Ein Schneckling im Buchenwald?

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema, welches 1.230 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (20. November 2021 um 16:15) ist von Bemoeh.

  • Hallo ans Forum,

    noch ein Pilzfund vom 12.11.21 in einem Buchenwald. Die Rötlichfärbung bei einigen Fotos durch Buchenlaub und Sonne!!

    Hut creme/weiß, Rand dünn gezahnt, matt, Geruch nicht so angenehm. Fleisch weißlich. Lamellen creme/weißlich herablaufend, viele Zwischenlamellen.

    Stiel voll im alter hohl. Sporenpulver weiß/creme.

    Könnte es eine Schneckling-Art sein? Oder?:blush:

    Gruß und Dank für eure Hilfe

    Bernd

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  • Hi.

    Ich denke eher das ist was aus der Trichterlings-Ecke. Meistens sind Pilze bei denen an der Basis so viel Dreck mitrauskommt Zersetzer. Schnecklinge wären Mykorrhiza-Pilze mit wachsartigen Lamellen und oft zugespitzter Stielbasis.

    LG.

    Keine Verzehrfreigaben meinerseits.

  • Hallo zusammen,

    habe mir die weißen Trichterlinge mal angeschaut, mit dem Wurzelgeflecht und den anderen Merkmalen meiner Fotos kommt der Feld-Trichterling oder Bleiweißer Trichterling eventuell in die engere Wahl? ( eine Laienvermutung )

    Aber Bestimmung an Hand von Fotos sind immer schwierig. Mal schauen ob es noch Hinweise gibt.

    LG

    Bernd

  • Hallo Bernd,


    Artbestimmung bei Trichterlingen ist nicht so ganz beliebt. :wink:

    Je nach Schlüssel landest du wahrscheinlich bei einer anderen Art. Wenn wir mal nach dem GRÖGER gehen, dann wäre u.a. interessant ob das Sporenpulver in dicker Schicht rosacreme oder nur cremweißlich ist. Dann noch der Geruch (fruchtig? nach ranzigem Mehl? Staubartig? zerquetschen Tomatenblättern?).

    Wichtig ist auch die Ökologie. Dein Buchenwald ist z.B. nicht das passende Habitat für den Feld-Tricherling.

    Im Wald findet man häufig den Bleiweisen Trichterling oder auch Laubfreund-Trichterling, eine oft ziemlich große Art mit Rosaton im cremefarbenen Sporenpulver. Da deine Pilze aber schmächtig erscheinen, recht deultich herablaufende Lamellen haben und "unangenehm" riechen, würde ich da schon die Sporen mirkoskopisch anschauen bevor ich einen Namen vergebe. Da gibt's doch noch ein paar mehhr Arten herumschwirren (z.B. C. krizii-josephii).

    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

    Einmal editiert, zuletzt von Steigerwaldpilzchen (20. November 2021 um 14:43)

  • Hallo Thiemo,

    danke für deine ausführliche Erklärung/ Bestimmung, werde diese Fotos mit deinen Hinweisen in mein Archiv legen.

    Habe mir deine Tipps zur Sporenprobe auch angesehen, super! Nehme nun auch eine transparente Glasscheibe statt schwarz/weiß gestreiftes Papier, mal schauen wie das aussieht.

    Ist sicherlich eine Verbesserung für meine Pilzfotos.

    Gruß und Dank

    Bernd