Beiträge von Evergrowing

    Das wäre ein seeehr großer Zufall, denn sie sind exakt dort gewachsen und weit und breit keine andere Pilze, nur auf diesen 30x30cm. Aber mag sein

    Ich werd mal die nächsten Tage wieder vorbeifahren und noch ein paar Fotos machen von der Entwicklung :)


    Du schreibst "gerade" in Bezug auf Cadmium ungesund. Wegen noch etwas anderem auch? Weil gilt ja ansonsten als Speisepilz.


    Habe mal fix nachgerechnet, da kommt man ja sofort auf Dosen, die über der empfohlenen Wochenmenge Cadmium liegen. 2,5µg pro kg Körpergewicht werden als Maximum empfohlen. Ein Pilz hat ~3,5% Protein. Im Arvensis sind etwa 1-2mg pro g Protein enthalten. 100g Pilze ergeben also rund 3-6mg Cadmium. Bei 70kg wären also 0,175g im absolut unbedenklichen Rahmen. Da wären 100g Pilz ja bereits die 20fache Menge. Hui. Gilt aber immer noch als Speisepilz hmmm... *verwirrtbin*

    Ich raff's grad nicht. Zitat englisches Wiki:

    Zitat

    The Paxillus syndrome is [...] caused [...] by the antigen in the mushroom. The antigen is still of unknown structure but it stimulates the formation of IgG antibodies in the blood serum. In the course of subsequent meals, antigen-antibody complexes are formed; these complexes attach to the surface of blood cells and eventually lead to their breakdown.


    1. Frage: wie kann man sagen, dass ein Antigen verantwortlich ist, wenn man dessen Struktur nicht einmal kennt?

    2. Frage: Wenn diese Komplexe gebildet werden und Blut abbauen, kann man ja nur einen Schaden davontragen, wenn man kein Blut nachbildet. Soweit mir bekannt ist, bildet jeder gesunde Mensch ständig neues Blut aus. Wie kann man also durch jahrelangen Konsum daran sterben? Erschließt sich mir nicht.

    Ja, das mit dem Essen war natürlich in sofern ein Witz, dass ich selbstverständlich ohne es vorher abzuklären mir keine unbekannte Pilze reinziehe ;)

    Wenn ich keine weitere Antwort bekommen hätte, hätte ich keinen davon gegessen


    #1&5: Kahler Krempling: haut ziemlich gut hin, Lamellen werden auch grau/braun

    Zu #4: Also ich kann nach Anschneiden weder Verfärbungen noch medizinischen Geruch wahrnehmen. Kann ich somit den Rebhuhnegerling ausschließen?

    Das mit den Kollagen werde ich berücksichtigen, allerdings habe ich auch festgestellt, dass egal wie groß das Bild ist, das man hochlädt: es wird immer auf Browsergröße reduziert angezeigt und man muss sowieso "Grafik anzeigen"/"Originalversion aufrufen" klicken, um das Bild auf 100% zu sehen. Meine Bilder sind zB mehrere Tausend Pixel breit, wird auf meinem Bildschirm aber nur gezoomt dargestellt.


    Clavaria naja, ehrlich gesagt juckt es mich nicht, dass irgendwo Hunde hingepinkelt oder irgendwer/-was gekackt haben könnte. Das geht in die Erde ein und der Pilz zieht sich das, was er braucht und erzeugt seinen Fruchtkörper. Ist ja nicht so, dass ich einen Pilz aufsammle, auf den gekackt oder gepinkelt wurde ;) Ich erkunde alles, ob da nun Kot rumliegt oder nicht ;) die madigen: ja, das ist noch son Ding. Ich schneide dann lieber viel weg und freue mich, wenigstens schonmal nen essbaren Pilz gefunden zu haben. Wenn ich alles stehenlassen würde, würde ich schlechter lernen. Deshalb sammle ich derzeit noch B-Ware auf ^^

    War mal wieder unterwegs und habe ordentlich was gefunden. Bevor sie allerdings geplant heute Mittag in meinem Magen landen, wäre es doch ganz gut, die Pilze zu identifizieren ;)


    #1 - Hauptsächlich dort gefunden, wo Leute hinkacken (ehrlich), eher Sandboden, aber unter Laubbäumen. Besonders fällt mir auf, dass die Lamellen sich aufteilen (wie war der Fachbegriff dafür?)


    #2 - Im riesen Hexenring gefunden, viele Espen in der Nähe, eher Sandboden. Nehme KEINEN Anisgeruch wahr (aber auch keinen unangenehmen). Habe mal an der Stielbasis gerieben: wurde gelb und es roch auf einmal anders. Ich weiß allerdings nicht, ob das nun Karbol ist oder nicht, aber es riecht tendenziell medizinisch und nicht nach Essen. Karbolegerling?


    #3 - Auf der Wiese neben dem Weg in der Nähe einer Straße. Ebenfalls Riesenbovisten in der Nähe. Waren alle sehr madig, keine Färbung nach Anschnitt. Dicker Ring, nicht verschiebbar. Spindelfüßiger Egerling?


    #4 - den wollte ich zwar nicht essen, aber trotzdem spannend. Habe den trotz Graben und vorsichtigem Ziehen nicht heil aus der Erde bekommen. Am Wegrand auf Wiese (sehr lehmig)


    #5 - auf einer Wiese am Wasser unter Espen. Fast alle schon sehr verschimmelt und daher relativ weich/styroporartig. Wurde auch nicht geflückt ;)


    Freue mich über Hinweise :)


    LG

    Kay

    Auf vielen Fotos hat der Rubellus einen schleimigen Hutüberzug (der aber in Beschreibungen nicht genannt wird). Ich habe einige von diesen Exemplaren gefunden, aber so einen Schleimüberzug hatte keiner. Meinst du das mit dem Alter?

    Ich weiß nicht, ob das hier im Forum üblich ist, aber da der Thread noch gar nicht so alt ist, wollte ich auch diese Bilder nochmal kurz abchecken lassen. Ich vermute den Rotfußröhrling (80%) oder Herbstrotfußröhrling (20%). Langsam und leicht blauend, am Wegrand unter "Gestrüpp" gefunden (kenne den Namen der Pflanze nicht, wächst hier aber überall über den Boden, hat Stacheln und bedeckt wirklich den halben Wald, auf dem letzten Bild zu sehen).


    Vielen Dank schonmal. Da die Bestimmung ja teilweise nur grob ausfällt meine Frage: welche davon kann man sicher essen bzw. sicher nicht essen?

    Zu #2 & #9: mal sehen, ob ich das noch organisieren kann oder ob er mittlerweile gar nicht mehr steht.

    #4: was brauchst du zur Einschätzung? Kann da nochmal hin und das herausfinden :)

    #8: ob's genau dort Hasel gab, weiß ich nicht, aber definitiv gibt es in der Gegend einige Haselbäume. Wächst der Pilz ausschließlich bei Haseln?

    Hallo zusammen


    Ich war vorgestern spazieren und habe da so einiges gefunden :)


    #1-3 habe ich am Wegesrand gefunden (Wiese). Den Rest im Laubwald.


    #1 Maronenröhrling? Habe nicht aufs Blauen getestet

    wachsen die immer so sattelförmig? Den rechten habe ich von "einschnürendem Gras" befreit, aber der linke ist ja auch so gewachsen


    #2 - links fast Handtellergroß. Auf dem Pilz unten rechts habe ich mich ernsthaft gefragt, wie der Pilz SO gewachsen sein kann. Kann das jemand erklären?


    #3 - sehr langer, weicher Stiel, hygrophan


    ------------------------------------------------------------ Ab hier unter Laubbäumen gefunden ------------------------------------------------------------

    #4


    #5


    #6


    #7


    #8 - Scharfer Haselmilchling (giftig)?

    spannende konzentrische Ringe, weiße scharfe Milch


    #9 Wässriger Mürbling?


    #10 Welche Röhrlinge haben extrem dichte Röhren (sieht aus wie eine Fläche), die gelb sind, während der Rest des Pilzes weiß ist? Blauend. Jemand anders hat ein Stück probiert und meinte, schmecke nicht. War relativ dick und es wuchsen 3 direkt zusammen. Für den Wurzelnden Bitterröhrling war mir der Stiel nicht gelb genug. Könnte Rosahütiger Schönfußröhrling sein, aber ich von den Bildern her sieht es nicht so aus, als ob die Röhren wie eine Fläche seien. Sonst kommt's aber vom Aussehen gut hin.


    Zusätzlich nochmal die Frage, wie schnell Riesenboviste wachsen. Habe dort noch 2-3 gefunden und wollte zum richtigen Zeitpunkt ernten, habe mir vorgestern schon ein Riesenbovistschnitzel gemacht :) yamyam

    Liebe Grüße

    Kay

    Hallo zusammen


    Habe seit 3 Tagen diesen Pilz bei uns im Stadtpark unter Eiben wachsen sehen. Seit gestern ist der Schirm aufgespannt und heute habe ich ihn gepflückt. Kann ihn allerdings nicht bestimmen:

    Ist der essbar? Im Park wird nur EM gespritzt, sonst nix, aber er wuchs halt auch (allein, nichts anderes in der Nähe) unter Eiben. Hut und Stiel deutlich gelblich, Sporen dunkelbraun-schwarz, Ring nicht verschiebbar, Geruch angenehm.

    LG Kay


    Vielen Dank.

    Die schienen damals auch nicht weiter gekommen zu sein, als wir jetzt :)

    Der Artikel zu den Hämolysinen, der dort verlinkt wurde, listet leider wenig zu den Mengen der Hämolysine, die jeweils in den Pilzen vorhanden sind (Einteilung in nichts, vorhanden und viel). Ich denke, es ist ein großer Unterschied, ob nur winzige Mengen davon gefunden wurden oder größere und bedenklichere Mengen. Das wär nochmal was ;)

    Aber gut, ich werde den nächsten Grünen Anis-Trichterling roh probieren und dann sehen, was passiert.

    oh Whoops ^^

    Kurze Frage nebenbei, konnte gar nichts finden zur Giftigkeit des Grünen Anis-Trichterlings im Rohzustand. Was sollen denn da die Giftstoffe sein, die durchs Kochen zerstört werden? Lese überall nur, "roh giftig", aber finde sonst nix dazu


    Habe die Milch von dem Milchling mal auf ein Stück Küchenrolle getropft - aber es kam nur sehr wenig Milch heraus. Die Färbung ist quasi nicht zu sehen auf der Küchenrolle

    Hmm also bei dem #6 Bild 2 war ich mir relativ sicher, da die Lamellenschneiden schwarz/dunkelbraun sind. Werd mal weiter vergleichen :)

    Hallo zusammen


    Ich habe mal wieder ein paar neue Funde und auch einige, von denen ich meine, sie identifizieren zu können. Was meint ihr?


    #1 ~~

    Vermutung: Perlpilz

    Die Rotfärbungen überall und der geriefte Ring lassen dann doch wenig Alternativen zu. Habe aber noch nie einen Perlpilz gesehen, daher auf Nummer sicher gehen :)



    #2 ~~

    Vermutung: Grüner Anistrichterling

    Geruch/Geschmack angenehm nach Anis. Eins versteh ich nicht: die Suchmaschine sagt "Lamellen gedrängt stehend", sind sie aber wie man auf meinem Bild sieht keineswegs. Mein Buch sagt "Lamellen entfernt stehend", zeigt aber dicht stehende Lamellen :/. Was ist hier los?

    Gibt's zu diesem Pilz ähnliche Alternativen?


    #3 ~~

    Vermutung: Rotbrauner Milchling (alternativ Kampfermilchling)

    Diesen Pilz habe ich schon oft gefunden, der Geschmack ist immer der selbe. Es erinnert mich an Kiefern und schmeckt nicht wirklich toll. Weiße Milch, sieht von oben aus wie eine Brustwarze. Habe 2 geerntet. Stiele nicht hohl. Heller Hutrand spricht für Rotbraunen.



    #4 ~~

    Vermutung: Ruderalttrichterling

    Geruch neutral bis erdig. Rand gerieft. Ein Stiel ist innen hohl. Interessant sind hier die Lamellen - es gibt irgendwie welche, die mittendrin wachsen bzw nicht durchgängig- wie nennt man sowas?



    #5 ~~

    Vermutung: ein Dachpilz

    Gefunden am Wegesrand in einem Laubwald mit vereinzelnten Nadelbäumen. Geruch pilzig-erdig. Sporenfarbe hell (habe eine schlechte Unterlage gewählt ^^)


    #6 ~~

    Vermutung: Schwarzschneidiger Dachpilz

    Ich hoffe, es handelt bei beiden um die selbe Art (das Foto o.l. habe ich glaube ich einzeln aufgenommen, die anderen 3 gehörten glaube ich zusammen)



    Was meint ihr dazu?

    LG

    Kay

    Hallo Evergrowing,

    du selber hast es in der Hand, wie die Diskussionen laufen. Wenn es in deinem Leben viele Diskussionen geben sollte, die so oder so ähnlich wie hier ablaufen, sollte irgendwann mal eine Alarmglocke in dir schrillen. In der Diskussion erstmal alle anderen rundmachen (siehe die ganzen @-Geschichten in deinem letzten Beitrag) und sich selber als einzig Wissenden darstellen, ist nicht wirklich eine kluge Taktik, wenn man will, dass einem die Leutchen überhaupt zuhören. Die sind weiß gott nicht nur an Pilzen interessiert, aber sie sind halt nicht daran interessiert, mit dir zu diskutieren

    Ich habe in der Hand, wie die Diskussionen laufen?? Aha, schreibe ich also für euch mit oder wie? Ich kann doch eure Reaktionen nicht vorhersehen, das liegt wohl in eurem Ermessen.

    Ingesamt sehe ich hier über ein Dutzend Antworten. Relativ viel dafür, dass niemand an einer Diskussion mit mir interessiert ist.


    Ich würde aber gern nochmal auf die Ursprungsfragen zurückkommen (minus Erkenntnistheorie), zB ob es eine Seite gibt, die darstellt, wie die Giftigkeit von Pilzen über die Jahre beschrieben wurde. Besonders interessieren mich die Pilze, die früher immer als Speisepilz galten, nun aber nicht mehr. Außerdem eine Liste mit den giftigsten Arten, geordnet nach Giftigkeit und ob es Methoden gibt, das Gift von vornherein schon zu neutralisieren, wie zB durchs Kochen bei einigen Arten.

    Nun gut, ich sehe, dass viele Teilnehmer dieses Forums tatsächlich nur an Pilzen interessiert sind.

    Ja, gelBlau danke für die Nennung des Buches, aber so schnell ist das dann wohl auch nicht bestellt und gelesen :)

    Vielleicht klärt mich Beorn ja noch auf, wann ein Text offtopic ist und ggf zensurwürdig und wann nicht, damit ich weiß, was man in diesem Forum sagen darf und was nicht. Außerdem denke ich, die Forumsteilnehmer können gut für sich selbst entscheiden, was sie interessiert und was nicht und dementsprechend auch antworten oder es sein lassen. Das traue ich jedem zu, das erfordert keinerlei Moderation.

    huehnchen69 Entschuldige bitte, dass ich das Wort Sicherheitsfanatiker benutzt habe. War mir ebenfalls nicht klar, dass das ein verbotenes Wort ist und dass wir deswegen nicht auf einen grünen Zweig kommen.


    Gut, ich habe meine Lektion in Bezug auf eure Meinungen gelernt. Danke für die Referenzen soweit (die fehlende Referenz bezog sich auf die Franzosen!). Im Übrigen habe ich ebenfalls keine Lust, in diesem Thread über einen Youtubekanal oder Viren zu reden. Wer erkannt hat, dass er so gut wie nichts weiß, hat schon sehr viel erkannt.Und darauf -finde ich- darf auch mal hingewiesen werden. Nur anscheinend nicht hier ^^


    StephanW also was du da schreibst, zeigt mir, dass du immer noch nicht verstanden hast, was ich sagen will. Denk nochmal drüber nach oder wir können das vllt auch im Privatchat klären, falls Interesse besteht. Ein Wissenschaftler ist man nicht, weil man einen Abschluss hat oder weil man mit diesem Titel irgendwo sein Geld verdient... und was wäre, wenn ich jetzt "ja" antworten würde? Was dann?


    Ich kann allerdings beim besten Willen nicht erkennen, wieso mir zum Vorwurf gemacht wird, dass ich Denkanstöße gebe. Das ist wie ein Angebot, das kann man annehmen oder man lässt es. Aber mich dafür anzufeinden kann ich leider nicht nachvollziehen. Heilsbringer ... selbst wenn??? Soll ich mich auch noch dafür entschuldigen, dass ich Heilung und Wachstum in die Welt bringen möchte? Wohl kaum. Meine Intentionen sind absolut rein, dass das nicht immer verstanden wird, ist mir klar.

    Frieden:saint:

    Mir war klar, dass viele überhaupt nicht verstehen werden, worauf ich hinaus will und getriggert werden, weil ich damit ein Problem anspreche, dass niemand wahrhaben will oder versteht. Nun gut, ich versuche mich nochmal.


    Was ich gar nicht mag, ist, wenn mir Worte in den Mund gelegt werden, die eigentlich nur aus demjenigen kommen, der mir schreibt. zB huehnchen69 schreibt, ich fordere Zensur. So ein Blödsinn, genau das Gegenteil ist der Fall: ich fordere, dass die Quellen zu wissenschaftlichen Aussagen mit angegeben werden. Und dann kann man gegenüberstellen "diese Quelle sagt das, diese das". Es sollte einfach nicht sein, dass jemand sich das Label "Wissenschaftler" verpasst, eine völlig schwachsinnige Info in die Welt setzt und damit so ein "Chaos" verursacht. Deshalb sollte nachvollziehbar sein, wer unter welchen Bedingungen diese Klassifikation (in diesem Falle zB Giftigkeit) vorgenommen hat.


    @FerrumVariabilis, wenn man Meinungen über einen Menschen, die man in 30 Sekunden gegoogelt hat, dessen Aussagen man selbst weder gehört noch verstanden hat, über seine eigene Meinungsbildung setzt, dann wundert mich auch nichts mehr. Das ist exakt das Problem: du liest jetzt irgendwelche Nutzermeinungen und bildest dir eine Meinung über Leo, anstatt dir das Material erstmal selbst anzusehen. Und ALS OB auf Youtube nur Idioten wären und man dort nichts lernen könnte, während "da draußen" die besten Wissenschaftler der Welt unterwegs wären. Super, mit deinem Beitrag hast du exakt das Problem dargestellt, auf das ich hinaus wollte :)

    ICH habe mir meine eigene Meinung zu ihm gebildet, und es interessiert mich 0 Komma 0, was irgendwer anders über ihn denkt. Es ist mir wirklich egal. Es geht um die Inhalte, die er vermittelt. Und die sind profund, sowas lernt man nicht mal eben an jeder Straßenecke. Wenn man von Meta-Wissenschaften nix versteht (so wie zB der Erkenntnistheorie), dann sollte man vielleicht doch die ein oder andere Stunde mal investieren, um diese wirklich wichtigen Dinge des Lebens zu lernen. Sei aber jedem selbst überlassen, ich lese allerdings viel viel Ego, das sich ständig verteidigen und Recht haben muss. Völlig unnötig irgendwann.


    Sicherheitsfanatiker

    Hand aufs Herz: wer von euch trinkt Alkohol, obwohl er um die Schädlichkeit weiß? Ein Sicherheitsfanatiker wäre für mich jemand, der zB niemals eine Zigarette rauchen oder Alkohol trinken würde, weil er Angst hat, er könne davon krank werden. KopfPilz ich stimme dir in gewisser Weise zu, bei einem Risiko von 1:10 würde ich natürlich auch die Finger davon lassen, selbst bei 1:100. Aber bei Aussagen wie 46kg Frischpilz hört's dann für mich echt auf und wird nur noch lächerlich. Und ich würde ja gern zur Quelle (der Studie) gehen, sie ist aber nicht angegeben, das ist ja das Problem :)


    Floret

    Ich möchte zur kritischen Betrachtung von Informationen generell aufrufen. Information ist nicht Wahrheit. Das ist tatsächlich etwas, was erschreckend viele Menschen immer noch nicht verstanden haben. Ebenso wenig haben sie verstanden, dass nur, weil eine Aussage ständig und von jedermann wiederholt wird, sie noch lange nicht wahr sein muss. Ich finde es ehrlich gesagt schade, mit welcher Einstellung zB huehnchen69 meinen Beitrag betrachtet. Da kommt mal jemand, der seine Meinung äußert, die nicht "alles supi bunti wir lieben uns alle" ist, und anstatt vernünftig zu diskutieren, werden mir dann Sachen an den Kopf geworfen und dann kommt "ich bin raus". Traurige Diskussionskultur ist das. "Wenn der andere nicht meiner Meinung ist, ist er mein Feind", oder wie?

    Außerdem frag ich mich wirklich, wie in Bezug auf Giftigkeit der Konsens zustande kommt. Darauf habe ich übrigens bisher auch noch keine zufriedenstellende Antwort erhalten.


    Also: ich will Wahrheit, ja ich möchte auch aufklären und zum kritischen Denken anregen und ich möchte verstehen, wie diese Informationen zur Giftigkeit entstehen, von welchen Mengen überhaupt die Rede ist (20g vs 46kg) und was halt noch im 1. Post geschrieben wurde. Wer durch meine Beiträge negativ getriggert wurde, sollte sich einfach mal in ruhiger Minute überlegen, wieso.

    Naja, die Frage ist aber eben auch, wer diese Bewertung vornimmt, wie ist der Ablauf, wer gilt als Autorität auf dem Gebiet, wie ängstlich/sicherheitsorientiert ist der Feststellende etc? Und ich weiß eben bisher einfach nicht, wie der Ablauf und die Konsensfindung ist.

    Beispiel - habe es grade gestern in einem Video von Buschfunkistan gehört (ich verkürze):

    "Chinesische Wissenschaftler injizierten (!) Mäusen (!) ein Extrakt (!) des Gewöhnlichen Erd-Ritterlings und es haben sich deren Muskeln aufgelöst". Ja suuuuper, bitte alle mal Angst haben. Jetzt kommt nämlich so eine Aussage dazu:

    "Prof. Dr. Siegmar Berndt [...] errechnete, dass Menschen von 70 kg Körpergewicht ca. 46 kg Frischpilze zu sich nehmen müssten, damit durchschnittlich die Hälfte von ihnen einen Schaden erleiden würde."


    Ja sorry, da kann ich doch diese "Forschungsarbeit" unmöglich ernst nehmen. Und wenn ich dann lese "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, wir raten vom Konsum ab", dann ist das genau das Problem, das ich ansprechen möchte. Wenn sich solche Infos in der Welt propagieren, weil in der Forschungsarbeit keine realitätsnahen Tests, sondern Qualversuche mit Mäusen durchgeführt wurden, dann ist das für mich fast schon Sakrileg. Wer von euch injiziert sich eigentlich Pilzextrakte in der Freizeit? Unser Verdauungstrakt hat Schutzmechanismen, um bestimmte Dinge eben nicht ungefiltert ins Blut zu lassen, was bei einer Injektion völlig außer Kraft gesetzt wird.

    Genau wie mit anderen, sich derzeit vermeintlich im Umlauf befindenen Krankheiten, verlieren die Menschen völlig die Relation. Es reicht die Inception "gefährlich" und alle Sicherheitsfanatiker springen im Dreieck. Wenn erstmal die Angst in den Köpfen ist, kommt die Vernunft kaum noch durch. Und wenn dann so viel Autoritätshörigkeit herrscht, haben wir ein Rezept für ein Desaster *33 hust*. Das aber nur als kleiner Ausflug, mir geht es darum, dass solche -in meinen Augen- Falschinformationen niemals ihren Weg in irgendeine Pilz-Literatur finden dürfen.


    Anderes Beispiel: die Quelle zur Giftigkeit des Grünlings (frz. Forscher, N=12 bzw N=3 in 8 Jahren) wird nicht angegeben. Somit kann höchstens -ob nun richtig oder falsch- blind geglaubt werden, dass dieser Pilz giftig ist. Und selbst mit einer Quelle: 3 Tote in 8 Jahren in einem Land wie Frankreich (wenn die Ursprungsmenge nicht sogar darüber hinausging) und es heißt, man könne keine andere Ursache finde, also müsse es der Pilz sein, ist ein Witz. Das hat für mich nichts mit wissenschaftlichem Arbeiten und Erkenntnisgewinn zu tun. Genauso wie das Herunterfahren der weltweiten Wirtschaft bei Todeszahlen weit unter jeder normalen Grippe. Aber das Thema werde ich hier nicht besprechen.


    Wirklich cool fände ich auch, wenn ihr mir ein paar mehr Pilze nennen könntet, die erst seit Kurzem als giftig gelten und die ggf ähnliche Kriterien aufweisen wie die, die ich kritisiere. Ich für meinen Teil mache mir jedenfalls nicht ins Hemd, da ich keine 46kg Erd-Ritterlinge im Jahr esse und mir auch in meiner Freizeit keine Pilzextrakte injiziere. Mein Appell ist, das Netz und die Köpfe von so einem Mist sauberzuhalten, Themenfeld-unabhängig.

    Edit by Hiatamandl

    Den Absatz zur Erkenntnistheorie mit inkludiertem Link entfernt, das geht mir hier etwas zu weit am Thema Pilzen vorbei.

    Habe #3 jetzt gepflückt, aber bin mittlerweile nicht so sicher, ob es sich nicht auch um den Riesenrötling (tödlich giftig) handeln könnte. Habe mehrfach gelesen, seine Lamellen seien am Grund mit Queradern verbunden, das konnte ich aber auf keinem Foto nachvollziehen.

    Könnt ihr mir nochmal Tipps geben, wie ich die beiden (Würziger Tellerling (essbar) <vs> Riesenrötling (tödlich giftig)) unterscheiden kann?

    Der Geruch ist pilzig/leicht muffig, die Huthaut lässt sich abziehen. Geschmack wie Champignon, mild, nichts Negatives aufgefallen

    Hallo zusammen


    Eine Fragestellung, die mir schon länger im Kopf umherschwirrt, betrifft die Giftigkeit von Pilzen. Man findet natürlich häufig Kategorien wie "giftig" oder "tödlich giftig", aber ich möchte mein Verständnis dazu erweitern und genauer hinsehen.

    Insbesondere kam mir diese Fragestellung auf, als ich erfahren habe, dass die Nebelkappe erst seit einigen Jahren als giftig gilt, aber wohl seit hunderten Jahren als Speisepilz genutzt wurde.

    Vorbemerkung: Ich rede nicht von den Pilzen, bei denen Todesfälle bekannt und häufig sind (Grüner Knolli soll ja wohl für 90% der Pilztoten verantwortlich sein). In diesem Thread möchte ich drei Dingen nachgehen:

    1. Welche Mengen sind eigentlich wirklich giftig

    Schon Paracelsus wusste: "allein die Dosis macht das Gift". Alkohol ist auch ein Gift, jeder weiß das, und trotzdem trinken Menschen massig Alkohol. Das bedeutet aber nicht, dass 2 Gläser Wein alle 2 Wochen einen gesunden Menschen irgendwie nennenswert schädigen würden.

    Daher stellt sich mir ständig die Frage bei Pilzen, die auf der Suchmaschine zB als giftig oder ungenießbar stehen: ab wann würde man denn hier was merken? Ich würde schon auch mal die giftigen/ungenießbaren probieren (zB Rosa Rettichhelmling), aber in welcher Menge ist das gefahrlos vertretbar? Kleines Magengrummeln würde ich in Kauf nehmen. Vllt verarbeitet mein System die Pilze ja anders als bei Leuten mit empfindlichem Magen, wer weiß.

    Natürlich gibt es viele Pilzgifte; vielleicht gibt es ja aber sowas wie eine grobe Kategorisierung nach den giftigsten Substanzen, sodass man eine geordnete Liste erstellen kann. Bzw vermutlich gibt es sowas schon irgendwo.

    Außerdem stellt sich mir die Frage, ob Pilze permanente Schäden verursachen und ob sie nur temporär sind. Habe schon öfters was von Leberschäden gelesen. Aber ist nicht grade die Leber für ihre Regenerationsfähigkeit bekannt? 10% einer Leber können wieder auf 100% anwachsen etc.. Gibt es also überhaupt permanente Schäden durch Pilzkonsum abgesehen von Todesfällen?


    2. Giftstoffe abkochen / Rohverzehr

    Gut, nun nehmen wir mal an, ein Pilz ist als giftig deklariert. Wenn/falls aber beim Abkochen oder beim Braten diese Giftstoffe unschädlich gemacht werden, wozu dann der Aufriss? Kann man dann nicht genauer deklarieren und sagen "roh schwach giftig, gekocht essbar"? Leute kochen auch mit Wein und niemand schreibt ins Rezept "Alkohol ist tödlich giftig". Mir fehlt irgendwie zusätzlich zu Mengenangaben (s.1.) noch die genaue Unterscheidung [Giftigkeit je Zubereitungsart]. Und ständig zu lesen "manche Leute haben Magenprobleme bekommen" ist so, als würde man sagen "manche Leute vertragen keine Milch". Ja gut, ausprobieren, dann weiß man's. Deshalb deklariere ich doch aber keinen Pilz als giftig oder ungenießbar. Kann man auch hier je nach Gift Methoden nennen, die es dann konkret neutralisieren können, sodass Giftpilze dann doch essbar sind? Habe sowas bisher glaube ich nur beim Hallimasch und zur Nebelkappe gefunden (Abkochen und gut is ^^).


    3. Ist der Pilz als Ganzes überhaupt giftig / Umdeklarationen

    Ich habe meine Vorbehalte, wenn von hunderten Stoffen eines Nahrungsmittels einer isoliert betrachtet und als giftig eingestuft wird und dann gesagt wird, das Ganze sei giftig. Wie kommt also die Giftigkeits-Info/der Konsens zustande? Führen teilweise winzige Mengen schon zu solch einer Deklaration?

    Wie kann es sein, dass (zB) die Nebelkappe anscheinend teilweise als giftig gilt, während Menschen hunderte Jahre lang diesen Pilz konsumiert haben? Mikroskope und sonstige Apparaturen/Methoden hin oder her: wenn dieser Pilz gemieden werden sollte, so meine ich, wäre das auch schon unseren Vorfahren aufgefallen. Ich möchte wirklich nicht "DIE WISSENSCHAFT" als Totschlag-Argument gelten lassen, denn die hat sich schon oft genug geirrt und heutzutage wird alles nur noch mit der Lupe betrachtet, ohne das große Ganze zu sehen. Dieser Punkt soll also nicht die Erfahrungswerte anzweifeln (Pilz X hat ständig Todesfälle hervorgebracht, s. Vorbemerkung), sondern klären, wo allein aufgrund von Laboranalysen ohne Erfahrungswerte eine Umdeklaration stattgefunden hat. Also genauso wie unter Punkt 2 oft [Giftigkeit je Zubereitungsart] fehlt, fehlt mir hier, ob es sich um Erfahrungswerte oder Modelle handelt und welche Pilze früher noch als essbar galten.


    Welche Pilze gelten gemeinhin/neuerdings als giftig, mit denen ihr aber keinerlei Probleme habt? Würde mich echt interessieren.


    LG

    Kay

    um den Parasitischen Scheidling beneide ich dich glühend!

    Meine Flauschis :*


    Zu den Stockschwämmchen: Die auf Deinem Foto sind definitiv schon zu alt. Ich würde auch meinen, dass die eher eine maximale Erntezeit von 3-4 Tagen haben. Aber das ist nur mein Gefühl bzw. meine Erfahrung.

    Wow, so wenig?? Da muss man ja richtig Glück haben, welche zu finden. Ich fand die von der Konsistenz her eher noch sehr fest, hätte gedacht, die wären in top Form. Woran machst du fest, dass die schon so alt sind (habe ja keine Referenzwerte zu denen bisher)?


    Bei „Marzipan“ und „+/-weiß“ fällt mir aber noch spontan der Marzipanfälbling ein, der sicher nicht zu den Speisepilzen zählt. Und ich bin mir fast sicher, dass es da noch ein paar andere Kandidaten gibt.

    Hm OK, aber der hat ja anscheinend eher nen braunen Hut und der schmeckt auch angeblich bitter, während mein Exemplar ein Gedicht von einem Marzipanaroma war :saint:

    #1 sind Nebelkappen.
    #2 ist der Parasitischer Scheidling (VOLVARIELLA SURRECTA) , der gerne auf Nebelkappen wächst. Toller Fund!👍

    #7 und 8: ein Champi - was der Klumpfuß damit zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht. Der ist was komplett anderes.

    Also diese Nebelkappen... :) das kommt zwar auf den Fotos nicht so rüber, aber einige Lamellen waren wirklich farblich ganz anders als ichs von Nebelkappen kenne und der Geruch war auch anders. Aber das liegt dann wohl am Alter. Diese kleinen Trickser


    Zu den Stockschwämmchen hätte ich ne Frage: undzwar wie lange halten die sich in der guten/essbaren Form wie auf dem Foto? Kann ich da auch in einer Woche noch vorbeikommen und ernten?


    Zum Klumpfuß: naja, lies doch mal die Frage. "Sehe ich es richtig, dass ALLE nach Marzipan riechenden, mild schmeckenden Lamellenpilze bis auf den Prächtigen Klumpfuß essbar sind?" Der P.K. hat insofern damit was zu tun, dass die Suchmaschine bei 'Geruch Marzipan'+Lamellen[+Ich füge hinzu: mit weißem Hut.] genau nur essbare auswirft+Klumpfuß. Wäre ja ein super Merkmal, wenn man wüsste "Marzipangeruch bei Lamellenpilzen mit weißem Hut = essbar"


    Den Schiefknolligen Anischampignon hatte ich auch in der Zielmenge. Mit welchen giftigen Pilzen könnte man die beiden Arten (S.A. & Dünnfleischiger Anisegerling) eurer Meinung nach verwechseln? Bei allem, was weiß ist, bin ich als Anfänger natürlich ganz besonders vorsichtig.


    Vielleicht noch 1-2 Meinungen anderer?