Welcher Baumpilz an Pfirsichbaum?

Es gibt 4 Antworten in diesem Thema, welches 3.982 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (5. September 2020 um 11:08) ist von Graubart.

  • Hallo ihr Pilzauskenner, :S

    ich bräuchte mal eure Hilfe bei der Bestimmung einer Baumpilzart an einem Pfirsichbaum an der Ostseeküste.

    Wir haben hier in unserer Stadt gerade einen kleinen Garten übernommen und der Baum ist nahezu übersät von den Pilzfruchtkörpern, hat gleichzeitig aber auch noch einen von zwei Hauptästen, der zahlreiche Pfirsiche trägt.

    Ich habe in der Pilzdatenbank nach dem Pilz gesucht und die Google-Bildersuche durchforstet und ihn einfach nicht bestimmen können. Zugegebenermaßen bestimme ich sonst auch hauptsächlich Insekten und nur selten Pilze. Ich habe aber schon festgestellt, dass Pilze genauso variabel sein können und mir fehlt da leider bei den Pilzen gerade einfach immer noch das Auge für.

    Habt ihr eine Idee, um welchen Pilz es sich handeln könnte? Und besteht eine Chance, den Baum noch zu retten?

    Freue mich über Hinweise und bin gespannt, welcher Pilz es nun ist, nachdem ich beim Suchen so viele gesehen habe und mir nie sicher war! :hmmm::)

    VG

    holunderblütenduft

  • Hallo holunderbütenduft,

    so funktioniert Pilzbestimmung leider nicht. Versuch einmal möglich viele der hier ( Angaben zur Pilzbestimmung ) geforderten Merkmale zu liefern. Dann könnten wir dir evtl. helfen.

    Übrigens, bei holzabbauenden Pilzen wäre auch wichtig, ob der Pilz eine Braun- oder Weißfäule erzeugt.

    - Nur eins ist auch klar: Der Pilz baut das Holz ab, im günstigsten Fall das Kernholz. Denn dann wird nur die Stabilität des Baums vermindert aber nicht das Dickenwachstum. Und wie schnell das Holz abgebaut wird hängt von der Pilzart ab.

    Grüße Gerd

    Grüße Gerd

    • Offizieller Beitrag

    Bonjour!


    Stimmt. Bei Pilzen ist halt alles ganz schön komplex...
    Aber ich denke, man kann es etwas eingrenzen, und mit der Fruchtkörperform, Farbverläufen und schwärzllichen sowie rissigen Hutkruste mal die Gattung Phellinus s.l. (Feuerschwämme im weiteren Sinne) ins Auge fassen. Die PIlze wären dann hart und fest und mit einem Messer kaum zu schneiden.
    Pfirsich müsste ja auch im weiteren Sinne zu Prunus gehören?
    Das schränkt die Möglichkeiten dann auch noch mal etwas ein, und für Phellinus pomaceus (Apfelbaum - Feuerschwamm) scheinen hier die Fruchtkörper schon zu deutlich konsolig auszuwachsen, so daß man fast an Phellinus alni (Obstbaum - Feuerschwamm, die deutschen Namen sind da wirklcih kaum hilfreich...) denken könnte.

    Also falls sich Phellinus als Gattung bestätigen ließe: Das sind recht langsame Schwächeparasiten, die ihren Wirt eeigentlich gar nicht absterben lassen wollen - aber wenn die Fruchtkörper schon so weit über den Wirt verteilt erscheinen, dürfte das möglicherweise schon ein recht spätes Stadium sein.
    Aber abwarten, solange der Baum noch Früchte trägt, ist alles ok, und gegen den Pilz kann man jetzt eh nichts mehr machen.


    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo holunderblütenduft

    Pablo hat es eigentlich schon alles geschrieben. Auch für mich paßt äußerlich alles zu einem Feuerschwamm. Wenn ich mir die Krone so anschaue, der Baum sieht aber auch nicht wirklich gesund aus.

  • ´bonjour!

    Stimmt. Bei Pilzen ist halt alles ganz schön komplex...
    Aber ich denke, man kann es etwas eingrenzen, und mit der Fruchtkörperform, Farbverläufen und schwärzllichen sowie rissigen Hutkruste mal die Gattung Phellinus s.l. (Feuerschwämme im weiteren Sinne) ins Auge fassen. Die PIlze wären dann hart und fest und mit einem Messer kaum zu schneiden.
    Pfirsich müsste ja auch im weiteren Sinne zu Prunus gehören?
    Das schränkt die Möglichkeiten dann auch noch mal etwas ein, und für Phellinus pomaceus (Apfelbaum - Feuerschwamm) scheinen hier die Fruchtkörper schon zu deutlich konsolig auszuwachsen, so daß man fast an Phellinus alni (Obstbaum - Feuerschwamm, die deutschen Namen sind da wirklcih kaum hilfreich...) denken könnte.

    Also falls sich Phellinus als Gattung bestätigen ließe: Das sind recht langsame Schwächeparasiten, die ihren Wirt eeigentlich gar nicht absterben lassen wollen - aber wenn die Fruchtkörper schon so weit über den Wirt verteilt erscheinen, dürfte das möglicherweise schon ein recht spätes Stadium sein.
    Aber abwarten, solange der Baum noch Früchte trägt, ist alles ok, und gegen den Pilz kann man jetzt eh nichts mehr machen.


    LG, Pablo.

    Hallo Pablo,

    Hmm, der von dir vorgeschlagene Artenkomplex "Phellinus igniarius s.l.." (Falscher Feuerschwamm, Grauer Feuerschwamm) ist eine gute Wahl und würde auch bezüglich Habitus/Farbe gut passen. Ich hatte gar nicht auf dem Radar, dass insbesondere Ph. alni auch Obstbäume befällt.

    Grüße Gerd