"Bauchwehpilz" - Gelber Knollenblätterpilz (Amanita citrina)

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 4.229 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (20. August 2014 um 17:23) ist von Beorn.

  • ..wird dieser hier bei uns genannt. Nicht ganz so giftig wie manch seiner Artgenossen, aber keinesfalls zu unterschätzen!

    Wenn die Fotos nur ein wenig besser geworden wären, aber ich kann es auch nicht wirklich :smilec: Gerade bei schwierigen Lichtverhältnissen wie in diesem Fall. Hoffentlich sieht man ein wenig was. Am Rande eines Fichten-Jungwaldes gefunden.

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    Meistens fange ich dort mit der Suche an wo andere aufgeben :happy:

  • Hallo Claudia,

    schöne Bilder des sehr häufigen Wulstlings!

    Soweit ich weiß, ist die Art nur roh giftig, weil ihr Gift Bufotenin hitzeinstabil ist. Aber man sollte den Pilz trotzdem nicht essen. :wink:

    Wuchs der eine Pilz auf dem 2. Bild wirklich auf dem Baum oder sehe ich das falsch? Das sollte eigentlich nicht sein. :what:

    Viele Grüße,
    Emil

  • Hallo Emil,

    Das hast du so schon richtig gesehen, der wuchs tatsächlich auf / aus einer jungen Fichte. Was aber hierbei noch zu erwähnen wäre: die Fichte hob ein kleines Stück Waldboden mit in die Höhe, und daraus ist der Kleine dann raus gewachsen.

    Also bei mir hier gibts die nicht sehr häufig zu sehen, wie auch manch andere Amanita Arten (Panther- / Grüner Knollenblätterpilz) Die scheuen den anstrengenden Aufstieg auf'n Berg denk ich mir :D

    Habe auch erst ein paar Mal die beiden Arten selbst in der Hand gehabt, denke drei bis vier Mal die ganzen Jahre über, und das war im Talbereich gewesen ~700 - 800m Höhe

    Meistens fange ich dort mit der Suche an wo andere aufgeben :happy:

    • Offizieller Beitrag

    Hallo.

    Das gibt es ja öfter, das Mykorrhiza - Pilze scheinbar auf Holz wachsen.
    Sehr oft sieht man das bei Boletus badius (Marone), Tylopilus felleus (Gallier), Boletus edulis (Steini) und etlichen Milchlingen. Auch so ein Kandidat ist Scleroderma citrina (Dickschaliger KB). Ganz zu schweigen von Filzgeweben (Tomentella) und Warzenpilzen (Thelephora).
    Das Mycel der Pilze steht zwar mit den Wurzeln vitaler Bäume in Verbindung, durchzieht aber den Waldboden ebenso wie das aufliegende Totholz.
    Wenn die Bedingungen passen, dann werden eben Fruchtkörper auch auf myceldurchwachsenem Holz angelegt. Das bringt ja auch Vortiele für die Pilze, wie zB einen erhöhten Standort und damit eine bessere Verbreitung der Sporen.


    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.