Beiträge von antoff

    Zitat

    Was kann ich als Pilzlaie, außer Fotos und einige Querschnitte, Sporenabdruck, noch zur genaueren Bestimmung beitragen??:?::?:

    Hallo Bernd,

    eine gute Frage. Je mehr Merkmale man beobachten kann, desto besser ist es natürlich. Es hängt jetzt zwar immer etwas von den Pilzen ab, aber oft spielt der Geruch eine wichtige Rolle.

    Dann Verfärbungen bei Druck oder Verletzungen. Insgesamt auch die Haptik und ob man da etwas Besonderes feststellen kann: z.B. Klebrigkeit, Trockenheit, Schleim usw. Bestimmt habe ich noch einiges vergessen.

    Aber ich merke immer wieder, dass das genaue Beobachten (was ich leider auch nicht immer genügend tue) wirklich Spaß macht und man dadurch die Arten besser kennenlernt.

    Liebe Grüße

    Matthias

    Hallo Pablo,

    echt interessant. Da werde ich mich mal etwas schlau machen. Ich fand den Fundkörper auf den Fotos schon recht imposant und schön. Das Bruchwaldgebiet ist ziemlich in der Nähe von mir, da werde ich mal versuchen, das weitere Wachstum zu beobachten. Vielen Dank für deine sehr hilfreichen Anmerkungen.

    Liebe Grüße

    Matthias

    Hallo Bernd,

    die rötende Tramete hätte länglichere Poren. An die Ockertramete würde ich auch nicht denken, da sie wohl auch eine viel dickere Anwachsstelle hätte. (Habe ich allerdings selbst noch nie gefunden)

    Ich würde eigentlich denken, dass es sich bei deinen Pilzen um recht helle Schmetterlingstrameten handelt.

    Liebe Grüße

    Matthias

    Hallo Pablo,

    vielen Dank für deine Einschätzung. Phellinus conchatus könnte wirklich gut passen. Die meisten Bäume in der Umgebung waren Pappeln und Erlen, es kann aber gut sein, dass auch Weiden dazwischen wachsen. Bei Feuerschwämmen habe ich immer die Assoziation von steinharten Fruchtkörpern. Die Hütchen hier waren eher elastisch (mehr oder weniger) zäh. Interessant, denn ich wusste gar nicht dass es so resupinat wachsende Feuerschwämme gibt.

    Liebe Grüße

    Matthias

    Hallo Joe,

    vielen Dank für deine Rückmeldung. Tja, etwas schwierig. An eine umberbraune Borstenscheibe glaube ich aber nicht. Ich denke, dass deren Hüte noch viel dünner wären und auch würden sie nicht diese Porenschicht haben. Mal schauen, was noch für Ideen kommen.

    Liebe Grüße

    Matthias

    Liebe Pilzfreunde,

    habe ich hier die braune Borstentramete (Coriolopsis gallica) gefunden? Sie wuchs an einem liegenden Stamm eines Laubbaumes in einem kleinen Bruchwaldgebiet. Die Trama des Pilzes war dunkelbraun.

    Schon einmal vielen Dank für eure Hilfe und liebe Grüße

    Matthias

    Hallo Bernd,

    ein heißer Kandidat wäre noch Mycena metata, der M.filopes sehr ähnlich sieht, jedoch öfter rosa Farbtöne auf dem Hut ausbildet. Dies kann M. filopes eigentlich nicht. Bei dem folgenden Link werden beide Pilze (am Ende der Seite) gegenübergestellt.

    Mycena metata

    Liebe Grüße

    Matthias

    Hallo Bernd,

    auch bei längeren Wanderungen könnte man eigentlich ganz gut einen Pilz mitnehmen, wenn man eine kleine Dose dabei hat, in die man die Pilze stecken kannst. Zumindest habe ich die immer bei meinen Wanderungen mit dabei, und bisher klappt es eigentlich ganz gut, dass die Pilze auch am Abend noch aussporen. Sonst könnte m,an auch noch etwas Moos in die Dose tun, um die Feuchtigkeit zu erhöhen.

    Liebe Grüße

    Matthias

    Hallo Bernd,

    ich denke, dass makroskopisch der Buchenlaubmürbling gut passen könnte. Nur ich fürchte, dass man das mikroskopisch überprüfen müsste, da es in der Gattung doch recht viele ähnlich aussehende Pilze gibt.

    Glimmertintlinge hätten eine viel stärker "eierförmige" Hutform und würden in der Regel wohl auch nicht als Einzelfruchtkörper wachsen.

    Liebe Grüße

    Matthias

    Hallo Hexele,

    die Buchempfehlung Jürgen Guthmann, "Heilende Pilze", die dir Thomas gegeben hat, kann ich nur bestätigen. Es ist ein tolles Buch mit vielen Informationen allgemein zu Heilpilzen und speziell auch zu einigen Arten, so u.a. die Schmetterlingstramete.

    Nur wirst du bei ihm keine Antworten auf die Frage finden, wie du mit deinen gesammelten Pilzen umgehen kannst. (Dies ist auch nicht das Ziel des Buches.) Zu der Schmetterlingstramete schreibt er z.B., dass sie in der chinesischen traditionellen Medizin als Heißwasserextrakt oder Tee aus den ganzen Fruchtkörpern genutzt wurde und wird. Wie diese nun genau zubereitet werden, erfährt man nicht. (Wie gesagt, ist auch nicht das Anliegen des Buches.)

    Wie Thomas schon schreibt, ist die Frage wichtig, mit welchem Ziel man die Schmetterlingstrameten nehmen möchte.

    Wenn man einfach nur mal sehen möchte, wie sie schmecken, ist ein "Kräutertee" sicherlich nicht schlecht. Guthman hat auch die Rubrik "Verwendung in der Küche" und da heißt es zur Schmetterlingstramete, dass man sich einen Kräutertee aus den Pilzen zubereiten könnte. Nun, gesund ist dies auf jeden Fall; wenn es aber um konkrete Krankheiten geht, ja, dann ist, wie Thomas schreibt, eine lange Recherche nötig.

    Liebe Grüße

    Matthias

    Hallo Pablo,

    toll, vielen Dank für deine ausführlichen Informationen, die wirklich sehr lehrreich sind. Ja, wenn ich mir deine Fotos der Ockertramete anschaue, merkt man schon, dass meine Pilze dann doch Schmetterlingstrameten sind. Ich hoffe mal, dass ich irgendwann mal tatsächlich eine Ockertramete finde. Zumindest konnte ich jetzt bei diesem Fund das erste Mal nachvollziehen, was die Cortexschicht ist.

    Liebe Grüße

    Matthias

    Hallo Alex und Andy,

    ich danke euch für eure Anmerkungen und Meinungen. Bei der Ockertramete hatte ich gelesen, dass sie ebenfalls eine Cortexschicht haben kann, die dann aber im Gegensatz zur Schmetterlingstramete bräunlich sein soll.

    Tja, da ich noch nie eine Ockertramete gefunden habe, ist es schwer, dies richtig einzuschätzen.

    Liebe Grüße

    Matthias

    Hallo Alex,

    vielen Dank für deine Ideen und deine Einschätzung. Ja, irgendwie werde ich aus den Pilzen nicht richtig schlau. Die jüngeren Pilze (Fotos 1 und 3-5) scheinen tatsächlich eher Richtung Schmetterlingstramete zu gehen. Das zweite Foto allerdings zeigt ältere Fruchtkörper, die direkt daneben wuchsen. Bei ihnen erkennt man schon eine etwas höckerige Hutoberfläche.

    Ich habe von einem der "jüngeren" Pilze eben noch ein Schnittbild gemacht:

    Tja, dicker zur Ansatzstelle wird es ja, aber wäre das ausreichend? Dann erkennt man noch eine Art Trennlinie, die weiter rechts eher bräunlich, weiter links ins Schwärzliche geht. Das Bräunliche könnte ja für die Ockertramete sprechen, das Schwärzliche allerdings für eine Schmetterlingstramete.

    Ha, verrückte Pilzwelt:)

    Liebe Grüße

    Matthias

    Hallo,

    ich habe die Schmetterlingstramete bisher nicht oft genutzt, da ich recht selten Fruchtkörper finde, die wirklich frisch sind. Ich habe sie getrocknet und dann in einer Kaffeemühle pulverisiert. Danach einfach wie einen Tee aufgegossen und für zehn Minuten ziehen lassen. Ob das jetzt für die Heilkomponenten tatsächlich optimal ist, weiß ich nicht.

    An anderem Ort hatte ich gelesen, dass, man das pulverisierte Pulver in kaltes Wasser einrühren und dann zum Kochen bringen soll. Nach 15 Minuten Köcheln könnte man den Tee trinken.

    Vielleicht sollte man verschiedene Verfahren ausprobieren und schauen, was einem am besten bekommt, bzw, womit man sich am besten fühlt.

    Liebe Grüße

    Matthias

    Liebe Pilzfreunde,

    direkt neben den unbekannten Porlingen, die ich gerade eingestellt habe, wuchsen weitere Pilze, bei denen ich die spontane Idee hatte, dass es vielleicht Ockertrameten sein könnten. Die breite der Anwachsstelle würde ja passen. Geruchlich waren sie leicht fruchtig-säuerlich.

    Was denkt ihr?

    Vielen Dank und liebe Grüße

    Matthias

    Liebe Pilzfreunde,

    folgenden Porling habe ich heute auf einem Laubholzstamm (könnte Kirsche gewesen sein) gefunden. Er hat viele kleine Hütchen ausgebildet, die irgendwie klebrig, weich und biegsam waren. Größtenteils wuchs er aber resupinat mit rötlich-braunen Farbschattierungen.

    Der Geruch war markant, habe aber Schwierigkeiten einen Vergleich zu finden. Vielleicht etwas ledrig, aber schon angenehm. (Meine Güte, ist ja ziemlich nichtssagend...)

    Hat jemand von euch eine Idee, was es sein könnte?

    Vielen Dank schon einmal und viele Grüße

    Matthias

    Hallo,

    schöne Pilze, die da in Griechenland wachsen.

    Einen Saftling hast du auf jeden Fall gefunden. Ich könnte mir den menningroten (Hygrocybe miniata) vorstellen, da der diese "schuppig" wirkende Huthaut haben kann. Ich weiß allerdings nicht, ob das noch andere Arten können.

    Liebe Grüße

    Matthias

    Hallo Rigo,

    ich kann mich Sabine und Alex nur anschließen: eine tolle Dokumentation mit tollen Fotos.

    Ich wüsste jetzt eigentlich nicht, was gegen Galerina graminea sprechen sollte. Es passt eigentlich makroskopisch und mikroskopisch alles ganz gut.

    Nur sollte G. graminea Pilepzystiden haben, könnte mir aber vorstellen, dass die nicht immer leicht zu finden sind.

    Liebe Grüße

    Matthias

    Hallo Rigo,

    ist ja sehr spannend. Also, zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch nicht einmal von der Existenz von Roridomyces roridus gehört habe. Würden deine ersten Mikrobilder dann zu dieser Art gehören?

    Gib mal unter Google "Mycena rorida e-periodica" ein; da gibt es ein pdf-Dokument zu Roridomyces roridus, der damals noch Mycena rorida hieß. Dort findest du auch Zeichnungen zu den Mikromerkmalen. Wenn dene ersten Mikrobilder allerdings zu diesem Pilz gehören sollten, wäre ich etwas skeptisch, da R. roridus hauptsächlich zwei-sporige Basidien haben soll. Bei dir sieht es eher nach vier-sporigen aus.

    Nun, auf jeden Fall sehr spannend.

    Liebe Grüße

    Matthias

    Hallo Rigo,

    mensch, Helmlinge können ja echt tückisch sein:).

    Ich weiß nicht, ob ich mich jetzt zu sehr auf M. leptocephala einschieße (wahrscheinlich), aber zumindest das rechte Foto der Stielendzelle würde für mich noch gerade für diese Art sprechen. (Die linke allerdings nicht so sehr).

    Hier das Zitat von der Mycena Seite, die Pablo verlinkt hat:

    "Hyphae of the cortical layer of the stipe smooth or occasionally with a few coarse excrescences just below the terminal cell; terminal cells 4.5-20 µm wide, often much inflated, variously shaped and branched, usually curved outwards or constituting caulocystidia."

    "Aufgeblasen" sind die Endzellen ja, aber vielleicht passt eine Andere Art da noch besser. Sprich, ich habe auch keine weiteren Ideen :):),

    liebe Grüße

    Matthias