Pilzfund in dänischem Kiefernwald auf Sand

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema, welches 1.020 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (21. August 2022 um 20:10) ist von CH-Andy.

  • Hallo Pilzfreunde,

    folgenden Pilz habe ich bei der Pfiffersuche im einem dänischen Kiefernwald gefunden, wisst ihr um welchen Pilz es sich handelt?

    Ich dachte zuerst an einen Maronenröhrling, Schwamm verfärbt sich aber nicht blau.


    Den Stiel habe ich so noch nie gesehen.


    LG Alex

  • Hi,


    das sollte Aureoboletus projectellus sein. Deutscher Name Falsche Rotkappe oder Großsporiger Kiefernröhrling. Wächst gerne auf Sandböden.

    LG Thiemo

    Edit: Zur Erläuterung ist zu sagen, dass der rillig-netzige Stiel tatsächlich ein markantes Merkmal dieser Art ist. Dazu kommen die Goldgelben Röhrenmündungen (Aureoboletus = Goldporig) und die überhängende Huthaut mit langem Stiel (Habitus der Rotkappen/Raustielröhrlinge).

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

    Einmal editiert, zuletzt von Steigerwaldpilzchen (21. August 2022 um 15:38)

  • Ein toller Fund, der soll ja nicht so oft vorkommen. Ich bin da auf jeden Fall auf der falschen Spur gewesen, bei den Bestimmungsversuche. Danke Thiemo.

    BG Andy

  • Hallo Andy,

    Ich bin da auf jeden Fall auf der falschen Spur gewesen,

    da bist Du nicht der erste. Ich kann mich noch daran erinnern als der in einem anderen Forum vor c.a. 10 Jahren das erste Mal angefragt wurde. Da kamen alle möglichen Hypothesen, auch von mir, bis jemand kam der schon einmal etwas von dem gehört hatte. Die Anfrage kam übrigens auch aus Dänemark.

    Wen man sich die unverkennbare Stielstuktur merkt gibt es nie wieder Bestimmungsprobleme mit dem.

    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hi,

    ich hatte den Pilz auch noch nie in der Hand. Zumindest bisher, obwohl ich direkt vor der Tür sandige Kiefernwälder habe. Es gab vor einiger Zeit Pressemeldungen hierzu. À la "Falsche Rotkappe bretet sich aus" / "Vorsicht! Neue Pilzart!". Mich hatte tatsächlich eine Ratsuchende aus der Gegend darauf angesprochen ob es den bei uns gäbe. Daher hab ich mich schlau gemacht, was sich hinter der Falschen Rotkappe verbirgt. Entgegen der gefährlich klingenden Pressetitel ist die Art wohl ungiftig, zählt in Amerika sogar als Speisepilz, aber führt öfters zu individuellen Unverträglichkeiten. Was die Bekömmlichkeit betrifft kann man ihn wohl mit Schmierröhrlingen vergleichen.
    Ansosnten hätte ich den Pilz wahrscheinlich auch nicht erkannt und als Filzröhrling oder so verbucht.

    Er scheint sich vor allem in Norddeutschland (da zähl' ich geographisch einfach Dänemark hinzu) auszubreiten.

    LG Thiemo

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  • Hallo zusammen

    Bei uns in der Schweiz, lässt sich dieser nicht kartieren bzw. Auswählen im Verbreitungsatlas. Daher wahrscheinlich noch unbekannt und nicht vorhanden.

    aureoboletus gentilis ist mir auch schon begegnet, sehr hübscher Röhrling.

    BG Andy