awillbu1  Graubraune Speisemorchel    (Vitalpilz, Heilpilz)                                 ESSBAR! 

MORCHELLA ROTUNDA VAR. ESCULENTA (graue, ovale Form mit weißlichen Rippen)

 

 

 

 

 

 

 

Bild oben 1 von links: Uwe Hückstedt ©    Bilder oben 2+3 und unten 1-5 von links: Ursula Roth (StudioOrsaRossa) ©

 

 

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Neutral.

Geschmack:

Mild, roh giftig wie alle Morcheln!

Fruchtkörper:

5-12 (16) cm hoch, 3-7 (9) cm Ø, hellbraun, graugelb, innen dunkel-graubraun, wabenartig, hohl, Gruben unregelmäßig mit weißen Rippenenden.

Fleisch:

Weißlich-hellgelb, brüchig, wachsartig.

Stiel:

Hohl, weißlich.

Sporenpulverfarbe:

Weißlich bis cremefarben (16-22 x 8-13 µm).

Vorkommen:

Parks, Gärten, Waldrändern, Waldwiesen, Rindenmulch, seltener in Auwäldern, sehr standorttreu, Frühling.

Gattung:

Morcheln (mikroskopische Sporenständer = ein Schlauchpilz).

Verwechslungsgefahr:

Speisemorchel, Rundmorchel, Gemeine Morchel, Braune Morchel oder Spitzmorchel …und Vorsicht vor giftigen Giftlorcheln wie Frühjahreslorchel, Riesenlorchel und Zipfellorchel.

Vitalpilz (Heilpilz):

Gilt auch als Vitalpilz (Heilpilz) in der Naturheilkunde oder in der Traditionellen Chinesischen und Japanischen Medizin für:

In wissenschaftliche Untersuchungen wurden Antioxidantien gefunden, die das Immunsystem stärken und vorbeugend gegen Tumorbildung wirken können. Außerdem gelten sie als Mittel gegen Verdauungsstörungen, Kurzatmigkeit und überschüssigem Sekret-Auswurf.

Info zur wissenschaftlichen Artbezeichung:

Gemeine Morchel (MORCHELLA VULGARIS), Graubraune Speisemorchel (MORCHELLA ROTUNDA VAR. ESCULENTA), Dickfüßige Morchel (MORCHELLA CRASSIPES), Braune Morchel (MORCHELLA UMBRINA) und Rundmorchel (MORCHELLA ROTUNDA) sind zueinander nur Varietäten und in ihrer Gesamtheit als Speisemorchel (MORCHELLA ESCULENTA) zu betrachten. Viele Autoren trennen diese Arten trotz ihrer kleinen Abweichungen nicht.

Allgemeine Morchel Fund-Indikatoren:

Ort: Humusreiche Wiesen, Auwälder, Mischwälder, gern auch dazwischen mit Kiefer oder Fichte, Überläufe, Wasseransammlungen, bei Holzlagerplätzen, in Parkanlagen, Waldrändern, auf und um harten Forstwegen.

Bodenbeschaffenheit: Kalkreicher Boden, Lehmboden, niemals gedüngter Boden, viel Feuchtigkeit, z.B. durch Bäche, Rindenmulch, auf frisch umgegrabener Erde, auf Brandstellen, Holzablagerungen.

Begleitende Pflanzen und Tiere: Schlüsselblumen, Schneeglöckchen, Maiglöckchen, Bärlauch, Wildanemonen, Eschen, jungen Walderdbeeren, Echter Seidelbast, Pestwurz, viele Weinbergschnecken (wegen der Schale - Anzeiger kalkreichen Boden) sowie der Gemeine Seidelbast (DAPHNE MEZEREUM).

Fundzeit: Februar bis Juni (Hauptzeit April - zur Apfelblüte).

Morchella-Syndrom:

Unzureichend gegart führen Morcheln zu MAGEN-DARM-STÖRUNGEN!

Es gibt aber noch eine weitere Unverträglichkeit: Das „Morchella-Syndrom“! Folgende Symptome:  Trunkenheitsgefühl, Zittern, Gleichgewichtsprobleme, Schwindel, Bewegungsstörungen, Blackouts.

Wer eine solche Unverträglichkeit einmal erlebt hat, soll auf Morcheln im Speiseplan verzichten!

Kommentar:

Die Speisemorchel im Auwald gewachsen (meist Rundmorcheln), sind meist besser im Geschmack als Morcheln auf Rindenmulch.

Gifthinweise:

Relativer Speisewert:

Schweiz: Marktfähig; DGfM: Positivliste Speisepilz; 123pilze: Relative Wertigkeit 1.

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Speise-Morchel

Priorität:

2

 

   Weitere Bestimmungshilfen und Informationen hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   Letzte Aktualisierung dieser Seite: Mittwoch, 16. Mai 2018 - 12:11:04 Uhr

“