Aktuelle Pilzlage in Hessen

Es gibt 223 Antworten in diesem Thema, welches 272.228 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (26. November 2017 um 13:32) ist von Beorn.

  • Heute mal eine meiner Totentrompeten Fundstellen inspiziert. Dort gab es einen richtigen Hotspot.
    Hier eine kleine Auswahl der Funde in einem Streifen von ca. 10x20m.

    Bild 1 Parasol:

    Bild 2 Riesenporlinge und in der Mitte Schwefelporlinge:

    Bild 3 Steinpilz:

    Bild 4 Schwefelritterlinge:

    Bild 5 Noch unbestimmt, event. Ruebling:

    Bild 6 Junge grünblättriger Schwefelköpfe und ein unbekannter:

    Bild 7 Irgendein Becherling:

    Bild 8 - an einem Baumstamm, noch nicht zu bestimmen versucht.

    Geht noch weiter, nur schonmal hochgeladen

    Diverse gelbe Knollenblätterpilze
    Außerdem unzählige Stockschwämmchen und Dachpilze (im ganzen Suchtgebiet)
    Bei den unbestimmten mache ich vermutlich noch einen Thread auf.

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

    Einmal editiert, zuletzt von ThomasL (25. September 2015 um 22:05)

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Thomas!

    Eventuell kannst du dir die Arbeit mit den Extra - Threads sparen:
    Den auf Bild 5 vergleiche mal mit tricholoma ustale (Brandiger Ritterling, im Odenwald bei Buchen sehr häufig)
    Bei Bild 6 sollte es nach Knoblauch gerochen haben: Der mit dem langen Stiel und dem braunen Hut müsste der Saitenstielige Knoblauchschwindling (Marasmius / Mycetinis alliaceus) sein.
    Das Bild im Anhang zeigt ein Eselsohr (Otidea onotica), nur echt mit den rosa Farbtönen als flächiger Hauch im Inneren und / oder Flecken.

    Edit: Hoppla, ich bin wohl zu schnell. Also Eselsohr bei 7, zu 8 habe ich momentan keinen vernünftigen Vorschlag, sollte aber auch zu den Schwindlingen (Marasmius) gehören.


    LG, Pablo.

  • Wow. Danke Pablo.:agree:

    Bild 5 habe ich noch mehr Aufnahmen, schaue ich mir dann mal an. Buchen waren da jedenfalls sehr zahlreich und Schaafheim ist vom Odenwald auch nicht weit entfert.

    Bild 6 war ich auf der Flucht (schnell zum Auto weil ich unterrichten musste und viel zu lange im Wald geblieben war -)), hatte das Ensemble nur aufgenommen weil es so schön aussah. Daher auch kein Geruch. Aber jetzt wo Du es sagst, der schwarze Stil kommt mir doch bekannt vor, hätte ich eigentlich erkennen müssen. Kannte die aber nicht mit so schön gefärbtem Hut.

    Bild 7 Hätte nicht gedacht, dass der sich so bestimmen lässt. Wollte ihn aber auch nicht abmachen, da ich eh noch viel zu viel zur Bestimmung ausstehen habe.

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Hallo Pablo, hallo Thomas,

    sind schon etwas mehr "grüne" sicht? Wenn ja und wenn es einer von Euch einrichten könnte dann würde ich mir gerne die Fundstelle mal zeigen lassen. Natürlich ist nichts um sonst und für die Hilfe darf ich auch gerne ein wenig in unseren Budgettopf greifen.
    Ich nenne einfach mal ein paar Tage an denen ich hier entbehrlich bin: 01.10., 11.10., 13.10., 15.10.. Bezüglich der Uhrzeit richte ich mich natürlich nach meinem Guide. Sollte es später werden dann muss ich nochmal in meinem Kalender wühlen.

    Viele Grüße aus dem Süden
    Günther

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Günther!

    ich war Anfang der Woche in Fulda: Dort stand alles voll damit. Auch mitten in der Stadt in den Parks und Vorgärten. Hier bin ich seit letztem Wochenende kaum zum Gucken gekommen. Und die einzigen Wulstlinge, die ich da ghesehen habe, waren Gelbe Knollis (Amanita citrina).


    LG; pablo.

    • Offizieller Beitrag

    Moin.

    Bei Garten- und Parkpilzen ist halt schwer abzuschätzen, wie dauerhaft die Fruchtkörper sind. Da wird gerne Unfug mit getrieben (mutwillig abgerissen, umgetreten, beschädigt) oder der Rasenmäher fährt halt drüber.
    Im Parkgelände oben auf dem Buckel hinter dem Kloster Frauenberg, ganz grob bei folgenden, mit Google Maps ermittelten Koordinaten:
    [size=1][font="Roboto, Arial, sans-serif"]50.561645, 9.669256[/font][/size]
    Sowie auf einem Rasenstück (Vorgarten) an der Ecke Dr.-Höfling-Straße / An St. Johan.
    [size=1][font="Roboto, Arial, sans-serif"]50.550960, 9.711881[/font][/size]


    LG, Pablo.

  • Hallo Pablo,

    oh danke, für die Info, werde mal sehen ob ich es diese Woche schaffte dort hinzufahren. Zu welcher Tageszeit sieht man den am besten nach?
    Und sollte sich was in Deiner Ecke auftun würde ich mich natürlich auch sehr freuen.

    Beste Grüße
    Günther

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Günter!

    Von der Zeit her wäre bei Tageslicht ganz gut, daß man die Pilze auch erkennt. :wink:
    Ansonsten spielt es wohl keine Rolle, die Fruchtkörper sind ja keine Eintagsfliegen, also solange die niemand kaputt macht, stehen die da einige Tage.

    Wir waren gestern auf einer kleinen Spontanexkursion, haben vieles gefunden, aber keine Grünen Knollis.


    LG, Pablo.

  • Leider diese Woche keine grünen gefunden. Dafür die ersten Fliegenpilze und Unmengen von Kahlen Kremplingen (und eine ordentliche Anzahl Maronen).

    Leider ist es auch schon wieder ziemlich trocken.

    Hier mal zwei Funde aus unserem Firmengelände:

    Unter einer Linde

    Bild 1 Pantherpilze, gute 6 Wochen (!) später als letztes Jahr (leider hat die jemand umgetreten, ich hätte gerne die weitere Entwicklung verfolgt):

    Bild 2 Auf dem Parkplatz unter einer jungen Pappel. Ich vermute den Großen Krempling, muss aber dort nochmal mit mehr Zeit vorbei schauen und mehr Aufnahmen machen. Vor Ort sah der Stiel nicht nach Samtfuß auf, beim betrachten der Aufnahmen bin ich mir nicht mehr so sicher:

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Hätte ich das geahnt... dann hätte ich gestern, ok mittlerweile vorgestern in Jügesheim besser hingeschaut... Ich bin fast sicher, das dort an einer Stelle wo grade Baumfällarbeiten stattfanden grüne Knollen standen... Habe leider nicht genauer geschaut, da ich auf der Suche nach meinem Abendessen war ;)

    Hab aber auch einige sehr schöne Exemplare von anderen Pilzen gefunden:

    Mein Abendessen:


    Bei meiner Schwester hab ich auf enorm hohem Niveau gejammert, weil ich eben NUR Maronen gefunden hab und 3 von Goldschimmel befallene Rotfüße die ich gelassen hab wo sie waren, da ungenießbar

    aber auch einige nicht essbare Kollegen habe ich abgelichtet die ich als sehr schön empfand.. (Es sind "nur" Handybilder somit bitte über etwaige unschärfe hinwegsehen)

    ein zitronenblättriger Täubling wurde im ersten Moment im Dämmerlicht für eine Marone gehalten, bis ich die Lamellen sah

    und hier habe ich lange gesucht was es sein könnte... bin aber zum Schluss gekommen das es grünblättrige Schwefelköpfe sein müssten:

    Einen schönen Bovisten habe ich auch noch gefunden:

    und zu guter Letzt ein Pilz wo ich nicht weiß, was es ist. Reines Raten ist da die Aussage, dass es evtl ein Reizker sein könnte...

    Wer genaueres weiß, soll es gerne sagen ;)

    So und nu werd ich mal ins Bett gehen...

    Liebe Grüße Jule

  • hallo also maronen, grünblättrige schwefelköpfe, bovist kann ich bestätigen

    deinen täubling würde ich als rötlichen holzritterling bezeichnen
    und den letzten als kahlen krempling

    aber vorsicht das sind nur vermutungen ich bin kein fachmann!!!
    warte bitte noch andere meinungen ab

    lg conny

    Steht ein Pils allein im Wald.Kommt ein Hase und trinkt es aus.

    genau wie man keine Garantie geben kann, wem welches Pils schmeckt, geb ich auch keine Garantie welcher Pilz eßbar ist :rolleyes:

  • Bei den ersten 3 (alles bezogen auf den letzten Beitrag) gehe ich mit, wobei man den Stäubling sicher noch näher einstufen könnte.

    Bei dem 4 hätte ich auch in Richtung Rötlicher Holzritterling gedacht. Ohne weitere Bilder kann ich da aber auch nichts sicheres sagen. Dafür habe ich mit dieser Art zu wenig Erfahrung. Täubling schließe ich aber aus.

    Täublinge haben auf alle Fälle kräftigere Lamellen, einen anderen Habitus und immer einen brüchigen Stiel und brüchiges Fleisch (bricht wie bei einem Apfel).
    Der vermutete Holzritterling dagegen müsste faserige brechen (d.h. er lässt sich nicht einfach in der Mitte des Stiel durchbrechen, zumindest nicht solange er noch nicht anderweitig beschädigt wurde - Frost, Maden, etc...).
    Am Besten einfach mal gezielt nach Täublingen suchen, dann lernt man die Gattung sehr schnell richtig zu bestimmen. Die jeweilige Art zu bestimmen ist dann oft sehr schwierig, da traue ich mich bisher auch nur in Ausnahmefällen ran.

    Kahler Krempling ist in Ordnung, die gibt es im Moment (neben Maronen) in Massen (in Hessen). Falls Du alte Bücher verwendest, dort wird er noch als essbar angegeben. Inzwischenzeit gilt er aber als Giftpilz: https://www.123pilze.de/DreamHC/Download/KahlerKrempling.htm

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

    Einmal editiert, zuletzt von ThomasL (1. Oktober 2015 um 12:05)

  • Huhu

    ich bin zu unerfahren und auch viel zu vorsichtig um mich alleine an Lamellenpilze zu wagen. Lieber einmal was leckeres stehen lassen und dafür sicher den nächsten Tag erleben :wink:
    Nur Röhrlinge verspeise ich, da ich dort sehr sicher bin was das bestimmen angeht.

    Was die korrekturen zu meinen Bestimmungsversuchen angeht, so nehm ich das natürlich dankend an und lass mich gerne korrigieren.

    Beim Ritterling/Täubling (was auch immer :blush:) hatte mich beim ritterling irritiert, dass der Ritterling auf den meisten Bildern einen weißen Hutrand hat ...

    beim letzten Pilz war ich ja von vorneherein sehr unsicher, da hab ich leider nicht mehr Bilder gemacht und alle Lamellenpilze sind im Wald geblieben, da ich mir nicht durch etwas giftiges die Maronen versauen wollte :yay:


    LG Jule

  • Hallo Ute,

    wo genau hast Du die denn gesichtet? Solltest Du in Kürze da nochmal vorbei kommen, könntest Du mit Deinem Handy über Google Maps die Koordinaten bestimmen uns die mir schicken?
    Allerdings werde ich erst in ca einer Woche schaffen dort vorbeizukommen.

    Beste Grüße
    Günther

  • Hallo Günther
    klar am WO komm ich da bestimmt hin.Mach ich gerne.
    Ist in der Nähe von Fürth /ODW ,wenn dieser Ort dir was sagt.

    Lg Ute

  • Hallo Ute,

    ja gehört habe ich das schon mal, aber das Navi wird es finden.
    Finds toll das wir für unser Labor so eine großartige Unterstützung hier erfahren.

    Viele Grüße
    Günther

  • Bei mir hat sich leider noch kein weiterer gezeigt, wieder zu trocken. Habe das GPS jetzt aber immer einstecken und schaue weiterhin ob sich was zeigt.

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • in Jügesheim liegen da wo die Knollen standen nun dicke schwere Baumstämme...

    dafür darf ich mich auf ein leckeres Mahl freuen weil ich wieder Maronen und eine krause Glucke gefunden habe

    Einmal editiert, zuletzt von Miriadriel (3. Oktober 2015 um 22:30)

  • Oh das hört sich nicht gut für uns an, wenn dort jetzt nur noch Baumstämme rumliegen.
    Wie haben zwar mittlerweile schon ein paar kleine Funde aber wir benötigen für unser Projekt noch ein paar mehr. Wenn also noch wer fünig wird, wir wären sehr dankbar darüber.

    Beste Grüße
    Günther

  • Hallo Günther,

    leider nichts neues, am WE war es schon wieder viel zu trocken. Außer Unmengen vertrockneter Rotfußröhrlinge und diverser Einzelfunde war auf einer Strecke von 15km schönster Buchenwälder kaum etwas zu finden.
    Zum Ende im Kiefernwald auf Sandboden aber noch viele schöne Fliegenpilze und eine ordentliche Portion Edelreizker:

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

    Einmal editiert, zuletzt von ThomasL (5. Oktober 2015 um 20:52)

  • Ich denke mal es hängt (gerade auch momentan) einfach stark von der unterschiedlichen Niederschlagsintensität der vorherigen Woche und der unterschiedlichen Fähigkeit die Feuchtigkeit zu speichern ab (Bodenart, Wind, etc...). Bei uns (Odenwald Randgebiet) war es einfach mehrere Tage trocken und windig und daher war am Wochenende relativ wenig los, bzw. das was zu finden war, war größtenteils schon eingetrocknet.
    Heute sieht es schon wieder ganz anders aus, eben in der Mittagspause habe ich eine unglaubliche Menge von Maronenröhrlingen und Kremplingen gesehen. Außerdem einige neue junge Wulstlinge (weiß, aber mit Rettichgeruch, stelle ich vielleicht noch ein).

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.