Geschmackstest Mairitterling

Es gibt 1 Antwort in diesem Thema, welches 487 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (29. April 2024 um 10:22) ist von Uwe58.

  • Hallo Pilzfreunde,

    da ich den Riesenrötling und den Ziegelroten Risspilz noch nie selbst gefunden habe, habe ich die Maipilze vom Wochenende zur Sicherheit noch im Kühlschrank aussporen lassen. Nachdem sie brav weiß gesport haben wurden sie dann mit bestem Gewissen verzehrt. Habe interessehalber noch die Amyloidität überprüft und auch hier waren die Sporen wie erwartet inamyloid.

      

    Habe dann zwei Zubereitunsmethoden probiert: Gebraten und gekocht als Suppe.

    Über den Geschmack wird ja gestritten. Ich empfinde ihn als sehr angenehm-pilzig, leicht fleischig aber recht unspektakulär. In etwa wie ein sehr milder Zuchtchampignon. Der Gurkengeschmack und -geruch verliert sich wie man vielerorts hört vollständig. Insgesamt geschmacklich gut, aber nichts besonderes. Gebraten ist er deutlich aromatischer, als Suppenpilz taugt er weniger.

    Wo der Pilz wirklich punkten kann ist seine Konsistenz. Er schrumpft stark ein und wird dann angenehm weich und bissfest, in etwa wie sehr lange geschmortes, weiches Fleisch. Er hat nicht die leicht knorpeligen Konsistenz des Champignons auch wird auch nicht lapprig/schleimig wie der Shiitake.

    Besonders empfehlen würde ich ihn für Personen, die Pilze eigentlich geschmacklich mögen, aber denen der Biss und die Konsistenz der meisten Arten nicht zusagt.

    Ich mag ihn insgesamt sehr gerne. Gebraten auf einem Brötchen eine echte Delikatesse.

    Viele Grüße,

    Mr. X

       

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.