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von einem kleinen Wunder muß ich erzählen

  • Hallo, liebe Pilzfreunde, heute habe ich ein schönes Erlebnis gehabt.
    Ich habe doch seit Wochen keinen Pilz mehr bei uns in den Wäldern
    gesichtet. (Stuttgart-Ludwigsburg)
    Im April (mein Geburtstag) hatte ich Euch meine Slackline vorgestellt,
    worüber ich täglich balanciere. Was soll ich Euch sagen, als ich heute früh
    etwas üben wollte, da sehe ich doch direkt unter meiner Slacline fünf
    Pilze. Noch nie habe ich auf der Wiese Pilze gesehen. Nun, nach zwei Tagen Regen, standen sie da. Ich habe sie nicht berührt und näher untersucht.
    Will sehen, ob sie noch größer werden. Sie riechen pilzig. ( Vielleicht
    Dachpilz) Ist mir im Moment nicht so wichtig, weil sie sicher unbedeutend sind. Die Lamellen sind weiß.


    Ich habe die Wiese noch abgesucht und habe noch diese zwei seltsamen
    Pilze gesehen. Erst dachte ich, die haben die Lamellen oben,ha,ha!

    Ich gebe zu, mein kleines Wunder kommt nicht an das 7:1 heran.
    Liebe Grüße Fred und Heide

  • Hallo.


    Ach ja, eigentlich ist doch das Wunder des Lebens das schönste Wunder überhaupt. Slackline ist eine feine Sache. Ich wünschte, ich könnte das auch. Aber das würde so enden, wie die eine Sekunde meines Lebens, in der ich auf einem Skateboard stand. :zippit:


    Die größeren hellen Pilze könnten sogar recht lecker sein. Dreh mal einen um, daß man die Lamellen sieht. Nelkenschwindling (Marasmius oreades) wäre hier meine Idee.


    Bei Tintlingen halte ich mich lieber zurück. Die sind mir zu schwer. Ich denke schon, daß deiner in die Gattung Parasola (Rädchentintlinge) gehört. >Parasola plicatilis< kann schon ein, aber >Parasola auricoma<, >Parasola lactea< und >Parasola schroeteri< sind halt makroskopisch nicht zu unterscheiden.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Zitat von Beorn pid='11852' dateline='1405027080'

    Die größeren hellen Pilze könnten sogar recht lecker sein. Dreh mal einen um, daß man die Lamellen sieht. Nelkenschwindling (Marasmius oreades) wäre hier meine Idee.


    Hallo Fred
    Pablo hatte schon das Wichtigste geschrieben. Aber rieche auch mal am Pilz und biege den Stiel ganz kräftig!
    Tintlinge sind als Gattung eher leicht zu bestimmen, als Art jedoch manchmal unmöglich bestimmbar. Also einfach an der Schönheit der Tintlinge erfreuen und gut ist es! :wink:

  • Hallo Fred,


    die schon bestimmten Pilze, Nelkenschwindlinge, sind tatsächlich sehr gute Pilze, aber nur die Hüte. Die Stiele sind zäh, gummiartig. Diese Pilze haben eine Besonderheit - bei Trockenheit ziehen sie sich zusammen und sind scheinbar verschwunden und bei Feuchtigkeit erscheinen sie wieder, deshalb hast du diese Pilze auch kurz nach dem Regen gefunden. Wenn du die Pilzhüte trocknest, dann passiert das Gleiche dann in der Soße. Diese Pilze können auch sehr große Hexenringe bilden und da, wo der Ring sich befindet, verfärbt sich das Gras dunkelgrün. So kann man auch diesen Pilz "finden", wenn er keine Fruchktkörper ausgebildet hat, d.h. man kann sich die Stelle schon mal merken. Die Pilze sind standorttreu.
    Bei uns scheinen die Nelkenschwindlinge sehr rückläufig zu sein, das ist sicher auf die Überdüngung zurückzuführen.
    Der Rädchentintling ist sehr hübsch anzusehen. Er hat auch eine Besonderheit. Die Tintlinge zerfließen in schwarze Tinte, dieser macht das nicht.
    Ein schönes Wochenende schöne Grüße an Heide.


    Veronika

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Uwe, meinst du mit


    Zitat

    Hallo Fred
    Pablo hatte schon das Wichtigste geschrieben. Aber rieche auch mal am Pilz und biege den Stiel ganz kräftig!


    in etwa das , was auf dem Foto zu sehen ist?

    Foto 1 von heute: Nelkenschwindling (Marasmius oreades) wäre auch meine Option.
    Den Stiel habe ich bis 2,5 mal um die eigene Achse gedreht, bevor sich die Fasern des Stieles voneinander gelöst haben. Trotzdem sind sie in ihre ursprüngliche Form zurückgekehrt. Interessant.

    foto 2: So sahen sie in Natura aus. Fotos von Heute.
    Foto etwas unscharf, aber meine Kamera hat vorgestern ganz schön was abbekommen. Mitten im Wald und Gewitter mit Blitz, Donner und mächtig Wasser von oben. Aber schön wars.
    LG. Heinz

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