Hallo, Besucher der Thread wurde 12k mal aufgerufen und enthält 14 Antworten
  • Hallo


    In der Webseite der DGfM findet man diese Positivliste:
    http://dgfm-ev.de/sites/defaul…tivliste_V03-13052012.pdf


    Es wird auch an einer Liste kritischer Pilze gearbeitet:
    http://dgfm-ev.de/node/1885


    Ich möchte hier keine Diskussion lostreten, ich esse meine Butterpilze weiterhin. :happy:

  • So wie immer, ein Verein nimmt sich das Recht heraus zu bestimmen, was man darf oder nicht, also halte ich es weiter so wie bisher...:wink:


    und überlege, ob ich mal einen Verein der Pilzgenießer gründe und da sind wir dann ganz anderer Meinung...:D


    Mal schauen, was dann passiert....

    Gruß
    Tommi


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    [size=2][font="Verdana, Arial, sans-serif"]Mitglied der Pilzfreunde in der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V und der Pilzfreunde e.V.[/font][/size]



    :graduate:

  • Ja Tommi,


    irgendwie muss ich Dir da zustimmen...


    Zitat DGfM:


    "Das Sammeln von Speisepilzen dient heute nicht mehr der Ernährung wie in Kriegs- und Nachkriegszeiten, sondern dem Naturerlebnis verbunden mit nachfolgendem Genuss"


    Komische Heinies dort.


    VG Julius

  • Ja, es ist schon erschreckend wie ein vom Verein finanzierter halbjähriger Wochenendstammtisch, seinen eigenen Genuss schriftlich als "Arbeit" tarnt. Bei den ersten Abschnitten musste ich herzhaft lachen. Wenn diese Pseudoveranstaltung auch für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, erwarte ich eigentlich mehr Ernsthaftigkeit.
    Nun weiß ich, dass der DGfM seine eigenen Sachkundigen in verschiedene Hirarchien einstuft.
    1. Der Anfänger in der Pilzberatung (Azubi),
    2. Der Sachkundige, der nicht einmal die wichtigsten Pilze (auf der Liste) erkennt,
    3. Der Sachverständige, der die Liste lesen kann
    4. Der erfahrene Sachverständige, der die Liste in die Tonne treten darf.
    Steht alles so in der Einleitung.


    Neben dem lustigen Satz, den Julius zitiert hat, ist der Folgende auch nicht schlecht:
    [size=2][font="sans-serif"]"Daher haben nur Arten eine Aufnahme in diese Liste gefunden, von denen wir glauben, dass sie nach ausreichendem Erhitzen und in angemessen Menge problemlos essbar sind.


    "Wir" ist die kleine selbsternannte Elitetruppe, die zum Mittag den Hirschbraten mit Waldpilzen aus der Dose essen wird.


    Die sind so etwas von klug, dass sie den Butterpilz separat von den Schmierröhrlingen hervorheben. Im Gegenzug aber eine Auflistung von Steinpilzen anstrengen. Liegt wahrscheinlich an der Lobbyarbeit zu den Händlern und Züchtern, die ja ebenfalls zum erlauchten Kreis der Pilzsupersachverständigen gehören, die die Liste ungelesen in den Müll werfen dürfen.
    [/font][/size]

  • Und da versteht man dann die Politiker gar nicht mehr, wenn sie auf deren (DGfM) s.g. Empfehlung irgendwelche hirnrissigen Verordnungen erlassen, die jeglicher Korrektheit, Wahrheit und wissenschaftlich bewiesenen Erkenntnissen entbehren. Und der NABU bläst in das gleiche Horn.


    Hätte ich niemals gedacht, dass diese Vetternwirtschaft und das Lobbyistengeklüngel, nicht mal vor den Früchten des Waldes HALT machen....

    Gruß
    Tommi


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    [size=2][font="Verdana, Arial, sans-serif"]Mitglied der Pilzfreunde in der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V und der Pilzfreunde e.V.[/font][/size]



    :graduate:

  • Interessant ist auch folgender Satz zur Pilzcoachprüfung:


    Zitat DGfM:


    Mit Erfüllung von 70 % der theoretischen Prüfung gilt die Prüfung insgesamt als bestanden und der praktische Teil dient als Lehrinhalt und Übung (außer bei grober Fahrlässigkeit während des praktischen Teiles).



    Der gesamte Beitrag hier: http://www.dgfm-ev.de/node/1941



    Welch hohes Niveau!

  • Hallo am Sonntag Vormitag,


    Uwe wollte doch keine Diskussion lostreten mit seinem Beitrag zur Positivliste der DGfM und der Liste der kritischen Pilze - aber schon ist es geschehen! Und das ist auch gut so.


    Wo liegt eigentlich das Problem?
    Es gibt einen Verein, der sich mit den Pilzen bundesweit beschäftigt und dafür Sorge trägt, dass auf diesem Gebiet Informationen an interessierte Bürger gelangen und Sachverständige ausgebildet werden (auch ein "einfacher Pilzberater" ist ein Sachverständiger). Und jetzt bietet dieser Verein auch noch den Pilzcoach an für all die, die mit anderen interessierten Bürgern, vorallem Kinder und Jugendlichen ihr Wissen auf anderer Ebene weitergeben wollen. Nämlich, was kann ich mit Pilzen alles machen,z.B. färben, Papier herstellen. Und das finde ich eine gute Sache. Und deshalb braucht dieser Pilzcoach auch nicht so tief in die Pilzthematik eindringen wie einer, der Pilzberater werden will, deshalb auch die geringeren Anforderungen an die Kenntnisse über Pilze.


    Warum, Julius, findest du dieses Zitat so falsch?
    "Das Sammeln von Speisepilzen dient heute nicht mehr der Ernährung wie in Kriegs- und Nachkriegszeiten, sondern dem Naturerlebnis verbunden mit nachfolgendem Genuss"


    Ich besitze noch eine alte Zeitschrift für Pilzkunde aus dem Jahr 1937 und da wird von einem "Reichsminister für Ernährung aus dem Wald" gesprochen.


    Übrigens stehen fast alle Zeitschriften der DGfM (auch meine zwei von 1937) auf den Seiten der DGfM.


    Die angesprochene Positivliste ist eine Hilfestellung für alle Pilzberater und die wird natürlich immer kontrovers diskutiert auch bei uns in M-V. Aber es ist immer noch besser als gar keine Empfehlung für Beratungszwecke zu haben.


    Wie in jedem Verein, ob groß oder klein, gibt es Kompetenzgerangel und Autoritätsstreben. Auch ein "Pilzgenießerverein" (Na icke) wäre nicht frei davon. Die würden sich auch streiten, welchen Pilz sie nun in die Pfanne hauen und welchen nicht!


    Ich wünschte mir von der DGfM, dass sie es endlich schafft, eine staatliche Anerkennung der Arbeit der Pilzberater durchzusetzen. Die Pilzberater sollten ehrenamtlich mit einer Aufwandsentschädigung an die Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter angesiedelt sein, sollten Marktkontrollen durchführen u.v.m.


    Wir in M-V haben ja noch diesen Status, aber er bröckelt, weil Pilzberatung ja nicht so wichtig ist und dieses Geld kann ja wo anders besser eingesetzt werden, z.B. für die Erhöhung der Diäten der Abgeordneten.


    Einen schönen Sonntag.


    Viele Grüße

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

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  • Hallo Veronika
    Da stimme ich dir voll zu! Von wegen, Pilzberatung ist nicht wichtig, Millionen Menschen strömen in der Hauptpilzzeit in die Wälder. Und immer wieder gibt es Vergiftungen!


    Was ich persönlich von der Pilzcoachprüfung halte ist folgendes: 70% vom geforderten Wissen = bestanden??? :omg:

  • OK Veronika,


    dann haben wir sie nun, die Diskussion.


    Aber dann wollen wir auch solche, ein wenig polemisch klingende Sätze wie:
    "Wir in M-V haben ja noch diesen Status, aber er bröckelt, weil Pilzberatung ja nicht so wichtig ist und dieses Geld kann ja wo anders besser eingesetzt werden, z.B. für die Erhöhung der Diäten der Abgeordneten."


    Es gibt in MacPom bestimmt ganz andere Dinge zu erledigen, bei denen das Geld dann eingesetzt werden soll, da kann man die Landtagsabgeordneten ruhig mal außen vor lassen.


    Warum soll eine Pilzberatungsstelle aus Landesmitteln finanziert werden, wenn die DGfM meint:
    "Das Sammeln von Speisepilzen... sei ein Naturerlebnis, verbunden mit nachfolgendem Genuss"


    Sollen doch bitte diese Art von Genießern in die Tasche greifen und dem Pilzberater ein kleines Honorar zahlen.
    Warum wird bei so etwas immer so schnell nach Landesmitteln aus dem allgemeinen Steuerazfkommen gerufen?


    Ich darf Veronika hier einmal zitieren:
    "Ich wünschte mir von der DGfM, dass sie es endlich schafft, eine staatliche Anerkennung der Arbeit der Pilzberater durchzusetzen. Die Pilzberater sollten ehrenamtlich mit einer Aufwandsentschädigung an die Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter angesiedelt sein, sollten Marktkontrollen durchführen u.v.m."


    Nein...völlig falscher Weg!
    Auch hier soll es beim Wettbewerb bleiben, so wie bisher, wo z.B. auch ein Dieter Honstrass Pilzberater ausbilden und schulen darf...nicht nur so eine "kleine selbsternannte Elitetruppe".


    Veronika, Deine Frage an mich beantworte ich so:


    Ganz einfach, für mich und auch für sehr viele andere Bürger unseres Landes dient das sammeln von Speisepilzen und deren Konservierung immer noch dem Zwecke der Ernährung.


    VG Julius

  • Hallo Julius
    Wenn die Sammler für Beratungen zahlen müßten, würden viele nicht hingehen. Die Folge wären noch mehr Pilzvergiftungen. Es werden doch viele Steuergelder verschwendet, warum soll für eine so wichtige Sache wie Pilzberatung, nicht ein klein wenig Geld übrig sein??? Dann wäre das "Nachwuchsproblem" auch einfacher zu lösen.

  • Hallo Uwe,


    ich denke schon, dass 70% ausreichend sind, der Pilzcoach (ein schreckliches Wort) soll ja nicht beraten und aufklären, zumindest nicht fordergründig.


    Hallo Julius,


    natürlich ist für viele nur das Interesse an Speisepilzen wichtig, aber die Pilze spielen heute keine Rolle mehr, wenn es ums Überleben geht, sie sind ein Zusatzangebot der Natur.


    Viele Grüße

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




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  • Zitat von weisheit pid='8380' dateline='1385905398'

    natürlich ist für viele nur das Interesse an Speisepilzen wichtig, aber die Pilze spielen heute keine Rolle mehr, wenn es ums Überleben geht, sie sind ein Zusatzangebot der Natur.


    und genau so ist es mit Streuobstwiesen, den vielen Apfelbäumen an den Brandenburger Alleen, Kräuter wie z.B. Bärlauch, auch sammel ich sehr gerne Brennnesseln, wilden Holunder, Sanddorn, Weißdorn, Hagebutten und vieles mehr, das wird seit Jahrtausenden so gemacht und ich persönlich werde mir von niemanden vorschreiben lassen, wieviel ich davon sammeln darf, und wenn ich der Meinung bin, ich möchte jeden Tag meine Pilzsuppe mit frischen Brennnesseln essen, dann hat das nichts damit zu tun, dass das alles, für die Ernährung und zum Überleben, keine Rolle mehr spielt.


    Und ja, es gut ist, dass es Menschen gibt, die ihr gesamnmeltes Wissen über Pilze, Kräuter oder sonstiges der Allgemeinheit zur Verfügung stellen und damit helfen, dass "Unwissende" sich nicht vergiften.


    Aber auch das gibt es seit Jahrhunderten, und immer ohne irgendwelche selbsternannte ALLWISSENDE PSV, und was ist das überhaupt für ein Wort...Pilzsachverständiger...? Mein Opa hat sehr viel Wissen zur Tomatenzucht angesammelt und ist auch in einem Verein. Mit seinem Wissen müsste er sich dann Tomatensachverständiger nennen...oder wie?


    Es geht hier auch nicht um den kleinen PSV, der sein Wissen, wie du, ehrenamtlich, also ohne Entgelt den fragenden Unwissenden zur Verfügung stellt.


    Und nun werde ich meine heute gesammelten Judasohren, Birkenporlinge, Samtfußrüblige und Stockschwämmchen putzen und eine wenig an dern 1. Advent denken.

    Gruß
    Tommi


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    :graduate:

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  • Hallo Tommi,


    ich wünsche dir einen schönen 1. Advent und allen im Forum auch.


    Viele Grüße

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




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  • Danke Veronika,


    dir persönlich natürlich auch einen schönen 1. Advent :wink:


    Gruß
    Tommi


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    :graduate:

  • Meine Kerze brennt auch und ich wünsche ebenfalls jedem irgendwo ein warmes Licht (auch im Herzen).


    Zitat DGfM:
    "Das Sammeln von Speisepilzen dient heute nicht mehr der Ernährung wie in Kriegs- und Nachkriegszeiten, sondern dem Naturerlebnis verbunden mit nachfolgendem Genuss"


    Ein wenig kenne ich mich mit dem Naturschutz aus und weiß, dass ein Entnehmen aus der Natur zwingend nur mit einem vernünftigen Grund verbunden sein muss. Die einzigen akzeptablen Gründe sind Hunger oder Wissenschaft. Laut Zitat wäre es aber Sport. Demzufolge bedeutet der Satz ein Zugeständnis zum Verbot der eigenmächtigen Beschaffung aus der Natur. Ich glaube, dass dem Autor des Satzes die Tragweite der Aussage hier in Deutschland bekannt ist. So gesehen ist die Liste ein klarer Lobbyismus für die Marktfähigkeit bestimmter Pilzarten. Süffisant ist auch der Zeitpunkt dieser Liste unmittelbar nach der Pressemitteilung über krebserzeugende Substanzen in Champignons. Hier lässt sich der DGfM schnell vor den Karren spannen, damit er kein Vermarktungsrisiko feststellt. Zumindest lese ich aus der Liste, dass ein Rohgenuss aller Pilzarten, egal ob aus Wald oder Dose, ab sofort nicht empfohlen wird, was die Vermarktung von Champignons sicher stellt.


    Der zitierte Satz spielt bestimmte Gruppierungen in die Karten, die das Betreten der Natur grundsätzlich von Gebühren abhängig machen wollen. Offizielles Pilzsammelverbot wegen gesundheitlicher Gefährdung, aber im kostenpflichtigen Coaching erlaubt, ist das unverkennbare Ziel der DGfM.
    Ein Pilzsammeln aus Hunger würde keine Einnahmen bringen können, weil dann ein vernünftiger Grund vorliegt.
    Dass Pilzführungen kostenlos sind, ist ein allgemeines Märchen. Zumindest in NRW sind für einen zweistündigen Spaziergang mindestens 10 € je Person zu entrichten und für jede Bestimmung ausserhalb der Führungen 5 €, weil die Fachlehrgänge sehr viel Geld kosten.


    Ich habe nichts gegen Führungen, weil für mich dann die Möglichkeit besteht, ausserhalb einer Vereinsmitgliedschaft mit Sachverständigen in Kontakt zu treten. Dann sind die Gespräche anders, als ein ständiges Antworten auf Fragen wie : "Kann man die essen ?" Auf die Frage eines Sachverständigen, warum ich nicht ebenfalls aufgrund meiner offensichtlichen Sachkenntnis als Berater auftrete, antwortete ich, dass ich nicht bereit bin, mein Wissen alle 2 Jahre für 350 € bestätigen zu lassen. Mit welchem Recht entscheiden andere, dass ich nach 2 Jahren keine Ahnung mehr über Pilze besitze, wenn ich nicht bereit bin 350 € für ein Wochenendseminar zu meiner eigenen Bestätigung auszugeben ?


    Nene, dann begleite ich lieber kostenlos die Hungernden, damit sie sich ausserhalb der "Tafel" mal so richtig an Pilzen satt essen können.

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