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Wunderbaum !

  • Wunderbaum !



    Letzten Winter habe ich ihn gefunden.
    Ein Bergahorn in einem Mischwald auf dem Lechfeld beiMerching.
    Leider habe ich damals keine Fotos gemacht.
    Die Rinde des Baums war aufgeplatzt und es hatten sich vieleSamtfußrüblinge angesiedelt.
    In ca. 3 bis 4 m Höhe wuchsen an dem Baum Austernseitlinge.
    Die Austernseitlinge waren leider schon alt als ich siefand.
    Die Samtfußrüblinge habe ich mehrmals abgeerntet.
    Ich habe es als Sensation betrachtet, daß an einem Baum zweiverschiedene Winterpilzarten wuchsen.

    Am Sonntag habe ich diesen Baum wieder besucht und nichtschlecht gestaunt.

    Am unteren Stammbereich sind bereits junge Samtfußrüblingeam wachsen.
    An einem Ast, der keine Rinde mehr hat, wachsen Judasohren.
    Von den Austernseitlingen ist noch nichts zu sehen.
    Ich hoffe aber daß sie noch kommen um das Trio komplett zumachen.



    Zum ersten Bild:
    Unten am Baum, im grünen Bereich sind die juingen Samtfüßrüblinge zu sehen.
    An dem hell angeleuchteten Ast rechts oben sind die Judasohren.
    Auf Höhe des oberen Bildrandes befanden sich im letzten Winter die Austernseitlinge.





    Ja ich weiß, gute Fotos sehen anders aus !


    Gruß
    Brandie

  • Hallo Brandi,


    dass mehrere Pilzarten an einem Baum wachsen, ist durchaus keine Seltenheit. Und wenn du den Baum durchschneiden würdest, dann könntest du richtige " Landkarten " sehen mit Grenzen, die zeigen, wo welcher Pilz sein "Herrschaftsgebiet" hat. Die Pilze bauen ja im Holz unterschiedlich die Bestandteile ab. Der eine Pilze liebt das Lignien, der nächste Pilz die Cellulose und wieder ein anderer einen anderen Stoff. Und so "knabbert" jeder an dem Baum herum und es zeigen sich verschiedene Fruchtkörper.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo Brandi,


    Drei auf einen Streich:)
    Judasohren für mich ohne Zweifel, erkenne ich sofort, Merkmalskombination passt für mich ohne Wenn und Aber. Noch nie auf diesem Substrat gefunden, na ja, bei mir in Berlin gibt es wohl auch keinen Bergahorn, es sei denn, auf dem Kienberg (Schuttberg 2. Weltkrieg) gibt es Bergahorn.


    LG. Heinz

  • Wunderbaum!


    Es ist zur Wahrheit geworden.
    Heute Nachmittag habe ich an dem Bergahorn alle 3 gängigen Winterpilzarten gefunden:
    Samtfußrüblinge
    Austernpilze und
    Judasohren
    Die Austernpilze hätte ich zwar in luftiger Höhe wie im letzten Jahr erwartet.
    Sie haben sich aber für den Fuß des Baumes entschieden. Egal. Die Hauptsache, daß sie da sind.
    Ich freue mich riesig über meinen Wunderbaum !
    Vermutlich wird er aber die nächste Saison nicht mehr erleben. Zurzeit wird der Wald ausgeholzt und ein Baum, der solche Schäden an der Rinde hat und auf dem die Schwammerl wachsen, wird dies wohl kaum überleben.

  • Grüß Gott miteinand,


    Wunderbaum!


    Es ist zur Wahrheit geworden.
    Heute Nachmittag habe ich an dem Bergahorn alle 3 gängigen Winterpilzarten gefunden:
    Samtfußrüblinge
    Austernpilze und
    Judasohren
    Die Austernpilze hätte ich zwar in luftiger Höhe wie im letzten Jahr erwartet.
    Sie haben sich aber für den Fuß des Baumes entschieden. Egal. Die Hauptsache, daß sie da sind.
    Ich freue mich riesig über meinen Wunderbaum !
    Vermutlich wird er aber die nächste Saison nicht mehr erleben. Zurzeit wird der Wald ausgeholzt und ein Baum, der solche Schäden an der Rinde hat und auf dem die Schwammerl wachsen, wird dies wohl kaum überleben.


    Gruß
    Brandie



    Samtis und Austern

    Samtis und Austern

    Austern von unten

    Judasohren am Ast

  • Hallo Brandie,
    das ist wirklich ein toller Baum den du uns da zeigst!
    Es käme ja fast einem Verbrechen gleich, wenn dieser Baum
    umgemacht werden sollte. Vielleicht solltest du intervenieren,
    falls du weißt wer dafür zuständig ist. Bei uns im Wald sprüht der
    Förster ein großes V für Vogelbaum auf stehendes Totholz, das
    nicht umgemacht werden soll. Ist im Grunde ja nicht schlecht, aber
    es gibt halt zuwenige davon. Als letzte Möglichkeit könntest du ja

    selber eins draufsprühen :-)


    Gruß Hans

  • Hallo Hans,


    deine Idee gefällt mir sehr gut.
    Dafür danke ich Dir recht herzlich.
    Werde mir bei der Baywa eine Farbdose kaufen und dann meinen Wunderbaum verschönern.


    Gruß
    Brandie:)

  • Hallo Brandie,
    mir gefällt es auch das du gleich mit der Sprühdose losziehen willst. Aber vielleicht
    sollten wir den offiziellen Weg gehen und erst mal feststellen wem denn das Waldstück
    gehört, um so einfach mal nachzufragen ob denn der Baum nicht stehen bleiben kann.
    Vielleicht bleibt er ja eh stehn, weil er ja durch die Pilze schon geschädigt ist.
    Aber man weiß ja nie, heutzutage hauen sie ja alles weg!
    So wie ich das heute erst gesehen habe, wohnen wir ja im selben Landkreis!
    Vorausgesetzt du kommst aus Merching, ich wohne im nördlichen Lkr,
    Gemeinde Aindling. Ich schick dir mal über eine PN meine Handynr. Dann
    könnten wir das weitere vorgehn besprechen.


    Gruaß. Hans

  • Hallo Heinz,
    vielen Dank für diesen Link zu den Baummarkierungen. Das ist sehr interessant und ich habe auch schon oft gerätselt, was so manche markierungen denn bedeuten könnte. Also danke noch einmal.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Zitat

    Vermutlich wird er aber die nächste Saison nicht mehr erleben. Zurzeit wird der Wald ausgeholzt und ein Baum, der solche Schäden an der Rinde hat und auf dem die Schwammerl wachsen, wird dies wohl kaum überleben.


    Das ist nicht zwingend so. Ausgelichtet wird ja normal damit es mehr Platz für die restlichen Bäume gibt. Ein vernünftiger Förster wird dabei solche Bäume (so sie nicht Wege gefährden) stehen lassen - unsere würde es jedenfalls tun - und ihn als "Naturdenkmal" markieren.
    Am Besten mal den Förster ansperchen ob man den Baum stehen lassen kann.
    Irgendwelche Markierungen anbringen dürfte dagegen nichts bringen (oder bestenfalls), der Förster wird sicher genau wissen ob er so einen markanten Baum fällen möchte oder nicht.
    Falls es sich um Privatwald handelt, würde ich den gleichen Weg gehen. Einfach mal das persönliche Gespräch suchen eventuell bei einem leckeren Pilzgericht ;-)
    Ich würde hier gute Chancen sehen, letztlich durfte er ja obwohl er nicht gerade "ideal" (im forstwirtschaftlichen Sinne) gewachsen ist, bis jetzt stehen bleiben und wird dies hoffentlich auch weiter dürfen.

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Heute in einem herrlichen hessischen Waldstück entdeckt in dem sehr viele alte Buchen in allen Zuständen (von gesund bis bis zu stehenden Stammresten) stehen.
    So etwas sollte es öfter geben:

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

    Einmal editiert, zuletzt von ThomasL ()

  • Danke Heinz. Ja mehr solches "Todholz" (eigentlich eine unsinnige Bezeichnung wenn man überlegt wieviel Leben darin und darauf ist) wäre schön. Gott sei dank hat hier aber auch ein Umdenken stattgefunden und man findet es immer öfter.

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

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