Erstfund Ritterling

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema, welches 2.822 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (21. September 2019 um 10:16) ist von Beorn.

  • Hallo zusammen

    Gestern habe ich vor dem pv noch einen gelbgrünen Ritterling zum ersten Mal gefunden.

    Der olivton kommt auf dem Foto nicht so rüber.

    Man sieht schön das typisch radialfaserige Im Hut

    Lg jens

    Einmal editiert, zuletzt von mutschkela (12. September 2019 um 07:01)

  • Hallo Jens,

    vergleich deinen Fund mit Tricholoma sejunctum (Grüngelber Ritterling).

    Grüße Gerd

    • Offizieller Beitrag

    BuonGiorno!

    Schöner Fund, Jens, aber: Makroskopisch sieht das eher nach tricholoma viridilutescens aus. Wenn Standort bei Nadelbäumen wäre das auch ein Hinweis darauf (sejunctum ist eine Laubwaldart), dazu kommt die doch sehr dunkle, im Zentrum beinahe olivbraunschwarze Hutoberfläche.
    Der Gelbgrüne (Tricholoma sejunctum) ist insgesamt heller und lebhafter gelb - auch im Alter.
    Also im Vergleich eher so:

    (Kollektion vom Bodensee bei Konstanz)


    LG, Pablo.

  • Danke Pablo,

    Den werde ich dann mal anschauen. Im pv hat man den fund als sejunctum bestätigt, ich meine auch Peter buser, unser mykologe. Der grünton ist beim Foto halt schlecht rüber gekommen.

    Werde das auch im pv diskutieren nächste Woche. Kann sein dass der fundort mehrheitlich Nadel war....

    Lg jens

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Jens!

    In manchen Ritterlingswerken werden oder wurden die beiden auch nicht getrennt.

    In der zuletzt erschienenen Monografie von Heilmann-Clausen und Christensen (Fungi of Northern Europe IV) werden die beiden mit Artrang unterschieden, was wohl auch durch genetische Untersuchungen gestützt wird.

    Dennoch war's nur so ein Gedanke von mir, denn den "klassischen" sejunctum hatte ich nur einmal selbst in der Hand, und den "dunkelfaserigen" noch nie. Insofern fällt's mir schwer, die tatsächlichen Variationsbreiten beider einzuschätzen.


    LG, Pablo.

  • Der Gelbgrüne (Tricholoma sejunctum) ist insgesamt heller und lebhafter gelb - auch im Alter.
    Also im Vergleich eher so:

    (Kollektion vom Bodensee bei Konstanz)


    LG, Pablo.

    Hallo Pablo,

    T. sejunctum kenne ich seit mehr als 40 Jahren und hatte diese Art zwischenzeitlich häufig genug in der Hand, um das Farbspektrum des Huts abschätzen zu können:

    ---> Recht einfach: Inklusive dunkler Radialfaserung von oben kaum von einem Grünen Knolli zu unterscheiden. Insofern kann ich deine Vermutung "insgesamt heller und lebhafter gelb" nicht bestätigen.

    Grüße Gerd

    PS.: Deine Alternative (hatte ich noch nie in der Hand!) schließe ich dennoch aus, da die Lamellenschneide glatt ist!!!

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Gerd!

    "Grüner Knolli" trifft das Farbspektrum bestimmt sehr gut. :thumbup:
    Die Frage war nur: Passt der Fund von jens da noch ins gängige Farbspektrum?
    Ich muss allerdings gestehen, daß ich mangels Kenntnis von viridilutescens die Einschätzung vorwiegend aus Abbildungen und Beschreibungen in den gängigen Ritterlingsmonografien zusammenreime (Riva + Christensen / Heilmann-Clausen).


    LG; Pablo.