Meine ersten Samtfußrüblinge und Austernseitlinge

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema, welches 1.028 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (25. Dezember 2022 um 11:03) ist von Schwammerlsuppe.

  • Hallo Pilzfreunde,

    es ist heuer das erste Mal, seit ich Schwammerl suche, dass ich mich mit Winterpilzen befasse. Heute habe ich in einem Auwald Austernseitlinge und Samtfußrüblinge gefunden.

    Ich hoffe, ihr geht mit meiner Bestimmung mit.

    Samtfußrüblinge:

    Substrat: Von Bibern im unteren Stammbereich entrindete Pappel.

    Es waren noch recht wenig junge FK und 1 altes Exemplar.

    Austernseitlinge

    Substrat: Laubbaum, vollständig entrindet, vermutlich auch Pappel.

    Bei den Austernseitlingen bitte ich euch um Hilfe bei folgenden Fragen:

    • Bei den Bildern sieht man auf den Hutoberseiten, dort wo FK überlappt waren, leicht weißliche Ablagerungen. Ich halte diese für Sporenpulver. Meint ihr auch?
    • Bei uns taut es gerade und die Austerns. haben einen hohen Wassergehalt. Führt ihr dies auch auf den Wechselprozess Gefroren/aufgetaut /gefroren etc. zurück?
    • Wie auf den Bildern zu sehen ist, haben die Lamellen, auch bei den kleineren, frischeren Exemplaren einen weißen oder weiß-grauen Farbton. In der Literatur, die mir zur Verfügung steht, werden immer weiße Lamellen im Jungzustand und gelbe im Alter angeführt. Seht ihr den Umstand darin begründet, dass der o. g. Wechselprozess mitwirkt oder dass die FK teilweise bereits vergehen, was mir bei den jüngeren Exemplaren unwahrscheinlich vorkommt.

    Sorry, die Bildaufnahme der Austerndraufsicht am Stamm ist mir mit dem Handy etwas verunglückt.

    Noch eine allgemeine Frage:

    Wie schätzt ihr generell die Verwendbarkeit von Pilzen mit einem hohen Wassergehalt ein, wenn die Fruchtkörper sich noch gut und fest anfüllen und keinen Schimmelbefall aufweisen? Ich kenne dies aus meinen Pilzsuchen in Norwegen (Pfifferlinge und Fichtensteinpilze), wo man nach langen Regenfällen die FK regelrecht auswringen konnte.

    Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch schöne Feiertage, einen guten Rutsch und auch noch etliche Winterpilze.

    Servus Ingo

  • Hallo,

    deine 1 sehe ich auch so. Bei der 2 möchte ich anmerken, dass sie schon arg matschig aussehen. Essen würde ich die nicht mehr.

    Grüße Timm

  • Hallo Ingo,

    es freut mich, dass du Winterpilze gefunden hast.

    Ich nehme Pilze mit hohem Wassergehalt nicht zu Speisezwecken. Bei den Austern sieht es ganz nach viel Wasser im Fruchtkörper aus. Samtfußrüblinge, die sehr schleimig auf dem Hut sind, sind auch nicht mein Fall. Aber das muss jeder für sich entscheiden, um Erfahrungen zu sammeln.

    Viele Grüße

    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock


    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo Veronika und Timm,

    danke für eure Antworten.

    Veronika, sind stark schleimige Samtfußrüblinge nicht dein Fall, weil der Schleim beim braten der Pilze nicht

    ausreichend verschwindet oder weswegen?

    Servus Ingo

  • Hallo Ingo,

    Ich finde die schleimiges Hüte geschmacklich nicht gut.

    Ich wünsche dir frohe Weihnachten und viele schöne Winterpilze.

    Viele Grüße

    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock


    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.