Aktuelle Funde - Schildborstling und Lackporling

Es gibt 2 Antworten in diesem Thema, welches 910 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (16. August 2020 um 11:38) ist von Der Biologe.

  • Hallo Pilzfreunde!

    Ein paar meiner letzten Funde möchte ich gerne mit Euch teilen und bin - wie immer - sehr froh über Eure Meinung und Kommentare!

    1. ein knallroter Schildborstling. gewachsen auf Erde im Schatten. Eine genaue Bestimmung wird wohl unmöglich sein, da es hier ja knapp 30? sehr ähnliche Arten bei uns geben soll. Schön ist der Winzling allemal und trotz der Farbe leicht zu übersehen.

    Fundstelle 1:



    Fundstelle 2:


    2. Ein Prachtexemplar von einem Dunklen Lackporling, perfekt von der Sonne in Szene gesetzt. Beim Trocknen ist er deutlich dunkler geworden. gewachsen auf Fichtenholz.

    lg

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!

    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!

    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Alex!

    Stümmt. Diese Schildborstlinge sind wirklich total hübsch, aber auch ganz schön verwirrend (teilweise sogar mit mikroskopischen Beobachtungen).

    Wobei es dazu glaube ich sogar ganz gute und aktuelle monografische Bearbeitungen gibt. Also wenn man wirklich will, dann lassen die sich durchaus ganz solide bestimmen. Voraussetzung halt die Nutzung entsprechender Artikel und MIkroskopie.

    bei dem Lackporling gefällt mir die Farbe, das Farbspektrum in relation zum vermuteten Alter des fruchtkörpers nicht für Ganoderma carnosum s.str. Denn der wäre für mich ein farblich auch im Jungstadium viel dunklerer Pilz, vor allem ohne solche deutlichen Rotanteile.
    Siehe zB diesen jungen fruchtkörper:

    Oder hier in älter, aber nach wie vor vital und in aktiver Sporulationsphase:

    Beides übrigens an Tanne, nicht Fichte oder anderes Nadelholz.
    Es gibt wohl auch Sippen von Ganoderma lucidum s.l., die Nadelholz besiedeln. Ob die (und wenn ja dann welche) nochmal eigene Arten darstellen, ist bislang wohl noch ungeklärt.
    Wobei der "Doppelgänger" von Ganoderma lucidum (also auch mit deutlichen und hellen Rottönen bei frischen Fruchkörpern) an Lärchen im Gebirge (Ganoderma valesiacum) wohl schon was Eigenes ist. Da kann vielleicht Peter noch was detaillierteres zu schreiben.


    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Danke Dir Pablo für Deine Ausführungen!

    Vor Ort war der echt richtig bunt gefärbt. Jetzt getrocknet ist leider die Glanzschicht deutlich matter geworden und auch die Farben sind ins dunkelbraune verschoben.

    Ja, vielleicht hat Peter noch einen Rat! Beim Holz bin ich mir zumindest bei Nadelholz sicher. aber mitunter waren da auch mal ein paar Lärchen eingestreut.

    Liebe Grüße!

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!

    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!

    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!