Funde vom Wochenende

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema, welches 9.016 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (13. November 2014 um 22:58) ist von Beorn.

  • Hallo allerseits,

    nachdem ich in den letzten Wochen nicht dazu gekommen bin, war dieses Wochenende wieder Pilzsuche angesagt.
    Nachdem ich dann beinahe den ganzen Berg abgesucht hatte, waren die Reizker und Champis alle friedlich besammen neben einer Parkbank.

    Und in direkter Nachbarschaft dann noch der hier (Hasenbovist?).


    Erhat sehr angenehm gerochen, war innen schneeweiß und hatte etwa 12cm im Durchmesser. Das Bild täuscht bei der Farbe etwas.

    Und dann noch was spannenderes. Hat jemand eine Idee?


    Viele Grüße von der Alb. :)

  • Hallo Seta,

    deinen hasenbovist kann ich dir bestätigen. Das gelbe Ungeheuer ist wahrscheinlich ein verkrüppelt gewachsener Sandpilz, auch Hirsepilz genannt. Die Röhren lassen sich noch etwas erkennen.

    Viele Grüße

    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock


    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo!

    Vergleiche beim Zweiten auch mal mit dem Semmel-Porling (Albatrellus confluens).

    Viele Grüße,
    Emil

    • Offizieller Beitrag

    Hallo.

    Genau, und einen von Hypomyces lateritius (Steinreizker - Schimmel) befallenen Sprödblättler muss man da auch noch auf dem Schirm haben. :wink:


    LG, Pablo.

  • Hallo Pablo,

    aber Steinreitzker-Befall kommt nur bei Täublingen oder Milchlingen ? vor. Ich glaube bei dem Pilz doch Röhren zu sehen.

    Viele Grüße

    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock


    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Veronika.

    Ich sehe keine.
    Aber vielleicht übersehe ich was? Wo wären die denn?


    LG, Pablo.

  • Hallo Pablo,

    wie soll ich das beschreiben??? Ich sage mal, mach ein großes Kreutz und oben auf der 12 (UHR) sehe ich Röhren.
    Ob das wohl geht?

    Viele Grüße

    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock


    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

    • Offizieller Beitrag

    Ah!

    Danke, jetzt sehe ich es.
    Das könnten in der Tat Röhren sein, aber die wären auch merkwürdig deformiert, oder?
    Da mag ich mich jetzt nicht entscheiden, ob deformierte Röhren oder Lamellen vorliegen. Aber vielleicht kann Seta das mit weiteren Bildern der Fruchtschicht und vom Schnitt klären.


    LG, pablo.

  • Guten Morgen!

    Bei dem "Pilzklumpen" hab ich auch schwer gerätselt - bis ich ein Stück abgeschnitten habe (man sieht es links auf dem unteren Bild). Es lief orange Milch raus. Dann müsste Pablo gewonnen haben, oder? :bravo:


    EDIT: Vielen Dank auch an Veronika für die Bestätigung vom Hasenbovist.

    Viele Grüße,

    Michaela

    Einmal editiert, zuletzt von Seta (12. November 2014 um 08:20)

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Michaela!

    Klar, wenn er milcht, dann ist es wohl so.
    Hätte aber natürlich auch anders ausgehen können, es geht ja auch nicht darum, wer recht hat, sondern wie der Pilz heißt. Und da muss man eben manchmal mehreren Spuren folgen, das ist schon richtig so.

    Übrigens: Die Champis sehen interessant aus.
    Aber ich fürchte mal, du hast die nicht entsprechend dokumentiert (also mit Standortbeschreibung, Geruchsentwicklung, Verfärbungsmustern, Stielbasis, Velumbeschaffenheit, komplettes Schnittbild), so daß man da eine Artbestimmung angehen kann?


    LG, Pablo.

  • Hallo Pablo,

    Die Champis müssten dieselben sein, die ich hier
    https://www.123pilze.de/000Forum/showthread.php?tid=2259
    schon gezeigt hatte. Ende Oktober war ich bei einer Pilzausstellung und hatte einen mitgenommen, mehr waren an dem Tag leider nicht da. Dort wurde er ohne Zögern als Weißschuppiger Egerling (Agaricus benesii) bestimmt.
    Hier ein paar Bilder, die ich am Wochenende vom Standort (Schwäbische Alb) gemacht hatte.



    Und hier zwei Nahaufnahmen vom September.



    Da waren die Champis noch einiges größer (Hutdurchmesser bis 12cm) und das Röten war nicht ganz so stark. Aber es sollten dieselben sein, da der Standort immer gleich ist. So wie die wachsen scheint es ein sehr großer Hexenring zu sein, geht um einen ganzen Hügel herum und man kann entlanglaufen und findet immer wieder welche.

    Der Geruch ist denke ich nach Fenchel, aber bei Geruchsbestimmungen bin ich ganz schlecht. Eine Gelbfärbung gibt es überhaupt nicht.

    Viele Grüße,

    Michaela

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Michaela!

    Vielen Dank für den Nachtrag!
    Das sind wirklich sehr aussagekräftige Bilder, ich wünschte, Champis würden immer so gut vorgestellt. :agree:
    Danke auch für den Link, jetzt erinnere ich mich wieder.
    Agaricus benesii ist sicher eine gute Option, wenn ich mir die unteren Fruchtkörper ansehe. Die Art habe ich selbst allerdings noch nicht gefunden, hätte sie mir aber stärker rötend vorgestellt (etwa so wie die schuppigen Waldegerlinge). Aber das kann wohl auch mal variabel sein.


    LG, Pablo.