Beiträge von Pilznomade

    Hmmm also von den Bildern her besteht da schon eine gewisse Ähnlichkeit.


    Wobei die von mir gezeigten Pilze insgesamt alle schon sehr groß waren im Vergleich zu den Trichterlingen und diese "zerklüftete" Wuchsart sehr prägnant war, diese haben die Trichterlinge ja nicht, zumindest anhand der Bilder, die ich gesehen habe,

    Hallo,


    für mich ist die Pilzsaison Anfang November dann ja vorbeigegangen. Echte Kenner finden zwar wohl das ganze Jahr über etwas, aber ich habe mich noch nie mit Pilzen außerhalb der Herbstsaison beschäftigt.


    Nun habe ich meinen letzten Spaziergang Anfang November absolviert. Wie eigentlich die meiste Zeit zuvor fand ich leider fast nur Filzröhrlinge, und der Großteil meiner Funde war durch den vielen Regen nicht zu gebrauchen.


    An einer Stelle war der Laub-Mischwald durch einige Nadelbäume unterbrochen, und dort fand ich diese Kolonie mir nicht bekannter Pilze. Sie wuchsen, wie im Übersichtsbild zu sehen, gesellig in kleinen "Haufen" aus der Erde. Ich habe keine echte Idee, um was es sich handelt.




    Vom Aussehen kannst du auch an den grüngefelderten Täubling denken, aber ich bin da kein Experte.


    So wie ich hier lernte ist eine endgültige Bestimmung bei den Täublingen per Forum kaum möglich.


    Allerdings, unabhängig von der genauen Sorte, sieht dieser Pilz auch nicht mehr frisch genug für den Verzehr aus, also gräme dich nicht :-)



    Das stimmt, das ist eine Gefahr. Da hilft jedoch auch die Ankunft per RTW dann nicht mehr.


    Mehr oder weniger diffuse Oberbauchbeschwerden kommen viele und sind i.d.R. wenig dringend.


    Am wichtigsten ist daher denke ich aber, dass man das Stichwort "Pilzvergiftung" überhaupt selber ins Spiel bringt.


    Ich kann gerne mal ein bisschen nachhorchen, wie dieses Stichwort bei den Triagierenden gewertet wird.


    Da gebe ich dir definitiv recht. Ich meinte ja: Pilzvergiftungen sind im Vergleich zu allen anderen Krankheitsbildern einfach enorm selten.

    Der behandelnde Arzt wird in jedem Fall auch Kontakt zur Giftzentrale suchen für seine Behandlung.


    Oder meinst du, ob der Triagierende die potentielle Ernsthaftigkeit korrekt erkennt oder den Patienten evtl als "kann lange warten" einstuft?

    Ich kann natürlich nur anekdotische Evidenz liefern, aber ich kann die Tage mal rumfragen bzw. schauen, ob es im Haus eine Arbeitsanweisung gibt dazu.

    Um vielleicht eine praktikable Handlungsempfehlung zu geben für den Vergiftungsfall, wenn man sich nicht sicher ist, was man tun soll:


    1.) 112 wählen, der Leitstelle den Fall schildern, deren Fragen beantworten.

    2.) In der Wartezeit, je nach Region meistens zwischen 7 und 15 Minuten bis Eintreffen erstes Rettungsmittel, die zuständige Giftnotrufzentrale anrufen.

    Seitens der Giftnotrufzentrale werdet nach einigen Fragen eine praktikable und fachlich gute Antwort erhalten, ob und was ihr tun sollt.

    3.) Tun, was die Leute dort sagen.

    4.) Wenn noch Zeit bleibt oder ein Angehöriger sich darum kümmern kann, eine Tasche packen. Ihr werden nämlich stationär bleiben.


    Die Nummern der Giftnotrufzentralen sind:

    Zitat
    • Berlin (zuständig für Berlin, Brandenburg): 030 192 40
    • Bonn (zuständig für NRW): 0228 192 40
    • Erfurt (zuständig für Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen): 0361 730 730
    • Freiburg (zuständig für Baden-Württemberg): 0761 192 40
    • Göttingen (zuständig für Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein): 0551 192 40
    • Mainz (zuständig für Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland): 06131 192 40
    • München (zuständig für Bayern): 089 192 40

    laut

    Quelle


    Wenn ich persönlich vor Ort wäre und die Vergiftung in zeitlich sinnvoller Nähe liegt, stünden bei mir beim bewusstseinsklaren Patienten mit erhaltenen Schutzreflexen evtl Erbrechen (wenn zeitlich sinnvoll) und Aktivkohle auf dem Programm, sowie ein Transport in die Klinik.

    Dem Endverbraucher würde ich wie gesagt nach Notruf den Anruf bei der Giftnotrufzentrale empfehlen, die für den speziellen eigenen Fall eine Empfehlung geben können und einen dazu dann Anleiten.


    Der Notarzt wird nach Erstmaßnahmen ebenfalls dort Anrufen und sich bei Intoxikationen erkundigen, wenn es nicht gerade "Klassiker" (Opiate, Alkohol, etc) sind. Pilzvergiftungen sind sowohl für den Kollegen in der Klinik, als auch für den Notarzt vor Ort sehr selten.

    Tolles Gericht! Sieht superlecker aus. Ich habe zwar auch für das erste Pilzgericht des Jahres frische Pasta gemacht gehabt (wenn auch mit der Billignudelmaschine), habe mich jedoch ganz langweilig an eine Standardsahnesoße gehalten. Du inspirierst mich dazu, vielleicht doch mal etwas mehr Kreativität walten zu lassen.

    In Deutschland sieht man übrigens unter Umständen schneller einen Arzt, wenn man den Rettungsdienst ruft, als wenn man in der Klinik wartet.

    Aber das ist auch von Tag und Uhrzeit und weiteren Umständen abhängig und nicht immer klar vorherzusehen. Deshalb lege ich mich da auch nicht fest.


    Viele Grüße

    Bernhard


    Ich oute mich hier mal als jemand aus der Branche. Die Sorge ist unbegründet, bzw. denken viele Leute das, kann ich so aber nicht bestätigen.

    Die Reihenfolge in der Notaufnahme richtet sich nicht nach Eintreffzeit oder Eintreffen per RTW.

    Patienten werden immer nach bestimmten Schemata triagiert, welche im weitesten Sinne die Reihenfolge festlegen (von denen man als Arzt natürlich abweichen kann).

    Das kann dazu führen, dass ein Patient auch mal von der RTW Liege in den Warteraum geschickt wird oder erstmal lange Zeit im Flur steht.


    Das führt oftmals zu Konflikten, wenn Patienten sich ungerecht behandelt fühlen, weil sie ja "zuerst da waren".

    Also Erbrechen macht eigentlich schon Sinn.


    Gefährlich sein kann Erbrechen, wenn es sich um ätzende Stoffe (Säure und Lauge) handelt oder wenn der Bewusstseinszustand der Person eingeschränkt ist und mangelnde Schutzreflexe anzunehmen sind - dann kann es zur Aspiration (Also Einatmen des Erbrochenen) kommen, welche mit einer begleitenden Lungenentzündung oder schlimmstenfalls dem Ersticken einhergehen kann. Deswegen werden bewusstlose Personen auch in die stabile Seitenlage befördert.


    Natürlich muss die Mahlzeit auch erst vor kurzem erfolgt sein. Ist das Zeug erstmal im Zwölffingerdarm oder weiter gelandet, hat es keinen Sinn mehr.


    Kohle ist i.d.R. einen Versuch wert - auch hier gilt natürlich, es hilft umso eher, je kurzfristiger damit angefangen wird.


    Ein Notruf sollte auf jeden Fall erfolgen.

    Es bietet sich hier an, die Namen der Pilze, die man vermeintlich gegessen hat, aufzuschreiben. Bedenkt, dass der Arzt nur in den seltensten Fällen die Pilze kennt. Der wird dann eine Giftnotrufzentrale kontaktieren und sich beraten lassen.

    Wenn noch Reste der Pilze vorhanden sind, diese asservieren.

    Leider war nicht mehr viel essbares für mich zu finden. Ich habe eine gerade mal eine "Vorspeise" an FIlzröhrlingen gefunden.


    Ich habe jedoch ein paar andere interessante Pilze gefunden, bei denen ich bei manchen nur eine grobe Ahnung hatte, um was es sich handelt und ein paar, bei denen ich meine, sie bestimmen zu können.


    Zunächst sollte es wieder einen olivbraunen Safranschirmling haben:


    Pilz 1



    Pilz 2:


    Hier ein falscher Pfifferling. Die sehen immer toll aus. Echte Pfifferlinge habe ich in Hessen bislang keine gefunden.





    Pilz 3:


    Ein Judasohr in fortgeschrittenem Alter



    Nun kommen Champignons. Ich habe bislang keine Ahnung von Champignons und sie stehen nicht im Fokus meines Interesses aktuell. Ich habe die Pilze nur gesehen und gedacht: Sind irgendwelche Champignons.


    EIner davon mit gelbendem Stiel und Anisgeruch (wobei auf meinen Geruchssinn nicht der höchste Verlass ist):

    Pilz 4: Anis-Champignon



    Und hier ein weiterer Champignon, den ich nicht weiter einordnen konnte.

    Pilz 5:





    Nun kommen noch zwei Holz-Zersetzer.


    Pilz 6:

    Ein ohrförmiger Seitling? Ein vaager Tipp. Dafür hat dieser Pilz eigentlich zuviel Stiel. ABer so ganz wie ein Austernseitling sieht er auch nicht aus.



    Und nun ein Pilz, der auf einem Stöckchen wuchs. Sehr hübsch, habe ich aber noch nie bewusst gesehen.


    Pilz 7:







    Ich war mir nicht sicher, ob es in Ordnung ist, solch einen "Rundumschlag zu posten. Sorry, falls das nicht im Sinne des Erfinders war. Mehrere Threads aufzumachen parallel kam mir jedoch auch falsch vor.

    Ich habe einen wunderschönen Parasol gefunden.


    Anbei einige Bilder.


    Der Stiel ist genattert. Er rötet nicht.


    Der Ring ist zwar sehr eng anliegend gewesen, aber verschiebbar.


    Der Hut hat einen Durchmesser von 20cm.



    Ein Bild im Habitat:


    Der Stiel



    Der Ring



    Die Lamellen



    Der Hut nochmal von oben


    Ich sammele seit Jahr und Tag mit Stoffbeuteln. Ist aber wirklich nicht optimal, gerade Die Ziegenlippen, Rotfüße und Goldröhrlinge leiden doch teilweise recht arg. Von Birkenpilzen ganz zu schweigen.


    Eigentlich würde ich mir gerne etwas Basteln, mit dem ich die Hände frei habe. So etwas wie einen Rucksack, den ich mit "Korb Schubladen" füllen kann. Aber aktuell habe ich zuviele Projekte, die wichtiger sind.

    Es haben bereits deutlich kompetentere Leute als ich geantwortet ;-)


    Bei deinem Perlpilz (als Verwechslungsmöglichkeit insbes. der Pantherpilz) sieht man schön das "Röten" an verletzten Stellen und am Stiel, wenn man drüberkratzt. Das soll zwar recht charakteristisch sein, aufgrund der sonstigen Ähnlichkeit traue ich persönlich mich jedoch an diesen Pilz nicht ran, auch wenn der gut sein soll-

    So. Ich habe ja großspurig behauptet, dass ich zumindest erkenne, wenn es sich um einen Täubling handelt. Dann muss ich hier wohl mal blank ziehen. Ich kann jedenfalls nicht erklären, wieso ich meine, die Täublingsfamilie zu erkennen, ich könnte nicht sagen, an welchen harten Kriterien ich das immer festmache.


    Ich habe jedenfalls im selben Waldabschnitt an zwei Stellen Täublinge gefunden, die in kleinen Gruppen herumstanden. Ich weiß nicht, ob es auf den Bildern herauskommt, aber ich hätte gesagt, es handelt sich um zwei verschiedene Arten.


    Nach dem, was ich so gelesen habe, könnte ich mir auch vorstellen, dass das Forenvotum ist, dass eine abschließende Bestimmung gar nicht möglich ist.


    Variante 1 hätte ich auf einen braunen Ledertäubling getippt, die Hutfarbe wirklich schön mittelbraun.





    An anderer Stelle, bestimmt einen halben km entfernt stieß ich im Bereich einer Lichtung auf eine Gruppe dieser Täublinge. Der braune Hut hatte hier einen deutlichen Rotstich. Purpurbrauner Ledertäubling? Das hätte ich ganz primitiv nach Farbe und Bildvergleichen gesagt. Also kein Grund, hier etwas zu verspeisen, habe alles im Wald gelassen ;-)






    Gibt es zum Thema Täublinge gute Literatur für "praktische" Belange? Ich weiß, dass mein Vater und meine Großmutter füher Täublinge gesammelt haben (wahrscheinlich nur einige wenige Arten), aber dieses Wissen ist leider verloren gegangen.


    Ich kann im Wald einen Pilz anschauen und zuverlässig sagen "das ist ein Täubling", ohne jetzt klar die Lexikonmerkmale zu benennen, die mich darauf bringen.


    Aber dann zu sagen "das ist ein essbarer Täubling", dafür habe ich kein Konzept und würde gerne eines entwickeln.