hast es ja selbst schon zusammengefasst. Auch die Farben stimmen nicht, ebenso wenig die der Poren und auch der Habitus. Der Hut ist bei Buchwaldoboletus nie so aufgeschirmt, bleibt immer etwas konvex. Die Hutoberfläche ist ein ganz wesentliches merkmal. Die ist jung mit einem dicken, total wollig - schuppigen Filz belegt, der auf einer dicken, gelatinösen Schicht liegt. Wegen dieser schicht kannst du die Huthaut vom Nadelholzröhrling auf dem Hutfleisch umherschieben wie deine Haut über dem Ellenbogen. Ein echt interessanter Effekt, wenn man das mal gespürt hat, und auch ziemlich einzigartig.
    Der Hutfilz kann im Alter verkahlen, aber es bleibt immer so ein zerrupftes, abgeschlissenes Aussehen. und die gelatinöse Schicht verschwindet nie.
    Die Poren und Röhren sind bei Buchwaldoboletus leuchtend gelb, in aller Regel blauend, ebenso wie das Fleisch im Schnitt (das oft aber undeutlich).
    Nirgendwo finden sich am Nadelholzröhrling solche Rottöne, vor allem kein Rostrot wie hier auf dem Hut und an den Poren. Der Hut ist gelbocker bis braun, der Stiel gelb.


    Aber die Pilze sind dennoch sehr spannend und ganz bestimmt etwas Außergewöhnliches.
    Ich hatte erst kurz an Rostrote Lärchenröhrlinge (Suillus tridentinus) gedacht, aber da sind die Hüte irgendwie zu glatt. Zu von den Hutfarben her in Frage kommenden Filzröhrlingen passt die Porenfarbe nicht. Für in Frage kommende Dickröhrlinge sind die Poren zu weit.
    Wirklich spannende Pilzchen.
    Du hast nicht zufällig noch ein Schnittbild von denen?



    LG; pablo.

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